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Cyanogen OS: Die Smartphones mit dem besseren Android

Hierzulande sind Smartphones mit Cyanogen-Betriebssystem noch eher in der Nische vorzufinden, doch langsam aber sicher bahnen sich die Geräte auch ihren Weg nach Europa. Wir decken auf, worin die Vorteile von Cyanogen OS liegen und welche Smartphones ohne Umwege in Deutschland gekauft werden können.

Cyanogen OS | (c) Areamobile

Cyanogen OS | (c) Areamobile

Vor allem in den von Smartphone-Herstellern hart umkämpften Schwellenländern erfreuen sich Geräte mit dem alternativen Android-Betriebssystem Cyanogen OS wachsender Beliebtheit - in Deutschland sieht es hingegen noch sehr mau aus. Wer hierzulande in den Genuss des Betriebssystems und all seiner Vorzüge kommen möchte, der greift daher zumeist zum kostenlos erhältlichen Custom-ROM CyanogenMod, muss dieses aber selbst installieren und gewisse Risiken dabei tragen. Doch muss das eigentlich noch sein?

Die Vorzüge von Cyanogen

Die erste Version von CyanogenMod erschien im Jahr 2009 für das HTC Dream und bildet seither eine interessante Alternative für all jene Smartphone-Nutzer, die weder mit dem Funktionsumfang, noch den Sicherheitsmaßnahmen von Googles Android zufrieden sind. CyanogenMod ist ein Custom-ROM, also eine Abwandlung von Android, die erst über den Root-Zugriff auf einem Smartphone oder Tablet installiert werden kann und das Betriebssystem im Auslieferungszustand ersetzt. Wie Android selbst steht auch der Quellcode von CyanogenMod zur freien Anpassung durch Hobby-Programmierer zur Verfügung, anders als das vor rund zwei Jahren eingeführte Cyanogen OS. Wo CyanogenMod als sogenannte After-Market-Software verteilt wird und das auf den Smartphones vorinstallierte Betriebssystem ersetzt, da ist Cyanogen OS als kommerziell vertriebenes Betriebssystem ab Werk auf den Geräten vorinstalliert - ohne Root-Zugriff, dafür aber unter Umständen mit einigen Apps der Partner des Unternehmens.

Cyanogen OS | (c) Areamobile

Der Themen-Shop für Cyanogen OS | (c) Areamobile

Cyanogen OS | (c) Areamobile

Erweiterte Homescreen-Einstellungen | (c) Areamobile

Cyanogen OS | (c) Areamobile

Ein Systemprofil | (c) Areamobile

 

Obwohl sich Cyanogen OS - wie auch CyanogenMod - optisch recht stark an dem Vorbild Android orientiert, bietet das angepasste Betriebssystem einige Vorteile gegenüber dem von Google. Vor allem in Sachen Sicherheit und Datenschutz gibt es Vorzüge, so beispielsweise die Möglichkeit SMS per Whisper Push zu verschlüsseln, unbekannte Anrufe über Truecaller als Spam zu identifizieren und notfalls zu blockieren oder die Zugriffsberechtigungen von Apps auf persönliche Daten zu regeln. Weiterhin bietet Cyanogen OS mehr Optionen, das Erscheinungsbild sowie das Verhalten des Smartphones zu personalisieren, seien es Farbe und Leuchtfrequenz der Benachrichtigungs-LED, das Einschalten per Double-Tap oder das Einrichten von Systemprofilen, mit denen Funkverbindungen oder die Lautstärke je nach Aufenthaltsort oder Tageszeit automatisch wechseln. Auch erlauben die vorinstallierten Anwendungen, darunter der Equalizer AudioFX, der Browser oder der Mailclient deutlich umfangreichere Einstellungen als die Standard-Apps von Google.

Cyanogen OS | (c) Areamobile

Datenschutz-Einstellungen... | (c) Areamobile

Cyanogen OS | (c) Areamobile

...können je nach App festgelegt werden | (c) Areamobile

Cyanogen OS | (c) Areamobile

Die Zugriffsberechtigungen einzelner Apps | (c) Areamobile

 

Diese und alle anderen verfügbaren Android-Apps lassen sich aber natürlich trotzdem ohne Weiteres unter Cyanogen OS nutzen, der Google Play Store ist nämlich auf den Geräten vorinstalliert - anders als bei CyanogenMod, wo die Google-Anwendungen aus Lizenzgründen nachträglich installiert werden müssen. Updates für die Apps werden über die Google-Plattform ausgeliefert, Betriebssystem-Updates wie gewohnt drahtlos over-the-air. Wie viele andere Hersteller braucht auch das Entwicklerteam von Cyanogen einige Zeit, um die Veränderungen einer neuen Android-Version in ihre Software zu integrieren, das aktuelle Cyanogen OS 12.1 ist beispielsweise noch auf dem Stand von Android 5.1 Lollipop. Nur fertige und ausgiebig getestete Versionen erreichen den Endkunden, Nutzer von CyanogenMod können sich auf Wunsch auch potenziell instabile Testversionen auf ihren Smartphones installieren. Bei schweren Sicherheitslücken zieht Cyanogen allerdings vorbildlich schnell mit, so geschehen bei Stagefright.

Die Cyanogen-OS-Smartphones für Deutschland

Die Anzahl der in Europa offiziell vertriebenen Smartphones mit Cyanogen OS ist wie eingangs erwähnt noch sehr niedrig, über Händler wie Amazon werden mittlerweile aber auch einige Importe aus Asien verkauft. Eines der ersten Geräte, das mit Cyanogen OS als Betriebssystem verkauft wurde, ist das mittlerweile nicht mehr erhältliche OnePlus One, für die Folgemodelle OnePlus 2 und OnePlus X setzt der Hersteller auf eine eigene Android-Firmware. Ein durchaus spannendes Smartphone bietet sich jedoch mit dem Z1 der Lenovo-Marke ZUK an, das seit einigen Wochen über Amazon auch in Deutschland vertrieben wird und mit dem Snapdragon 801 zwar keinen taufrischen Motor mitbringt, dafür aber mit einem Fingerabdrucksensor, einem USB-Typ-C-Anschluss mit USB-3.0-Standard sowie einem ansprechenden Metallgehäuse punkten kann - und mit einem günstigen Preis von 300 Euro (zum Test).

Lenovo Zuk Z1 | (c) Areamobile

Lenovo Zuk Z1 | (c) Areamobile

Wileyfox Storm | (c) Wileyfox

Wileyfox Storm | (c) Wileyfox

 

Ebenfalls mit Cyanogen OS bespielt ist das Smartphone Storm vom britischen Newcomer Wileyfox. Es bietet ein 5,5 Zoll großes Full-HD-Display, einen Snapdragon 615 mit 3 GB RAM sowie wahlweise die Möglichkeit der Speichererweiterung oder des Dual-SIM-Betriebs. Der Festspeicher ist 32 GB groß, außerdem gibt es eine 20-Megapixel-Hauptkamera und eine 8-Megapixel-Selfie-Kamera mit LED-Blitz. Die Rückseite im schicken und griffigen Sandstein-Look bedeckt einen 2.500 mAh großen Akku, der sich jedoch nicht austauschen lässt. Das Storm wird über Amazon Deutschland verkauft, zum Preis von rund 320 Euro. Das kleinere und schlechter ausgestattete Cyanogen-Smartphone Wileyfox Swift mit Snapdragon 410 und 5-Zoll-HD-Display ist beim Händler derzeit nicht verfügbar.

Als erster Netzbetreiber in Europa bietet O2 ein Smartphone mit Cyanogen OS an, in der ersten Januarwoche soll das BQ Aquaris X5 in der Cyanogen Edition beim Provider erhältlich sein. Das erste Smartphone von BQ mit Metallrahmen ist mit einem 5 Zoll großen AMOLED-Display mit HD-Auflösung, einem Snapdragon 412 und 2 GB RAM sowie 16 GB Speicherplatz ausgestattet. Der Speicher kann per microSD-Karte erweitert werden, während zusätzlich noch zwei Nano-SIM-Karten im Gehäuse Platz haben. Das Aquaris X5 Cyanogen Edition wird rund 240 Euro kosten.

Fazit

Es gibt zwar nur wenige, aber es gibt sie: Smartphones mit Cyanogen OS in Deutschland. Neben alltagstauglicher Ausstattung bieten vor allem Nischenhersteller Geräte mit dem Betriebssystem an, und das sogar zu recht erschwinglichen Preisen. Besondere Hardware-Features sollte man in den meisten Fällen zwar nicht erwarten, mit Cyanogen OS halten die Smartphones aber bei der Software ein kleines Highlight bereit. Die Plattform ist nicht nur performant wie ein rohes Android, sondern bietet eben auch viele nützliche Zusatzfunktionen in den Bereichen Sicherheit und Datenschutz sowie umfangreiche Möglichkeiten der Personalisierung. Dem Standard-Android steht Cyanogen OS in nichts nach.

Autor: Tobias Czullay
Cyanogen OS

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Kommentare
  1. 17.12.15 09:09 Der Kewle (Advanced Handy Profi)

    "- im Artikel kommt es so rüber, als sei CyanogenOS ein anderes Betriebssystem. Tatsächlich ist es aber nur ein modifiziertes Android, und größenwahnsinnige und respektlose Äußerungen seitens der CM-Verantwortlichen a la "Google ihr Android wegnehmen" zeugen nicht gerade von Respekt den man Google durchaus entgegenbringen könnte, wenn man deren Werk und Arbeit als Grundlage nimmt."

    -> Und Android ist ein Linux Derivat. Und Linux ist ein unixoides OS. Google hat sich mit der Entwicklung von Android viele Feinde in der Linux Community gemacht, da das OS mit proprietärer Software vollgestopft ist und Android-Derivaten das Leben schwer gemacht wird. Dass diese stinkig sind, ist völlig normal und verständlich.

  2. 16.12.15 21:29 Defier (Newcomer)

    @mat76
    Da ist doch der ganze proprietäre CM-Accountkram installiert oder sehe ich das falsch? Zitat:

    "(...) Cyanogen OS has a couple of these apps as well, including a few services from Microsoft and a dialer with a third party Caller ID app baked in. "
    Quelle: http://www.androidcentral.com/top-10-things-about-cyanogen-os-you-need-know#slide4

    Und zum Thema "Google ihr Android wegnehmen":
    http://www.areamobile.de/news/30639-cyanogenmod-wir-versuchen-google-android-wegzunehmen

  3. 16.12.15 12:37 IMPULS

    @ Defier

    Richtig, man muss sein Device nicht rooten um primär Cyanogen oder andere Roms installieren.
    Man kann es auch "nur" rooten um die ganze bloatware zu entfernen, und es dabei auch lassen, vorrausgesetzt das System läuft flüssig.
    Ich habe auf einige Phones z.B. keine einzige ROM laufen, habe auch nur gerootet um die G-Bloatware zu entfernen...
    Ich habe es lieber "puristisch" /asketisch... :)

  4. 16.12.15 09:39 mat76 (Advanced Handy Profi)

    Es geht doch gar nicht in dem Artikel um das ZUK Z1, sondern um CyanogenOS. Und nicht mehr taufrisch ist doch korrekt. Das heißt aber nicht, dass er nicht gut ist. Du scheinst "nicht mehr taufrisch" negativ zu interpretieren.

    Welche vorinstallierten Anwendnungen denn? Truecaller? AudioFX?

    Es steht doch gleich ganz oben: "alternativen Android-Betriebssystem Cyanogen OS" Wo nimmst Du her, dass es ein anderes Betriebssystem ist? Und Google Android wegnehmen? Wo kommt das her?

  5. 16.12.15 09:38 TheHunter (Gast)

    Was mich bei meinem Zuk ist, dass der kack launcher immer abstürzt, musste mir schon den Nova installieren, weil selbst eine auf Werkseinstellungen nichts genutzt hat.

    @Defier Ich bin bei der Telekom und hatte bislang überall wo ich hin kam LTE, selbst auf Norderney oder bei uns hier im Hinterland.

  6. 16.12.15 03:48 Defier (Newcomer)

    Edit: Das ZUK Z1 hat lt. Test keinen schwachen Akku sondern eine schwache Kamera.

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