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Die Dröhnung für unterwegs: Tragbare Bluetooth-Lautsprecher im Vergleich

Inhaltsverzeichnis

Da ist er endlich, der Sommer! Grill raus, Bier kalt stellen und Musik aufdrehen, am besten in der unberührten Natur. Mit Strom ist es da schwierig, aber zum Glück gibt es auch dafür eine Lösung: Smartphone und portable Lautsprecher mit eingebautem Akku und Bluetooth. Wir haben fünf Taschendiskos bis 100 Euro ausprobiert und zeigen, ob sich eine Anschaffung lohnt.

In unserem Vergleichsfeld finden sich Geräte von 40 bis 100 Euro, außerdem haben wir auch ein - ebenfalls portables - Modell für schlappe 240 Euro ausprobiert, allerdings lief das Modell außer Konkurrenz. Das ist natürlich allein schon wegen der geringen Zahl an Vergleichsmustern nur ein grober Überblick, denn gerade im Billigsektor gibt es inzwischen eine Schwemme an Angeboten, die schon gar nicht mehr überschaubar ist. Uns geht es in diesem Vergleich aber auch mehr um die Frage, ob sich solche transportablen Lautsprecher überhaupt lohnen - viel kann man doch bei den winzigen Maßen und dem niedrigen Gewicht nicht erwarten, oder?

6 mehr oder weniger portable Bluetooth-Lautsprecher im Test | (c) Areamobile/Hersteller

6 mehr oder weniger portable Bluetooth-Lautsprecher im Test | (c) Areamobile/Hersteller

An dieser Stelle sei den Firmen ein besonderer Dank ausgesprochen, die uns Produkte für diesen Vergleich geschickt haben. Das mag ungewöhnlich erscheinen, da wir uns sonst auch nicht gesondert für Testmodelle bedanken - es ist in unserem Job selbstverständlich, Testmuster für einen bestimmten Zeitraum zur Verfügung gestellt zu bekommen, schließlich ist den Herstellern daran gelegen, dass Fachmagazine über sie berichten. Umso überraschender kamen die zahlreichen Antworten, dass Zubehör nur in sehr begrenztem Rahmen oder gar nicht zur Verfügung steht. Daher hier der explizite Dank an Aiptek, Sony, Nokia, Jabra und Logitech, die kurzfristig Testmuster bereitgestellt haben! Andere namenhafte Hersteller hatten das offenbar nicht nötig.

Kommen wir zuerst zum Testfeld. Wir vergleichen den air2U Music Speaker E12 von Aiptek für aktuell knapp 40 Euro, Sonys Wireless Speaker SRS-BTV5 für aktuelle knapp über 60 Euro, Nokia Play 360° MD-50W für etwa 80 Euro, Jabra Solemate für etwa 100 Euro und die UE Mobile Boombox von Logitech für ebenfalls aktuell etwa 100 Euro miteinander. Außer Konkurrenz lief die große UE Boombox von Logitech, die etwa für 240 Euro zu haben ist - ein direkter Vergleich zu den deutlich günstigeren Teilnehmern im Testfeld wäre schlicht nicht fair gewesen.

Aiptek air2U Music Speaker E12

Der air2U Music Speaker E12 von Aiptek ist etwa so groß wie ein Tennisball, wiegt 230 Gramm und ist tonnenförmig aufgebaut, so dass die Musik nach oben abgestrahlt wird. Das Gerät gibt es in weiß, grau und rot, es bietet einen Lautsprecher mit 1 Watt Leistung, Bluetooth, Klinkenanschluss und einen Akku, der bis zu 4 Stunden durchhält. Außerdem kann das Modell auch als Freisprecheinrichtung genutzt werden. Uns interessierte im Test vor allem die kabellose Nutzung per Bluetooth. Probleme bereitet das zweite von vier Modellen der Air2U-Palette dabei nicht, das galt bei allen Geräten im Test, allerdings ist die Vorgehensweise zum Verbinden nicht bei allen Geräten gleich. Das Aiptek-Modell quittiert Inbetriebnahme und Verbindung mit dem Smartphone mit unterschiedlichen Tonfolgen, die grob an die typischen Orgel-Töne aus dem US-Eishockey erinnern. Danach ist man schon startbereit. Zur Steuerung des Smartphones, das in der Tasche bleiben darf, gibt es beim günstigsten Modell im Vergleich als einzigem Vertreter im Testfeld Tasten zum Vor- und Zurückskippen und Anhalten der Musik.

Die kleine Musiktonne wird erstaunlich laut, ohne dabei zu übersteuern und bringt dabei sogar eine Schreibtischplatte leicht zum vibrieren. Das hätte man dem kleinen Krachmacher gar nicht zugetraut! Wirklich viel Bass darf man dabei natürlich nicht erwarten, im Vergleich zu Handylautsprecher klingt der Winzling aber schon fast wie ein Subwoofer. Der Ton ist ausreichend klar und differenziert.

Aiptek Design Verarbeitung Klang Lautstärke Features Preis/Leistung Gesamt
air2U E12 8 9 7 7 7 8 46

Sony SRS-BTV5

Knapp über 130 Gramm wiegt die kleine schwarze Kugel von Sony, das SRS-BTV5, die wahlweise auch in Weiß erhältlich ist. Größentechnisch ist sie eine Mischung aus Golf- und Tennisball und nicht nur das einzige runde Testmodell im Vergleich, sondern auch das kleinste und leichteste. Der Sound wird hier auch nach oben abgestrahlt, allerdings von einer undurchlässigen Abdeckung mit integriertem Kegel gleichmäßig in alle Richtungen verteilt. Das birgt mehrere Vorteile: Das Design erinnert so noch viel mehr an eine kleine Kugel, der Klang verändert sich auch bei Bewegung des Lautsrecher vergleichsweise wenig und Sony nutzt einen Effekt, den wir auch bei den anderen Lautsprechern feststellen konnten. Stellt man sie nämlich in eine Ecke wird der Bass subjektiv verstärkt.

Daher ist es kein Wunder, dass der Sony-Ball trotz der Minimaße noch hörbaren Bass liefert und sogar noch etwa lauter wird, als das Modell von Aiptek. Im direkten Vergleich ist der Bass aber etwas weniger präsent, dafür ist der Klang klarer und differenzierter. Respekt, auch wenn die Angaben im direkten Vergleich zu den sehr schwachen Telefonlautsprechern zu verstehen sind, ist das durchaus beachtlich. Da kommt auch der Boomsound eines HTC One nicht mit, allerdings soll auch minimales Verzerren auf maximaler Lautstärke nicht verschwiegen werden - verschmerzbar. Technisch hat die Wunderkugel von Sony zudem noch etwas mehr zu bieten, als das günstigere Modell von Aiptek, denn der japanische Hersteller baut zusätzlich zu Bluetooth, Klinkenstecker, Lautstärketasten und Telefonfunktion zum Freisprechen auch den Nahbereichsfunk NFC ein. Damit lässt sich das Gerät durch einfaches Anhalten eines NFC-fähigen Smartphones ohne eigenes Zutun direkt verbinden. Steuerungstasten für die Musik wie beim Aiptek-Modell sucht man allerdings vergeblich.

Sony Design Verarbeitung Klang Leutstärke Features Preis/Leistung Gesamt
SRS-BTV5 10 9 7 7 8 8 49

Nokia 360° MD-50W

Mit dem Nokia Bluetooth-Lautsprecher MD-50W kommt man langsam in Bereiche, in der man qualitativ fast von HiFi sprechen kann - also hohe Klangtreue und so etwas wie Bass und zwar nicht nur im Vergleich zu einem Handylautsprecher. Dafür muss man hier aber auch wesentlich ausladendere Maße in Kauf nehmen. So ist das Nokia-Modell etwa so groß wie eine Konservenbüchse und wiegt mit knapp 510 Gramm auch etwa so viel. Der Sound wird ausschließlich nach oben abgestrahlt, auch wenn der Name (Nokia 360°) und das rundum laufende Metallgitter etwas anderes suggerieren. Technisch bietet das Nokia-Modell NFC, Bluetooth, Klinkenanschluss und einen Akku. Tasten zum Steuern des Gerätes existieren nur für die Lautstärke.

Mehr Volumen, mehr Gewicht - bei Lautsprechern ist das meist ein Garant für mehr Leistung. Das ist hier nicht anders, im direkten Vergleich zu den ersten beiden, günstigeren Testkandidaten liefert die Nokia-Büchse mehr Lautstärke ohne zu Verzerren und auch mehr Bass. Bei der Klarheit positioniert sich das Gerät in etwa auf Augenhöhe mit dem Sony-Ball.

Nokia Design Verarbeitung Klang Lautstärke Features Preis/Leistung Gesamt
360° MD-50W 8 10 8,5 8 8 8 50,5

Jabra Solemate

Der Solemate von Jabra ist mit der Größe einer Halbliter-Geträngedose kleiner als das Nokia-Modell, mit knapp 610 Gramm aber noch einmal schwerer. Im Gegensatz zu den vorherigen Testteilnehmern wird der Sound nicht nach oben, sondern nach vorn abgestrahlt. Statt einem einzelnen Lautsprecher sieht man hinter dem hervorragend verarbeiteten schwarzen (es gibt auch eine weiße Version) Lautsprechergitter gleich drei Lautsprecher - 2 Hochtöner und einen "Subwoofer" in der Mitte. Klar, hier nimmt der Hersteller den Mund etwas zu voll, denn von einem Subwoofer im herkömmlichen Sinn, also einem Lautsprecher, der speziell Tiefbass produziert, kann hier allein schon aufgrund des mangelnden Volumens keine Rede sein. Mehr und auch etwas tieferer, prägnanterer Bass als bei dem Nokia-Modell ist aber klar zu hören. Und erst die Lautstärke! Was Jabra aus dem kleinen Gehäuse quetscht ist geradezu unglaublich zumal dabei - eine gute Audioquelle natürlich vorausgesetzt - kein Übersteuern zu hören ist. Klanglich kann der Solemate bei der Klarheit nicht ganz mit der Wunderkugel von Sony mithalten, liefert dafür aber den wesentlich volleren Sound.

Bei den Features bietet Jabra einerseits Standard, andererseits Einzigartiges im Testfeld. So muss man auf NFC verzichten, dafür weckt das Gerät beinahe den Eindruck einer gewissen Intelligenz. So werden Informationen zum Ladestand des Akkus oder zur Bluetooth-Verbindung gesprochen ausgegeben und das Gerät deaktiviert automatisch Bluetooth, wenn der Klinkenstecker eingestöpselt wird. Ein entsprechendes Kabel ist unterwegs zudem stets zur Hand, da es in den dicken Gummifuß des Solemate eingebettet ist, zudem ist das Gerät gegen Wasser und Stürze geschützt und wird mit einem Beutel aus Akustikstoff ausgeliefert, so dass man auch am Strand keine Probleme mit eindringendem Sand bei gleichzeitig optimalem Sound hat. Das macht den Solemate zum universellsten einsetzbaren Gerät im Vergleichsfeld, denn wie die anderen Teilnehmer fehlt auch hier die Telefonfunktion nicht und der Akku schafft immerhin 8 Stunden Bluetooth-Betrieb.

Jabra Design Verarbeitung Klang Lautstärke Features Preis/Leistung Gesamt
Solemate 8 10 8,5 8 9 9 52,5

Hier geht's zum zweiten Teil des Lautsprecher-Tests!

Themen: Smartphone
Quelle: AM
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Kommentare
  1. 05.02.14 19:52 Asamongonda (Member)

    Nur schade, dass hier nicht erwähnt wurde, dass bei den Nokia 360° Play zwei Lautsprecher koppelbar sind und somit ein absolut genialer Stereo Effekt für Unterwegs existiert!!!

  2. 24.06.13 17:04 Real-Fairplay-SiD (Newcomer)

    He Leutz , ich habe einen guten Tipp für einige hier! Wenn jemand genauso wie ich schon graue Haare bekommen hat, weil er ein Bluetoothfähigen Gerät gesucht hat mit dem man sich auch die Haare fönen kann , dann ist das der Tipp: ich habe mir die Bluetooth Kopfhörer Sony Ericsson MW600 gekauft die gerade zuneinem unglaublich günstigen Preis 30 Taler zu haben sind und habe den an meinen Ghettoblaster JVC RV-NB1 am AuX Eingang angeschlossen dazu kommen dann noch 10x Akkus mit jewals 7500mhA das gibt ca 8 Stunden Feinste Strandbefönung =]. Ich bin eigentlich auch kein Freund von eingabauten Akkus ,weil macht sich schlecht bei längeren Zelt Aktionen. Also mit AUX Eingang lässt sich jedes ältere Gerät Bluetoothfähigen machen. Und streamen naturlich per smartphone, und naturlich ein smartphone wo man auch den akku wechseln kann für ggf. besagte Zeltaktionen, alle anderen müssen dann jeden Tag zur Tanke Latschen und dort 4 Stunden warten bis ihr Handy aufgeladen hat=]. Ps: nur zur Erinnerung , das Bluetooth Gerät kann nicht beim aufladen Music streamen, macht aber nicht weil es locker über 8 Stunden durchhält

  3. 19.06.13 07:56 Noticed (Handy Master)

    @TheHunter
    Das liegt aber nicht an areamobile, sondern eher an dem Hersteller.

  4. 18.06.13 19:58 benthepen (Handy Master)

    Fisko

    Jupp, hab auch nen Bose Soundlink. Akku hält recht lange und macht ordentlich Krawall mit guten Bass. Nicht gerade billig, aber gut und stylisch Edel.

  5. 18.06.13 18:12 TheHunter (Professional Handy Master)

    Sehr schwach, dass ausgerechnet die gerade in den Medien beworbene Beats Pill nicht getestet wurde.

  6. 18.06.13 18:05 CoolKid (Member)

    Von dem Nokia Teil gibts nen quasi Nachfolger "Playup", der einigen Reviews zufolge (noch) besser klingen soll.

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