Ihr legt Wert auf lange Akku-Laufzeiten und guten Netzempfang eures Smartphones? Ihr seid unterwegs ständig am Chatten, Posten von Beiträgen in sozielen Netzwerken oder Versenden von Mitteilungen und bevorzugt daher eine echte Tastatur? Ihr habt auch nichts einzuwenden gegen eine prompte Zustellung von E-Mails, gesicherte Übertragungswege oder die Möglichkeit, auf einfache Weise ganz gezielt die Zugriffsrechte von installierten Apps einzuschränken? Dann wäre eigentlich ein Blackberry ein geeignetes Smartphone für euch.
Doch die klassischen Stärken des Blackberry zählen offenbar nichts mehr. Hersteller Research in Motion (RIM) hat von Anfang April bis Ende März 2012 nur rund 11,1 Millionen Blackberry-Smartphones weltweit ausgeliefert - das sind drei Millionen Blackberrys oder 21 Prozent weniger als im vorangegangenen Quartal. Das Tablet-Modell Blackberry Playbook war zudem ein echter Flop und verkaufte sich nur dank ordentlicher Rabatte seitens des Herstellers wenigstens 500.000 Mal. Und das Interesse von Entwicklern, für die Plattform Anwendungen zu kreieren, liegt nur bei anderen totgesagten Systemen wie Symbian und WebOS niedriger als bei Blackberry.
Die Misere ist hausgemacht: Zu spät hat RIM in den vergangenen Jahren Trends erkannt und auf die Entwicklungen auf dem Handy- und Smartphone-Markt reagiert. UMTS-Unterstützung, kapazitive Touchscreens und Apps führte RIM jeweils verspätet und regelrecht lustlos ein. Regelrecht arrogant agierte RIM auch beim Start seines ersten Tablet-Modells: Das Blackberry Playbook kam erst ohne Mail-Client sowie ohne Adressbuch- und Kalender-Funktion in den Handel und war zunächst nur in Verbindung mit einem Blackberry-Smartphone voll funktionstüchtig. Erst im vergangenen Februar wurde es durch das Firmware-Update Playbook OS 2.0 zum autarken Tablet-Modell.
Pannen wie den mehrtägigen Netzwerkausfall im Oktober vergangenen Jahres würden die Nutzer dem Hersteller verzeihen, wenn sie seine Smartphones lieben würden - das Antennagate beim iPhone ist für eine solche Fan-Treue das beste Beispiel. Zwar kann RIM noch auf eine loyale Nutzerbasis zählen - das Unternehmen zählt nach eigenen Angaben noch 77 Millionen Blackberry-Nutzer -, doch der Support bröckelt, und immer weniger Nutzer kaufen sich einen neuen Blackberry. Schwer wiegt dabei die Unsicherheit der Nutzer: Offenbar können - anders als das Playbook - Smartphone-Modelle mit dem aktuellen Betriebssystem Blackberry OS 7 nicht auf die kommende Version Blackberry OS 10 upgegradet werden. Blackberry OS 7 ist damit wie das Nokia OS (Symbian) ein aussterbendes Smartphone-Betriebssystem. Dazu kommt der zunehmende Konkurrenzdruck gerade durch die immer günstiger werdenden Geräte aus dem Android-Lager - diese Situation wird sich noch verschärfen, denn jetzt drängen Hersteller aus China wie ZTE und Huawei verstärkt auf den globalen Markt.
RIM hat in den vergangenen Jahren immer wieder seinen Angriff auf den Consumer-Bereich ausgerufen - erfolglos. Denn offenbar trifft das Unternehmen nicht den Geschmack der Privatanwender. Vorbildliche Audioqualitäten der Smartphones und des Tablets, TÜV-geprüfte Schutzmechanismen gegen Malware und Datenklau, der Zugang zu alternativen Download-Plattformen für Apps oder ein genau aufeinander abgestimmtes Ökosystem aus Geräten, Software, Apps und Infrastruktur bemerken die privaten Anwender gar nicht oder lassen sie einfach kalt.
Jetzt ruhen RIMs Hoffnungen auf dem neuen Betriebssystem Blackberry OS 10, das das Beste aus Blackberry OS 7 und QNX in sich vereinen soll. "Bunt", "cool" und "multimedial sehr umfangreich" wird es werden, verriet der Hersteller kürzlich Areamobile, und offener in den Schnittstellen. Erste Prototypen von Smartphones mit Blackberry OS 10 werden wir Anfang Mai auf der Blackberry World sehen, in den Verkauf werden die neuen Geräte wohl erst zum Weihnachtsgeschäft gehen. Blackberry OS 10 muss der große Wurf werden, will RIM die Hoheit über Hardware, Software und Infrastuktur behalten. Ich hoffe, bei allem Spaß-Faktor behalten die Blackberrys auch weiter ihre traditionellen, "langweiligen" Stärken - und bleiben ein treuer und zuverlässiger Begleiter.
Was meint ihr? Gelingt RIM noch das Comeback? Wird der Hersteller mit einem anderen Unternehmen kooperieren oder seine Blackberry-Dienste lizenzieren? Teilt eure Ansichten mit anderen im Forum.
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Du bist nicht dabei?"Bis Ende des Jahres hat Blackberry wohl Zeit, so schnell stellen die Unternehmen die Infrastruktur nicht um, erst recht nicht wo doch das BBX schon in greifbahrer Nähe ist."
Da schätzt du die Unternehmen wohl "nerdiger" ein als sie sind. Die Unternehmen, bzw. deren IT-Admins, warten nicht auf irgendwas unbekanntes, was nur in Form von Gerüchten +/od. Blogs im Internet existiert. Firmen entscheiden in der Regel auf grund von belastbaren Fakten und nachdem sie das Gerät vorher selbst auf Herz und Nieren getestet haben. Dies gilt oft besonders mit zunehmender Firmengröße.
handyhacho
"Bis Ende des Jahres hat Blackberry wohl Zeit, so schnell stellen die Unternehmen die Infrastruktur nicht um, erst recht nicht wo doch das BBX schon in greifbahrer Nähe ist."
Nochmal..:BBX juckt erstmal recxht wenig, in greifbarer Nähe ist es cshonmal gar nicht( dann wäre es schon da), bis zum Ende des Jahres ist ein Haufen Zeit und vor allen Dingen- die Unternehmen stellen doch schon um. Die Misere Rim ist ja kein neues Phänomen- es zieht sich wie bei Nokai schon siet Jahren. Es iust halt jetzt der Stein so richtig ins Rollen gekommen als das man ihn kaum noch aufhalten kann- das ist ja das Problem RIMs.
Es ist schön wie sich die "Technikfraktion ohne Bezug zur BWL" verzweifelt an BBX und QT festkrallt..es bringt aber alles nichts da deren Agitatoren zu angeschlagen sind und die gesunden Patienten ihnen den letzten Lebenshauch ausblasen würde sollte man sich auf solche Experimente einlassen.
"ch gebe Blackberry durchaus noch gute Chance, auch mit der neuen Führung."
Für mich ist RIM kurz vor der Herz-Lunge.....und wird auch nicht drumeherum kommen
"Qt wäre cool, mal sehen obs da noch ne Einigung mit Nokia gibt... "
Ich wette gern......;-))
n-nutzer
"und weiterhin das tolle design."
da scheiden sich die Geister ;-))
"dann kann man auch an modellen wie ein bold 9900 full touch wieder denken um mehr kunden anzusprechen, wenn man seine hausaufgaben so schon gemacht hat."
Es ist halt mit RIM und deren OS so als wollte man in der WElt italienisch als Weltsprache installieren. Die WEkt sppricht Englisch und Spanisch....und CHinesisch nebst Indisch. Punkt. alles andere geht in Richtung Nische.
Ja, ich habe auch ein Playbook und bin wirklich auf die ersten Smartphones mit dem OS gespannt, macht einen sehr guten Eindruck auf mich.
Bis Ende des Jahres hat Blackberry wohl Zeit, so schnell stellen die Unternehmen die Infrastruktur nicht um, erst recht nicht wo doch das BBX schon in greifbahrer Nähe ist.
Ich gebe Blackberry durchaus noch gute Chance, auch mit der neuen Führung.
Qt wäre cool, mal sehen obs da noch ne Einigung mit Nokia gibt...
Ich weis um ehrlich zu sein gar nicht woher dieses Gerücht von dem Consumer markt verlassen herkommt... Selbst areamobile hat doch ein update hinzugefügt wo steht das hier eine aussage von den Medien missinterpretiert wurde.
RIM fokussiert sich wieder stärker auf dem Pro markt, was aber im umkehrschluß nicht bedeutet das sie den consumer markt verlassen.
Es heist einfach nur, dass sie nicht versuchen irgendwelche spiele apps usw auf BB zu bringen (was sowieso NIE richtig geklappt hat) sondern sie sich auf ihre stärken konzentrieren und nicht versuchen es allen recht zu machen.
DAs ist auch soweit ok, WENN sie das richtig durchziehen und auf ihre stärken konzentrieren und WENN diese stärken (die in der Einleitung wunderbar herrausgearbeitet wurden) ordenltich kommuniziert werden.
ES kann manchmal wirklich so leicht sein:
Kommunikation apps nochmal verbessern,
Blackberry steuer weg,
bessere kamera und akku
und weiterhin das tolle design.
dann kann man auch an modellen wie ein bold 9900 full touch wieder denken um mehr kunden anzusprechen, wenn man seine hausaufgaben so schon gemacht hat.
War ist aber auch das die medien sich auch ganz schön auf blackberry schmeißen und nur negativ sachen erwähnen. Und das liegt auch daran das BB momentan ganz anders ist als die iphone ähnlichen konkurrenten. Alles was heute kein touchscreen hat und noch mit tastatur kommt, ist altmodisch und läuft dem markt hinterher.
mit dem Tablet zeigen sie zwar, dass sie auch anders können. Aber als smartphone kann es ende des jahres viel zu spät sein...
Lieb = Stimmungsbremsen???
Ich glaub, du kennst die falschen Leute ;)
Fritz
Absolut richtig.