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Android-Tablets: Tablet-Empfehlungen für jeden Käufer-Typ

Android-Tablets gibt es inzwischen wie Sand am Meer, die Preisspanne erstreckt sich dabei von deutlich unter 200 Euro bis klar über 700 Euro. Aber für was für ein Tablet soll sich ein Neuling auf diesem Gebiet entscheiden? Lohnt sich ein Billig-Tablet oder sollte man lieber gleich ein Spitzenprodukt kaufen und und unter Umständen 500 Euro und mehr aus dem Fenster werfen? Wir stellen Tablets für jeden Käufer-Typ vor.

Ein Tablet ist nach wie vor eher ein Zusatz - nur wenige Nutzer werden so ein elektronisches Surfbrett wirklich als Ersatz für ihren Desktoprechner oder Laptop nutzen. Denn im direkten Vergleich können Tablets bei der reinen Leistung wegen der schwächeren Hardware trotz Quad-Core-Chips und Grafikbeschleunigern immer noch nicht ganz mithalten. Spätestens bei umfangreicher Grafikbearbeitung oder richtig aufwändigen 3D-Spielen muss sich so ein Flachbrett geschlagen geben. Für einfachere Aufgaben wie Internet-Surfen, Mails-Checken oder auch Chatten muss aber längst kein ausgewachsener PC mehr her und auch die Grafik von Android-Spielen hat inzwischen ein Niveau erreicht, das von Konsolenqualität nicht mehr weit entfernt ist.

Tablets im Überblick | (c) Areamobile

Tablets im Überblick | (c) Areamobile

Wer gerade mit dem Gedanken spielt, sich so ein Tablet zuzulegen, der steht vor einer schwierigen Entscheidung: Wie viel Geld soll man ausgeben, besonders, wenn man noch gar nicht weiß, ob man so ein Gerät wirklich dauerhaft nutzen möchte. Als Tipp gilt da wie auch bei den meisten anderen Elektronikartikeln: Probieren geht über studieren, gerade bei einer Bestellung im Online-Handel hat man immer ein 14-tägige Rückgaberecht und der Rückversand ist für den Nutzer sogar ab einem Warenwert von etwa 42 Euro kostenlos. Wer den Aufwand scheut, der sollte sich vorher überlegen, was er oder sie mit dem eigenen PC wie häufig macht. Denn danach entscheidet sich meist auch, ob ein Tablet reicht und wie viel Geld man ungefähr ausgeben sollte.

Einsteiger, Gelegenheits- und Minimalnutzer

Zur einfacheren Unterscheidung haben wir drei Nutzergruppen definiert. Die erste Gruppe steht für Einsteiger, Gelegenheits- und Minimalnutzer. User aus dieser Kategorie nutzen ihren PC eher wenig, wollen aber dennoch ein Tablet ausprobieren, um sich hin und wieder das Hochfahren des Rechners zu sparen, nur weil man mal kurz eben eine Information sucht. Eine Empfehlung für diese Personengruppe auszusprechen ist am schwierigsten, denn einerseits wollen diese Personen, die sich überwiegend aus rudimentärem Interesse nach einem Tablet umsehen, nicht allzu viel Geld dafür ausgeben. Andererseits besteht dadurch aber auch gleichzeitig die Gefahr, dass sie von den so genannten Billig-Tablets abgeschreckt werden. Denn bis auf wenige Ausnahmen bieten diese Geräte deutlich schwächere Hardware und damit auch spürbar weniger Leistung und Komfort.

Und wer eh schon eher skeptisch an das Thema Tablet herangeht, will nicht gleich von hakliger Bedienung und schneckengleichen Ladezeiten verschreckt werden - danach dürfte ein Tablet lange Zeit von der Wunschliste dieser User gestrichen sein. Zu Unrecht, denn schnelle Tablets gibt es auch im unteren Preisbereich, ein echtes "Billig-Tablet" ist hingegen nicht zu empfehlen. Aber günstig bedeutet spätestens seit dem Google Nexus 7 nicht mehr gleichzeitig auch schlecht. Vielmehr muss man sich vorher darüber im klaren sein, dass man bei einem niedrigen Kaufpreis mit einigen Einschränkungen leben muss. Damit ist nicht zwangsläufig ein schwacher Prozessor oder ein schlechtes Display gemeint (auch wenn viele dieser Geräte auf ältere und meist schwächere Technik setzen), allerdings fehlen dann meist 3G-Funk für mobilen Datenempfang für unterwegs und der Speicher ist vergleichsweise gering bemessen. Auch die Größe des Display fällt bei günstigen Geräten tendenziell geringer aus.

Mit Geräten wie dem Nexus 7 macht man aber als Einsteiger nichts falsch, das Modell gibt es bereits ab 200 Euro und bietet für die Nutzung im (heimischen) Wlan jede Menge Power und eine butterweiche Bedienung. Wer auch unterwegs mobil bleiben will, der muss etwa 100 Euro mehr ausgeben und zu Modellen wie dem Medion LifeTab P9560 greifen. Die sind in dieser Preisklasse zwar nicht ganz so schnell, bieten dafür aber auch 3G-Funk.

Gelegenheits-Surfer, Dauer-Chatter und Facebook-Junkies

Die nächste Kategorie trifft auf Nutzer zu, die regelmäßig im Internet stöbern, Mails checken, in sozialen Netzwerken wie Facebook & Co. aktiv sind und Youtube-Videos anschauen, aber selten anfordernde Apps wie 3D-Spiele nutzen. Das setzt zumindest Mittelklasse-Hardware voraus, um die Nutzung auf Dauer angenehm zu gestalten. Außerdem sorgt passable Hardware normalerweise auch dafür, dass Flash auf dem Gerät funktioniert. Wer viel im Internet unterwegs ist, wird das zu schätzen wissen, denn auch wenn bereits seit Jahren - nicht nur von Apple - behauptet wird, dass HTML5 die Zukunft des Internet sei, hat sich das lange noch nicht bei allen Seitenbetreibern herumgesprochen. Spätestens, wenn man mal wieder keine Dropdown-Menüs bei einem Bestellvorgang nutzen kann, wird man sich nämlich Flash zurück wünschen - oder erst recht verdammen.

Doch offiziell ist die Flash-Ära ja ohnehin auf Android-Geräten vorbei. Adobe hatte ja bereits mit Version 4.0 Honeycomb angekündigt, ab Version 4.1 Jelly Bean kein Flash mehr zur Verfügung zu stellen. Zum Glück machen private Entwickler weiter, auf der Homepage der XDA-Developers kann man bereits den Flashplayer 11.1 für Android 4.1 herunterladen und manuell installieren.

Modelle für die Medium-User kosten meist etwa zwischen 300 und 500 Euro - je nachdem, ob sie auch über 3G-Funk verfügen sollen oder nicht. Gute Beispiele sind hier Geräte wie das Archos 101 G9 Turbo, das auch unterwegs Internetzugang bietet, aber - als Ausnahme - auch wieder das Nexus 7, das eines von ganz wenigen Tablets ist, das Kategorie-übergreifend zu empfehlen ist - mangels 3G zumindest für Sofa-Surfer.

Hardcore-Gamer, Online-Addicts, Technik-Begeisterte

Die dritte Kategorie repräsentiert Nutzer, die ihr Tablet ständig nutzen - und zwar für alles. Sie chatten mit Freunden, sind den ganzen Tag bei Facebook aktiv, surfen ständig im Internet, schauen zwischendurch Filme und spielen häufig moderne 3D-Games damit. In der restlichen Zeit dient diesen Usern das Tablet etwa als Mediaserver und ist über eine Dockingstation per HDMI und sonstigen Anschlüssen an Fernseher und Hifi-Anlage angeschlossen - mehr geht kaum. Dieser Personenkreis sollte zwingend auf Highend-Technik setzen, denn allein der HDMI-Anschluss ist bei den meisten günstigen Tablets nicht zu finden. Außerdem benötigen sie für Flash-Videos (am besten noch in Full-HD), Games und sonstige rechenlastigen Apps ordentlich Power unter der Haube.

Das sorgt dann auch für flüssige Bedienung selbst bei scharfen Display-Auflösungen jenseits von 1.080p. Dafür müssen Poweruser aber auch tief in die Tasche greifen: Unter 500 Euro sind diese Gerät neu meist nicht zu bekommen. Dafür bieten sie dann aber oft auch schon 3G oder sogar 4G (LTE) und Zubehör wie ansteckbare Volltastaturen ab Werk und können über einen Bluetooth-Controller gesteuert auch schon mal eine zusätzliche Spielkonsole ersetzen - was diesen Personenkreis aber meist trotzdem nicht davon abhält, zusätzlich eine oder mehrere dieser Konsolen zu besitzen und dazu PC und/oder Laptop. Beispiele dafür sind das Samsung Galaxy Note 10.1 oder das Asus Transformer Pad Infinity TF700KL mit LTE.

Fazit

Die Kategorien waren zu klischeehaft? Möglich. Denn letztendlich kann man keine allgemeingültigen Empfehlungen aussprechen, dafür sind das Nutzungsverhalten und die Erwartungshaltung der potenziellen Käufer einfach zu unterschiedlich. Klar ist hingegen, dass der Griff zu einem echten "Billig-Tablet" nicht zu empfehlen ist - das Sprichwort "wer billig kauft, kauft doppelt" passt in diesem Zusammenhang hervorragend. Aber es muss auch nicht immer das Teuerste sein, denn die meisten Nutzer brauchen keine Highend-Ausstattung. Und eines sollte man ohnehin nicht vergessen: Derzeit sind Android-Tablets kein vollwertiger Ersatz für einen Fullsize-PC. Noch nicht. Denn, dass ultramobile Geräte aber immer näher an Laptops herankommen, zeigen nicht zuletzt auch die in Kürze erscheinenden (Hybrid-) Tablets mit Windows 8.

Quelle: Areamobile
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Kommentare
  1. 14.10.12 11:34 Samsung Galaxy (Handy Profi)

    Acer icona a210 kann es jeden weiterempfehlen

  2. 07.10.12 13:16 crazy-inside (Newcomer)
    Huawei ist wohl nicht gut genug?

    Für rund 300 € bekommt man das Huawei Media Pad 7 mit allem was das Herz begehrt. Auflösung 1280 wie das Nexus oder das 10 Zoll Samsung. Im Gegensatz zu dem ständig gelobten Nexus hat das Huawei 3G/UMTS, microSD für zusätzlichen Speicher, HDMI für externen Monitor und Host USB zum Anschluss von Tastaturen, Festplatten oder Speichersticks. Damit ist es im Gegensatz zum Nexus ein vollwertiges Tablet für unterwegs. Da Huawei einer der führenden Anbieter der Funkkomponenten (bauen z.B. praktisch alle UMTS/LTE Sticks der Provider), hat das Tablet auch hervorragende Empfangsleistungen. Wie das iPad steckt alles in einem massiven Alugehäuse in hervorragender Verarbeitung.

    Wer es günstiger möchte, der kann auch den kleinen Bruder für rund 220 € kaufen, das Media Pad 7 lite mit reduzierter Auflösung von 1024 Pixeln.

    Wo ist das Nexus besser? Der Quadcore Prozessor schlägt den Dualcore von Huawei und die Akkulaufzeit ist besser.

    Ähnliches gilt für die viel teureren 10 Zoll Tablets von Samsung, Acer und Asus. Meine Test haben ergeben, dass 10 Zoll eine tolle Größe für die Wohnung und das Büro ist. Für unterwegs sind 10er zu schwer und unhandlich und beim Lesen von eBooks im Bett hat man keine Freude daran.

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