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Galaxy Note & Co.: Die 5-Zoll-Smartphones im Überblick

Samsung hat mit dem Galaxy Note eine neue Geräteform salonfähig gemacht: Das Smartlet oder Phablet. Doch was ist das überhaupt? Wir klären auf und zeigen, welche Geräte aktuell verfügbar sind und was uns demnächst erwartet.

Eines der ersten Smartlets: Dell Streak mit 5 Zoll-Display | (c) Hersteller

Vielen Nutzern kann ein Handy-Display nicht groß genug sein, denn mehr Diagonale bei (hoffentlich) entsprechender Auflösung bedeutet mehr Darstellungsspielraum und dadurch mehr Komfort. Für diese Anwender sind Smartlets wie geschaffen, denn dabei handelt es sich um eine Mischung aus Smartphone und Tablet, die Mobilität und Telefonfunktion des Handys mit größerem Display und dadurch größerem Komfort kombiniert. Dabei müssen natürlich Kompromisse eingegangen werden, vielen sind Smartlets einfach zu groß - durch eine Display-Größe von mindestens 5 Zoll wächst im Vergleich zu herkömmlichen Smartphones auch das Ausmaß des Gehäuses.

Daher ist es kein Wunder, dass die meisten Smartlets immer noch eher ein Nischendasein fristen. Dabei ist die Idee nicht neu und diesen Gerätestandard gibt es nicht erst seit dem Samsung Galaxy Note . Die Koreaner haben aber aus den Fehlern gelernt, die Dell beim Streak gemacht hat, und bessere Hardware in ein kleineres Gehäuse gepresst. Zusammen mit dem Ansehen, das Samsung als Hersteller von Mobilfunkgeräten genießt, wurde das Galaxy Note ein Verkaufsschlager mit weltweit mehr als 10 Millionen verkauften Einheiten - nicht schlecht für ein Nischenprodukt.

Dabei ist ein Smartlet aber nicht zwingend einfach nur ein aufgeblasenes Smartphone. Das beweist Samsung mit dem Nachfolger Galaxy Note 2, der inzwischen nach wenigen Monaten auf dem Markt bereits mehr als 5 Millionen Mal verkauft wurde. Denn beim Galaxy Note 2 hat Samsung nicht einfach nur die Hardware weiter verbessert, sondern das Zusammenspiel der Software mit einer weiteren Besonderheit der Note-Geräte - dem Stylus S-Pen - optimiert. So kann der Eingabestift nicht nur zum Schreiben genutzt werden, sondern auch zum Zeichnen und zur Steuerung des Gerätes. Besonders nützlich ist etwa Air-View, das wir im Test des Galaxy Note 2 zusammen mit den anderen Zusatzfunktionen ausführlich beschrieben haben. Derzeit ist das Samsung Galaxy Note 2 zweifelsfrei das beste Smartlet auf dem Markt. Und ein Ende der Erfolgsgeschichte ist vorerst nicht in Sicht. Zwar gibt es bislang kaum Informationen zum Galaxy Note 3, ersten Gerüchten zufolge soll Samsung das Display dieses Geräts aber nochmals vergrößern - die Rede ist von 6,3 Zoll samt Full-HD-Auflösung und AMOLED-Technik.

Samsung Galaxy Note | (c) Hersteller

Samsung Galaxy Note | (c) Hersteller

Samsung Galaxy Note 2 | (c) Hersteller

Samsung Galaxy Note 2 | (c) Hersteller

 

Viele andere Hersteller haben sich bislang nicht getraut, in Europa ein Smartlet auf den Markt zu werfen. LG versuchte als einer der ersten namenhaften Anbieter, mit dem Optimus Vu ein ähnliches Gerät in den Handel zu bringen. Die Betonung liegt dabei auf "ähnlich", vergleichbar ist das Optimus Vu mit dem Galaxy Note nur bedingt. Denn es bietet das kleinere Display mit niedriger Auflösung und ein Seitenverhältnis von 4:3 statt 16:9. Vorteile bot es dafür bei Prozessor und Speicher, allerdings kam es erst sehr spät, dafür aber mit LTE auch nach Europa. Eine Stiftbedienung bietet das LG Optimus Vu außerdem nicht. Das ist auch beim Nachfolger LG Optimus Vu 2 nicht anders, das demnächst erhältlich sein soll. Der größte Unterschied zum Vorgänger: neuere Android-Version, schnellerer Prozessor, doppelter Arbeitsspeicher und handlichere Maße. Das Display ist hingegen gleich geblieben.

LG Optimus Vu LTE | (c) Hersteller

LG Optimus Vu | (c) Hersteller

LG Optimus Vu 2 | (c) Hersteller

 

Richtig durchsetzen konnte sich das LG Optimus Vu zumindest in Deutschland nicht. Das könnte sich bei einigen anderen angekündigten Geräten aber ändern, das Samsung Galaxy Note 2 könnte damit ernsthafte Konkurrenz bekommen. Sony bastelt angeblich gerade an einem Xperia Yuga genannten Smartlet, dessen Features beeindrucken. So wird derzeit über einen Quad-Core-Chip von Qualcomm spekuliert, außerdem über ein 5-Zoll-Display mit Full-HD-Auflösung und eine Kamera mit 12 Megapixel Auflösung. Inzwischen gilt die Existenz des Modells als bestätigt - ebenso wie die Rückseite aus Glas.

Ernsthafte Konkurrenten für das Samsung-Smartlet könnten das HTC Butterfly a.k.a HTC Droid DNA und das M7 werden. Das erste Modell soll ebenfalls über ein 5 Zoll großes Full-HD-Display verfügen und von einem Quad-Core-Prozessor angetrieben werden - hier soll es sich aber um den kommenden Tegra-4-Chip mit Cortex-A15-Kernen von Nvidia handeln. 8-Megapixel-Kamera, 16 Gigabyte interner Speicher und Beats-Audio-Technologie runden das Paket ab. Beim HTC M7 scheint es sich um ein ähnliches Gerät zu handeln, das allerdings von einem Qualcomm-Quad-Core angetrieben wird, über LTE verfügt und eine Kamera mit 13 Megapixel Auflösung zur Verfügung stellt. Zumindest das M7 kommt vermutlich auch nach Europa. Allerdings deuten neue Gerüchte an, dass es sich mit "nur" 4,7 Zoll und Full-HD nicht mehr um ein echtes Smartlet handeln könnte.

Huawei Ascend Mate | (c) eprice.com.tw

Huawei Ascend Mate | (c) eprice.com.tw

Auch die aufstrebenden chinesischen Anbieter Huawei und ZTE reihen sich in den Smartlet-Reigen ein. Das Huawei Ascend Mate soll über ein Display mit 6,1 Zoll und FullHD-Auflösung verfügen und vom hauseigenen Quad-Core-Prozessor K3V2 mit 1,8 Gigahertz angetrieben werden. 2 Gigabyte RAM und ein 4.000 mAh starker Akku klingen interessant - mal schauen, was davon beim Seriengerät übrig bleibt.
ZTE schickt angeblich das Grand S in das Rennen um die Käufergunst der Screen-Riesen. Auch hier soll ein 5-Zoll-Display zum Einsatz kommen, das volle 1.920x1.080 Pixel darstellt. Über den Prozessor gibt es noch keine Informationen, allerdings darf man bei der Pixelflut von einem Quad-Core-Chip ausgehen, der von 1 oder 2 Gigabyte RAM unterstützt wird. Das Modell wird angeblich am 8. Januar auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas vorgestellt und verwendet traditionelles chinesisch Design - was immer das auch bedeuten mag.

Während diese Gerät auch nach Europa kommen könnten, gibt es besonders in Asien spannende Geräte, die Käufer hierzulande nur als Import-Modell erhalten können. Dazu gehört etwa das chinesische Oppo Find 5, ein Modell mit 2 Gigabyte RAM, Qualcomm-Quad-Core und Full-HD-Display mit 5 Zoll. Von Pantech aus Südkorea stammen mehrere Geräte mit 5 und 5,3 Zoll und Full-HD-Display wie das Vega R3 und das Vega S5. Und in naher Zukunft wird da sicherlich noch viel mehr kommen. Allerdings dürfte mit der derzeitigen Technik schnell eine Grenze erreicht sein, ab der ein Smartlet selbst für absolute Fans großer Displays zu groß wird - die dürfte vermutlich bei etwa 6 Zoll liegen und auch nur, wenn es die Hersteller schaffen, nahezu randlose Displays mit entsprechend "handlichen" Gehäusen zu bauen.

Fazit

Die Zeit der Smartlets ist in Europa gerade erst angebrochen, nach Samsung werden demnächst auch andere Hersteller mit dem Galaxy Note 2 vergleichbare Geräte auf den Markt bringen - 2013 wird das Jahr der Smartlets! Dadurch steigt die Auswahl und der bisherige Marktführer Samsung muss sich noch mehr einfallen lassen, um weiterhin die Nummer Eins zu bleiben - die Smartlet-Fans wird es freuen.

Themen: Smartphones
Quelle: Areamobile
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Kommentare
  1. 18.12.12 19:18 Bosancero (Handy Profi)

    Berichtet über das neue Sony, das G2 oder vom S4 aber doch nicht so etwas. Alle Highendphones werden nun 4,7 bis 5 Zoll 1080p Displays bekommen.

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