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Markt-Check: LTE-Smartphones werden erschwinglich

Am 1. März dieses Jahres ging mit dem HTC Velocity 4G das erste LTE-Smartphone im deutschen Handel in den Verkauf. Mittlerweile sind der Netzausbau vorangeschritten und die Auswahl an Smartphones für den Highspeed-Datenstandard deutlich größer geworden. Jetzt gehen die bezahlbaren LTE-Handys an den Start.

Aktuelle LTE-Smartphones und -Tablets

Als das HTC Velocity 4G an den Start ging, kostete es im Vodafone-Shop ohne Vertrag 599,90 Euro. Das machte die LTE-Nutzung per Smartphone zu einer exklusiven Sache, zumal der Mobilfunkbetreiber von den Kunden noch weitere Extra-Gebühren für die notwendige LTE-Tarifoption verlangte. Mittlerweile gibt es im deutschen Markt nicht nur erste Smartphone-Tarife, die ohne monatlichen Aufpreis zur LTE-Nutzung berechtigen. Auch die Auswahl an LTE-Handys ist deutlich größer und die verfügbaren Geräte erschwinglicher geworden. Inzwischen gibt es LTE-Smartphones für Preise ab 270 Euro ohne Vertrag - LTE erreicht den Massenmarkt.

LTE-Smartphones | (c) Areamobile

LTE-Smartphones | (c) Areamobile

Die ersten LTE-Smartphones wie das HTC Velocity 4G und das Samsung Galaxy S2 LTE gelten mittlerweile als veraltet und sind nur noch vereinzelt in den Handy-Shops zu finden. Nach HTC, Samsung und LG Electronics haben in den vergangenen Wochen und Monaten auch Hersteller wie Nokia und Apple LTE-fähige Smartphones herausgebracht, so dass es solche Geräte jetzt auch mit iOS und Windows Phone 8 gibt. Das iPhone 5, das nur das von der Telekom in Städten eingesetzte LTE-1.800 unterstützt, ist dabei ein Sonderfall. Sony Mobile und das chinesische Unternehmen ZTE werden in Kürze ebenfalls ihre ersten LTE-Smartphones in Deutschland launchen. Und möglicherweise verirrt sich demnächst auch ein Gerät wie das Huawei Ascend P1 LTE in die deutschen Läden.

Das Angebot an LTE-Tablets ist überschaubarer: Neben den neuen Apple-Tablets iPad 4 mit Retina-Display sowie iPad Mini, die wie das iPhone 5 hierzulande nur LTE-1.800 unterstützen, finden sich in den Shops der Netzbetreiber noch das Samsung Galaxy Tab 8.9 LTE und das Samsung Galaxy Note 10.1 LTE. Das Asus Transformer Pad Infinity TF700KL wird nach unseren Informationen ab Januar bei Vodafone erhältlich sein.

In der folgenden Bildergalerie stellen wir euch die bislang in deutschen Shops verfügbaren LTE-Smartphones und -Tablets mit den wichtigsten Specs und den Kaufpreisen kurz vor.

Übrigens: Manche Hersteller verzichten immer noch bewusst auf LTE in ihren Gerätevarianten für den deutschen bzw. europäischen Markt. Bestes Beispiel dafür ist das Google Nexus 4, dessen Ursprungsvariante LG Optimus G den Highspeed-Standard beherrscht. Das wird sich allerdings im kommenden Jahr ändern, wenn LTE nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern breiter verfügbar sein wird.

Fortgeschritten: Der LTE-Netzausbau

Und wie sieht es mit der LTE-Versorgung aus? Seitdem vor kurzem die letzten Versorgungsauflagen der Bundesnetzagentur in den sogenannten Weißen Flecken erfüllt worden sind, können die Netzbetreiber nun bundesweit städtische LTE-Netze ausrollen. Vor allem die Telekom und Vodafone haben hier in den vergangenen Monaten den LTE-Netzausbau zügig vorangetrieben.

Die Telekom bietet mittlerweile in 100 Städten LTE im Frequenzbereich um 1.800 Megahertz mit Datenraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde im Downstream an, während sie in ländlichen Gebieten das bis zu 50 Megabit pro Sekunde schnelle LTE-800 einsetzt.

LTE-Städte der Telekom im Dezember 2012 | (c) Telekom

LTE-Städte der Telekom im Dezember 2012 | (c) Telekom

Vodafone betreibt nach eigenen Angaben LTE-Netze in mehr als 120 Städten, setzt dabei aber vor allem auf LTE-800 und stellt nur in stark frequentierten Hotspots oder ausgewählten Innenstadtbereichen LTE-2.600 mit Datenraten von bis zu 100 Megabit pro Sekunde zur Verfügung. Der Düsseldorfer Mobilfunkbetreiber versorgt bundesweit mit mehr als 4.500 Basisstationen fast 20 Millionen Haushalte auf mehr als 60 Prozent der Fläche Deutschlands mit LTE. O2 setzt rein auf LTE-800 und hat LTE-Netze in München, Nürnberg, Fürth, Erlangen, Frankfurt am Main , Offenbach, Dresden, Halle und Leipzig ausgelegt.

LTE-Netzausbau im Dezember 2012

LTE-Netzausbau im Dezember 2012: Telekom

LTE-Netzausbau im Dezember 2012

LTE-Netzausbau im Dezember 2012: Vodafone

LTE-Netzausbau im Dezember 2012

O2: LTE-Verfügbarkeitsabfrage mit Adresseingabe

 

Dort, wo in den Städten heute noch kein LTE ihres Mobilfunkbetreibers zur Verfügung steht, können die Telekom- und die Vodafone-Kunden via UMTS mit DC-HSPA Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 42,2 Megabit pro Sekunde im Downstream nutzen. O2 bietet solche hohen Datenraten in seinem UMTS-Netz bislang nicht an. E-Plus wird voraussichtlich im Jahr 2014 mit LTE-Diensten starten und dabei auf den Frequenzbereich um 1.800 Megahertz für die Grundversorgung setzen.

LTE-Tarife für Smartphone- und Tablet-Nutzer

Nutzen können die LTE-Dienste bislang nur Kunden mit einem Laufzeitvertrag, mit einer Prepaid-SIM-Karte ist der Zugriff bislang weder bei Telekom und Vodafone noch bei O2 möglich. Die Telekom ist dabei der einzige der drei Mobilfunkbetreiber, der alle seine Postpaid-Kunden auf das LTE-Netz lässt, wenn auch erst einmal nur mit der im jeweiligen Tarif vorgegebenen Bandbreite - echte LTE-Speed und zusätzliches Highspeed-Datenvolumen gibt es nur mit der entsprechenden Tarifoption. Kunden von Vodafone und O2 müssen erst eine spezielle kostenpflichtige LTE-Option buchen, um überhaupt Zugang zum LTE-Netz zu erhalten.

In der folgenden Übersicht stellen wir euch die Standard-LTE-Tarife und -Optionen der drei Mobilfunkbetreiber für Smartphone-, Tablet- und Surfstick-Nutzer vor. Im Rahmen von Preisaktionen gewähren die Anbieter Neukunden meist auch Rabatte.

Vor- und Nachteile von LTE

LTE steht für Long Term Evolution und punktet gegenüber UMTS nicht nur mit höherer Bandbreite, sondern auch mit kürzeren Ping-Zeiten und schnellerem Seitenaufbau und eignet sich damit nicht nur für das mobile Surfen auf Websites, sondern auch für sehr datenintensive Anwendungen wie Online-Gaming, Video-Streaming oder Videokonferenzen (auch in HD). In ländlichen Regionen kann es sogar der einzige mobile Breitband-Internetzugang sein, denn in diesen Gegenden ist teilweise auch UMTS nicht ausgebaut. In Regionen und Städten mit 3G-Abdeckung kann LTE für eine Entlastung und bessere Qualität der UMTS-Netze sorgen.

Allerdings können auch Handy-Nutzer bislang via LTE nur Daten übertragen, für Gespräche schaltet das Smartphone in den 3G- oder 2G-Modus zurück. Laufende Datenverbindungen werden bei eingehenden Anrufen unterbrochen und danach erst wieder fortgesetzt. Auch Roaming ist in LTE-Netzen bislang nicht möglich.

Unser Tipp

Der Kauf eines LTE-Handys ist beileibe noch kein Muss, und die gängigen UMTS-Datenraten reichen in der Regel auch für die normalen Smartphone-Anwendungen aus. Aber die LTE-fähigen Smartphones kosten mittlerweile nicht mehr als andere Smartphones ohne die Highspeed-Schnittstelle, und ein solches Gerät bietet ein besseres Surferlebnis und einen weiteren Highspeed-Aktionsradius. Wer jetzt ein neues Smartphone für die kommenden zwei Jahre kauft, holt sich mit einem LTE-Gerät einen echten Mehrwert. Wer das Potenzial von LTE ganz ausschöpfen möchte, muss allerdings eine LTE-Tarifoption zum Grundtarif hinzubuchen, durch die weitere Kosten entstehen.

Im Tablet-Bereich ist die Situation noch eine andere: Die Auswahl an Geräten ist gering, die verfügbaren Geräte ziemlich teuer.

Themen: iPhone, Android-Smartphones, LTE, Smartphones
Quelle: Areamobile
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