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Kaufberatung: So findet ihr das richtige 200-Euro-Smartphone

Die unteren Preisklassen haben zwar nicht das Prestige der teuren Highend-Smartphones, verkaufen sich aber insgesamt besser als die Handy-Oberklasse. Günstig muss dabei nicht schlecht sein, denn im Bereich um 200 Euro gibt es mittlerweile wirklich gute und spannende Smartphones. Wir zeigen, worauf zu achten ist und welche Modelle empfehlenswert sind.

Was kann man von einem 200-Euro-Smartphone erwarten?

Kaufberatung 200-Euro-Smartphones | (c) Areamobile

200-Euro-Smartphones | (c) Areamobile

Für 200 Euro bekommt man kein iPhone 6, Galaxy S5 oder One M8, aber in vielen Fällen trotzdem ein alltagstaugliches Gerät. Auch wenn es sie kaum noch gibt, sollte man dringend darauf achten, kein neues Smartphone mit einem Single-Core-Prozessor zu kaufen, auch Dual-Core muss nicht unbedingt sein. Günstige Quad-Core-Chips wie der Snapdragon 400 treiben auch die Einsteiger- und Mittelklasse vernünftig an und bieten meist zumindest ausreichende Performance, wobei hier auch der Arbeitsspeicher, die Firmware und das Zusammenspiel aller Komponenten eine Rolle spielt. An einem ruckeligen, langsamen Smartphone hat aber kaum jemand lange Freude, so dass der Prozessor durchaus ein wichtiges Kriterium darstellt.

Knackpunkt Display

Ein Schwachpunkt günstiger Smartphones ist häufig das Display, das in Sachen Auflösung, Schärfe und allgemeiner Qualität oft nicht mit den Top-Modellen mithalten kann. Tatsächlich gibt es für 200 Euro nahezu keine Modelle mit Full-HD-Bildschirm, aber immerhin 720p-Displays sind einigermaßen häufig anzutreffen. Viele Hersteller werben mit IPS-Panels, die im allgemeinen für natürliche Farben und gute Blickwinkelstabilität stehen. Auch dabei gibt es aber große Unterschiede, und IPS muss nicht unbedingt heißen, dass das in der Praxis dann auch gut aussieht.

Bei den Display-Diagonalen haben die Kunden auch für 200 Euro die freie Wahl von 4 bis sogar 6 Zoll. In diesem Punkt muss man wissen, was man will. Bei mehr als 5 Zoll sollte es dann aber schon die HD-Auflösung von 720p sein, sonst leidet die Schärfe doch arg. Beim Display gilt ähnlich wie beim Material: Wenn irgend möglich, sollte man sich die in Frage kommenden Modelle im Laden einmal selbst anschauen, um einschätzen zu können, ob das Smartphone den eigenen Vorstellungen genügt.

Bei der restlichen Ausstattung gilt es zu bedenken, was man wirklich braucht. Mittlerweile gibt es einige günstige Smartphones mit LTE für schnelles mobiles Internet, dafür sind aber auch entsprechende Netzabdeckung und ein geeigneter Mobilfunkvertrag nötig. Da der interne Speicher der 200-Euro-Smartphones meist eher knapp bemessen ist, sollte ein Slot für eine Speicherkarte Pflicht sein. Wichtig ist zudem bei Android-Smartphones die Version des Betriebssystems - Lollipop-Handys sind in diese Klasse kaum zu finden, aber Kitkat darf es schon sein, vor allem deshalb, weil die Einsteiger-Geräte oft ohne weiteres großes Update auskommen müssen.

Checkliste für 200-Euro-Smartphones

  • Möglichst aktuelles Betriebssystem
  • Keinesfalls weniger als 4, besser 8 GB interner Speicher
  • Mindestens Dual-, besser Quad-Core-Prozessor
  • Speicherkarten-Slot
  • Hauptkamera mit mindestens 5 Megapixel
  • Display und Verarbeitung wenn möglich selbst im Laden prüfen
HTC Desire 510 Hands-on | (c) Areamobile

HTC Desire 510

Nokia Lumia 630 Unboxing | (c) Areamobile

Nokia Lumia 630 / 635

Wiko Highway Signs Unboxing | (c) Areamobile

Wiko Highway Signs | (c) Areamobile

 

Kurz vorgestellt: Drei empfehlenswerte Smartphones für unter 200 Euro

HTC Desire 510

Das HTC Desire 510 ist ein neues Modell der Mittelklasse-Baureihe von HTC, das zur IFA in Berlin zum ersten Mal gezeigt wurde. Das Desire 510 bringt einen ungewöhnlichen Prozessor mit, denn es wird von einem Qualcomm Snapdragon 410 angetrieben, der über 64-Bit-Technologie verfügt - sonst ein Feature von Top-Smartphones wie dem iPhone 6. Auch der schnelle Funkstandard LTE ist mit an Bord, der Akku mit einer Kapazität von 2.100 mAh verspricht lange Laufzeiten. Alle Specs des HTC Desire 510 findet ihr im Datenblatt in unserer Handy-Datenbank.

Lumia 635 von Microsoft

Die unteren Preisbereiche sind eine Stärke der Windows Phone von Microsoft. Das Nokia Lumia 635 mit LTE sowie dessen Schwestermodell Lumia 630 mit Dual-SIM kommen nicht nur im sehr schicken Design, sondern mit einer für diesen Preisbereich sehr schnellen und flüssigen Performance daher. Software-Extras wie das kostenlose Office-Paket und die ebenfalls kostenlose Offline-Navigation mit Here Maps sind praktisch, mit den entsprechenden Apps mittlerweile allerdings auch auf Android nutzbar, wenn auch nicht so gut in das OS integriert. Ein echter Pluspunkt gegenüber: Die Update-Garantie von 18 Monaten, gerechnet ab dem Zeitpunkt, ab dem der offizielle Verkauf des Modells endet. Das Lumia 635 (Datenblatt) kostet derzeit nur rund 140 Euro und ist damit ein echtes Schnäppchen.

Wiko Highway Signs

Der hierzulande noch immer eher unbekannte Hersteller Wiko hat mit dem Highway Signs ein Einsteiger-Smartphone im Angebot, das mit einem OCta-Core-Prozessor mit 1,4 GHz und 1 GB Arbeitsspeicher ausgestattet ist. Das ist ebenso selten in der 200-Euro-Klasse wie ein Display mit 720p-Auflösung und IPS-Panel. Android ist in der aktuellen Version 4.4 Kitkat installiert. Als zusätzliches Schmankerl verfügt das Wiko Highway Signs (Datenblatt) über einen zweiten SIM-Slot, ist also ein Dual-SIM-Smartphone.

Weitere Smartphones, die ohne Vertrag unter 200 Euro kosten und wir guten Gewissens empfehlen können, stellen wir euch in der folgenden Bildergalerie in aller Kürze vor.

Fazit

Es gibt durchaus gute und günstige Smartphones, wie unsere drei ausgewählten Modelle und unsere Marktübersicht von gleich zehn empfehlenswerten 200-Euro-Handys zeigen. Der alte Leitspruch "Wer billig kauft, kauft zweimal" muss also nicht zwingend stimmen. Wer bei der Modellauswahl auf die eigenen Ansprüche und die Eigenheiten des jeweiligen Gerätes achtet, findet zu diesem Preis zwar keinen iPhone-Killer, aber auf jeden Fall ein gutes und alltagstaugliches Smartphone.

Weitere Kaufratgeber zu Weihnachten 2014:

Areamobile Leserwahl 2014 | (c) Areamobile

Macht mit und stimmt für euer Lieblings-Smartphone und -Tablet bei der Areamobile-Leserwahl 2014 | (c) AM

Autor: Steffen Herget
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Kommentare
  1. 28.11.14 10:45 pixelflicker (GURU)

    @REhuus:
    Ah stimmt, die Bildergalerie hatte ich übersehen.

    Wenn es solche positiven Ausnahmen gibt, dann ist es doch genau die Aufgabe einer solchen Kaufberatung diese hervor zu heben, oder nicht? Gerade die Dinge, die der Normalnutzer nicht weiß, geben solchen Artikeln erst wirklichen Sinn. Selbiges gilt für die CPU. Wenn solche Dinge im Artikel nicht stehen, bringt mir der Artikel nicht viel. Die reinen technischen Daten kann ich auch im Datenblatt vergleichen.

  2. 28.11.14 08:19 Sannemann (Member)

    Unter 200 fällt mir sofort das moto g ein, gute Hardware und Software ist auch aktuell.

  3. 27.11.14 21:08 REhuus (Handy Profi)

    @chief

    Jein... Je nach Takt kann auch innerhalb der Prozessorfamilie ein Dualcore schneller als ein Quadcore sein. Es ist einfach unsinnig, nach der Anzahl der Kerne zu gehen. Und dass Jemand, der sich an der AM-Kaufberatung orientiert, sich noch über die Familienzugehörigkeit des SoC informiert und danach abwägt, halte ich doch für sehr sehr unwahrscheinlich...

    Was die neuen 14nm Chips angeht: die gibts bislang ja erst als Core M (5Y10, 5Y10a, 5Y70), die Atoms in 14nm kommen erst nächstes Jahr. Dass die Core M eh nie die Stückzahlen wie die Atom erreichen werden, liegt sicher am höheren Preis. Damit lässt sich einfach kein "billiges" Gerät mit bauen. Und ein Großteil der Kundschaft ist ja eh zu doof, um zu erkennen, dass der vermeintlich langsamere Dualcore viel schneller als der hochtaktende Atom-Quadcore ist. Und AM trägt sein übriges dazu bei ;)

    Von der Performance her sind die neuen leider eher ein Rückschritt zum bisherigen Haswell Y, da wird die Lücke zu den 'U'-Varianten größer. Aber mal sehen, was die Core-M an Akkulaufzeiten ermöglichen werden.

  4. 27.11.14 20:50 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @chief:"Und was hast du vor? [...]"
    >>REhuus' Aussage unterstreichen, dass die Kernanzahl einfach gar nichts sagt. Zumindest nicht wenn man den Rest des SoCs nicht kennt ... und am Ende bleiben einem nur synthetische Tests um zu prüfen. Einen Anhaltspunkt würden (von CPU genutzte) DIE-Fläche, Taktfrequenz und Strukturbreite geben, aber meistens fehlt ersteres.

    Dass die Aussage mit den Kernen nicht viel zählt zeigt sich sogar innerhalb der gleichen Serie (daher fiel mir auch sofort der S4 Dual ein, aber egal).
    goo.gl/k60QFN (S400 Dual)
    goo.gl/7zprtg (S400 Quad)

    Und vergleich mal selbst!

    "Intel bekommt ja irgendwie keine Fuß in die Tür. Da kann der 14nm SoC noch so super sein."
    >>Naja der Tabletmarkt wird ja derzeit mit Desktopwindows erobert würde ich sagen und ich denke, dass Intel auch bei Smartphones kurz- bis mittelfristig gut vertreten sein wird. Ich hab sogar die Befürchtung, dass Intel alles überrollt. Hoffen wir das beste.

  5. 27.11.14 20:32 chief (Professional Handy Master)

    @ibnam
    ">>Aber langsamer als ein S4 Dual ... die Kernanzahl ist als Indikator einfach nicht tauglich."

    Und was hast du vor? Ich schrieb explizit von dem gleichen Prozessor. Einmal als DC und einmal als QC. Auch schrieb ich, dass er recht hat, siehe Apples A7/A8.
    Intel bekommt ja irgendwie keine Fuß in die Tür. Da kann der 14nm SoC noch so super sein.

  6. 27.11.14 20:15 IchBinNichtAreamobile.de (Advanced Handy Master)

    @Chief:"Du hast sicherlich (teilweise) recht was diese Weisheit angeht. Siehe Apple A7/A8. Aber ein Snapdragon 400 in der Quadcore Ausführung, dürfte dann doch schneller/besser sein als ein S400 in der Dualcore Variante."
    >>Aber langsamer als ein S4 Dual ... die Kernanzahl ist als Indikator einfach nicht tauglich.

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