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Apple A9: Das kann der Prozessor im iPhone 6S

Das neue iPhone 6S ist da – alles wird besser und vor allem schneller, das war aber auch zu erwarten. Neben neuen Features wie 3D Touch hat Apple erwartungsgemäß auch einen stärkeren Prozessor in das neue iPhone eingebaut. Der neue Apple-A9-Chip soll 70 Prozent schneller als der Vorgänger sein – und was noch? Wir versuchen eine Einordnung.

Apple-A9-Prozessor im iPhone 6S | (c) Apple / AM

Apple-A9-Prozessor im iPhone 6S | (c) Apple / AM

Im iPhone 6 steckt der Apple A8, im Nachfolgemodell iPhone 6S nun der neue Apple A9. Informationen gibt der Hersteller wie immer zum neuen Chip kaum preis - nur gerade so viel, dass jeder Interessent gespannt darauf ist. Dann werden solche Aussagen wie "die CPU ist 70 Prozent schneller" und "die GPU ist bis zu 90 Prozent schneller als beim Vorgänger" losgelassen, die aber für sich genommen überhaupt keine Aussagekraft haben. Denn dafür muss man wissen, was der Vorgängerchip überhaupt leistet. Versuchen wir es zur Einordnung also einmal mit dem Vergleich von Benchmark-Ergebnissen.

Theorie und Praxis

Das iPhone 6 schaffte im GFXBench mit seinem Apple-A8-Prozessor knapp 43 FPS. Ein guter Wert, der aber von den Topgeräten der Konkurrenz wie dem LG G Flex 2 (Snapdragon 810) mit 49 FPS und vom Samsung Galaxy S6 (Exynos 7420) mit 57 FPS übertroffen wird. Ähnlich sieht es bei anderen Benchmarks aus, lediglich bei Geekbench in der Single-Core-Messung kann sich das iPhone mit 2.880 Punkten von G Flex 2 (1.157 Punkte) und Galaxy S6 (1.490 Punkte) deutlich absetzen. Bei der Multi-Core-Messung verliert der Apple A8 aber genauso deutlich, wie er in der Single-Core-Messung gewinnt. Multipliziert man nun die aktuellen Ergebnisse mit 80 Prozent (Mittelwert aus dem versprochenen Plus von 90 Prozent für GPU und 70 Prozent für CPU) wird schnell und wenig überraschend klar, dass der kommende Apple A9 besser als die aktuellen Topprodukte der Konkurrenz ist.

Apple-A9-Prozessor im iPhone 6S | (c) Apple / AM

Apples Leistungsangaben zum A9 im iPhone 6S | (c) Apple / AM

Allerdings muss man diese Hochrechnung mit Vorsicht genießen. Denn einerseits kann man die versprochene Mehrleistung natürlich im Alltag nicht einfach so für Benchmarks hochrechnen, außerdem ergibt sich bei dieser Methode gleich ein ganz anderes Bild, wenn man nicht Benchmarks, sondern schiere Rechenpower vergleicht. Nach Auskunft der Website kyokojap schaffte die GPU des Apple A8 (PowerVR GX6450 MP4) etwa 137 bis 153 Gigaflops pro Sekunde, im Durchschnitt also 145 Gflops. Multipliziert man diese Zahl nun mit 90 Prozent, so kommt man auf 275 Gigaflops und erreicht damit nicht einmal das Niveau der Adreno 430, die Qualcomm in seinem aktuellen Snapdragon 810 verwendet. Das lässt die groß klingende Zahl "plus 90 Prozent" gleich ganz anders erscheinen, zumal der Snapdragon 810 inzwischen aus technischer Sicht schon fast alt ist.

Apple A9 im theoretischen Leistungsvergleich | (c) areamobile

Apple A9 im theoretischen Leistungsvergleich | (c) Areamobile

Die Frage lautet also, welche technischen Änderungen noch kommen und wie sich das dann im Alltag bemerkbar macht. Setzt Apple doch endlich auf Quad-Core? Oder hat das neue iPhone endlich 2 GB RAM? Das könnte sich schließlich alles auf die Leistung des Gerätes auswirken.

Stromverbrauch

Technische Daten nennt Apple aber wie immer nicht - wohl aus Absicht, denn dem Laien lässt sich nur schwer erklären, warum zwei CPU-Kerne besser sein sollen als vier oder acht wie bei der Konkurrenz. Interessant wären auch Angaben zum Fertigungsprozess, denn der Akku ist wohl im Vergleich zum Vorgänger kleiner geworden. Um das auszugleichen, braucht es einen sparsameren Prozessor. Der neue A9 wird vermutlich als FinFET produziert und ist entsprechend leistungsfähiger und bietet weniger Leckströme, also auch einen besseren Stromverbrauch. Außerdem spart man so Platz. Unbekannt ist bisher hingegen, ob zur Herstellung Samsungs 14 Nanometer oder der 16-Nanometer-Prozess von TSMC verwendet werden. Auch das wirkt sich auf den Stromverbrauch aus. Stattdessen erklärt Apple nur, dass für bessere Energieeffizienz der Coprozessor M9 dabei ist. Im Gegensatz zum Vorgänger nimmt der aber jetzt nicht mehr nur Fitness- und Bewegungsdaten auf, sondern sorgt auch dafür, dass Siri nun endlich per Sprachbefehl aktiviert werden kann. Das frisst aber auch wieder Strom und es bleibt abzuwarten, ob der neue Chip die neuen Funktionen und den daraus resultierenden höheren Stromverbrauch durch bessere Technologie wieder ausgleichen kann.

Fazit

Technische Einzelheiten zum Prozessor mögen zwar interessant sein, wichtig ist aber, was als Endergebnis rum kommt. Und das wird wie immer bei Apple sehr gut sein - obwohl die Technik auf den ersten Blick kaum konkurrenzfähig ist. Denn Marketing hin oder her: Leistung hatten die iPhones bislang immer mehr als genug.

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