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Apple Watch und Android Wear im Vergleich: Das können die Smartwatch-Systeme

Ein doppelter Smartwatch-Vergleich: Die Apple Watch mit der LG Watch Urbane sowie Apples Watch OS 1.0 mit Googles Android Wear in der Version 5.1. Welches Smartwatch-System bietet mehr? Wie zeigen im Vergleich Unterschiede und Gemeinsamkeiten auf.

Apple Watch und LG Watch Urbane mit Android Wear im Vergleich

Apple Watch (rechts) und LG Watch Urbane im Vergleich | (c) AM

Apple Watch (rechts) und LG Watch Urbane im Vergleich | (c) AM

Edel, teuer und hervorragend präsentiert sich die erste Smartwatch aus dem Hause Apple - das war auch nicht anders zu erwarten. Je nach Größe, Materialwahl für Gehäuse und Armband kostet die Apple Watch zwischen 399 und 18.000 Euro. Schick und edel können aber auch die Smartwatch-Hersteller, die auf die Google-Plattform Android Wear setzen. Beispiel LG Watch Urbane, die gerade erst herausgekommen ist. Auch beim Funktionsumfang des seit einem Jahr erhältlichen Android Wear hat Google nach viel Kritik mittlerweile nachgebessert: Die LG Watch Urbane unterstützt ab Werk die neuen Funktionen von Android Wear Always-on-Apps und WLAN-Cloud-Synchronisierung, die der Plattformbetreiber im jüngsten Update bereitgestellt hat.

In welchen Funktionen unterscheiden sich das Watch OS der Apple Watch und Android Wear für Smartwatches von Herstellern wie LG, Motorola, Sony und Huawei? Und welche Smartwatch bzw. welches Smartwatch-System bietet zurzeit das bessere Gesamtpaket? Wir zeigen die Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Apple Watch und Android Wear am Beispiel der LG Watch Urbane auf.

Design und Hardware der Smartwatches

Der auffälligste Unterschied zwischen der Apple Watch und der LG Watch Urbane ist das Display: Das der Apple-Smartwatch ist viereckig, das der LG-Smartwatch rund. Die Anzeigefläche des Apple-Geräts ist in beiden Ausführungen der Computeruhr etwas größer als diejenige der LG Watch Urbane und auf dem Papier auch etwas schärfer. Beide Hersteller setzen für ihre Smartwatches im Vergleich auf die Display-Technologie P-OLED (Plastic Organic Light Emitting Diode), die die Display-Experten von DisplayMate als beste Wahl für Smartwatches bezeichnen. Wobei: Das Display der Apple Watch liefert LG Electronics. Die Oberfläche des Bildschirms der LG-Watch ist aus kratzfestem Gorilla Glass 3, Apple verwendet je nach Watch-Modell das am iPhone 6 eingesetzte Ion-X-Glas (Apple Watch Sport) oder das stärker reflektierende Saphirglas (Apple Watch und Apple Watch Edition).

Apple Watch | (c) Areamobile

Apple Watch mit Seitentaste und drehbarer digitaler Krone | (c) AM

Apple Watch | (c) Areamobile

Apple Watch mit Einschub für Armbänder | (c) AM

Apple Watch | (c) Areamobile

Pulsmesser der Apple Watch | (c) AM

 

Die Gehäuse der Apple Watch und der LG Watch Urbane sind nach Herstellerangaben jeweils gegen Eintreten von Wasser geschützt, solange die Geräte nicht länger als 30 Minuten und nicht tiefer als einen Meter untergetaucht werden. So können sie bedenkenlos beim Joggen im Regen getragen werden und müssen auch nicht beim Händewaschen abgenommen werden. Apple bietet für seine Smartwatch verschiedene Armbänder aus Gummi, Leder oder Metall an, die in einen seitlichen Schlitz am Gehäuse eingeschoben werden und teilweise magnetische Verschlüsse aufweisen. Die in Silber oder Gold erhältliche LG Watch Urbane wird mit Lederarmband ausgeliefert, an sie passen aber auch handelsübliche Uhrenarmbänder anderer Hersteller mit 22-Millimeter-Stiften - das schont den Geldbeutel, wenn man gerne ab und an das Armband wechselt. Schließlich liegen die Preise für Ersatzarmbänder für die Apple Watch zwischen 59 und 499 Euro.

LG Watch Urbane bietet mehr Leistung und längere Akku-Laufzeit

Unter der Haube bietet die LG Watch Urbane im Vergleich den stärkeren Prozessor (Qualcomm Snapdragon 400 mit 4 x 1,2 GHz), das größere Sensor-Repertoire (auch Barometer und Kompass) sowie den größeren drahtlos ladbaren Akku (410 mAh). Doch auch die LG-Watch, die wir noch nicht selbst getestet haben, muss wahrscheinlich so wie die Apple Watch (205 mAh) jeden Tag neu aufgeladen werden - mehr Akku-Laufzeit verspricht jedenfalls nicht mal der südkoreanische Hersteller der Android-Wear-Smartwatch. Ohne Always-on-Apps, so heißt es in ersten Testberichten aus USA, halte die LG Watch Urbane auch zwei Tage lang mit einer Stromladung durch.

LG Watch Urbane Hands-on MWC 2015 | (c) Areamobile

LG Watch Urbane mit rundem Display | (c) AM

LG Watch Urbane Hands-on MWC 2015 | (c) Areamobile

LG Watch Urbane: Pulsmesser | (c) AM

LG Watch Urbane Hands-on | (c) Areamobile

LG Watch Urbane von der Seite | (c) AM

 

Apple macht um den Antrieb der Apple Watch ein Geheimnis. Nach bisherigem Kenntnisstand handelt es sich bei dem Apple S1 genannten Chip um ein System on a Chip (SoC), sondern um ein System in a Package (SiP), das auch WLAN-Modul und Flash-Speicher enthält und mit einer Harzschicht versiegelt ist. Insider berichten, dass die Leistung des Apple S1 mit der des Chipsatzes im iPod Touch 5. Generation vergleichbar ist. Von den nominell 8 GB Speicherplatz auf der Apple Watch - das ist doppelt so viel wie auf der LG Watch Urbane - stehen dem Nutzer ab Werk knapp 6 GB zur Verfügung, davon bis zu 75 MB für Fotos und bis zu 2 GB für Musik.

Smartwatch-Vergleich
Apple Watch
LG Watch Urbane
Kaufpreis
zwischen 399 und 18.000 Euro
349 Euro
Smartphone-Kompatibilität
über Bluetooth mit iPhone (iPhone 5 oder neuer) mit iOS 8.2
Smartphones mit Android 4.3 oder neuerer Google-OS-Version
Gehäuse
Alu, Edelstahl oder Gold, wassergeschützt nach IPX7
Edelstahl, staub- und wassergeschützt nach IP67
Display
P-OLED mit 38 mm und 340 x 272 Pixel (290 PPI) oder mit 42 mm und 390 x 312 Pixel (302 PPI)
rundes 33-mm-P-OLED-Display mit 320 x 320 Pixel (245 PPI)
Leistung und Speicher
28-nm-Chip Apple S1 mit PowerVR-SGX543-GPU und 512 MB RAM sowie 8 GB Flash-Speicher (davon bis 2 GB für Musik, bis 75 MB für Fotos und bis 12 Kontakte)
Qualcomm Snapdragon 400 mit 4 x 1,2 GHz und 512 MB RAM sowie 4 GB Flash-Speicher
Daten-Schnittstellen
Bluetooth 4.0, NFC, 2,4-GHz-WLAN n
Bluetooth 4.1, WLAN
Sensoren
Umgebungslichtsensor, Lagesensor, Beschleunigungssensor, Pulsmesser
Umgebungslichtsensor, Lagesensor, Beschleunigungssensor, Kompass, Pulsmesser, Barometer
Akku
205 mAh für bis zu 18 Stunden Mischnutzung mit einer Stromladung;
drahtlos laden
410 mAh für einen Tag Mischnutzung mit einer Stromladung; drahtlos laden
Steuer-Elemente
Touchscreen mit Force Touch, digitale Krone, Seitentaste, Sprachassistent, Gesten
Touchscreen, Seitentaste, Sprachassistent, Gesten
Armbänder
Auswahl aus 38 Armbändern aus Gummi, Leder und Metall
mitgeliefertes Lederarmband oder handelsübliches 22-Millimeter-Armband

Verbindung zum Smartphone via Bluetooth oder WLAN

Beide Smartwatches unterstützen die Funk-Technologien Bluetooth zum Koppeln mit dem Smartphone oder einem Headset oder zum Öffnen des gebuchten Hotelzimmers sowie WLAN für die Verbindung mit dem Smartphone über das Netzwerk. So lassen sich beispielsweise auf den Smartwatches Mitteilungen empfangen oder die Sprachassistenten auch dann nutzen, wenn sich das Smartphone nicht in Bluetooth-Reichweite befindet - mit der Apple Watch, die über Mikrofon und Lautsprecher verfügt, kann auch telefoniert werden. Allerdings muss sich das iPhone im selben WLAN wie die Apple-Smartwatch befinden, damit beide Geräte kommunizieren.

Bei Android Wear in der neuesten Ausgabe 5.1.1 funktioniert dies auch, wenn die Computeruhr beispielsweise ins Büro-WLAN eingebucht ist und das Android-Smartphone eingeschaltet zu Hause liegt und dort über das Heimnetzwerk oder über die mobile Datenverbindung online ist. Voraussetzung für die WLAN-Synchronisierung ist jedoch, dass die Smartwatch über WLAN verfügt und die Funktion freigeschaltet wird. Neben der LG Watch Urbane, die als erste Smartwatch mit dem Android-Wear-Update ausgestattet ist, sollen bald auch die die Moto 360, die Sony Smartwatch 3 und aller Wahrscheinlichkeit nach die Huawei Watch WLAN-Unterstützung bieten. Außerdem gelingt der WLAN-Zugang auf der Smartwatch nur, wenn der jeweilige Hotspot bereits zuvor auf dem Smartphone für die Smartwatch eingerichtet wurde oder kein spezieller Login notwendig ist.

Integriertes GPS noch auf kaum einer Smartwatches anzutreffen

In der Apple Watch steckt außerdem noch ein NFC-Modul, durch das sich das Handgelenk-Gadget auch zum mobilen Bezahlen via Apple Pay eignet, sobald der Apple-eigene Payment-Service in Deutschland startet. Integriertes GPS bietet keine der beiden Smartwatches in unserem Vergleich: Es gibt aber eine andere Android-Wear-Smartwatch, die auch ohne gekoppeltes Smartphone eine genauere Standortmessung über das Satellitensignal durchführen und später die aufgezeichneten Daten mit dem Handy synchronisieren kann: die Sony Smartwatch 3.

Apple Watch und Android Wear im Vergleich: Die Bedienung

Die Apple Watch und Smartwatches mit Android Wear setzen ein per Bluetooth gekoppeltes Smartphone mit installierter Companion-App voraus, um ihr ganzes Potenzial auszuspielen - ohne sind sie wenig mehr als eine herkömmliche digitale Uhr und ein Schrittzähler. Die Apple Watch funktioniert nur in Verbindung mit dem iPhone 5, dem iPhone 5C, dem iPhone 5S, dem iPhone 6 und dem iPhone 6 Plus mit iOS 8.2 oder iOS 8.3 als Betriebssystemversion. Android-Wear-Smartwatches kommunizieren mit Android-Smartphones mit Android 4.3 Jelly Bean oder einer neueren Version des mobilen Betriebssystems von Google. Auf einem Android-Smartphone können Anwender auch mehrere Computeruhren mit Android Wear verwalten.

Sowohl auf der Apple Watch, als auch auf Android-Wear-Smartwatches wie der LG Watch Urbane aktiviert sich das Display, sobald der Träger den Arm hebt und solange diese Funktion in den Systemeinstellungen aktiviert ist - das ist bequem und funktioniert recht zuverlässig. Alternativ lässt sich die Display-Beleuchtung durch Drauftippen mit dem Finger einschalten. Der Bildschirm der Apple Watch leuchtet dann jeweils nur wenige Sekunden lang, damit der Akku nicht zu schnell ausgelaugt ist. Manche Android-Wear-Smartwatches wie die Sony Smartwatch 3 zeigen auf Wunsch das Ziffernblatt in einem reflektiven Modus, mit dem neuesten Update für Android Wear können auch Apps in reduzierter und damit stromsparender Darstellung angezeigt werden ("Always-on-Apps") - diese Option gibt es aber bislang nur für wenige Apps. Mit der neuesten Wear-Version ist es auch möglich, ohne Zuhilfenahme der zweiten Hand durch eine schnelle Drehbewegung mit dem Handgelenk durch den virtuellen Stapel an Benachrichtigungen und Mitteilungen zu scrollen.

Wischen, tippen, drücken oder sprechen

Bedient werden die Computeruhren durch Wischbewegungen oder Tippbestätigungen auf dem Touchscreen oder über Sprachbefehle. Dabei hören sowohl Apples Siri ("Hey, Siri"), als auch Googles Now ("Ok, Google") auf einen Startbefehl für die Sprachsteuerung. Auf Smartwatches mit Android Wear 5.1.1 werden die vom Smartphone übermittelten Benachrichtigungen durch Wischen vom unteren Bildschirmrand nach oben geöffnet, Wischen nach links oder längeres Drücken der Seitentaste der Smartwatch öffnet Listenübersichten über Apps und Tools sowie Favoriten-Kontakte. Wie bei Google Now auf dem Smartphone blendet Google Karten mit Informationen zu Wetter und Verkehrslage, Terminen, Sportergebnissen oder auch Bordkarten für den Flieger als QR-Code ein.

Apple Watch | (c) AM

Apple Watch: Homescreen | (c) AM

Apple Watch | (c) AM

Apple Watch: Ziffernblatt | (c) AM

Apple Watch | (c) AM

Apple Watch: Optionsmenü nach Force Touch | (c) AM

 

Apple Watch: Drehbare digitale Krone, Force Touch und Digital Touch

Das Update auf Version 5.1.1 hat den Bedienkomfort von Android Wear erhöht, vor allem weil User mit einem Tippen auf das Display gleich in die App-Übersicht gelangen, die zuvor in einem Untermenü versteckt war, und mit einem Wischen nach links zu häufig genutzten Kontakten. Das Bedienkonzept der Apple Watch ist jedoch insagesamt noch klarer und stimmiger. In der Ziffernblatt-Ansicht führt ein Tastendruck zum Homescreen, in dem wabenförmig alle installierten Apps angezeigt sind und von dort aufgerufen werden können. Benachrichtigungen öffnen sich auf der Apple Watch durch eine Wischgeste vom oberen Bildschirmrand nach unten, auch eingegangene Mitteilungen - etwa Mails aus Gmail - lassen sich durch die Wischgeste nach unten aufrufen. Vom unteren Display-Rand blenden sich vom Anwender ausgesuchte Apps und Dienste (die sogenannten "Checks") wie Wetter, Karten, Aktivität, Herzfrequenz und Twitter ein, die permanent Informationen anzeigen und zwischen denen der Nutzer durch seitliches Scrollen hin- und herwechseln kann.

Die Apple Watch hat zudem noch einige sinnvolle spezielle Steuerungselemente, die das Bedienen der smarten Uhr weiter vereinfachen, sobald die Nutzer ihre Funktionsweise verinnerlicht haben: Seitlich an der Apple-Smartwatch sitzen zwei Tasten, wobei die runde (digitale Krone) sich nicht nur drücken lässt, um beispielsweise im Menü zurückzugehen oder den Homescreen aufzurufen, sondern auch drehen, um zu scrollen oder in der Ansicht zu zoomen. Durch Druck auf die längliche Seitentaste öffnet sich ein Menü mit bis zu zwölf ausgewählten Kontakten, die die Nutzer anrufen oder per Mitteilung (iMessage oder SMS) oder per Digital Touch - das kann eine Kritzelei auf dem Display, ein Emoji oder eine Animation des eigenen Herzschlags sein - kontaktieren können. Fester Druck auf den Touchscreen öffnet in bestimmten Apps kontextbezogen ein Optionsmenü: So lässt sich beispielsweise im Musik-Player auswählen, ob auf dem iPhone oder auf der Watch gespeicherte Musik abgespielt werden soll, oder in der Karten-Anwendung eine Routenführung starten.

Apple Watch und Android Wear im Vergleich: Die Funktionen

Die Smartwatches fungieren in erster Linie als Informationszentrale: Uhrzeit und Datum, Termine, eingehende E-Mails, SMS-Mitteilungen und andere Nachrichten sowie Push-Benachrichtigungen von Smartphone-Apps zeigen sie am Handgelenk an. Gleichzeitig dienen sie als Messstation für Gesundheits- und Fitness-Daten, indem sie Standort, zurückgelegte Strecken und die dafür benötigte Zeit, Kalolerienverbrauch und Herzschlagfrequenz der Träger ermitteln. Drittens können bestimmte Smartphone-Apps auf ihnen direkt genutzt werden, etwa zur Navigation, zum Abspielen von Musik, zum Anzeigen von Fotos. Aktionen auf den Smartwatches zu initiieren ist nur begrenzt möglich.

Apps sind sowohl auf der Apple Watch, als auch auf Geräten mit Android Wear nicht eingenständige Anwendungen, sondern Erweiterungen der Apps auf dem Smartphone mit einem meist eingeschränkten Funktionsumfang, die Inhalte vom Smartphone auf die Uhren spiegeln. Die Anwender sollen auf der Smartwatch jeweils nur die wichtigsten Informationen sehen und wichtige, schnell zu erledigende Aktionen durchführen können. Installiert und ausgeführt werden die Smartwatch-Anwendungen in der Regel auf dem Smartphone und nur ihre angepassten Nutzeroberflächen werden auf dem Uhrendisplay angezeigt. Die Zahl der zur Auswahl stehenden Smartwatch-Apps für das Apple-Gerät ist größer als für die Android-Wear-Gadgets, aber das sagt nichts über deren Qualität und Bedienkomfort aus: Viele Apps sind noch nicht passend für die kleinen Uhren-Displays konzipiert und beispielsweise mit Funktionen überladen. Einen Browser für das mobile Internet gibt es weder für die Smartwatch von Apple noch von den Google-Partnern - das würde bei den kleinen Displays auch gar keinen Sinn machen.

Smartwatch-Funktionen
Apple Watch mit Watch OS 1.0
LG Watch Urbane mit Android Wear 5.1.1
Einstellungen
teilweise auf der Watch, teilweise in Watch-App auf iPhone
teilweise auf der Watch, teilweise in Android-Wear-App auf Smartphone
Ziffernblätter
10 vorinstallierte Ziffernblätter von Apple, die jeweils vom Nutzer verändert werden können
Auswahl aus über 1.000 Ziffernblättern von Google und Drittanbietern im Play Store;
eigene Ziffernblätter können per App selbst erstellt werden
Telefon-Funktion
Anrufe starten, annehmen, ablehnen oder halten und auf iPhone annehmen;
telefonieren über Lautsprecher und Mikrofon oder über Bluetooth-Headset
telefonieren nur am Smartphone, aber für Rückruf oder Anruf von ausgewählten Kontakten optional Nummer wählen über Dial Pad mit LG Call App auf der Smartwatch
Mobiles Internet
kein Browser
kein Browser
Messaging
E-Mail wie auf iPhone oder mit individuellen Einstellungen;
Nachrichten per iMessage oder SMS mit der Option, direkt zu antworten;
Digital Touch (Scribbles, Anstupsen, Herzschlag);
kürzere Chat-Mitteilungen aus Facebook oder WhatsApp nur über Benachrichtigungen lesen
E-Mail, Nachrichten wie SMS und Chat-Mitteilungen wie auf Smartphone und jeweils mit der Option, direkt zu antworten;
Emojis zeichnen und als Nachricht versenden
Notifications
per Ton, Vibrieren und Display-Anzeige;
Anzeige von Notifications von Apps wie auf iPhone, bei nativen Apple-Apps auch individuelle Einstellungen; Hinweise treffen nur ein, wenn das iPhone nicht aktiv genutzt wird
per Vibrieren und Display-Anzeige;
Anzeige von Notifications von Apps wie auf Smartphone;
Blockieren von Benachrichtigungen von einzelnen Apps möglich;
Hinweise treffen auch ein, wenn das Smartphone aktiv genutzt wird
Navigation
Turn-by-Turn mit Weghinweisen und Kartenansicht
Turn-by-Turn mit Weghinweisen
Remote-Funktionen
für iPhone-Kamera und -Musikplayer sowie für Apple TV; Klingelton auf iPhone auslösen
für Musikplayer; Klingelton auf Smartphone auslösen
Fitness-Tracking
misst Puls, Kalorienverbrauch, Schrittzahl, Strecke, Zeit und Stehzeiten in nativen Apps Aktivität und Workout und übermittelt Daten an Apple Health;
nutzt im Freien GPS des iPhone, bei Indoor-Aktivitäten den eigenen Beschleunigungssensor;
Einbindung von Fitness-Apps von Drittanbietern ohne GPS-Tracking möglich
misst Puls, Kalorienverbrauch, Schrittzahl, Strecke und Zeit und sammelt Daten in Google Fit;
Einbindung von Fitness-Apps von Drittanbietern mit GPS-Tracking möglich
Stromsparmodus
Gangreserve ab unter 10 Prozent Akkuladung (nur noch Uhrzeit- und Datumanzeige);
Pulsmesser für Trainings abschalten
nicht vorhanden
Funktionen ohne Smartphone-Kopplung
gespeicherte Musik hören und Fotos anzeigen; Wecker, Timer und Stoppuhr; Aufzeichnung von Aktivitäten und Trainings über Beschleunigungssensor; Pulsmessung; Siri über WLAN
gespeicherte Musik hören; Wecker, Timer und Stoppuhr; Benachrichtigungen via WLAN-Cloud-Sync; Aufzeichnung von Bewegungsdaten über Beschleunigungssensor; Pulsmessung
App-Auswahl
vorinstallierte Apps wie Telefon, Nachrichten, Mail, Kalender, Kontakte, Karten mit Navigation, Uhr, Passbook, Siri, Musik, Aktivität und Workout;
fast 4.000 Drittanbieter-Apps im App Store, die aber meist nur eingeschränkten Funktionsumfang haben
vorinstallierte Apps wie Nachrichten, Gmail, Google Maps, Google Now mit Infos zu Verkehrslage, Flügen, Wetterinfos u.a., Google Fit und Musik;
Always-on-Apps;
keine Angabe von Google zur Zahl der Drittanbieter-Apps im Android-Wear-Bereich des Play Store (geschätzt an die 150)
Datenschutz
automatische Display-Sperre bei abgenommener Smartwatch mit Datenlöschung nach zehnfacher Falscheingabe des Entsperr-Codes;
Abschalten des Aufzeichnens von Herzfrequenz und von Fitness- und Bewegungsdaten
automatische Display-Sperre bei abgenommener Smartwatch und Freigabe durch Entsperr-Code;
Abschalten der Aufzeichnung von Standortdaten

Apple reglementiert wie gewohnt die App-Nutzung stärker als Google: Ohne gekoppeltes iPhone funktionieren beispielsweise Watchkit-Apps von Drittanbietern gar nicht auf der Apple Watch. Beim Joggen nur mit der Watch und ohne iPhone muss so auf die Runtastic-App verzichtet werden, während die integrierte App Workout ihren Dienst verrichtet. Auch stehen auf der Apple Watch bislang nur zehn Ziffernblätter von Apple zur Auswahl, in deren Komplikationen zudem keine Informationen von Drittanbietern eingebunden werden können. Populäre Messaging-Apps wie Facebook Messenger oder WhatsApp gibt es für die Apple Watch bislang nicht, über die Benachrichtigungen auf der Smartwatch lassen sich aber zumindest kürzere, neu eingegangene Chat-Mitteilungen lesen, wenn auch nicht ganz aufrufen oder gleich beantworten. Notifications werden nur dann an die Apple Watch weitergeleitet, wenn bei Mitteilungseingang das iPhone gerade nicht genutzt wird. Die drei Digital-Touch-Optionen Scribble, Anstupsen und Herzschlag-Animation funktionieren zudem nur unter zwei Apple-Watch-Trägern.

Allerdings bietet die Apple Watch derzeit auch etwas mehr Funktionen als die Smartwatches mit Android Wear: Man kann mit ihr telefonieren, weil sie über Mikrofon und Lautsprecher verfügt, sie zeigt Benachrichtigungen auf Wunsch auch mit Ton an, sie stellt Routenführungen auf einer Karte dar, sie steuert bei Bedarf die iPhone-Kamera und sie bietet theoretisch weitergehende Datenschutz-Funktionen bis hin zur Löschung, wenn ein Fremder zehn Mal das falsche Passwort eingibt - allerdings lässt ein Fehler hier noch eine Hintertür offen.

Apple Watch und Android Wear im Vergleich: Das Fazit

Welche Smartwatch stellt das bessere Gesamtpaket dar? Die teurere Apple Watch bietet insgesamt keine bessere Hardware als die LG Watch Urbane, hebt sich dafür aber durch spezielle Steuerelemente und ein stimmigeres Bedienkonzept ab, die im Zusammenspiel für größeren Bedienkomfort sorgen. Außerdem ist ihr Funktionsumfang derzeit größer als auf den Android-Wear-Watches, von denen nur die LG Watch Urbane ab Werk mit der neuesten Betriebssystemversion ausgeliefert wird. Mit der neuen OS-Version, die beispielsweise Always-on-Apps und WLAN-Synchronisation mitbringt, bessert Google Software-seitig kräftig nach und vereinfacht die Bedienung der Geräte seinerseits. Nutzer von Android Wear haben zudem mehr Freiheit und Auswahl bei Ziffernblättern und bald sicherlich auch bei Apps. Das letzte Wort ist hier ohnehin noch nicht gesprochen: Sowohl Google, als auch Apple arbeiten bereits an neuen Software-Updates für ihre Smartwatches mit neuen Funktionen.

Die Wahl für oder wider ein Smartwatch-System werden die meisten User jedoch anhand der Größe ihres Geldbeutels und ihres bereits vorhandenen Smartphones treffen, denn ohne gekoppeltes Smartphone sind die Smartwatches kaum noch smart. Android-Wear-Smartwatches setzen ein Android-Smartphone voraus, die Apple Watch ein iPhone. Ein (kostspieliger und umständlicher) Systemwechsel aufgrund einer neuen Smartwatch dürfte die Ausnahme sein. Obwohl: Bei den Preisen, die für die Apple Watch Edition in Gold fällig werden, ist der Kaufpreis für das iPhone aber auch fast schon vernachlässigbar.

Welches Smartwatch-Angebot überzeugt euch mehr? Und sind euch noch weitere Unterschiede aufgefallen? Vielen Dank für eure Kommentare!

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Kommentare
  1. 23.05.15 23:17 olivermu (Newcomer)

    Also ich finde die Apple Watch durchaus gut, aber die ist einfach so extrem teuer, das ich mir die nicht leisten kann. Muss auf mein Budget achten.

  2. 21.05.15 16:42 DerHelmut (Youngster)
    Telefon-Funktion...

    Na, wenigstens hat die Apple Watch eine Telefon-Funktion... Es ist mir nach wie vor unbegreiflich, dass es immer noch keine vernünftige Android-Uhr gibt, mit der man auch telefonieren kann, ausser meiner China-Uhr für 60€ mit leider nur sehr begrenzten Funktionen oder dem Samsung-Ding. Aber ich bin zufrieden mit meinem Wiko Slide und möchte nicht wechseln...

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