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Neues iPad-Display bringt spürbare Nachteile

Apple hat das neue iPad bei der Vorstellung besonders wegen seines neuen, hochauflösenden Displays gelobt und tatsächlich bietet kein anderer Konkurrent so viele Pixel. Doch das hat auch Nachteile. Wir sind drei Punkten beim neuen iPad nachgegangen, die seit dem Verkauf des Apple-Tablets immer wieder kritisiert werden, denn sie lassen sich tatsächlich direkt oder indirekt auf das Display zurückführen.

Das iPad 3 (re.) wird deutlich heißer, als das iPad 2 | (c) ConsumerReports

Das iPad 3 (re.) wird deutlich heißer, als das iPad 2 | (c) ConsumerReports

Der erste Vorwurf: Das iPad der dritten Generation wird bei intensivem Gebrauch heiß. Sogar richtig heiß. Die US-Internet-Seite Consumer Reports hat das Tablet mit einer Wärmebildkamera gefilmt und dabei Temperaturen von umgerechnet fast 47 Grad gemessen, das iPad 2 kam nur auf maximal knapp 40 Grad. Diese Messung wurde unter Vollast während des Spiels Infinity Blade 2 und mit eingestecktem Ladekabel durchgeführt, ohne gleichzeitiges Laden kam das iPad "nur" auf 45 Grad – beides ist nicht weit davon entfernt, bei längerem Hautkontakt für erste Verbrennungserscheinungen zu sorgen.

Setzt man außerdem voraus, dass der Test bei normaler Zimmertemperatur von etwa 21 Grad Celsius durchgeführt wurde, dürften sich spätestens im Hochsommer die Beschwerden über die Temperatur des neuen iPad häufen. Zudem scheint es fraglich, ob das neue Tablet bei den 35 Grad, die Apple als maximale Umgebungstemperatur für den Betrieb des iPad angibt, überhaupt noch funktioniert – womöglich stellt es sich schon wie teilweise das iPad 2 deutlich früher wegen Überhitzungsgefahr ab?

Apple sieht kein Problem wegen Überhitzung. In einer offiziellen Mitteilung hieß es nur, das iPad funktioniere im Rahmen der selbst festgesetzten Temperatur-Richtlinien fehlerfrei. Und auch andere Parteien meldeten sich für Apple zu Wort. So sei Consumer Report schon früher für übertriebene Apple-Kritik bekannt gewesen, außerdem sei es normal, dass bei neuen technischen Geräten immer auch eine geringe Anzahl an defekten Geräten im Umlauf ist.

Doch diese Erklärungsversuche erscheinen etwas einseitig. Selbst beim ersten Ausprobieren konnte Areamobile im normalen Browser-Betrieb des neuen iPad schon nach wenigen Minuten einen deutlich spürbaren Temperaturanstieg des Tablets feststellen. Dabei wird nicht etwa das Display heiß, sondern eine Stelle in der rechten unteren Ecke der Rückseite. Dort dürften Prozessor und Grafikbeschleuniger eingebaut sein, vermutlich wird die GPU wegen der hohen Pixel-Zahl von 2.048x1.536 Bildpunkten schon bei grundlegenden Darstellungen wesentlich mehr gefordert, als beim iPad 2 mit nur 1.024x768 Pixel. Auch wenn dieser mäßige Kraftakt das neue iPad an dieser Stelle eher warm als heiß werden ließ, darf man nicht vergessen, dass die GPU beim Browsen weit weniger gefordert werden dürfte, als bei aufwändigen 3D-Spielen. Im Test werden wir darauf daher näher eingehen.

Zwei weitere offensichtliche Nachteile gehen ebenfalls zum Teil - wenn auch nicht ausschließlich - auf das Konto des hochauflösenden Displays. Denn der neue Screen stellt vier mal mehr Pixel dar und wird von zwei mal mehr LEDs beleuchtet, als noch beim iPad 2. Das benötigt mehr Strom, da die neue und stärkere GPU mehr leisten muss und die zusätzlichen LEDs ebenfalls mit Energie versorgt werden wollen. Um keine kürze Laufzeit als beim Vorgänger zu erzielen, hat Apple einen etwa doppelt so starken Akku in das neue iPad eingebaut, der größer, schwerer und dicker als im iPad 2 ist. Als Resultat ist das neue Tablet 0,6 Millimeter dicker (9,4 Millimeter statt 8,8 Millimeter) und knapp 10 Prozent schwerer (652 Gramm statt 601 Gramm in der Wlan-Version) als der Vorgänger. Das klingt nicht nach viel, aber Fortschritt bewegt sich normalerweise in die andere Richtung. Selbst in Apple-Foren waren schon Aussagen zu lesen, dass die höhere Auflösung – so fantastisch sie auch sei – das höhere Gewicht nicht rechtfertige.

Das dürfte letztendlich eine Frage der persönlichen Gewichtung der Neuerungen sein. Klar ist, dass Apple beim neuen iPad Kompromisse eingehen musste – so gibt es zugunsten von großen Fortschritten dieses mal auch mehr oder weniger starke Einschränkungen.

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Lesen Sie alle 31 Kommentare in unser Community.
Kommentare
  1. 28.03.12 11:49 jl90 (Newcomer)

    Kann nicht bestätigen, dass das iPad heiß wird. Klar es wird warm, aber von möglichen Verbrennungen kann nicht die Rede sein. Ich spiele oft auf dem iPad Real Racing 2HD und inifinity Blade 2. Zudem noch Surfen und Filme schauen.

    Habe letztens eine liste gesehen, die das iPad im Bezug auf die wärmeentwicklung mit anderen Geräten vergleicht:
    http://www.ifun.de/ipad-3-warm-temperatur-test-konkurrenz-23644/

    Alles halb so Wild!

  2. 22.03.12 21:10 stephan3572 (Advanced Member)

    Thx,

    Wenn man das Innenleben der beiden vergleicht, klärt das den Temperaturunterschied.

  3. 22.03.12 21:06 Gorki (Advanced Handy Master)

    " oder ich."

    Richtig, einfach mal länger mit dem Finger auf dem U bleiben ;). Ganz schön Voll finde ich aber anscheinend ausreichend Kühlfläche ;).

  4. 22.03.12 21:00 stephan3572 (Advanced Member)

    Musste sollte mit Umlaut geschrieben sein. Kann diese desingikone aber nicht, oder ich.

    Schau dir mal das Innenleben an. Kein Wunder das es nicht so warm wird.


    http://www.ifixit.com/Teardown/Motorola-Xoom-Teardown/4989/1


    Stephan

  5. 22.03.12 20:38 Gorki (Advanced Handy Master)

    "Musste man mal ins xoom reinschauen."

    --> Nee, ganz bestimmt werde ich das nicht tun ;).

  6. 22.03.12 20:31 stephan3572 (Advanced Member)

    Naja, hat da mal jemand die Temperatur gemessen ?

    Wie gesagt, irgendwie muss die Abwärme abgeleitet werden,
    Und da hat wohl jeder seine eigene Technik.
    Musste man mal ins xoom reinschauen.


    Stephan

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