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Samsung Galaxy S3: So profitiert das Smartphone vom Quad-Core-Prozessor

Samsung wird das Galaxy S3 mit dem Quad-Core-Prozessor Exynos 4412 ausstatten – das gilt inzwischen als sicher. Doch was bedeutet das für den Nutzer im Vergleich zu ebenfalls bärenstarken Dual-Cores wie im Vorgänger Galaxy S2 oder dem aktuell einzigen Vierkerner Tegra 3 von Nvidia?

Quad-Core-Prozessoren in mobilen Endgeräten wie Smartphone oder Tablet sind ein umstrittenes Thema – die einen schwören auf die Zusatz-Power, die gerade bei aufwändigen Apps wie 3D-Spielen für atemberaubende Ergebnisse sorgt, andere halten das schlichtweg für überflüssig, schließlich laufen auch Dual-Core- und sogar Single-Core-Smartphones mit vernünftiger Anpassung flüssig. Doch wenn man sich schon für die Kraft der vier Kerne entscheidet, will man auch den besten Prozessor haben, den es auf dem Markt gibt – doch welcher Chip ist das?

Derzeit ist nur der Tegra 3 von Nvidia in Endgeräten wie dem Android-Tablet Asus Transformer Prime verfügbar und stellte dort im Test seine Power unter Beweis. Im Vergleich zu den Informationen, die zum Samsung Exynos 4412 existieren, sieht der Nvidia-Chip zumindest teilweise ziemlich alt aus – und das, obwohl er vermutlich erst ein halbes Jahr auf dem Markt sein wird, wenn der neue Exynos-Vierkerner zur Jahresmitte im Samsung Galaxy S3 auf den Markt kommt. Ein halbes Jahr ist auf dem Elektroniksektor eben eine ziemlich lange Zeitspanne.

Samsung Exynos 4412 und Tegra 3 im Vergleich

Der Tegra 3 verwendet vier Hauptkerne, die auf das ARM-Cortex-A9-Design aufbauen und Taktfrequenzen von 1,3 Gigahertz (im Einzelbetrieb bis 1,4 Gigahertz) erlauben. Sie werden im 45-Nanometer-Verfahren hergestellt. Hinzu kommt der sogenannte Companion-Core. Dabei handelt es sich einen fünften A9-Kern, der allerdings nur mit maximal 500 Megahertz taktet und zum Stromsparen immer dann die Arbeit übernimmt, wenn die volle Kraft der Hauptkerne nicht benötigt wird. Als Grafikbeschleuniger setzt Nvidia auf eine ULP (Ultra Low Power)-Version seiner Geforce GPU. Sie verfügt über 12 Kerne und schafft im Normaltakt von 300 Megahertz etwa 7,2 Megaflops (Gleitkommaoperationen pro Sekunde).

Der Samsung Exynos 4412 setzt nach derzeitigem Kenntnisstand ebenfalls auf vier Kerne in A9-Architektur, allerdings verzichtet der koreanische Hersteller auf einen Zusatzkern zum Stromsparen und verlässt sich hierfür auf andere Mechanismen. Außerdem wird der Chipsatz im 32-Nanometer-Verfahren gefertigt – im direkten Vergleich zu Chips in 45 Nanometer soll das nach Angaben von Samsung für ein Viertel mehr Leistung bei halbem Stromverbrauch sorgen. Hinzu kommen beim Exynos 4412 im Vergleich zum Vorgänger weitere Verbesserungen und zwei zusätzliche Kerne. Mit 1,5 Gigahertz Standardtakt verfügt der Exynos 4412 über eine minimal höhere Taktung als der derzeit verwendete Tegra 3.

Rechnet man den Leistungsvorteil der Vorgänger-Chips Exynos 4210 zum Tegra 2 hoch und überträgt ihn auf die kommende Generation, dann liegt der Vorteil klar bei Samsung. Natürlich kann das nur als grober Anhaltspunkt dienen – verlässlich ist diese Hochrechnung mangels verfügbaren Daten nicht. Bei der Grafikeinheit ist das schon wesentlich einfacher: Hier kommt wie im Vorgänger-Chip Exynos 4210/4212 eine Mali 400MP-GPU zum Einsatz, die allerdings statt auf 300 Megahertz auf 400 Megahertz getaktet sein soll – das könnte statt 10,8 Megaflops wie im Vorgänger gute 13 bis 14 Megaflops bedeuten – der Vorteil liegt ohne, erst recht aber mit der höheren Taktfrequenz eindeutig auf Seiten des Samsung-Chips.

Insgesamt scheint der Samsung-Chip die Nase vorn zu haben – bei der CPU-Leistung vermutlich, bei der GPU-Power zweifelsfrei. Das Samsung Galaxy S3 dürfte sich dadurch vor allem bei der Darstellung von aufwändigen Grafiken stark zeigen, beispielsweise bei 3D-Spielen. Die große Unbekannte ist der Stromverbrauch, doch auch hier wird der Samsung-Chip wegen der moderneren Produktionsweise mit 32 Nanometer voraussichtlich etwa auf Augenhöhe mit dem Tegra 3 liegen. Eine gesicherte Aussage wird es etwa Mitte des Jahres geben – dann soll der neue Samsung-Vierkerner im Galaxy S3 vorgestellt werden und vermutlich kurz darauf auf den Markt kommen.

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Kommentare
  1. 20.04.12 00:17 torcida (Advanced Member)

    Das SGS3 (inkl. Android) hat den Quad-Core-Chip anscheinend sehr nötig, da das SGS2 selbst beim Bilder anschauen/"blättern" ruckelt...

  2. 21.03.12 23:52 Silver Harlequin (Member)
    Abwarten

    Erstmal heißt es abwarten, denn auch wenn die Power höher sein sollte darf man nie die anpassung der Software vergessen. Sollte es rein nach Power gehen würde z.B. AMD (früher Radeon) auch nicht mehr gekauft werde, da diese wesentlich weniger Rechenleistung haben - doch die Software belehrt uns manchmal etwas anderes.
    Ich freue mich jedenfalls, das es einen vernünftigen Wettbewerb gibt ohne das sich die beiden die Patente um die Ohren hauen ;)

  3. 20.03.12 18:49 vipermuh (Youngster)

    Hab auch das Transformer, hab nur das email widget und ein live Hintergrund der schon drauf war.

    Warum kann man ein Tablet nicht mit dem Lumia vergleichen?
    Das Nexus zb hat doch auch die gleiche Auflösung wenn ihr darauf hinaus wollt.

  4. 20.03.12 17:56 quovadis (Gast)

    Naja trotzdem ist die Frage von Gorki brechtigt... man kann kein Lumia mit einem Tablet vergleichen

  5. 20.03.12 15:55 homeend (Advanced Handy Profi)

    Das EeePad Transformer hat bereits ICS. Aber ein Ruckeln kann ich da nicht erkennen. Allerdings habe ich weder einen Livehintergrund, noch eine große Anzahl von Widgets drauf.

  6. 20.03.12 15:49 Gorki (Advanced Handy Master)

    Was für ein Gerät hast Du denn mit Tegra2 und originalem ICS?

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