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Apple iPhone OS 1.0 bis iOS 7: Der Pionier und seine Geschichte

iOS auf dem iPhone hat das, was man mittlerweile als Smartphone bezeichnet, begründet. Dazu gibt es keine zwei Meinungen. Aber wie sehr hat sich das Apple-Betriebssystem von der ersten Version bis hin zum neuen iOS 7 eigentlich verändert? Dieser Frage gehen wir im zweiten Teil unserer Artikelserie zum Thema Smartphone-Betriebssysteme nach.

Die Geburtsstunde von iOS

Als Apple am 29. Juni 2007 das iPhone mit dem dazugehörigen Betriebssystem names iPhone OS vorstellte, bekam die Welt etwas komplett Neues zu sehen. Die Software, die intern auf dem Desktop-Betriebssystem Mac OS X basierte, konnte als erste eine komplett mit den Fingern zu bedienende Oberfläche bieten, die flüssig und zuverlässig arbeitete. Sieht man sich heute noch einmal die Präsentation des ersten iPhones an, ist man erstaunt darüber, was vor gerade einmal sechs Jahren noch alles für Jubelstürme sorgte: Slide to unlock, Scrollen durch einen Fingerwisch auf dem Bildschirm, Landscape-Modus, Auswählen und Anrufen durch einfachen Fingertipp und viele Dinge mehr gab es vorher auf diese Weise einfach nicht.

Mit dem ersten iPhone und dem dazugehörigen Betriebssystem hatte Apple tatsächlich den Grundstein für den modernen Smartphone-Markt gelegt. Es fehlten der ersten Version des damals noch lediglich inoffiziell als iOS bezeichneten Systems - der Name gehörte Netzwerkspezialist Cisco - aber noch einige Funktionen, um es für Geschäfts- und Privatkunden zu mehr als einem netten Spielzeug zu machen. Mit dem ein gutes Jahr später veröffentlichten iPhone OS 2.0 hielt der App Store Einzug, in dem auch Anwendungen von externen Entwicklern angeboten werden konnten. Damit hat Apple ein eigenes Öko-System in diesem Bereich geschaffen, in dem sich mittlerweile fast eine Million Apps befinden, die über 50 Milliarden mal heruntergeladen wurden. Mit iPhone OS 2.0 implementierte Apple außerdem wichtige Business-Funktionen wie die Exchange-Unterstützung und Sicherheitsfeatures.

Extra-Version für das erste iPad

Mit den Versionen 3.0 und 3.1 emanzipierte sich das iPhone-Betriebssystem weiter und integrierte viele kleinere neue Funktionen. So wurden im Jahr 2009 etwa die MMS-Unterstützung und das beliebte Copy & Paste auf das iPhone gebracht. Das neue iPhone OS erlaubte es auch, das Smartphone über USB zum Tethering zu nutzen, also als mobiles Modem zu verwenden. Die Funktion "Find my iPhone" machte das gute Stück im Falle eines Verlustes auffindbar, die Möglichkeit zu In-App-Käufen freute vor allem die Entwickler, die hier neue Verdienstmöglichkeiten bekamen.

Das erste Apple iPad aus dem Jahr 2010 | (c) Hersteller

Der 3. April 2010 markiert einen kurzfristigen Wendepunkt für das Apple-Betriebssystem. An diesen Tag brachte Apple die neueste Version 3.2 zusammen mit seinem ersten Tablet, dem iPad, auf den Markt. iPhone OS 3.2 ist ausschließlich für das Tablet erschienen und trägt damit den spezifischen Ansprüchen dieser Geräte Rechnung, etwa dem größeren und höher auflösenden Display oder der fehlenden Telefon-Funktion. Mit dem Start des Apple iPad begannen die App-Entwickler zudem damit, speziell für das iPad entworfene Apps zu veröffentlichen. Mittlerweile gibt es hiervon rund 350.000 Stück im App Store.

Die Aufsplittung in eine iPhone- und iPad-Version war jedoch nur von kurzer Dauer. Bereits im September 2010 kam die nächste Version heraus, die iOS 4.0 hieß. Der kurze Name war bereits vorher geläufig, erst jetzt hatte man sich jedoch dazu entschlossen, ihn von Cisco zu lizenzieren. Die wichtigsten neuen Funktionen von iOS 4.0 bis iOS 4.3 waren das Multitasking für die Apps von Drittanbietern, der digitale Buchladen iBooks sowie Air Play und Air Print, um drahtlos das Bild des Apple-Gerätes auf einen Fernseher übertragen und Dokumente ausdrucken zu können. Seit iOS 4.3 lässt sich das iPhone zudem über WLAN und Bluetooth als mobiler Hotspot nutzen, um die Internet-Verbindung mit anderen Geräten teilen zu können.

Siri und das Maps-Debakel

Mit iOS 5.0 und dem iPhone 4S lernte das Apple-Gerät dann sprechen. Die Entwickler hatte die Sprachsteuerung Siri, zum Start offiziell noch als Beta-Version, integriert. Siri konnte neben mehr oder minder lustigen Dingen etwa den Wecker stellen, Auskunft über das Wetter geben oder sich Nachrichten diktieren lassen. Siri verstand dabei nicht nur bestimmte Befehlswörter, sondern in Grundzügen normale gesprochene Sprache - damals ein Novum. Wichtiger für den Alltag vieler Nutzer war allerdings die Mitteilungszentrale am oberen Bildschirmrand, wie sie bereits bei Android üblich war. Der Apple-Dienst iCloud wurde ebenso in iOS 5.0 integriert wie Twitter, das nun im gesamten System verankert wurde. Updates auf neue Versionen ließen sich künftig OTA (over the air), also drahtlos durchführen, auch zur Ersteinrichtung von iPhone und iPad war kein PC mehr nötig.

Vorbild Siri: Sprachassistenten kommen in Mode | (c) Areamobile

Apples Sprachassistent Siri

Apple iPhone 4S Unboxing | (c) Areamobile

Apple iPhone 4S | (c) Areamobile

 

Am 19. September 2012 wurde iOS 6.0 vorgestellt, zusammen mit dem iPhone 5. Apple hatte sich bei dieser Version relativ kurzfristig dazu entschlossen, Google Maps durch eine eigene Kartenanwendung namens Apple Maps mit Kartenmaterial von TomTom zu ersetzen - und erntete Hohn und Spott. Die Kartendaten und das Bildmaterial wiesen zahlreiche Fehler auf, die genüsslich in der Öffentlichkeit breitgetreten wurden. Viele Anwender warteten mit dem iPhone-Update auf iOS 6.0, bis es wieder eine App von Google für die Apple-Geräte gab. Apple wiederum sah sich sogar zu einer formellen Entschuldigung gezwungen und arbeitetet bei Maps mit Hochdruck daran, die Fehler zu beseitigen, hat aber im Vergleich zur Konkurrenz noch immer Nachholbedarf. Neben Apple Maps war die Facebook-Integration in iOS 6.0 ebenso neu wie die App Passbook.

Alles ändert sich - ein bisschen

Mit dem am 10. Juni 2013 vorgestellten iOS 7 hat Apple das Design des Betriebssystems von Grund auf überarbeitet. Die Beta-Version, die erst im Herbst tatsächlich an die Kunden ausgeliefert wird, kommt im sogenannten Flat-Stil daher und verzichtet auf Texturen und Comic-artige Icons, Menüs und Schaltflächen. Alles wirkt moderner und klarer, ohne jedoch im Kern zu viele Änderungen mitzubringen. Das bekannte Icon-Raster bleibt bestehen, Widgets oder in der Größe veränderbare Icons gibt es nicht. In Sachen Funktionsumfang hat Apple aber einige wichtige Lücken geschlossen, etwa mit dem Control Center für schnellen Zugriff auf häufig genutzte Funktionen, dem neuen Multitasking, erweiterten Funktionen von Siri und einem neuen Lock-Screen.

Ob sich bei iOS 7 bis zum echten Start im Herbst noch vieles ändern wird, bleibt abzuwarten. Vor allem die bonbonfarbenen Icons hatten für eine Menge Kritik und Häme gesorgt. Insgesamt aber stellt die neueste Version von iOS wieder einen Schritt nach vorne dar, auch die Konkurrenz Apple in Sachen Funktionen-Vielfalt abgehängt hat. Derzeit geht der Konzern aus Cupertino nicht mehr wie früher voran, sondern zieht nach und pflegt seine bestehenden Produkte. Wie es in den kommenden Jahren mit Apple und vor allem mit iOS weitergeht, wird sich noch zeigen müssen.

Die wichtigsten iOS-Versionen und Features

Version Datum Wichtigste Features
iPhone OS 1.0 29.6.2007 erste Version mit ersten iPhone, Touchscreen-Steuerung, iTunes, Safari, Google Maps, Google Suche, Kontakte, Kalender
iPhone OS 2.X 11.7.2008 App Store, Google Street View, Exchange-Unterstützung
iPhone OS 3.X 17.6.2009 Copy & Paste, MMS, Tethering via USB, Find my iPhone, In-App-Käufe
iPhone OS 3.2 3.4.2010 eigen Version für erstes iPad, Unterstützung höhere Display-Auflösungen
iOS 4.X 8.9.2010 offizielle Umbenennung in iOS, Multitasking für 3rd-Party-Apps, Facetime, Air Play, Hotspot-Funktion, iBooks
iOS 5.X 12.10.2011 Mitteilungszentrale, Twitter-Integration, iCloud, kein PC zur Einrichtung nötig, Siri Beta
iOS 6.X 19.9.2012 Apple Maps statt Google Maps, Facebook-Integration, Passbook, Siri für iPad und mit weiteren Funktionen
iOS 7 (Beta) 10.6.2013 Design komplett überarbeitet, Control Center, Multitasking für alle Apps, Air Drop, iTunes Radio, neue Siri-Funktionen, Integration ins Auto (je nach Fahrzeug ab 2014)

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Autor: Steffen Herget
Themen: iPhone, iPhone-Update, Smartphone, iOS Update
Quelle: AM
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Kommentare
  1. 09.07.13 10:50 pixelflicker (GURU)

    Naja, also wenn sich jemand, dessen Posts zu fast 100 Prozent aus dem Rumreiten von Definitionen bestehsten aufregt, weil ein Begriff korrekt verwendet wird und sich dann beschwert, wenn er richtig gestellt wird, dann ist doch klar, dass solche reaktionen kommen. Das dürfte doch dich auch nicht wundern, oder?


    Edit: Außerdem ist die Diskussion schon drei Wochen alt, du hättest also nicht wieder damit rauskramen müssen.

  2. 08.07.13 19:03 bocadillo (Gesperrt)

    Nohtz

    Was mich interessiert....das ganze .

    Was nicht ... Das zerreden , zerrupfen und wühlen in den krümeln

  3. 08.07.13 18:37 IOSammy (Advanced Handy Profi)

    @boca

    in bezug worauf?

  4. 08.07.13 18:01 nohtz (Professional Handy Master)

    boca #18
    wenns dich nervt/ nicht interssiert, dann sei halt einfach still...

  5. 08.07.13 16:01 bocadillo (Gesperrt)

    Ohman


    die Smartphoneleier.

    Das eine ist das Blabla per Definition....offenes OS etc pp....etwas anderes das empfinden der user.....

    Quatsch ist es so oder so.....für die meisten sind die Dinger einfach Handys

  6. 08.07.13 15:57 IOSammy (Advanced Handy Profi)

    "neue Siri-Funktionen, Integration ins Auto (je nach Fahrzeug ab 2014)"

    war mir doch so das ich in der werbung mit siri gehört habe.

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