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iPhone 5: Apples Lightning-Anschluss und seine Technik

Apple setzt beim iPhone 5 auf einen neuartigen, Lightning genannten Anschluss. Der neue Dock-Connector für das iPhone hat nur neun statt 15 Nadeln und erlaubt eine flexible Belegung der neuen Pins. Areamobile erklärt in diesem Hintergrundartikel, was den neuen Lightning-Anschluss des iPhone 5 ausmacht und was er leistet.

Über Apples neuen Verbindungs-Port, den Lightning-Dock-Connector, der den alten 30-Pin Anschluss ersetzt, sind mittlerweile fast genauso viele Gerüchte im Umlauf wie vor einiger Zeit noch über das iPhone 5 selbst. Wir erläutern euch was den neuen Adapter so besonders macht, was seine Vor- und Nachteile sind und warum er kein Micro-UB-Port in Verkleidung ist.

Apple iPhone 5 | (c) Hersteller

Apple iPhone 5 und der Lightning-Dock-Connector | (c) Hersteller

Mit dem iPhone 5 hat sich Apple vom bisherigen 30-poligen Dock-Connector verabschiedet und ihn durch einen neuen, digitalen 9-Pin-Lightning-Stöpsel ersetzt. Durch diesen Generationswechsel hat Apple viele Fans verärgert, weil sie ohne einen teuren Adapter (Kosten 29 bis 39 Euro) ihr bereits vorhandenes Zubehör wie etwa Ladestationen, Lautsprechersysteme, Solar-Ladecover, Hüllen mit Beamer-Funktion, Midi-Adapter, Fiberthermometer oder Blutzucker-Messgeräte für das neue iPhone nicht nutzen können. Noch schlimmer dran sind Besitzer von Zubehör, auf das aus Platzgründen gar kein Adapter passt - sie müssen sich nach ganz neuen Alternativen umsehen. Betroffen sind auch diejenigen iPhone-Nutzer, die den Akku ihres Apple-Handys an verschiedenen Orten laden und bislang jeweils zu Hause, im Büro und im Auto ein Ladegerät bereithielten.

So weit, so schlecht, doch der neuartige Anschluss des iPhone 5 hat auch Vorteile. Der Lightning-Dock-Connector ist deutlich kleiner als der 30-polige Stecker, robust und lässt sich beidseitig verwenden. Dieser Komfort-Zugewinn weist auf eine wichtige technische Neuerung im neuen, digitalen Lightning-Dock-Connector hin: Dieser ist adaptiv. Die Pins können flexibel sowohl für die Übertragung von Daten als auch von Strom verwendet werden. Das ist ein großer Vorteil gegenüber einem Micro-USB-Anschluss, bei dem alle Pins eine feste Funktion haben und nur zwei davon für die Datenübertragung genutzt werden. Der Lightning-Anschluss ermöglicht so deutlich schnellere Datenübertragungen als USB 2.0 - vorausgesetzt, beide miteinander verbundenen Geräte unterstützten den Standard. Außerdem lassen sich über den Lightning-Anschluss Audio- und Videosignale übertragen.

Apple iPhone 5 | (c) Hersteller

Der Lightning-Dock-Connector für das Apple iPhone 5 | (c) Hersteller

Wer beispielsweise versucht, den Akku eines iPad per USB über den Computer zu laden, muss viel Geduld mitbringen. Ein Micro-USB-Stecker hat sehr dünne Pins, die mit dem Laden stromhungrigerer Geräte überfordert sind. So benötigt das iPad eine Ladeleistung von zehn Watt, während sich über Micro-USB nur maximal neun Watt realisieren lassen. Mit dieser Stromstärke kann man das iPad zwar auch laden, allerdings dauert das deutlich länger und der Stecker kann unter Umständen sogar überhitzen.

Noch werden beim iPhone 5 Daten über den Lightning-Anschluss mit der Geschwindigkeit von USB 2.0 übertragen, doch der limitierende Faktor dürfte hier das iPhone 5 und nicht der Lightning-Standard sein. Der soll laut Apple mindestens zehn Jahre Bestand haben, genauso lange wie der 30-Pin Anschluss zuvor. Jetzt schon über den Nachfolger zu spekulieren, mag verfrüht sein, aber es wäre nicht verwunderlich, wenn das Nachfolgemodell des iPhone 5, ein iPhone 6, Daten deutlich schneller übertragen könnte als die derzeitige Version. Der neue Anschluss ist gewisserweise ein Kompromiss, um möglichst viel an Kompatibilität mit altem Zubehör zu erhalten und gleichzeitig den zunehmenden Datenmengen gerecht zu werden. Allerdings muss man auch bedenken, dass immer mehr Datenübertragungen über drahtlose Schnittstellen wie Airplay, Wlan oder Bluetooth erfolgen.

Lightning Adapter für iPhone 5 | (c) Apple

Der Lightning-Adapter für das Apple iPhone 5 | (c) Apple

Das Tech-Unternehmen Double Helix Cables und das Apple-Fanblog Appleinsider haben herausgefunden, dass in dem Lightning-Stecker ein Chip für die Kommunikation von zwei Geräten verbaut ist, der beide Geräte erkennt und den Strom und/oder Datenfluss über die jeweils richtigen Pins lenkt. Dieser spezielle Chip ermöglicht auch erst die beidseitige Verwendung des neuartigen Steckers am iPhone 5, da die einzelnen Pins ja nicht mit festen Funktionen belegt sind, sondern je nach Anforderung neu belegt werden. Über weitere Funktionen dieses Chips wird auf Tech-Portalen viel spekuliert. Das Gerücht, er diene dazu, lizenziertes oder Original-Zubehör von Apple zu identifizieren und Zubehör von anderen Herstellern auszusperren, ist nur eines davon. Es ist sowohl aus technischer Sicht als auch aus Marketing-Gründen nachvollziehbar, dass Apple den Lightning-Anschluss nutzt, um sein MFi-Programm (Made for iPhone) weiter auszubauen und sowohl sich selbst als auch lizenzierte Dritthersteller vor billigen Nachbauten zu schützen.

Es bleibt abzuwarten, ob künftig nur noch die teureren Verbindungskabel und Lightning-auf-30-Pin-Adapter von Apple oder Partnerunternehmen am iPhone 5 funktionieren. Es kann gut sein, dass mit Billig-Zubehör aus Fernost nur das Laden des iPhone-5-Akkus oder nur Datenübertragungen auf das neue Apple-Handy möglich sind, denn diesen Geräten fehlt der spezielle Lightning-Chip. Gewissheit gibt es darüber aber zurzeit noch keine, denn die vollständigen Spezifikationen zum neuen Lightning-Anschluss hat Apple bislang nicht veröffentlicht. Welchen praktischen Nutzen der neue Lightning-Anschluss für Nutzer des iPhone 5 hat, wird sich zeigen, wenn das erste lizenzierte Zubehör für das neue Apple-Handy erhältlich ist.

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Kommentare
  1. 07.10.12 21:06 pixelflicker (GURU)

    @Fritz:
    Das ist mir aber neu, dass die Meisten von dir genannten Hersteller überhaupt Handys produzieren. Wie heißen denn die Modelle von LaCie, Seagate und Buffallo? Die würde ich gerne sehen.


    @nohtz:
    > >aber irgendwie scheinst du der einzige zu sein, der ihn nicht versteht...
    Oder verstehen will.
    Das erinnert mich an einen früheren User, Gott hab ihn selig...


    @chief:
    > Ich habe ihn schon verstanden aber er hat trotzdem die Begriffe/Name etwas durcheinander gewürfelt ;)
    Ich glaube den Grund dafür habe ich schon erklärt, oder? Sprechen wir jetzt über die Namen der Anschlüsse oder geht es hier um den Anschluss an sich und dessen Funktionen? Wenn ihr den ganzen Thread über nur über den Namen diskutieren wollte, dann macht das, aber ich glaube dann wirds sehr Sinnvoll...

  2. 06.10.12 23:02 Mike Leitner (Advanced Handy Profi)

    Da ist man mal ein Wochende nicht ganz da und herraus kommt sowas :)

    Das ihr es nie lernt, oder Fritz ;)

  3. 06.10.12 22:51 Heisenberg (Gesperrt)

    > Ich habe ihn schon verstanden aber er hat trotzdem die Begriffe/Name etwas durcheinander gewürfelt ;)

    Das hat er aber zugegeben und richtig gestellt. Fritz reitet trotzdem weiter (#144) sinnlos auf der Begriffs-Verwechslung rum.

  4. 06.10.12 21:43 peter0815 (Advanced Member)
    ihr luschen...

    schmeiß doch mal einer diese ganzen Disser hier raus, können sich nur gegenseitig belabern...

  5. 06.10.12 18:16 chief (Handy Master)

    Ich habe ihn schon verstanden aber er hat trotzdem die Begriffe/Name etwas durcheinander gewürfelt ;)

  6. 06.10.12 18:03 nohtz (Professional Handy Master)

    fritz
    "Im gegensatz zu Pixelflicker, der sich in diesem Thread wiederholt unklar ausgedrückt"
    -->aber irgendwie scheinst du der einzige zu sein, der ihn nicht versteht...

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