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Android-HDMI-Stick-Test: Fünf Mikro-PCs für den Fernseher ausprobiert

Inhaltsverzeichnis

Der Zweit-Fernseher im Schlafzimmer ist nicht smart, Funktionen wie Video-Streaming und Browsen im Internet unterstützt er nicht? Das ist kein Problem, entsprechende Abhilfe versprechen Micro-PCs mit Android, sogenannte HDMI-Sticks. Die gibt es schon neu für etwa 50 Euro und bieten im Prinzip fast alles, was moderne und viel teurere Smartphones auch können. Aber taugen sie auch was? Wir haben es im Test von fünf Android-HDMI-Sticks ausprobiert.

Android-HDMI-Sticks im Test: Tastaturen

Android-HDMI-Sticks im Test ⎢(c) Areamobile

Android-HDMI-Sticks im Test ⎢(c) Areamobile

Ein neuer Fernseher kostet locker 500 Euro, aber warum gleich das ganze Gerät austauschen, wenn man den Funktionsumfang auch mit weit weniger Geld umfassend erweitern kann? Die Lösung lautet "HDMI-Stick" und macht die alte Möhre weitaus smarter als derzeit alle neuen Fernseher zusammen. Denn die bieten zwar viele Funktionen wie Browser oder Mail-Client, sind aber in der Regel immer noch langsamer und können noch lange nicht alles, was auch ein PC kann. Mit den HDMI-Sticks soll das anders werden, denn dabei handelt es sich nach Herstellerangaben um echte Mini-PCs, tatsächlich steckt in den kleinen Ansteck-Rechnern aber nur teils recht aktuelle Smartphone-Technik. Und das reicht, zumindest bei den Topmodellen.

Für diesen Überblick haben wir drei Android-HDMI-Sticks von TV-PeCee gestestet, die uns Pearl zur Verfügung gestellt hat: TV-PeCee MMS-854.wifi, TV-PeCeeMMS-874.Dual-Core und TV-PeCee MMS-844.quad. Außerdem haben wir uns für den Test von Getgoods.de Sogno Android Stick 4.1 Dual-Core und Rikomagic MK802 IVS kommen lassen. Dazu hat Pearl zwei Bluetooth-Tastaturen mitgeschickt: General Keys MFT-2402.TP und General Keys 3in1 Funk-Air-Maus. Getgoods schickte ebenfalls ein Wireless Mini Keyboard mit - die Tastaturen werden teilweise auch im Bundle verkauft.

Fangen wir direkt mit den mitgelieferten Tastaturen an, ohne die die Bedienung nicht nur vereinfacht, sonder überhaupt erst möglich ist - die eigentlich vorgesehene Eingabe per Touchscreen dürfte schließlich bei den meisten Fernsehern entfallen. Zumindest, wenn man keine Kabel-gebundenen Eingabegeräte verwenden möchte. Das ist bei fast allen ausprobierten Android-HDMI-Sticks ohne weitere Hilfsmittel eh nur bedingt möglich, da bis auf das Rikomagic-Modell alle anderen HDMI-Sticks nur einen USB-Port bieten, der im Test Maus und wahlweise auch eine normale Tastatur erkannte und verwenden ließ. Der Ricomagic-Stick bietet zusätzlich noch einen Mini-USB-Anschluss samt Adapterkabel auf normalen USB-Port, über das neben Maus auch eine Tastatur angeschlossen werden können - oder natürlich wahlweise auch externe Datenträger wie USB-Sticks oder Festplatten. Abhilfe für den Port-Engpass schaffte aber in fast allen Fällen ein USB-Hub - und zwar ein passiver, auch wenn in zahlreichen Foren zu lesen ist, dass nur aktive Hubs funktionieren. Lediglich der Single-Core-Stick von TV-PeCee wollte dann unsere verwendete optische Logitech-Maus nicht erkennen, die Tastatur war kein Problem.

Bluetooth-Tastaturen

Namenloses Produkt?! | (c) Hersteller

Namenloses Produkt?! | (c) Hersteller

Das Tastatur-Modell, das uns von Getgoods zur Verfügung gestellt wurde, überzeugte uns nicht, denn das Gerät ist genauso namen- wie nutzlos. Zwar fühlen sich im Test die einzelnen Tasten durch ihre Gummierung und die Konturierung gut an, und mit Zifferntasten und Funktionstasten bietet sie auch ein vollständiges Angebot. Allerdings ist der extrem in die Breite gezogene Formfaktor der Tastatur nicht sehr ergonomisch, und das kleine, viel zu tief liegende Touchpad ist kaum zu bedienen, da man ständig mit dem Daumen an den hohen Rand stößt und der Cursor dann verspringt. Positiv, zumindest für die sofortige Nutzbarkeit: Zwei AAA-Baterien liegen im Lieferumfang bei, außerdem ist der Bluetooth-Dongle im Gerät verstaubar.

GeneralKeys MFT-2402.TP | (c) Hersteller

GeneralKeys MFT-2402.TP | (c) Hersteller

Besser im Test macht es die MFT-2402.TP von General Keys. Sie ist zwar etwas schmaler, dafür aber höher. Die generelle Verarbeitung wirkt ausreichend hochwertig, auch wenn unsere Tastatur einen kleinen Produktionsfehler hatte, bei dem sich ein Zwischenrahmen ausbeulte. Insgesamt bietet sie noch einmal mehr Tasten, unter anderem auch Sonderfunktionen, mit denen man das entsprechende Gerät in den Schlafmodus schicken kann oder etwa eine schicke blaue Tastenbeleuchtung aktivieren kann. Die einzelnen Tasten fühlen sich zwar nicht ganz so gut an und knacken bei Betätigung unangenehm laut, dennoch kann man darauf akzeptabel Schreiben, weil die Ergonomie des Gerätes einfach besser als beiden anderen Produkten ist. Das betrifft vor allem auch das Touchpad, das nicht nur größer als bei dem zuvor genannten Vergleichsprodukt ist, sondern auch noch präziser reagiert. Ein weiterer Vorteil: Das Gerät verfügt über einen eingebauten Akku, der Dongle lässt sich ebenfalls im Inneren verstauen. Da da Fernbedienung erkennt, wenn sie längere Zeit nicht genutzt wird, versetzt sie sich selbständig in den Standby-Modus, um Strom zu sparen. Für knapp 30 Euro ist die kleine handliche Tastatur beinah ein Muss - auch wenn wir die HDMI-Sticks auch erfolgreich mit einem Logitech K400 getestet haben, das ebenfalls über ein großes Touchpad verfügt. Allerdings ist dieses oder ähnliche Keyboards wesentlich größer, aber natürlich auch komfortabler.

GeneralKeys Funk-Air-Maus | (c) Hersteller

GeneralKeys Funk-Air-Maus | (c) Hersteller

Einen anderen Weg schlägt die ebenfalls von General Keys stammende Funk-Air-Maus ein. Sie hat etwa die Maße einer normalen Fernbedienung und kann auf zwei Arten genutzt werden: Im Querformat hat man Zugriff auf eine in zwei Blöcke unterteilte Volltastatur, die wie die anderen beiden Fernbedienungen über Zifferntasten, Funktionstasten und auch Umlaute verfügt. Im Hochformat kann man den Maus-Cursor auf dem Bildschirm durch Bewegung der Fernbedienung lenken - ähnlich wie bei der Spielekonsole Nintedo Wii. Zum Schreiben erscheinen die Tasten allerdings zu weit auseinandergezogen, so dass der Komfort sinkt. Die Bewegung des Mauszeigers per Bewegung ist auch ohne Übung einfach zu bewerkstelligen und dabei sogar erstaunlich genau. Wii-Spieler haben hier vielleicht einen Vorteil, der Spaß kostet knapp 25 Euro. Im Test kam es aber nach einer gewissen Zeit vor, dass der Mauszeiger auch ohne Bewegung der Fernbedienung langsam nach unten wanderte. Ohne dieses Problem, das nicht immer auftrat, ist auch diese Eingabemethode zu empfehlen, allerdings sollte man drei AAA-Baterien oder am besten Akkus gleich mit bestellen.

Auf der folgenden Seite erfahrt ihr, wie man die Android-HDMI-Sticks an den Fernseher anschließt und installiert.

Themen: Android-Smartphones, Bluetooth, DLNA
Quelle: AM
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Kommentare
  1. 17.01.14 09:33 KriKro

    Ich benutze selbst an meinem Samsung LED TV einen Quad Core Android-Stick. Mein Fazit: Die paar Euro lohnen sich wirklich, die Bedienung ist schnell und es gibt starke Apps im Play Store. Mein TV war zwar vorher schon "smart", aber die Samsung Software ist m.E. kaum dazu geeignet wirklich flüssig im Netz zu surfen.

    -------

    http://www.android-sticks.de - Bestenlisten, Rankings, Tests von Android Sticks und Mini-PCs.

  2. 27.09.13 20:18 Danian3 (Newcomer)

    Hallo,
    ich habe hier den thread verfolgt und hoffe das ich hier ein wenig Klarheit bekomme.
    Ich interssiere mich ebenfalls für einen Stick oder Box womit ich mein TV als PC nutzen kann. In Verbindung mit meinem Bluray-Player habe ich zwar auf meinem TV Zugriff auf Video demand oder YouTube etc. , ich kann aber nicht browsen. Der BRplayer ist wlan an meine Arcorbox verbunden. (TV/BRplayer im Wohnzimmer Erdgeschoss und die Arcor Box A802 in der 1. Etage) Gibt ja einige Seiten im Internet wo man sich z.B. Sportereignisse live kostenlos anschauen kann.
    Jetzt habe ich die Box T-R42 (mit Bluetooth) bzw. K-R42 (ohne Bluetooth) gefunden.
    Muss erwähnen das ich jetzt nicht so der Technikfreak bin ;-)
    Ist das schauen dieser Sendungen hiermit möglich ? Benötigt man dazu den VLC Player ? Und wie bekommt man den dann auf die Box ?
    Überlegung ist halt die Box ans TV und diese Sendungen schauen....noch eine Air mouse oder Tastatur dabei und los gehts.
    Jetzt weiß ich halt auch nicht ob ich Bluetooth benötige ...wie schliesst man denn die Maus/Tastatur an die Box an ?
    Überlegung halt die Lieferzeit: K-R42 sofort verfügbar T-R42 bis zu 10 Tage
    Freue mich über input
    Gruß
    Dirk

  3. 28.08.13 01:03 TheHunter (Gast)

    Ich habe ne super Idee: Du bestellst noch einen, lässt deinen Kumpel gleich ein CR Flaschen und schickst ihn mir dann.

  4. 27.08.13 15:22 nohtz (Professional Handy Master)

    stefan
    seh ich auch so, aber es ist immer gut, so jemanden zu kennen :-D

  5. 27.08.13 15:09 Stefan Schomberg (Leitender Testredakteur)

    @nohtz
    Joa, geflasht geht da wohl einiges - allein schon das Abspielen von 1.080p. Aber das kann/will auch nicht jeder Nutzer, auch Smartphones werden sicherlich zum Großteil NICHT mit einem Custorom versehen ;)

    mfg

  6. 27.08.13 15:06 nohtz (Professional Handy Master)

    "also taugt der Stick mit dem Stock-Rom auch nciht mehr als die anderen?"
    -->kann ich dir absolut nicht sagen, kenne ja den originalzustand nicht
    (besagter freund spielt auch CRs auf sein nexus4, was ich eigentlich für unnötig erachte :-) )

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