Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 
 

Sony Mobile: Xperia-Smartphones sorgen für erfolgreiches Comeback

Vom einstigen Handy-Pionier zum Sorgenkind im Markt: Sony Mobile (ehemals Sony Ericsson) hat wechselhafte Jahre hinter sich. Mit den Xperia-Smartphones geht es für die Japaner im Smartphone-Markt wieder bergauf. Wir blicken auf das Auf und Ab der Xperia-Smartphones von Sony zurück.

Xperia-Smartphones von 2010 bis heute | (c) Areamobile

Xperia-Smartphones von 2010 bis heute | (c) Areamobile

Mit Mobiltelefonen wie den Geräten der Cyber-shot- oder der Walkman-Serie hatte sich Sony Ericsson einen Namen auf dem Smartphone-Markt gemacht. 2006, im fünften Jahr des gemeinsamen Bestehens lag der Marktanteil von Sony Ericsson als viertgrößter Handy-Hersteller hinter Nokia, Motorola und Samsung noch bei über 8 Prozent. Handys wie das Cyber-shot-Modell K800i oder die Walkman-Phones W810i und W300i verkauften sich damals wie geschnitten Brot. In Westeuropa kam Sony Ericsson im zweiten Quartal 2006 sogar auf 11 Prozent Marktanteil. Eine vom US-Marktforschungsinstitut J.D. Power and Associates durchgeführte Umfrage im Herbst 2006 ergab, dass in diesem Zeitraum Käufer von Sony Ericsson-Handys die zufriedensten Handybesitzer waren. Die Nutzer sollten ihr Handy in puncto Design, Betriebssystem, technischen Features, Verarbeitung und Akkulaufzeit bewerten. Den Mobiltelefonen von Sony Ericsson schrieben die Befragten vor allem eine lange Haltbarkeit, durchdachte Funktionen und eine lange Akku-Laufzeit zu.

Doch dem 2007 gelaunchten Apple iPhone, das den Smartphone-Markt völlig umkrempelte, konnte das schwedisch-japanische Gemeinschaftsunternehmen zunächst nichts entgegensetzen. Von dem beim Zusammenschluss der beiden angeschlagenen Handysparten im Jahr 2001 formulierten Ziel, die Nummer Eins im Markt der mobilen Multimedia-Geräte zu werden, musste sich das Joint Venture verabschieden, die Marktanteile gingen zurück bis auf 1,7 Prozent im Jahr 2011. Seitdem wird Sony Ericsson bzw. Sony Mobile meist nicht mehr einzeln in den Statistiken der Marktbeobachter aufgeführt, sondern unter "andere".

Obwohl das in den 1990er Jahren als Handy-Pionier geltende Unternehmen Ericsson und der japanische Hersteller Sony, der anfangs beim Handy-Bau mit Siemens zusammenarbeitete, schon schon 2003 mit dem P800 ein Smartphone im Markt hatten, verpasste das Gemeinschaftsunternehmen die Entwicklungen im Smartphone-Markt. Die mit Symbian (UIQ) laufenden Sony-Ericsson-Smartphones galten als kompliziert zu bedienen und waren mit vergleichsweise kleinen Displays ausgestattet. Auch das Microsoft-Betriebssystem Windows Mobile, mit dem später gelaunchte Sony-Ericsson-Smartphones wie etwa das 2008 auf dem Mobile World Congress vorgestellte Xperia X1 bestückt waren, hatte da seine beste Zeit bereits hinter sich.

2008: Sony Xperia X1 und Xperia X2

Vodafone_Angebote_Galerie

Xperia X1 ⎢(c) Sony Ericsson

Das Xperia X1 markierte jedoch die Wende hin zu konkurrenzfähigen Smartphones, auch wenn es noch einige Jahre dauerte, bis das Comeback des Herstellers als erfolgreich angesehen werden konnte: Das von HTC gefertigte Xperia X1 lief als erstes Sony-Ericsson-Handy unter dem Betriebssystem Windows Mobile 6.1 und bot eine veränderte Oberfläche ("Xperia Interface"), einen 3 Zoll großen Touchscreen mit einer Auflösung von 800 x 480 Pixel, eine seitlich aufschiebbare echte QWERTZ-Tastatur, eine 3,2-Megapixel-Kamera, UMTS mit HSPA für mobile Datenübertragungen, Wlan für den Internetzugang an Hotspots und A-GPS für ortsbezogene Dienste. Mit dem Xperia X2 folgte noch ein Windows-Mobile-Smartphone, bis dann im Februar 2010 auf dem MWC in Barcelona die ersten Sony-Ericsson-Smartphones mit dem Google-OS Android präsentiert wurden: Xperia X10, Xperia X10 Mini und Xperia X10 Mini Pro.

2010: Sony Ericsson Xperia 10, Xperia X10 Mini und Xperia X10 Mini Pro

Anders als die aktuellen Samsung Galaxy S4 Mini und HTC One Mini verdienten Sony Ericssons Xperia X10 Mini und Xperia X10 Mini Pro (mit ausziehbarer Volltastatur) den Namenszusatz "Mini", denn der Touchscreen maß nur 2,55 Zoll in der Diagonale. Das Xperia X10 bot dagegen einen 4 Zoll großen Touchscreen - Apple setzte erst beim iPhone 5 auf diese Bildschirmgröße - mit einer Auflösung von 854 x 480 Pixel. Zu den Features der ersten drei Android-Geräte des schwedisch-japanischen Joint Ventures zählten 128 Megabyte interner Speicher, microSD-Support für bis zu 16 Gigabyte, HSPA, WLAN, A-GPS, Micro-USB, Bluetooth, ein 3,5-Millimeter-Klinkenstecker sowie ein Bewegungssensor. Angetrieben wurden die Android-Handys von einem 600 Megahertz leistenden Qualcomm-Prozessor (MSM7227).

Auch bei den ersten Android-Geräten legte Sony Ericsson eine selbst entwickelte Benutzeroberfläche ("UX") über das Betriebssystem, die alle gespeicherten Kommunikationsvorgänge (Timescape) und Medieninhalte (Mediascape) zu einer Person bündelte und eine Homescreen-Personalisierung über Widgets erlaubte. Im Vordergrund standen erstmals auch Anwendungen wie der mobile Internetzugriff und die Nutzung von sozialen Netzwerkdiensten wie Facebook, Twitter, Picasa oder Flickr. Mit "Co-Creations" kündigte Sony Ericsson zudem eine Plattform für User-Generated Content und Apps zum Teilen mit anderen an. Als Kennzeichen der Geräte hob der Hersteller auch die Bauform "Human Curvatur" hervor, die dem menschlichen Körper nachempfunden war und Sinnlichkeit versprühen sollte. Diese Designsprache fand im Jahr darauf ihren Höhepunkt im extrem schnittigen und Leichtigkeit versprühenden Xperia Arc mit der konkaven Unterseite.

So sieht die Oberfläche auf dem X10 nach dem Gingerbread-Update aus | (c) Hersteller

Xperia X10 | (c) Sony Ericsson

Im Areamobile-Test gehörten die Benutzeroberfläche, das große Display, die gute Verarbeitung und die (damals) starke Hardware zu den hervorgehobenen Pluspunkten des Xperia X10, Minuspunkte gab es für die nicht mehr aktuelle Anroid-Version 1.6, das teilweise ruckelig laufende System und eine verbesserungswürdige Sprachqualität. Als erstes echtes Highend-Smartphone mit Android von Sony Ericsson darf das Xperia Arc gelten, das mit aktueller Android-Version 2.3.2 Gingerbread, Gigahertz-Prozessor, 512 Megabyte RAM und 8,1-Megapixel-Kamera mit Exmor-R-Sensor. Dass Sony Ericsson ab diesem Gerät auf die Mediascape-Funktion verzichtete und die Timescape-Funktion in den Hintergrund rückte und künftig als App im Hauptmenü und als Homescreen-Widget anbot, tat dem User Interface gut.

2011: Sony Ericsson Xperia Play mit Playstation-Zertifizierung

Highlight von Sony Ericsson auf dem Mobile World Congress 2011 war das Xperia Play, das erste Smartphone mit Playstation-Zertifizierung. Auf dem Smartphone liefen optimierte, von der Playstation Suite Initiative freigegebene Playstation-Spiele von Entwicklern wie Electronic Arts, Gameloft oder GLU - auch in 3D mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde. Das Sony Ericsson Xperia Play verfügte über ein aufschiebbares Game-Pad mit digitalem D-Pad, zwei analogen Touchpads, Spiele-Buttons und den vier Playstation-Icons Kreis, Kreuz, Quadrat und Dreieck. Für die Rechenleistung ein 1 Gigahertz leistender Prozessor (Scorpion ARMv7) mit Adreno-GPU.

Im Herbst 2011 hatte Sony Ericsson nach eigenen Angaben weltweit 22 Millionen Smartphones seiner Xperia-Reihe verkauft. Der durchschnittliche Verkaufspreis pro Mobiltelefon war innerhalb eines Jahres um 10 Euro auf 166 Euro angestiegen. Deshalb kündigte der damalige Unternehmenschef Bent Nordberg im Oktober 2011 an, dass Sony Ericsson ab dem darauf folgenden Jahr keine herkömmlichen Handys, sondern nur noch die margenträchtigeren Smartphones produzieren und auf die Vernetzung seiner Entertainment-Dienste wie beispielsweise Music Unlimited und Video Unlimited auf verschiedenen Geräteplattformen setze. Allerdings hatte Sony Ericsson zu diesem Zeitpunkt noch mit Problemen zu kämpfen, vor allem späte Produktlaunches und eine schlechte Update-Strategie wurden dem Hersteller angekreidet. Auch spielte das Unternehmen lange Zeit keine Rolle beim Hardware-Rennen: Display-Wachstum, Megapixel-Rennen und Quad-Core-Hype - Sony macht da zunächst nicht mit.

Sony Ericcson Xperia Play

Xperia Play ⎢(c) Sony Ericsson

2012: Xperia-NXT-Serie von Sony Mobile

2012 gab es auf dem Mobile World Congress die ersten Smartphones unter dem Brand Sony Mobile zu sehen - der japanische Hersteller hatte für knapp eine Milliarde Euro die Handysparte ganz übernommen, weil sich der bisherige Partner Ericsson ganz auf das Netzwerk-Geschäft konzentrieren wollte. Die drei auf dem Mobile World Congress in Barcelona gezeigten Smartphone-Modelle der neuen Xperia-NXT-Serie mit Dual-Core-Prozessoren - das neue Flaggschiff-Modell Xperia S mit 12-Megapixel-Kamera, das Xperia P mit besonders hellem White-Magic-Display und das Xperia U - wiesen ein neues Design-Element auf: einen transparenten Streifen unterhalb des Displays, der nicht nur als Signatur dient, sondern auch einen funktionellen Hintergrund hat - durch ihn bieten die integrierten Antennen ausreichenden Mobilfunknetzempfang. Inhalte in HD-Qualität lassen sich mit diesen Geräten per HDMI oder im Heimnetzwerk per DLNA vom Smartphone auf andere Abspielgeräte übertragen. Mit Bravia-Sync kann das an ein Fernsehgerät angeschlossene Xperia S auch über die TV-Fernbedienung gesteuert werden.

2013: Sony Xperia Z und Xperia Z Ultra

Sein erstes Quad-Core-Smartphone - das Xperia Z - stellte Sony Mobile im Januar 2013 auf der Consumer Electronics Show (CES) in Las Vegas vor. Es war seit dem Xperia-Erstling X1 das erste echte Highend-Smartphone von Sony: Das Sony Xperia Z kommt in einem nur 7,9 Millimeter dicken staub- und wassergeschützten Gehäuse, mit 5 Zoll großem Full-HD-Reality-Display mit einer Pixeldichte von 441 PPI, einem 1,5 Gigahertz leistenden Quad-Core-Prozessor, einem 2 Gigabyte großen Arbeitsspeicher, 16 Gigabyte internem Speicher, einer 13-Megapixel-Kamera, A-GPS und Glonass, NFC sowie Wlan-n-, UMTS/HSPA+- und LTE-Unterstützung sowie Android Jelly Bean als Betriebssystemversion. Die mit dem Xperia Z eingeführte markante Einschalttaste findet sich als Signatur mittlerweile auch an anderen Sony-Smartphones wie etwa dem Xperi SP oder dem Xperia L - selbst am Tablet Xperia Tablet Z. Sony hat nach Schätzung von Analysten innerhalb der ersten 40 Tage rund 4,6 Millionen Einheiten des Xperia Z ausgeliefert. Grundlage für diesen Erfolg war auch die kurze Zeit zwischen Vorstellung und Verkaufsstart des Geräts - schon ab 21. Februar 2012 war das Sony-Smartphone in den Shops erhältlich. Die schlagkräftige Konkurrenz wie HTC One oder Samsung Galaxy S4, die erst Mitte April breit verfügbar waren.

Den jüngsten Paukenschlag lieferte Sony im Juni dieses Jahres mit dem Xperia Z Ultra ab, das Areamobile bereits vor dem Marktstart Ende September testen konnte und das alle bisherigen Benchmark-Rekorde bricht: Mit dem 6,4 Zoll großen Full-HD-Bildschirm eignet sich das Smartlet hervorragend für alle Anwendungen, die etwas mit der Darstellung von Texten oder Bildern zu tun haben - mobiles Surfen auf Websites, Ansehen von Diashows, Abspielen von Filmen und Videos. Für den entsprechenden Content sind Anbindungen an die entsprechenden Download-Plattformen von Sony für Musik, Filme, Videos, Games oder - ab Herbst - auch E-Books auf dem Smartlet installiert. Als Clou des Geräts gilt die Stiftbedienung auf dem Touchscreen. Anders als beim Samsung Galaxy Note mit S-Pen und Wacom-Technologie gelingen Eingaben auf dem Touchscreen des Sony Xperia Z Ultra mit jedem leitenden Stift, etwa einem Bleistift oder einem metallenen Kugelschreiber. Das funktioniert mit Hilfe es Näherungssensors des Smartlets ähnlich wie beim Display des Xperia Sola, das sich mit übergezogenen Handschuhen bedienen lässt.

Sony Xperia Z Unboxing | (c) Areamobile

Sony Xperia Z | (c) Areamobile

Sony Xperia Z Ultra Unboxing | (c) Areamobile

Sony Xperia Z Ultra | (c) Areamobile

 

Zur IFA: Sony Xperia Z1 alias Honami

Das nächste Smartphone-Highlight wird Sony aller Voraussicht nach am 4. September zur IFA in Berlin vorstellen: das bislang als Honami durch das Netz kursierende Smartphone mit 20-Megapixel-Kamera, das vermutlich als Xperia Z1 herauskommen wird.

Fazit

Sony hat das Comeback im Smartphone-Markt geschafft - das zeigte spätestens das Xperia Z. Das Unternehmen hat sich auf seine Stärken besonnen und frühere Kritikpunkte an den Geräten ausgeräumt - Sony ist beispielsweise der erste Anbieter gewesen, der Aussagen zu den Updates auf die neue Android-Version 4.3 getroffen hat. Die Xperia-Smartphone-Familie umfasst mittlerweile zahlreiche Geräte aller Preisklassen und wird von einem großen Content- und Dienste-Angebot ergänzt. In Japan ist Sony stark, in Westeuropa kommt das Unternehmen mittlerweile wieder auf 10 Prozent Marktanteil bei Smartphones.

Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Kommentare
  1. 26.08.13 14:39 Apollon (Member)

    Naja, "immer wieder ein Highlight" kann man so oder so sehen.

    Leider hat mich Sony (Ericsson) in den letzten Jahren dann doch etwas zu oft enttäuscht. Die Geräte sahen immer wieder hübsch aus (Highlight), aber die verbaute Hardware und die Updatepolitik sind unter aller Kanone gewesen.

    Das erste wirklich konkurrenzfähige Produkt war leider nicht das Arc (das Geräte hatte ich ebenfalls), sondern das Xperia Z. Und selbst das muss in Sachen Display und der Prozessorgeneration vor der Konkurrenz zurückstecken.

    Aber sei es drum, ich sehe Sony auf einem besseren Weg als noch vor 1, 2 Jahren.

  2. 26.08.13 12:46 Gandalf (Expert Handy Profi)

    Ist doch Schwachsinn. Ich weiß ja nicht, welche du getestet hast, aber mein XZ hat noch nicht einmal geruckelt.
    Ein Markt-Gerät kannst du wohl kaum als Referenz hernehmen.
    Oder davor den Cache leeren. ;-)

  3. 26.08.13 10:04 TEAM28 (Advanced Member)

    High End sind jetzt zwar die Geräte, aber so richtig umhauen konnte mich bislang keines... das liegt aber vor allem an der ruckeligen SOFTWARE...
    Das Xperia Z ist kein schlechtes High End Smartphones, leider hat es die typischen Sony-Krankheiten (schwacher Akku, ruckeln), die anscheinend nie ausgemerzt werden, da sie keinen bei Sony interessieren.

  4. 26.08.13 01:55 Gandalf (Expert Handy Profi)

    Sony ist immer wieder ein Highlight! :-)
    Tolles Unternehmen.

  5. 25.08.13 19:36 luiscesar (Youngster)

    habe das Xperia go und bin sehr zufrieden! jelly bean und Firmware Updates sorgen für Zufriedenheit!

antworten
Aktuelle Geräte im Test
Anzeige
Anzeige