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Die Besten der Besten: Die neue Smartphone-Elite im Überblick

Kaum ein Bereich ändert sich so schnell wie der Handy-Markt. Vor vier oder fünf Jahren waren wir von den ersten Alleskönnern wie dem Nokia N95 begeistert, heute wecken Quad-Core-Smartphones mit Display-Größen von über 4 oder 5 Zoll Begehrlichkeiten. Wir zeigen im Überblick, welche Geräte zur neuen Smartphone-Elite gehören und über welche Features sie verfügen.

Nokia N95 schräg Yahoo

Dual-Slider Nokia N95, das erste vollwertige Smartphone | (c) Hersteller

Vor fünf Jahren führten noch Feature-Phones wie das Sony Ericsson K800i die Verkaufshitlisten an und Smartphones wie das Nokia N95 begannen erst ganz langsam mit der Eroberung des Marktes. "Große" Displays mit 2,6 oder 2,8 Zoll sorgten für Staunen und Kameras mit 5 Megapixel Auflösung waren das Nonplusultra. Und man konnte damit sogar per GPS navigieren und halbwegs bequem im Internet surfen!

Solche Fähigkeiten lassen Käufer heute kalt und Jugendliche zucken angesichts solcher Features verächtlich mit den Schultern - eine solche Ausstattung ist heute schließlich Standard und selbst Smartphones für Einstigespreise von 100 Euro machen all das besser als die ehemaligen Topmodelle für damals 600 Euro. Doch natürlich stechen auch heute einige wenige Modelle aus der Masse der Smartphone-Flut hervor, weil sie einfach noch mehr bieten als die ebenfalls omnipotenten restlichen Minicomputer für die Hosentasche.

Smartphone-Elite: Ein Definitionsversuch

HTC Onex, Samsung Galaxy S3 und LG Optimus 4X HD im Vergleich | (c) Areamobile

HTC One X, Samsung Galaxy S3 und LG Optimus 4X HD | (c) Areamobile

Und das ist dann eben die Smartphone-Elite, die aus den Besten der Besten besteht. Doch was genau machen die Geräte der aktuellen Premium-Klasse eigentlich besser als andere? Woran kann man festmachen, ob ein Smartphone zur Elite gehört oder nicht? Ein Kriterium ist sicherlich die Hardware. Die besten Geräte kommen fast alle mit Displays jenseits der 4,6-Zoll-Grenze und Touchscreen auf den Markt und bieten mindestens eine Display-Auflösung von 1.280x720 Pixel. Damit das Modell dann auch noch absolut flüssig bedienbar ist, kommen immer stärkere Prozessoren und Grafikbeschleuniger zum Einsatz. Die meisten Hersteller setzen hier inzwischen auf vier Prozessorkerne, und der Trend geht zu 2 Gigabyte Arbeitsspeicher.

Während Wlan, GPS, Bluetooth, 8-Megapixel-Kameras und HSPA inzwischen völlig normal und aus Highend-Smartphones nicht mehr wegzudenken sind, hat der Nahbereichs- und Bezahlfunk NFC gerade erst Einzug in die Gehäuse der Topmodelle gehalten. Eine andere Technik verbreitet sich dagegen eher zaghaft: der schnellere Datenstandard LTE. Früher oder später dürfte er wohl in nahezu allen Geräten anzutreffen sein, derzeit gibt es immer noch überwiegend spezielle Versionen von Topmodellen oder gesonderte Smartphones, deren Hauptmerkmal der Highspeed-Standard ist.

Als weitere Hardware-Kriterien für die Smartphone-Elite dürfen interner Speicher, Erweiterbarkeit des Fassungsvermögens und eine gewisse Anschlussvielfalt gelten. 16 Gigabyte sind unterer Standard, Topmodelle gehen meiste eher in Richtung 32 oder 64 Gigabyte plus Speicherkarten-Slot. Und sie bieten entweder Micro-HDMI oder zumindest MHL, eine Kombination aus Micro-USB- und Micro-HDMI-Stecker, an. Damit kann man die geschossenen Urlaubsfotos auch auf dem heimischen Flachbildfernseher anschauen - oder man wickelt das gleich kabellos ab.

Von der der technischen Ausstattung abgesehen spielt auch ein anderer Hardware-Aspekt eine große Rolle: Material und Verarbeitungsqualität des Smartphone-Gehäuses. Galten bis vor kurzem noch Aluminium und Glas als Zeichen von Hochwertigkeit, haben sich inzwischen hochwertige Kunststoffe durchgesetzt. Spaltmaße, Klappern oder Quitschen sind ein absolutes No-Go für ein Smartphone-Topmodell.

Alle Superphones der CES im Vergleich | Foto: Areamobile

Die Superphones der CES | Foto: Areamobile

Mindestens genauso wichtig sind aber Software und Nutzeroberflächen, die auf den Geräten laufen, und auch das Ökosystem aus App-Store und sonstigen Angeboten ist enorm wichtig. Denn das alles sorgt dafür, dass sich der Nutzer wohlfühlt und das Gerät gern verwendet. Intuitivität ist das Zauberwort. Bestes Beispiel ist iOS auf dem Apple iPhone 5. Denn neben dem Image des US-Unternehmens war auch die intuitive Bedienbarkeit lange Zeit ein Hauptargument für den Kauf des iPhone. Das zeigt auch, dass Hardware nicht das einzige Kriterium für die Smartphone-Elite ist, denn das iPhone war ab der ersten Generation nicht State of the Art. Vielmehr glänzten die Apple-Geräte mit optimaler Abstimmung zwischen Hard- und Software. Und obwohl es nur mit Dual-Core-Chip und 4-Zoll-Display daher kommt, darf das neue iPhone dennoch zur Elite gerechnet werden. Denn hier stimmt einfach das Gesamtpaket und der Erfolg gibt Apple recht - auch wenn die Fachpresse das überwiegend anders sieht.

Außerdem dürfte sonst auch kein einziges Windows Phone mit zur Smartphone-Elite gezählt werden, denn auch bei der neuen Version Windows Phone 8 ist bislang etwa der Prozessor auf zwei Kerne beschränkt. Aus diesem Grund schaffen es auch andere Modelle mit Android wie etwa das Sony Xperia T mit etwas Wohlwollen in die Smartphone-Elite - wenn auch nur knapp.

Wer gehört zur Smartphone-Elite?

Samsung Galaxy Note 2 Vergleich mit Galaxy S3 | (c) Areamobile

Samsung Galaxy Note 2 und Galaxy S3 | (c) Areamobile

Damit wären wir nach der Einordnung des Begriffs Smartphone-Elite auch schon bei der Zuordnung von Geräten in diese Kategorie. Als Faustregel gilt: Bei den meisten Herstellern kann man einfach die Topmodelle nehmen und schon hat man die Besten der Besten. Bei Samsung gehört dazu neben dem Galaxy S3 das Galaxy Note 2, HTC ist mit dem One X und zukünftig mit Geräten wie dem HTC J Butterfly vertreten. Apple hat hingegen nur das iPhone 5, Nokia das Lumia 920, LG das Optimus G. Und auch das gerade erst vorgestellte Asus Padfone 2 darf zur Spitze gerechnet werden.

Bei Sony ist das wie erwähnt schon schwieriger - böse Zungen behaupten, das Xperia T sei wie das Xperia V bei der Hardware nur obere Mittelklasse. Und bei anderen Herstellern wird es noch kniffeliger. Huawei bietet in wenigen Wochen das Ascend D1 Quad XL an, das aber bei unserem ersten Eindruck auf der IFA 2012 zumindest bei der Haptik nicht überzeugen konnte und mit zu kleinem Display und zu spät kommt. Und auch ZTE und Motorola machen eine Einstufung nicht leicht - Geräte wie das ZTE Grand X IN oder das Motorola RAZR HD scheitern in unseren Augen knapp an der Definitionsgrenze, die die Smartphone-Elite bezeichnet.

Wo geht die Reise hin?

LTE-Vergleich | (c) Hersteller/Areamobile

Die Zukunft bringt LTE für alle | (c) Hersteller/Areamobile

In Zukunft werden Smartphones sicherlich nicht leistungsschwächer. Quad-Cores mit immer höheren Taktraten und stärkerer GPU werden kommen, genauso wie sich 2 Gigabyte RAM durchsetzen werden - zumindest für Android. Windows Phone und iOS kommen derzeit auch mit 1 Gigabyte noch gut aus und der Schritt zur Verdopplung des Arbeitsspeicher wird dort sicherlich noch etwas länger dauern. Bei der reinen Display-Größe dürfte das Maximum mit 5,5 Zoll im Samsung Galaxy Note 2 auch in der relativ neuen Smartlet-Kategorie erreicht sein. Denn darüber dürften Geräte einfach zu unhandlich werden. Ein Ausweg aus diesem Dilemma zwischen maximaler Display-Größe und Hosentaschenfreundlichkeit dürften nur neue Technologien wie Falt- oder Bieg-Displays bieten.

Anders sieht es bei der Auflösung aus: Der 5-Zöller HTC J Butterfly, den es vorerst leider nur in Asien geben wird, macht es vor: Full-HD ist auch auf dem Smartphone kein Problem. Fraglich bleibt letztendlich allerdings, welchen Nutzen man davon auf einem vergleichsweise kleinen Touchscreen hat. Aber diese Frage hat man sich vor fünf Jahren auch für Displays jenseits von 3 Zoll gestellt.

LTE wird über kurz oder lang zum Standard werden. Dann wird man mit viel Glück 10 Megabit im Download erreichen, schließlich ist dann zwar der Netzausbau vorangeschritten, allerdings werden die LTE-Netze auch nicht mehr nur von ein paar Technik-Enthusiasten bevölkert, sondern von allen, die mobil ins Internet gehen wollen - bis der Nachfolger LTE Advanced kommt. Dabei bleibt ein Problem derzeit aber unangetastet: der Akku. Denn die Akkulaufzeiten sind der einzige Bereich, in dem es in den vergangenen fünf Jahren relativ gesehen kaum einen Fortschritt zu erkennen war.

Fazit

Die Hardware ist entscheidend, wenn man zur Smartphone-Elite zählen will, aber auch Software und die Abstimmung zwischen beidem. Nur wer die perfekte Mischung findet, darf sein Produkt zu den Besten der Besten rechnen. Natürlich gibt es auch Ausnahmen von der Regel: Das Apple iPhone 5 schafft es wegen seiner Einzigartigkeit auch ohne Spitzenausstattung in den Top-Zirkel und auch die besten Modelle mit Windows Phone gehören zum Smartphone-Adel. In der folgenden Bildergalerie stellen wir unsere Auswahl der Geräte der aktuellen Smartphone-Elite einzeln vor.

Mindestens gleichem Maße entscheidend wie die Specs der Geräte ist neben dem eigenen, persönlichen Geschmack immer auch der persönliche Geldbeutel und die Frage, ob man wirklich nur auf einem 5-Zoll-Smartphone zum Gegenwert einer Monatsmiete mobil surfen kann, oder ob dafür auch ein ehemaliges Topmodell aus der zweiten Reihe für deutlich weniger Geld reicht.

Themen: Smartphone
Quelle: Areamobile
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Kommentare
  1. 22.10.12 10:33 cookieman (Advanced Handy Master)
    @Team28

    Naja Samsung hat ja auch die meisten Samrtphones am Start, und das mit dem Android System. Beschicke das S3 mit dem Bada, und schau Dir dann die Verkaufszahlen an.

    TEchnisch ist das S3 auch ein Highlight, und man sieht den Trend zu den immer größer werdenden Dispays. Nur ist das halt nicht jedermans Geschmacksache.

  2. 21.10.12 23:08 bocadillo (Gesperrt)

    Ähem - er hat lumia gesagt- nicht Nokia ;-)

  3. 21.10.12 22:26 weltmeirer (Member)

    geht bei dir auch ein Satz ohne NOKIA...schlimm

  4. 21.10.12 22:19 Laborant (Expert Handy Profi)

    "Es wundert mich auch wirklich das knapp 33% 2 Telefone favorisieren die es noch gar nicht gibt!"

    Im gegensatz zu einem "S4" oder "iPhone 5S" gibt es das Lumia 920 bereits, die Speccs sind bekannt, es ist neben dem PR-Fail nichts negatives darüber bekannt, es wird in Absehbarer Zeit kommen und es bringt neues mit.

  5. 21.10.12 22:08 TEAM28 (Advanced Member)
    @Sabler

    dann verkauf doch dein S3!

    Da wird dauernd über das S3 geschimpft... es hat zu viel Plastik und die Rückseite ist zu viel Plastik... komisch aber deine ach so tollen Sonygeräte bestehen ebenfalls aus Plastik, das kümmert aber keinen oder was?

    Samsung gönnt man anscheinend den Erfolg nicht... schade, denn egal auf welcher Seite/Ranking... auf Platz 1 ist überall ein Samsung Smartphone und das Zurecht.

    Und welches mein Smartphone Favorit ist?
    Das Galaxy Note 2.
    Aber man könnte ja gleich das S4 noch reinnehmen, denn das gibt es auch noch nicht, genauso wie das J Butterfly und das Lumia.

  6. 20.10.12 18:51 SiddiusBlack (Advanced Member)

    Wieso stehen da oben mit dem Butterfly und dem Lumia 920 zwei Geräte die es noch gar nicht gibt? Man kann doch seinen Favoriten nur daran aus machen was man selbst für Erfahrungen mit dem Gerät gemacht hat...

    Es wundert mich auch wirklich das knapp 33% 2 Telefone favorisieren die es noch gar nicht gibt!

    Nehmt doch in die Liste noch direkt das Samsung Galaxy S4 und das iPhone 5S auf, würden sich bestimt auch einige Abstimmer dafür finden o_O

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