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Samsung Galaxy S6 Edge: Edge oder nicht Edge, das ist hier die Frage

Das Samsung Galaxy S6 Edge zieht die Blicke und Sehnsüchte auf sich, doch lohnt der Griff zum gegenüber dem normalen Galaxy S6 deutlich teureren Smartphone überhaupt? Areamobile-Redakteur Tobias Czullay hat das Galaxy S6 Edge eine Woche im Alltag eingesetzt und erklärt, warum es ihn nur bedingt überzeugt.

Samsung Galaxy S6 Edge Unboxing | (c) Areamobile

Samsung Galaxy S6 Edge | (c) Areamobile

Samsung ist stolz auf sein neues Flaggschiff-Duo, vor allem das Galaxy S6 Edge steht auf den Werbeplakaten stets in der ersten Reihe. Kein Wunder, denn schick sieht das Smartphone mit den an den zwei Längsseiten gebogenen Kanten ja auch aus. Bemerkbar macht sich der abflachende Bildschirm aber natürlich nicht nur beim Drauf-Schauen, sondern auch bei der Haptik des Geräts, denn der Metallrahmen mit seiner scharfen Diamantschliffkante ist an den Seiten deutlich schmaler als an den kurzen Enden. Trotz schneller Gewöhnung bleibt der Eindruck auch nach längerer Nutzung bestehen, dass das Galaxy S6 Edge nicht ganz so sicher in der Hand liegt wie sein Pendant mit dem flachen Bildschirm und dem dickeren Rahmen.

Samsung Galaxy S6 Edge | (c) Areamobile

Der Knick des Edge-Display ist recht klein | (c) Areamobile

War beim Galaxy Note Edge nur die rechte Längsseite des Bildschirms gebogen, ist dies beim Galaxy S6 Edge auf beiden Seiten der Fall. Das hat den Vorteil, dass auch Linkshänder bedenkenlos zugreifen dürfen, da sich die Seitenanzeige nach Belieben auf die rechte oder linke Wölbung legen lässt. Der kleineren Gerätegröße geschuldet fällt die Biegung aber deutlich kleiner aus als beim Phablet. Tatsächlich lässt sich bei genauem Hinschauen erkennen, dass das Panel nur sehr leicht geknickt ist und der Großteil der Ecke auf die Wölbung des Gorilla Glas entfällt. Auch zusätzlichen Platz gibt es dadurch nicht, die Display-Auflösung liegt wie beim Galaxy S6 bei insgesamt 2.560 x 1.440 Pixel - beim Galaxy Note Edge lieferte der eine Seitenbildschirm noch zusätzliche 2.560 x 160 Pixel.

Knicklicht

Entsprechend hält sich auch der Funktionsumfang der Ecken beim Galaxy S6 Edge in Grenzen, Banderolen für App-Verknüpfungen oder zusätzliche Tools wie ein Lineal gibt es hier nicht. Dafür springt bei der ersten Inbetriebnahme des Smartphones gleich eine Registermarkierung ins Auge, die auf Lock- und Homescreen am rechten oberen Bildschirmrand befestigt ist. Wird sie in die Mitte des Displays gewischt, klappt sich ein kleines Zusatz-Menü aus, über das fünf VIP-Kontakte bestimmt und jedem eine bestimmte Farbe zugewiesen werden kann. Die Kontakte können dann im Handumdrehen angerufen oder per Mail oder SMS benachrichtigt werden. Eine sinnvolle und schön aufgearbeitete Funktion, die allerdings auch auf einem gewöhnlichen Bildschirm problemlos hätte umgesetzt werden können.

Samsung Galaxy S6 Edge | (c) Areamobile

Eine kleine Registermarkierung am Rand deutet... | (c) Areamobile

Samsung Galaxy S6 Edge | (c) Areamobile

...das Menü mit VIP-Kontakten an | (c) Areamobile

 

Die den Kontakten zugewiesenen Farben spielen nicht nur bei der Übersicht, sondern auch bei eingehenden Anrufen eine Rolle: Liegt das Galaxy S6 Edge mit dem Bildschirm nach unten auf dem Tisch, dann leuchtet der festgelegte Seitenbildschirm in genau dieser Farbe. So nett die Idee des Seitenlichts auch sein mag, so selten wird man auch in ihren Genuss kommen. Das liegt zum einen daran, dass das Smartphone wohl von den meisten Nutzern in der Regel mit der Rückseite und nicht mit der Glasfront nach unten auf den Tisch gelegt wird - die abstehende Kamera des Galaxy S6 hat unter anderem den Vorteil, dass das Gerät so nämlich nicht direkt mit dem Glas aufliegt. Zum anderen leuchtet tatsächlich nur eine der zwei Seiten - ist sie vom Nutzer abgewandt, ist der Spaß also dahin. Weiterhin mussten wir feststellen, dass der gewünschte Effekt fast nur bei wenig Umgebungslicht zutragen kommt. Ist es hell, geht der leuchtende Streifen unter.

Samsung Galaxy S6 Edge | (c) Areamobile

Der Seitenbildschim leuchtet beim... | (c) Areamobile

Samsung Galaxy S6 Edge | (c) Areamobile

...Eingang eines Anrufs | (c) Areamobile

 

Das Smartphone als Wischmopp?

Eine weitere Funktion des Galaxy S6 Edge ist der Info-Stream. Er kommt ausschließlich bei einem gesperrten Gerät zum Einsatz und wird aktiviert, indem auf dem für die Anzeige befugten Seitenbildschirm der Längsseite entlang von rechts nach links oder umgekehrt gewischt wird. Dann werden auf der Ecke standardmäßig die Uhrzeit und Informationen zum Wetter eingeblendet, über eine leichte Wischbewegung nach oben oder unten können Informationen zu eingegangenen Benachrichtigungen sowie Nachrichten-Feeds eingeholt werden, die sich über ein Menü selbst bestimmen lassen.

Neben einigen vorgegebenen Nachrichtenquellen darf alternativ noch eine Leiste aus dem Galaxy-App-Store nachgerüstet werden, über die sich eigene Feeds bestimmen lassen. Auch das Info-Stream-Feature ist zwar eine gut gemeinte Idee, dürfte in der Praxis aber eher wenig Anwendung finden. Das Problem: Durch die Wischbewegung, die zum Aufrufen des Info-Streams nötig ist, wird natürlich auch das Smartphone hin und her geschoben, wenn es auf einem flachen Tisch aufliegt. Die Folge: Eine zweite Hand muss her, um das Gerät festzuhalten.

Samsung Galaxy S6 Edge | (c) Areamobile

Eine Wischbewegung von links nach rechts... | (c) Areamobile

Samsung Galaxy S6 Edge | (c) Areamobile

...aktiviert den Info-Stream | (c) Areamobile

 

Mit den VIP-Kontakten, dem Seitenlicht und dem Info-Stream hat sich der Funktionsumfang des Galaxy S6 Edge auch schon fast erschöpft, bei Bedarf kann in einem selbst zu definierenden Zeitfenster noch eine Nachtuhr auf der Kante eingeblendet werden. Die weiteren Vorzüge beschränken sich tatsächlich auf das äußere Erscheinungsbild des Smartphones. Im Alltags-Einsatz des Galaxy S6 Edge fiel uns aber noch ein weiterer Nachteil gegenüber dem flachen Display auf: Je nach Lichteinfall neigen die Wölbungen auch ein wenig zu Reflexionen, was sich insbesondere beim Lesen von Texten auf Dauer eher störend bemerkbar macht.

Samsung Galaxy S6 Edge | (c) Areamobile

Das Einstellungsmenü für den Seitenbildschirm | (c) Areamobile

Samsung Galaxy S6 Edge | (c) Areamobile

Die verfügbaren News-Feeds | (c) Areamobile

 

Fazit

Dass das Galaxy S6 Edge das innovativere der zwei Flaggschiffe ist, merkt man nicht nur am faszinierenden Design, sondern - so merkwürdig es auch klingen mag - auch daran, dass nicht alle neuen Features des Edge-Display reibungslos funktionieren. Das Edge ist ein groß dimensionierter Feldversuch, aus dem künftig neue und sicherlich bessere Ideen hervorgehen werden als die, die Samsung mit dem neuen Flaggschiff eingebracht hat. Die sind zwar alle "ganz nett", rechtfertigen aber nicht den Aufpreis eines Mittelklasse-Smartphones gegenüber dem normalen Galaxy S6. Am Ende dürfte vor allem das Design das ausschlaggebende Kaufkritierum sein.

Autor: Tobias Czullay
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Kommentare
  1. 04.04.15 20:28 Jackthehype (Advanced Member)

    man kann gewisse Szenen auch später drehen als es normal im Zeitplan geplant wurde, nur mal so nebenbei...

    Wenn man sich die verlinkten Links auch noch anschaut, würde ich auch sagen: 2k ist Schwachsinn. Die Hardware des S6 ist wirklich top, aber so viel Verlust durch eine zu hohe Auflösung würde mich stören (FullHD war damals auch schon grenzwertig). Das S6 Edge sieht also im Grunde besser aus, aber praktisch bleibt kaum Nutzen. Das war beim HTC M7 damals echt besser, Stereolautsprecher die Sinn machen.
    Aber gut an sich würde mir das Edge auch eher zusagen, das S6 wirkt optisch weiterhin langweilig aus meiner Sicht.

  2. 04.04.15 19:53 Pikachus (Handy Profi)

    und nochwas...
    die Dreharbeiten zu Fast and the Furious 7 endeten am 10.Juli 2014...
    das heisst das Galaxy S6 war schon fertig als das Galaxy S5 grad mal in den Verkauf ging?? o.O

  3. 04.04.15 19:03 Pikachus (Handy Profi)

    @chief
    ah okay naja hab mich nur gewundert weil damals als 96 Hours Taken 3 mit Liam Neeson 2014 rauskam hatte der eine russische Gangster ein HTC M9 und HTC stellte das Gerät erst 2015 vor das wunderte mich da auch schon quasi genau wie bei Fast and Furious 7 xD

  4. 04.04.15 16:15 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)

    @ chief:
    " Ich habe den Urheber schon in Frage gestellt. Warum du das ignorierst, erschließt sich mir nicht. "

    ==> Echt? Is' mir beim Lesen dieses Threads überhaupt nicht aufgefallen. Ich habe nur gesehen, daß Du die von @Echse in #17 verlinkte Seite http://weblogit.net in Frage gestellt hast. Sie ist jedoch nicht der Urheber der Testergebnisse, sondern lediglich der Überbringer der Nachricht. Und eben aus dem Grunde mein Vergleich zum Mittelalter … ;-)

  5. 04.04.15 13:45 chief (Gesperrt)

    Indem Samsung ihm eins zur Verfügung gestellt hat. Es kann ja durch den Film nicht verraten werden, da dessen Kinostart nach der offiziellen Präsentation war.

    Und schwupps, ist der Film am Puls der Zeit :D


    P.S. Auch in der letzten (04/15) Connect, gab es einen ausführlichen Bericht über das S6 und S6 Edge. Und das obwohl man es ein paar Tage vor veröffentlich der Zeitschrift vorgestellt hatte. Da kann ich mir auch nicht vorstellen, dass das mit dem Druckzeitpunkt hingehauen hat.

    Die durften es bestimmt im Vorfeld begutachten.

  6. 04.04.15 13:42 Pikachus (Handy Profi)

    ich muss grad mal was einwerfen..
    hat jemand von euch Fast and Furious 7 schon gesehn?
    wie dem auch sei der Film wurde gegen Ende 2013 angefangen zu drehen aber wie kann es sein das Dominic Toretto im Film mit einem Galaxy S6 telefoniert das erst vor kurzem vorgestellt wurde? ich meine das Gerät gibt es ja dann schon viel länger o.O

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