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Smartphone bis 300 Euro: Die Empfehlungen der Areamobile-Redaktion

Wer sich ein neue Smartphone ohne einen Mobilfunkvertrag kaufen möchte, der schaut oftmals ganz genau auf den Preis. Nicht jeder will oder kann sich dabei ein Galaxy S6, ein Xperia Z5 oder gar ein iPhone leisten, sucht aber trotzdem das beste Gerät für wenig Geld. Wir haben die Grenze bei 300 Euro gesetzt und stellen euch einige Vertreter vor.

Die Empfehlungen der Redaktion | (c) Areamobile

Die Empfehlungen der Redaktion | (c) Areamobile

2015 ist das Jahr der Gegensätze: Nie zuvor haben Hersteller ihre Top-Smartphones so teuer verkauft, während es gleichzeitig noch nie so gute Technik für vergleichsweise wenig Geld gab. Wir stellen euch nach einer kurzen Checkliste drei ausgewählte Smartphones vor, die wir als guten Querschnitt durch das Angebot von Geräten bis zu einem Preis von 300 Euro erachten und die aufzeigen, dass ein Smartphone von heute schon fast gar nicht mehr kosten muss.

Worauf beim Kauf eines Smartphones bis 300 Euro zu achten ist

Die Frage nach der Ausstattung ist gar nicht so leicht zu beantworten, schließlich umfasst der Preisrahmen auch Geräte, die eben auch deutlich günstiger zu haben sind. Wer sich allerdings die 300-Euro-Grenze gesetzt hat und diese auch ausreizen möchte, dem empfehlen wir, auf folgende Dinge zu achten:

  • Bildschirme bis 5 Zoll sollten mit 720p auflösen, bei größeren Displays darf es Full-HD sein.
  • Mehr Prozessorkerne sind nicht zwangsläufig besser als wenige, ein Quad-Core-Prozessor sollte es aber heute schon sein. Auch 64-Bit sollte er unterstützen, so wie Snapdragon 410, 615 oder 810.
  • 8 GB Speicherplatz sind nicht mehr zukunftssicher, auch nicht, wenn das Gerät einen microSD-Slot hat. 16 GB sollten es schon sein, damit es bei der Installation von Apps nicht zu Engpässen kommt.
  • Auf die Betriebssystemversion achten! Wo noch nicht Android in der Lollipop- oder gar der Marshmallow-Version vorinstalliert ist, sollte mindestens bereits ein Update verfügbar oder zumindest angekündigt sein.
  • LTE zählt mittlerweile in jeder Preisklasse zum Standard.
  • Zusatzfeatures wie drahtloses Laden über Qi, Fingerabdrucksensor, Infrarotsender, Pulsmesser oder (gute) Stereo-Lautsprecher sind meist höherpreisigen Smartphones vorbehalten, die Ansprüche sollten entsprechend heruntergefahren werden.

Die Mittelklasse: Motorola Moto G (2015)

Das Motorola Moto G ist wohl der Klassiker unter den Preis-Leistungs-Krachern. Vor zwei Jahren feierte der Hersteller mit der Erstauflage seine fulminante und äußerst erfolgreiche Rückkehr ins internationale Geschäft mit Smartphones. Ganz ohne Ecken und Kanten kam aber auch das Moto G - das durch den Preis von seinerzeit unschlagbaren 169 Euro für Aufsehen sorgte - nicht daher. Vor allem der kleine und nicht erweiterbare Speicher ist ein großes Manko. Mit der zweiten und der aktuellen dritten Generation hat Motorola diesen Engpass zumindest halbwegs ausgemerzt, immerhin kann in das Smartphone nun standardmäßig eine microSD-Karte eingesetzt werden.

Statt auf Einheitlichkeit zu setzen, bringt der Hersteller in diesem Jahr zwei Modelle des Moto G (2015) heraus, eine davon mit mickrigen 8 GB Speicherplatz sowie einem nach heutigen Maßstäben zu kleinen Arbeitsspeicher von nur 1 GB, die zweite mit 16 GB Speicher und 2 GB RAM. Davon abgesehen bringen sie beide dieselbe Hardware und dieselben Vor- und Nachteile mit. So ist das aktuelle Moto G gegen Spritzwasser geschützt und liegt dank einer - abnehmbaren und austauschbaren - Rückseite mit Struktur gut in der Hand, liefert ab Werk LTE und alle anderen gängigen Funkstandards, jedoch wiegt der Einsatz eher betagter Komponenten aus der unteren Mittelklasse schwer. Wie im Einsteiger-Smartphone Moto E (2. Generation) ist ein Snapdragon 410 verbaut, die 720p-Auflösung des noch immer 5 Zoll großen Bildschirms ist nicht mehr ganz zeitgemäß.

Die Moto-Serie zeichnet sich seit ihrem Start im Jahr 2013 durch ihre - gemessen am technischen Unterbau - solide Performance im Alltagseinsatz aus, was auch der vom Hersteller nicht weiter angepassten und von Bloatware befreiten Android-Oberfläche geschuldet ist. Sie gewährt aber nicht nur gute Leistung, sondern in der Theorie auch schnelle Updates auf die jeweils neueste Version des Betriebssystems. Die Realität sieht aber leider ein wenig anders aus. Andere Hersteller liefern mittlerweile Updates schneller und zuverlässiger. Wann Android 6.0 Marshmallow für die aktuellen Geräte wie das Moto G (2015) erscheint, ist derzeit noch nicht bekannt.

Die Moto-G-Smartphones aus den Vorjahren zeigten sich durch die schon recht niedrig angesetzten Herstellerempfehlungen sehr preisstabil, bei der dritten Generation ist das recht ähnlich. Das Modell mit 1 GB Speicher ist derzeit mit 199 Euro bei Saturn und Media Markt am günstigsten und damit etwa 30 Euro günstiger als zum Marktstart vor vier Monaten. Das Moto G (2015) mit 2 GB Speicher gibt es derzeit nur über den Moto Maker des Herstellers und kostet dort 259 Euro. Das Moto G war vor zwei Jahren eine kleine Revolution, heute ist es nicht mehr - aber auch nicht weniger - als ein weiteres Mittelklasse-Smartphone mit Mittelklasse-Ausstattung. Das bessere Preis-Leistungs-Verhältnis liefern mittlerweile andere.

Die Metallklasse: Huawei Honor 7

Das Honor 7 ist wahrlich ein Phänomen. Das zunächst nur in China gestartete Smartphone wurde einige Monate später auch für den europäischen Marktstart angekündigt, behielt anders als viele andere Geräte aus dem fernen Osten aber auch sein kleines Preisschild bei. Nur 350 Euro kostet das Honor 7 regulär, bei den regelmäßigen Verkaufsaktionen über den Online-Shop des Herstellers gibt es das Gerät aber auch für 50 Euro weniger. Erstaunlich ist am Smartphone der Huawei-Marke, dass man ihm seinen kleinen Preis kaum ansieht: Das Gehäuse aus Metall ist hervorragend verarbeitet und sogar mit Details wie einer Diamantschliffkante versehen. Auch einen Fingerabdrucksensor, wie er im Honor 7 verbaut ist, sieht man in dieser Preisklasse noch sehr selten.

Doch auch der technische Unterbau kann verzücken, denn der entspricht weitestgehend dem noch immer teureren und älteren P8 vom selben Hersteller. Für die Prozessorleistung vertrauen die Chinesen auf den hauseigenen Kirin 935 mit acht Kernen und 3 GB Arbeitsspeicher, der interne Speicher ist zwar nur 16 GB groß, kann aber bei Bedarf per microSD-Karte erweitert werden. Hier müssen sich Kunden aber entscheiden: Entweder sie stecken eine Speicherkarte ins Honor 7 oder eine zweite SIM-Karte. Der Bildschirm misst 5,2 Zoll und stellt Full-HD dar, die Kamera schießt Fotos mit 20 Megapixel und verfügt über einen Dual-LED-Blitz. In unserem Test gefielen uns das gute Display und die gute Performance im Alltag. Für verbesserungswürdig erachten wir den mit 3.000 mAh zwar recht üppig bemessenen, aber enttäuschend kurzatmigen Akku.

Besser muss auch die Versorgung mit Updates durch den Hersteller werden, der sich bislang nicht mit Ruhm bekleckerte - selbst teure Highend-Smartphones kommen erst viel zu spät oder zu früh gar nicht mehr in den Genuss einer neuen Android-Version. Für das Honor 7 hat Huawei bereits ein Update auf Android 6.0 Marshmallow angekündigt, im kommenden Jahr soll es ausgeliefert werden.

LG G Flex 2

Ein eher unfreiwilliger Kandidat in dieser Aufführung ist das G Flex 2 von LG. Im April war das Smartphone mit dem leicht gebogenem 5,5 Zoll großem Full-HD-Display zum Preis von 649 Euro in den deutschen Handel gestartet, mittlerweile ist es für fast schon makabre 400 Euro weniger zu bekommen (u.a. bei Cyberport für 249 Euro). Und dabei liefert das krumme Smartphone aktuelle Technik auf Highend-Niveau, darunter den Octa-Core-Prozessor Snapdragon 810 von Qualcomm. Dazu gibt es 2 GB Arbeitsspeicher und 16 GB erweiterbaren Festspeicher, Funkmodule für LTE Cat-6, WLAN ac, NFC und Bluetooth 4.1 sowie eine 13-Megapixel-Kamera, die neben einem LED-Blitz auch einen Laser-Autofokus und einen optischen Bildstabilisator spendiert bekommen hat. Der Akku mit einer Kapazität von 3.000 mAh ist fest eingebaut und lieferte in unserem Test eine durchaus respektable Leistung ab.

Zwar ist das G Flex 2 rein nach Datenblatt der unangefochtene Preis-Leistungs-Sieger in dieser Aufzählung, allerdings ist auch beim LG-Smartphone nicht alles Gold, was glänzt. So ist der Snapdragon 810 zwar durchaus leistungsstark, hat aber eben auch seine Tücken. Bei anspruchsvolleren Aufgaben kommt der Chipsatz nämlich buchstäblich in Wallung und greift als Gegenmaßnahme zur Performance-Drossel. Der Plastikrückseite ist geschuldet, dass die Hitzeentwicklung nicht so unangenehm auffällt wie beispielsweise bei Geräten aus Metall oder Glas.

In Sachen Updates steht dem G Flex 2 eine ungewisse Zukunft bevor. Zwar lieferte LG das Update auf Android 5.1 Lollipop recht zeitnah zum Release durch Google aus, es steht aber zu befürchten, dass der stark gesunkene Verkaufspreis auch das Vertrauen von LG in das G Flex 2 gemindert hat - das erste G Flex wurde ebenfalls recht stiefmütterlich behandelt. Ob Android 6.0 Marshmallow überhaupt für das krumme Smartphone erscheinen wird, ist derzeit nicht bekannt.


Moto G (2015)
Honor 7
LG G Flex 2
Bildschirm
5 Zoll, 1.280 x 720 Pixel
5,2 Zoll, 1.920 x 1.080 Pixel
5,5 Zoll, 1.920 x 1.080 Pixel
Chipsatz
Snapdragon 410 Quad-Core 64-Bit, 1 GB/2 GB RAM
Kirin 935 Octa-Core 64-Bit, 3 GB RAM
Snapdragon 810 Octa-Core 64-Bit, 2 GB RAM
Speicherplatz
8 GB/16 GB + microSD
16 GB + microSD
16 GB + microSD
Funkstandards
WLAN n, LTE Cat-4, Bluetooth 4.0
WLAN ac, LTE Cat-6, Bluetooth 4.1
WLAN ac, LTE Cat-6, Bluetooth 4.1
Kamera
13 MP, 5 MP
20 MP, 8 MP
13 MP, 2 MP
Betriebssystem Android 5.1 Lollipop Android 5.0 Lollipop Android 5.1 Lollipop
Besonderheiten Gegen Staub und Spritzwasser geschützt (IPX7), Moto Maker, Stereo-Lautsprecher
Metallgehäuse, Fingerabdrucksensor, Dual-SIM (Hybrid)
Gebogenes Display, Laser-Autofokus, optischer Bildstabilisator

Die emfpohlenen 300-Euro-Smartphones im Areamobile-Test

Fazit

Mit Moto G, Honor 7 und G Flex 2 gibt es derzeit äußerst unterschiedliche Smartphones zu ähnlichen Preisen zu kaufen. Das Moto G ist bei Anmutung und Ausstattung ein schnörkelloses Smartphone aus der Mittelklasse, mit dem Käufer - sofern sie sich für das 16-GB-Modell entscheiden - kaum etwas falsch machen können. Das Honor 7 ist Huaweis Versuch, seine Honor-Marke über ein niedrig bepreistes Smartphone mit guter Ausstattung und schickem Gehäuse in Europa zu etablieren - mit dem Ergebnis, dass wir es nun tatsächlich mit einem richtig guten Smartphone zu tun haben. Der starke Preisverfall des G Flex 2 ist zwar für LG eine Tragödie, birgt aber für Kunden den Vorteil, dass sie mit die beste Hardware erhalten, die man derzeit kaufen kann und die in anderen Geräten noch zum doppelten Preis über die Ladentheke wandert. Noch dazu ist der gebogene Bildschirm des Smartphones ein markantes, wenn auch nicht ausschlaggebendes Extra.

Weitere Smartphones bis 300 Euro im Überblick

Autor: Tobias Czullay
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