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Tivizen Pico Galaxy: DVB-T für Samsung-Tablets im Test

Fernsehen unterwegs – in Asien ist das völlig normal und in fast jedes Handy ein Empfänger integriert. Hierzulande benötigt man dafür zusätzliche Hardware, etwa einen DVB-T-Empfänger. Davon gibt es inzwischen mehrere, wir haben uns den Tivizen Pico Galaxy angeschaut, der speziell für die Galaxy Tabs von Samsung entwickelt wurde.

Knapp 80 Euro UVP verlangt Tivizen für den kleinen Lieferkarton, der neben dem eher unscheinbaren DVB-T-Stick nur noch eine mehrsprachige "Bedienungsanleitung" umfasst. Darin findet man auf zwei Miniseiten (auf Deutsch) genau zwei interessante Hinweise: Vor Inbetriebnahme des Sticks muss man aus dem Google Play Store die App "Tivizen Mini for Tablet" installieren. Und außerdem kann man für optimalen Empfang eine kleine Teleskopantenne aus dem Stick ziehen. Der Rest ist selbsterklärend.

Tivizen Pico Galaxy Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Tivizen Pico Galaxy

Tivizen Pico Galaxy Unboxing | (c) Areamobile

Die Antenne stört. Tipp: Tablet auf den Kopf drehen | (c) Areamobile

 

Nach der Installation der App startet das Fernsehprogramm automatisch, sobald die Hardware über den 30-Pin-Connector angeschlossen wird. Dann sieht man im Querformat im oberen linken Viertel des Displays das Live-Fernsehbild, darunter Infos zur laufenden Sendung über den integrierten elektronischen Programmführer (EPG). Rechts daneben befindet sich die scrollbare Programmliste, die neben dem Sender auch den Titel der laufenden Sendung sowie der Folgenden anzeigt. Über drei Reiter kann man außerdem zwischen TV-Programm, Radio und aufgezeichneten Sendungen wechseln. Im Hochformat verschieben sich zwar die einzelnen Anzeigen, bleiben aber erhalten. Ein Fingertipp auf das Fernsehbild vergrößert verzögerungsfrei ins Vollbild. Aufzeichnungen sind ebenfalls möglich, mangels Twintuner aber nur vom gerade angezeigten Programm. Will man umschalten, fragt die Software nach, ob die Aufnahme wirklich beendet werden soll.

Qualität: Bild und Ton

Der Empfang ist für ein portables Gerät mit so einer kleinen Antenne recht gut. Auch in Gebäuden sind zumindest hier in Berlin selten Ton- oder Bildaussetzer zu beobachten, selbst, wenn die Teleskopantenne nicht ausgezogen ist. Das variiert aber wie von DVB-T bekannt von Sender zu Sender und dem aktuellen Aufenthaltsort leicht. Das Bild ist im Vollbild etwas unscharf - ein Resultat der typischen DVB-T-Auflösung des Signals von meist weniger als den maximalen 720 x 576 Pixel. Einstellungsmöglichkeiten für das Bild liefert die Tivizen-App nicht, das lässt sich aber wohl verschmerzen. Sender werden über einen automatischen Suchlauf gefunden, lassen sich aber nicht sortieren. Stattdessen kann man seine eigenen Favoriten anlegen.

Tivizen Pico Galaxy Unboxing | (c) Areamobile

Eine Empfangsanzeige informiert

Tivizen Pico Galaxy Unboxing | (c) Areamobile

Die Tivizen-App ist übersichtlich | (c) Areamobile

 

Etwas unpraktisch ist die durch das Samsung-Design des Tablets vorgegebene Anbringung des DVB-T-Receivers an der unteren Seite. So stören sowohl Stick, als auch die über den Gehäuserand hinausragende Antenne. Eine einfache Lösung: Einfach das Tablet umdrehen, dann befindet er sich auf der oberen Seite und man kann die Antennen beliebig abwinkeln. Allerdings muss man aufpassen, beim Ablegen des Tablet auf dem Schoß nicht ungewollt Lautstärketasten oder den Power-Knopf zu drücken. Aufpassen sollte man aber bei der Verwendung des Tivizen Pico Galaxy sowieso. Denn sowohl die filigrane Antenne, als auch der ausschließlich aus Kunststoff gefertigte Stick machen nicht den Eindruck, allzu unvorsichtigen Umgang zu verzeihen. Der Akku des Samsung Galaxy Note 10.1 soll in Verbindung mit dem Tivizen Pico Galaxy übrigens bis zu 7 Stunden halten. Bei maximaler Helligkeit dürfte aber nach spätestens 4 Stunden Schluss sein. Gleichzeitig laden lässt sich das Tablet bei Verwendung des DVB-T-Sticks nicht.

Fazit
Wer unbedingt auf seinem Samsung-Tablet unterwegs wie zu Hause und ohne Internetverbindung Fernsehen möchte, kommt um Geräte wie den Tivizen Pico Galaxy nicht herum. Die Bedienung von App und Hardware ist kinderleicht, der gebotene Funktionsumfang völlig ausreichend und der Empfang zumindest hier in Berlin Mitte sehr gut. Ob sich die Anschaffung - gerade bei einem doch recht stolzen Preis von 80 Euro - lohnt, muss jeder Anwender selbst entscheiden. Technisch steht dem zumindest nichts im Wege, allerdings gibt es inzwischen auch gute Streaming-Angebote, für die man dann aber unterwegs eine Datenflatrate mit viel Highspeed-Volumen haben muss. Nutzer eines älteren Samsung-Tablets sollten zusätzlich aufpassen. Tivizen verspricht die fehlerfreie Funktion nämlich nur mit Galaxy Tabs der zweiten Generation, Mindestvoraussetzung ist Android 4.0.

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