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Web-Apps fürs Smartphone: Die vergessene Alternative

Nicht immer ist es nötig, sich eine App auf seinem Smartphone oder Tablet zu installieren. Manchmal reicht es auch aus, den Dienst über den Browser des eigenen Gerätes aufzurufen. Eventuelle Einschränkungen in der Funktionaliät sind in der täglichen Nutzung häufig vernachlässigbar. Manchmal ist das sogar der einzige Weg, ein Angebot zu nutzen.

Als Apple das erste iPhone im Jahr 2007 herausbrachte, war ein großer Kritikpunkt des Handys die fehlenden Erweiterungsmöglichkeiten. Der Hersteller versuchte, dem Mangel abzuhelfen, in dem er Web-Apps einführte. Das sind eigentlich nur auf dem Homescreen ablegbare Schnellzugriffe auf Internetseiten, die speziell an die Auflösung von mobilen Geräten angepasst sind. Später führte das Unternehmen aber den iTunes AppStore ein und mit dem Siegeszug der Apps geriet diese Möglichkeit bei den meisten Nutzern in Vergessenheit.

Doch obwohl die meisten Besitzer eines Smartphones Web-Apps nicht kennen, ist das Format nicht ausgestorben. Selbst Google hat die Möglichkeit, Schnellzugriffe auf bestimmte Websites direkt auf den Homescreen zu legen, noch in sein Android-Betriebssystem für Smartphones und Tablets integiert, obwohl zu dem Zeitpunkt schon absehbar war, dass den Apps die Zukunft gehört. Für Entwickler hat eine Web-App mehrere Vorteile. Einerseits garantiert sie, dass mit vergleichsweise wenig Entwicklungsaufwand eine breite Masse an Nutzern über unterschiedliche Plattformen auf sein Angebot zugreifen können. Zum anderen kann er so Sperren umgehen, die die Plattform-Anbieter eingerichtet haben, um ihr Ökosystem zu schützen.

Web-Apps | (c) Screenshot: Areamobile

Web-Apps: Twitter im Browser | (c) Screenshot: Areamobile

Web-Apps | (c) Screenshot: Areamobile

Web-Apps: Outlook im Browser | (c) Screenshot: Areamobile

Web-Apps | (c) Screenshot: Areamobile

Web-Apps: Youtube im Browser | (c) Screenshot: Areamobile

 

Der Nutzer profitiert ebenso davon. Auch er hat Zugriff auf Dienste, die ihm sonst verschlossen blieben, und er muss seinen gerade im unteren und häufig auch im mittleren Preisbereich von Smartphones knappen internen Speicher dafür nicht zumüllen. Das letzte Wort ist nicht metaphorisch gemeint, viele Anwendungen sind nämlich zum Großteil aus den gleichen Bestandteilen zusammengebaut, die bereits im Browser integriert sind: HTML, JavaScript, CSS.

Gerade bei einfachen Apps, deren Aufgabe es ist, Informationen aus dem Internet darzustellen, wie etwa dem Google Reader oder der Anwendung von Amazon. Hier ist der Unterschied in der Funktionalität zwischen dem mobilen Online-Auftritt und der App so gering, dass sich die Frage stellt, wozu man sich noch weitere ein, drei oder zehn Megabyte auf seinem Telefon installieren sollte, wenn es auch ein auf dem Homescreen abgelegter Schnellzugriff auf die Internetseite tut. Auch bei Youtube, Twitter oder dem Aufgabenplaner Wunderlist gibt es nur geringfügige Unterschiede zwischen der Website und der Anwendung.

Web-Apps | (c) Screenshot: Areamobile

Web-Apps: Google Maps | (c) Screenshot: Areamobile

Web-Apps | (c) Screenshot: Areamobile

Web-Apps: Nokia Maps | (c) Screenshot: Areamobile

Web-Apps | (c) Screenshot: Areamobile

Web-Apps: Bing Maps | (c) Screenshot: Areamobile

 

Darüber hinaus kann der Nutzer mit seinem Zugang zum Internet über den Browser die Hürden umgehen, die die Plattform-Anbieter den Entwicklern zum Schutz des Plattform-Ökosystems in den Weg gestellt haben. Dafür ist besonders Apple berüchtigt. Unter anderem aufgrund der Bestimmung, dass Apps nicht erlaubt sind, die bereits auf dem Telefon vorhandene Funktionen duplizieren, gab es beispielsweise lange Zeit keine Alternative zu Google Maps auf dem iPhone. Allerdings wurde der Kartendienst selbst auch kaum weiterentwickelt. Selbst Google war mit der Situation so unzufrieden, dass Google Maps inklusive rudimentärer Navigation mittlerweile auch über den mobilen Safari-Browser bedienbar ist. Andere Kartenlösungen wie Bing Maps oder Nokia Maps sind dagegen bisher nur über den Browser des Smartphones aufrufbar.

Doch obwohl die Internet-Browser auf Smartphones und Tablets immer leistungsfähiger werden, ist die Entwicklung einer Web-App nicht in jedem Fall die bessere Alternative. Unter anderem ist die Funktionsvielfalt deutlich eingeschränkt, weil zum einen durch den Browser selbst, zum anderen durch die Plattform-Anbieter, die ihm aus Sicherheitsgründen nur Zugang zu bestimmten Funktionen des mobilen Gerätes erlauben. So laden Web-Apps die Informationen nur dann, wenn sie geöffnet sind und eine Auffrischung erfolgt nur Knopfdruck. Außerdem lassen sich nur wenige Informationen auf dem eigenen Gerät speichern, so dass sie für den Offline-Gebrauch nicht zu verwenden sind.

Themen: Apps, Mobile Apps, Applikationen
Quelle: Areamobile
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Kommentare
  1. 09.12.13 15:11 torsten0071
    APP sind das Ergebnis von...

    ...Steves wirklichkeitsverändernden Feld. Die meisten APP sind überflüssig oder man könnte Sie als Webside bauen (write on ran anywere). Es gibt sehr hilfsreiche WebAPPs wie diese hier zu Automaten finden:
    http://m.vendingradar.com/

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