Ende Juni dieses Jahres präsentierte Google erstmals sein neues Betriebssystem Android 4.1 Jelly Bean. Im Juli stellte das Unternehmen Jelly Bean als Update für das Galaxy Nexus und das Galaxy S bereit. Vor wenigen Tagen tauchte Android 4.1 erstmals in der Verteilungsübersicht von Google auf. Grund genug für uns, bei den wichtigsten Herstellern nachzufragen, wann auch sie damit beginnen, die neue Version des Google-Betriebssystems für Smartphones und Tablets auszuliefern.
Die Antworten waren ebenso promt wie unbestimmt. Bisher hat bis auf zwei Ausnahmen keiner der Hersteller bereits einen auch nur ansatzweise konkreten Fahrplan für ein Update auf Android 4.1 Jelly Bean. Lediglich Asus bestätigte uns schon, dass die Tablets Transformer Pad Prime TF201, Transformer Pad TF300 und Transformer Pad TF700 die neue Version des Google-Betriebssystems bekommen. Einen Termin konnte uns das Unternehmen aber noch nicht nennen. Auch die Smartphones One X, One S und One V von HTC werden in absehbarer Zeit das Jelly-Bean-Update bekommen, wie uns HTC bereits im Juli bestätigte.
Im Gegensatz zu Android 4.0 Ice Cream Sandwich ist Android 4.1 Jelly Bean aber zumindest für den Nutzer kein großer Sprung, auch wenn Google in die neue Version ein paar interessante Funktionen eingebaut hat. Unter anderem enthält es ein Paket von Maßnahmen, die der Entwickler unter dem Namen "Project Butter" zusammengefasst hat. Sie verbessern deutlich die Reaktionsgeschwindigkeit der Benutzeroberfläche. Dazu bietet Jelly Bean den Dienst "Google Now", eine Art Assistent, der den Nutzer durch die passende Information zur rechten Zeit im Alltag unterstützen soll.
Google Now erinnert beispielsweise rechtzeitig an einen Termin und zeigt an, wie lange voraussichtlich die Fahrt zum Treffpunkt dauert. Oder er warnt den Pendler vor der Fahrt zur Arbeit vor Stau auf seiner täglichen Strecke. Oder er hält den Sportfan stets mit Neuigkeiten über sein Lieblingsteam auf dem Laufenden. Das alles soll vollautomatisch ablaufen, ohne dass der Nutzer diese Informationen selbst anfordern muss. Ebenfalls neu ist die Sprachsuche mit Antwortfunktion, die stark an den Apple-Assistenten Siri erinnert, skalierbare Widgets und neue Interaktionsmöglichkeiten im Benachrichtigungsmenü.
Wie die aktuelle Fragmentierungsübersicht von Google auch zeigt, ist selbst Android 4.0 Ice Cream Sandwich noch nicht auf allen Smartphones und Tablets zu finden, obwohl Google diese Version seines Betriebssystems bereits im Oktober vergangenen Jahres vorstellte und dessen Quellcode einen Monat später bereitstellte. So sind unter anderem Sony und Motorola noch immer dabei, das Update für ihre aktuellen Geräte auszuliefern. Auch HTC wird in den nächsten Wochen noch Updates für das Desire S bereitstellen.
Das etwa ein Jahr ältere Desire HD, das ursprünglich auch die neue Version des Google-Betriebssystems bekommen sollte, wurde jetzt jedoch wieder davon ausgeschlossen. Auch LG hat angekündigt, entgegen früherer Pläne kein Update auf Android 4.0 Ice Cream Sandwich für sein in Kanada erhältliches Modell LG Optimus 2X zur Verfügung zu stellen - alles deutet jetzt daraufhin, dass dies auch für das hierzulande erhältliche Optimus Speed ausbleiben wird.
Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.
Du bist nicht dabei?"Wer macht es denn aktuell besser als Sony? Samsung mit nichten. Die haben über >20 Galaxy Modelle und davon waren mindestens 18 bei Markteintritt gleich End-Of-Life. Zumal die Produktpalette total unübersichtlich ist. Bisher haben bei Samsung nur das Galaxy SII und das Galaxy Note (Erst seit kurzem) ein ICS Update (4.0.3).....das der Kunde auf sowas anscheinend sowieso keinen großen Wert legt und das Gerät sowieso nach 1-2 Jahren abschreibt, und ein neues kauft"
Wozu sich also über Updates beschweren wenn man bei Geräten der 200,-€ Klasse ohnehin keinen Wert darauf legt, mal abgesehen davon, daß diese leistungstechnisch kaum den aktuellen Versionen gewachsen sind.
Sehe ich bei meinem Xperia Ray, das stottert selbst mit GB nur so vor sich hin, wozu es dann noch mit ICS verschlimmbessern?
naja es ist schon richtig, dass man Sony aktuell einfach loben muss. Die Qualität der Updates stimmt einfach und wenn auch mit Verzug, es kommen in einem relativ kurzen Zeitraum viele viele Geräte in den Genuss von ICS.
Wer macht es denn aktuell besser als Sony? Samsung mit nichten. Die haben über >20 Galaxy Modelle und davon waren mindestens 18 bei Markteintritt gleich End-Of-Life. Zumal die Produktpalette total unübersichtlich ist. Bisher haben bei Samsung nur das Galaxy SII und das Galaxy Note (Erst seit kurzem) ein ICS Update (4.0.3). Auf dem S2 mehr schlecht als recht, aber das kennt man ja nach dem ersten 2.3.6 Update und der damaligen GB Einführung. Hier muss man aber noch bedenken, dass es mehrere S2 Modelle gibt, was für Kunden total intransparent ist. I9100G Besitzer haben bis heute kein Update. Ergo sind nicht mal alle S2 Modelle mit ICS ausgestattet. Bisher gab es nur ein kleineres 2.3.6 Update, um ein paar Fehler auszubügeln. Vergleicht man nun den Primus Samsung mit Sony, könnte man also meinen das der Kunde auf sowas anscheinend sowieso keinen großen Wert legt und das Gerät sowieso nach 1-2 Jahren abschreibt, und ein neues kauft. Ähnlich geht ja auch Apple vor wie man aktuell an dem Mac OSX Update erkennen kann und wenn der Kunde das so möchte und auch macht, sind Updates eh hinfällig. Da können Hersteller wie Sony noch so viele Geräte updaten. Der Kunde entscheidet und aktuell entscheidet er sich jedes Jahr das aktuelle Galaxy High-End Modell kaufen zu müssen.
> Damit sich das aber nicht gravierend auf die Laufzeit auswirkt, werden sie wohl an
> anderer Stelle wirkliche Effizienz-Optimierungen vorgenommen haben.
Wohl vorallem im Standby-Betrieb. Ich vermute daher: Je nach Nutzungsverhalten wird das Smartphone mit JB länger oder kürzer durchhalten als mit ICS.
> ich kann mir das "butterweiche" scrollen usw. auf dem nexus mit jb nicht anders erklären ...
Dafür kann es dir Google erklären: "Jelly Bean makes your Android device even more responsive by boosting your device's CPU instantly when you touch the screen"
http://www.android.com/whatsnew/
Damit sich das aber nicht gravierend auf die Laufzeit auswirkt, werden sie wohl an anderer Stelle wirkliche Effizienz-Optimierungen vorgenommen haben.
ressourcen sparen geht aber auch durch sparsames programmieren.. damit mein ich jetzt das sie vllt das betriebsystem überarbeitet haben und evtl programme (methoden etc.) kompakter fassen.. ich kann mir das "butterweiche" scrollen usw. auf dem nexus mit jb nicht anders erklären oder lieg ich da falsch?
Was aus diesen Updateplänen wird, hat man ja jüngst gesehen. ;-)