Das Samsung Galaxy Beam zeichnet sich durch eine Besonderheit aus: Es ist mit einem Projektor ausgestattet. Samsung verspricht damit ein Filmerlebnis wie auf dem Großbildfernseher und neue Möglichkeiten der Präsentation von Fotos, Videos oder den neuesten Ergebnissen des Unternehmens. Doch wie praktisch ist der integrierte Beamer im Alltag wirklich? Hier ein erster Eindruck.
Wer nach dem Auspacken des Samsung Galaxy Beam erstmal den integrierten Projektor anschaltet, wird definitiv enttäuscht sein. Denn obwohl der Beamer mit 15 Lux Lichtleistung bereits stärker als die Vorgänger-Generationen ist, wirkt er im Vergleich zu Tageslicht wie eine Funzel. Wir mussten in unserem Test auf Unterarm-Länge an die Projektionsfläche herangehen, um noch gut etwas zu erkennen. Dann ist die Projektionsfläche nur noch doppelt so groß wie das Display des Galaxy Beam.
Selbst bei normaler Innenbeleuchtung tut sich der Projektor des Galaxy Beam schwer. Ab etwa einem Meter lässt die Lichtleistung soweit nach, dass wir in unserem Test von den Bildinhalten kaum noch etwas sehen konnten. Bei Nacht oder in stark abgedunkelten Räumen kommt mit dem Galaxy Beam jedoch durchaus Kino-Feeling auf. Großformatige Projektionen sind kein Problem und trotz der geringen Auflösung von 800x480 Pixel wirkt das Bild gestochen scharf. Allerdings kann beim Beamer des Galaxy Beam die Perspektive nicht an den Betrachtungswinkel angepasst werden. Man hat dann also ein schiefes Bild, wenn das Handy nicht absolut waagerecht liegt.
Eine weitere Herausforderung des Projektors ist die Bedienung. Das gewöhnliche Hochkant-Format auf dem Smartphone-Display wird 1:1 vom Beamer wiedergegeben. Um also in den Genuss der vollen Auflösung zu kommen, sollte das Querformat bevorzugt werden. Dazu muss man sich jedoch in einem Winkel von 90 Grad zur Projektionsfläche aufstellen. Dazu kann man die Projektionsfläche nicht rotieren, das Handydisplay muss also waagerecht nach oben schauen. Das lässt die Bedienung aus der Hand unnatürlich wirken.
Der Zwang zur Waagerechten irritiert auch immer wieder den Lagesensor des Galaxy Beam. Winzigste Bewegungen reichten aus, um die Anzeige von Links nach Rechts wechseln zu lassen oder vom Quer- in den Hochkant-Modus zu schalten. Bei größeren Betrachtungsabständen führen diese Bewegungen beim Bild außerdem zu einem sichtbaren Zittern, das die Augen auf Dauer anstrengt. Wenn das Galaxy Beam auf dem Tisch liegt, fällt die Umgewöhnung an die andere Bedienungsform aber deutlich weniger schwer.
Samsung gibt die Laufzeit des Galaxy Beam mit eingeschaltetem Projektor mit bis zu drei Stunden an, ein Wert, der im Alltag mit dem 2.000 mAh starken Akku durchaus erreicht werden könnte. Während unseres Tests ging die Statusanzeige der Batterie jedenfalls kaum nach unten. Der integrierte Lautsprecher ist kräftig und klar, klingt jedoch etwas blechern. Die mitgelieferten Kopfhörer bieten dagegen ein sehr gutes Sounderlebnis.
Der Beamer des Samsung Galaxy Beam ist eher ein nettes Spielzeug als eine praktische Zusatzfunktion des Smartphones. Die schwache Lichtausbeute, wenige Einstellmöglichkeiten und eine nicht wirklich intuitive Bedienung schränken die potenziellen Anwendungsfälle deutlich ein. Lediglich in dunkler Umgebung, auf einer Unterlage liegend, kann der Projektor des Galaxy Beam mit einem scharfen Bild und großen Diagonalen das versprochene Ohh-Erlebnis bieten. Im Businessbereich, wo Samsung sein Telefon auch sieht, muss das Galaxy Beam darüber hinaus gegen das bewährte Laptop und den Office-Beamer antreten.
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Du bist nicht dabei?
Das stimmt!
Leider zu teuer um damit "fetzen" zu können.
Dann doch lieber mit nen Smartphone mit 5,3"Display rumlaufen - da erkennt man genauso viel - auch tags über