Android 7.0 Nougat Update: Diese Smartphones und Tablets erhalten das Update

Android 7.0 Nougat Update: Diese Smartphones und Tablets erhalten das Update

Android 7.0 Nougat ist die bislang "süßeste Android-Version" und bringt einen Splitscreen-Modus, verbessertes Multitasking sowie intelligentere Energiesparfunktionen mit. Doch für welche Smartphones und Tablets liefern Hersteller wie Samsung, LG und HTC das Update aus? Unser aktualisierter Update-Überblick sorgt für Aufklärung!

Android 7.0 Nougat ist da. Doch wie in jedem Jahr beliefert Google nur die eigenen Smartphones und Tablets aus der Nexus-Serie, während Samsung, LG & Co. noch ihre Anpassungen am neuen Betriebssystem vornehmen und das Update selbst oder über die Netzbetreiber an die Kunden ausliefern. In diesem Überblick fassen wir zusammen, welche Hersteller welche Geräte mit dem Update versorgen und nach Möglichkeit, wann damit zu rechnen ist. Dabei stützen wir uns an dieser Stelle auf die offiziellen Aussagen der Unternehmen oder handfeste Informationen und aktualisieren den Artikel fortlaufend über die kommenden Monate.

Das ist neu in Android 7.0 Nougat

Mehr als 250 Änderungen will Google in seinem neuen Smartphone- und Tablet-Betriebssystem Android 7.0 Nougat untergebracht haben. Viele davon fallen nicht auf den ersten Blick auf, denn dem mit Android 5.0 Lollipop eingeführten Material Design bleibt das Unternehmen auch in der aktuellsten Version treu. Neuerungen finden sich vor allem in der Zuletzt-Geöffnet-Ansicht des Betriebssystems, die nun das Schließen aller im Hintergrund ausgeführter Apps, die parallele Anzeige von zwei Anwendungen oder den schnellen Wechsel zwischen zwei Apps durch doppeltes Antippen des Multitasking-Buttons erlaubt. Auch an der Benachrichtigungszentrale hat Google gefeilt, eingehende Nachrichten gleicher Apps werden mit Android 7.0 Nougat gebündelt und können direkt beantwortet werden und die Schnellzugriffe können nun besser den eigenen Vorstellungen angepasst werden. Unter der Haube wurden Verbesserungen an Doze und Project Svelte vorgenommen, wodurch eine bessere Performance und eine längere Akku-Laufzeit erzielt werden sollen.

Google hat den Roll-out von Android 7.0 Nougat für ausgewählte Nexus-Geräte am 22. August 2016 gestartet und mit der Eingliederung des Quellcodes im Android Open Source Projects (AOSP) begonnen.

Google liefert zuerst

Google beliefert als verantwortlicher Entwickler von Android stets die Referenzgeräte aus der Nexus-Familie zuerst. Den Startschuss für die Over-the-Air-Verteilung gab das Unternehmen am 22. August, allerdings werden nicht alle für das Update vorgesehene Geräte gleichzeitig, sondern nur schrittweise damit versorgt. Als kompatibel gelten alle seit 2014 veröffentlichten Nexus-Geräte sowie das Pixel C und der Nexus Player, Nexus 5 und Nexus 7 (2013) werden nicht mehr mit Android 7.0 Nougat versorgt. Die neuen Google-Smartphones Pixel und Pixel XL sind ab Werk mit der noch neueren Version 7.1 bespielt, die ab Dezember 2016 auch an Nexus-Smartphones ausgeliefert wird.

Diese HTC-Smartphones erhalten das Nougat-Update

HTC ist in der Regel schnell damit, Update-Zusagen für seine Smartphones zu treffen. So auch im Falle von Android 7.0 Nougat, für das der Hersteller schon im Mai 2016 erste Geräte benannte. Dazu zählen das aktuelle Topmodell ebenso wie das One M9 und das One A9, wobei die Erfahrung aus der Vergangenheit zeigt, dass diese Liste noch erweitert werden könnte. Auf Twitter hat HTC bekannt geben, dass die drei Smartphones noch im vierten Quartal 2016 das Update erhalten sollen, im Januar 2017 hat der Hersteller aber eine Verspätung eingestanden.

Alcatel will noch dieses Jahr liefern

Alcatel dürften nur wenige Nutzer auf dem Schirm haben, wenn es um Android-Updates geht. Doch geht der Hersteller bei der neuen Android-Version mit gutem Beispiel voran und kündigte uns gegenüber schon im Juni 2016 an, für seine Topmodelle Idol 4 und Idol 4S ein Nougat-Update ausliefern zu wollen. Ziel sei es, die Firmware bis zum Jahresende fertig zu stellen. Auf eine neuere Anfrage nach den offiziellen Kandidaten hatte der Hersteller jedoch plötzlich keine Ankündigung zu machen - möglicherweise verschiebt sich das Update ins kommende Jahr.

Samsung: Verschlossen wie eh und je

Mit dem reichlich spät ausgelieferten Marshmallow-Update für die Galaxy-S6-Smartphones erklärte Samsung, sich künftig offener zur Update-Versorgung äußern zu wollen. Davon kann bislang aber keine Rede sein, sowohl die noch ausstehenden Marshmallow-Kandidaten als auch die für das Nougat-Update bleiben ein Mysterium. Bis heute hat der Hersteller nur erklärt, das Galaxy Note 7 innerhalb der ersten zwei bis drei Monate nach Marktstart mit Android 7.0 Nougat versorgen zu wollen - mit dem Verkaufsstopp hat sich aber auch das erledigt.

Auf unsere Nachfrage zu den potenziellen Nougat-Empfängern konnte die deutsche Pressestelle wie gewohnt keine Aussage machen. Im November 2016 startete Samsung in einigen Regionen offiziell den Betatest für Android 7.0 Nougat auf Galaxy S7 und Galaxy S7 Edge - da der allerdings bis Mitte Dezember läuft, wird der Release der finalen Version wohl erst Anfang 2017 erfolgen. Nach inoffiziellen Informationen von Sammobile werden auch die Galaxy-S6-Modelle, die 2016er Galaxy-A-Smartphones sowie das Galaxy Tab S2 ein Update erhalten.

Lenovo: Schnell, schneller, Motorola?

Motorola gehörte in der Vergangenheit stets zu den ersten Herstellern, der für seine Geräte ein Update auf eine neue Android-Ausgabe bereit stellte. Mittlerweile steht fest: Alle 2015 erschienen Moto-X-Smartphones sowie die Moto-G- und Moto-Z-Serie von 2016 erhalten das Update. Die Auslieferung will Mutterkonzern Lenovo im vierten Quartal 2016 starten.

LG bringt erstes Smartphone mit Android 7.0 Nougat ab Werk

Die Topmodelle G3 und G4 zählten jeweils zu den ersten Smartphones abseits der Nexus-Riege, die eine neue Android-Ausgabe erhalten haben. Mit dem G5 ändert sich daran nur wenig, nach dem Anfang November gestarteten Roll-out von Android 7.0 Nougat hat LG einige Wochen später auch in Deutschland den Startschuss gegeben. Auf unsere Nachfrage will sich der Hersteller nicht dazu äußern, welche weiteren Smartphones in Zukunft ein Update erhalten werden. Das V20 als erstes Nougat-Smartphone erscheint vorerst nicht in Deutschland.

ZTE stellt erstes Daydream-Smartphone

ZTEs Top-Smartphone Axon 7 ist preiswert und bringt dabei trotzdem alle Hardware-Voraussetzungen mit, die es für Googles neue VR-Plattform Daydream braucht. Die Software dafür muss allerdings nachgeliefert werden, denn im Verkauf landet das Gerät mit Snapdragon 820 nur mit Android 6.0 Marshmallow. Ein Update auf Android 7.0 Nougat haben die Chinesen zunächst für den Januar 2017, dann aber verschoben, später soll auch der kleinere Ableger Axon 7 Mini eines erhalten.

Huawei hält sich bedeckt

Huawei hat Ende November die Kandidaten für das Nougat-Update bekannt gegeben. Die Update-Bereitschaft des Herstellers hat sich im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gebessert und so wundert nicht, dass er immerhin schon sechs Smartphones für Android 7.0 Nougat und EMUI 5.0 vorsieht. Mit dem Honor 8, für das bereits ein Betatest angekündigt wurde, kommt noch ein weiteres Modell hinzu. Ärgerlich: Nur Geräte aus dem Jahr 2016 erhalten ein Update, die Topmodelle Mate S und P8 werden nicht mehr aktualisiert. Zumindest das Flaggschiff-Modell P9 wird die neue Android-Version erhalten, einen entsprechenden Betatest für die deutsche Firmware hat der Hersteller im November gestartet.

Sony: Xperia Z3 erhält kein Update mehr

Sony lieferte Android-Updates in den vergangenen Jahren zwar recht spät, dafür aber an eine ganze Palette an Geräten - darunter auch ältere und verhältnismäßig schwachbrüstige - aus. Nachdem das Xperia Z3 durch die frühzeitige Teilnahme an Googles Developer-Preview-Programm bislang als sicherer Kandidat für das Update galt, kam mit der Bekanntgabe der offiziellen Auslese die Ernüchterung: Die Z3-Serie erhält kein Android 7.0 Nougat. Dafür alle danach erschienenen Topmodelle, natürlich auch Xperia XZ und Xperia X Compact.

OnePlus arbeitet am Nougat-Update für das OnePlus 3

Beim Marshmallow-Update zeigte sich OnePlus alles andere als verlässlich: Das Topmodell OnePlus 2 erhielt die Aktualisierung erst im Juni 2016, das OnePlus X sogar erst nach dem Google-Release von Android 7.0 Nougat im September 2016. Für das OnePlus 3 und dessen Neuauflage OnePlus 3T hat der Hersteller jedoch Besserung gelobt - und gehalten. Am 31. Dezember 2016 startete OnePlus mit der Auslieferung des Updates. Gegenüber einem Fachmagazin hat OnePlus außerdem bestätigt, dass das OnePlus 2 die Nougat-Version erhalten wird - einen Zeitplan gibt es allerdings nicht.

Blackberry beliefert alle Androiden

Blackberry will sich nach dem Aus seiner Gerätesparte voll und ganz auf die Entwicklung seiner Software konzentrieren - dazu gehört auch die eigene Android-Abwandlung. Wie das Unternehmen erklärt, sollen die Geräte selbst zwei Jahre über das Ende ihres Produktzyklus hinaus noch mit den Sicherheitspatches von Google beliefert werden. Das Update auf Android 7.0 Nougat wird nach Auskunft der Pressestelle für alle erschienenen Blackberry-Androiden veröffentlicht.

Medion kündigt seltenes Betriebssystem-Update an

Mit der Bekanntgabe des Verkaufsstarts seines Vorzeige-Smartphones Life X5520 hat Medion auch angekündigt, ein Update auf Android 7.0 Nougat bereitstellen zu wollen. Das Gerät mit Start im November wird noch mit Android 6.0 Marshmallow ausgeliefert, das Update soll im Frühjahr 2017 ausgeliefert werden. Betriebssystem-Updates sind äußerst rar bei Medion-Geräten, hier liegt die Hoffnung auf Besserung in der Zukunft.

BQ aktualisiert ganze Reihe von Aquaris-Smartphones

Nachdem BQ 2016 ein eigentlich bereits zugestandenes Marshmallow-Update für zwei seiner Smartphones absagen musste, ließ sich der spanische Hersteller nicht mit der Bekanntgabe seiner Nougat-Kandidaten drängen. Mitte November war es dann aber soweit und die Auswahl schließt neben den X5-Topmodellen sogar die wenige Monate zuvor veröffentlichten Einsteiger-Smartphones aus der neuen Aquaris-U-Serie ein. Auch zwei Vertreter aus der 2015 gestarteten Aquaris-M-Riege werden versorgt, das kleinere 4,5-Zoll-Modell fällt allerdings hinten ab. Los gehen soll es ab dem ersten Quartal 2017.

Asus aktualisiert Zenfone-3-Familie

Asus hat sich erst sehr spät zu den Kandidaten für das Nougat-Update geäußert. Im Februar 2017 erklärten die Taiwaner, das gesamte Zenfone-3-Lineup auf Vordermann bringen zu wollen - mitunter aber reichlich spät.

Andere Hersteller haben noch nichts anzukündigen

Wir haben auch bei diversen anderen Herstellern angefragt, für welche Smartphones und Tablets ein Update auf Android 7.0 Nougat zu erwarten ist. Wir werden die Informationen an dieser Stelle nachtragen, sobald wir sie erhalten und aktuelle Entwicklungen und Roll-outs über die kommenden Monate kennzeichnen.

Hinweis: Dies ist eine aktualisierte Fassung eines am 23. August 2016 erstmals veröffentlichten Artikels. Stand der neuen Informationen in diesem Überblick: 24. Februar 2017.

Autor: Tobias Czullay
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Kommentare
  1. 27.10.16 16:16 Eulenpapi (Member)

    Hm - rechne bei Samsung mal mit 4.Quartal 2019 bis 4.Quartal 2021 - dann hält sich die Enttäuschung auch in Grenzen......

  2. 12.10.16 16:48 Arminator (Advanced Handy Profi)

    Um ein nacktes Android zu erleben müsste sich aber einiges Tun bei den Bauteilherstellern in Sachen Treibern.

    Vielleicht erleben wir das aber ja aber mal noch dass es standart wird wir beim pc, dass Gerätehersteller ihre Treiber dem consumer anbieten.

    Wäre auf jedenfall eine gute entwicklung, dass nur noch billige chinesen den markt beherrschen ist quatsch. Momentan ist die grundvorraussetzung kaum anders, die überwältigende Mehrheit der Kunden schaut auch heute schon primär auf die hardware.

  3. 12.10.16 16:26 theflo (Advanced Member)

    @bocadillo:
    Hab mir grad mal die neuerungen bei Nougat zu Gemüte geführt .

    Ist ja schön wenn smartphonegeeks und nerds immer das neueste haben wollen , aber einem normalen nutzer werden diese " neuerungen " kaum aus den Socken hauen .

    => Gleiches könnte man über die Neuerungen in iOS sagen...

  4. 24.08.16 13:30 IMPULS

    @Antiappler

    "Deinen" Kerngedanken, finde ich eine Superidee, aber Du unterschätzt leider die "Faulheit" der "Normalokunden": Er kauft sich ein Smartphone und muss dann "selber" das OS installieren... und da haperts schon.
    Der will direkt ein "fertiges"Smartphone,wo er nur noch seine Mediasocialapps installiert, und gut ist...
    Ausserdem wäre Diese Idee (OS selber installieren),nicht im Sinnne der Hersteller, da man kein Alleinstellungsmerkmal mehr hat
    (eigene Oberfläche).
    Dann könnte man zwar mit einem sehr schönen neuen Design punkten, aber da die meisten Hersteller leider eine konstante Risikoarmut bei der Designlinie zeigen, fällt dieser Faktor auch weg...
    Ausserdem soll der Kunde brav immer das neueste Modell kaufen, und nicht das "alte" Flagschiff mit der neusten Androidversion am Leben zu halten...
    Der grossteil der Normalokunden, wissen nocht nicht mal welche Androidversion sie drauf haben...
    Beim installieren des OS, wären nicht gerade wenige die damit überfordert wären...
    Der Hersteller will immer eine maximale Marge, mit einem möglichst niedrigem "Fixkostenfaktor"
    Ältere Geräte zu supporten mit der aktuellen OS Version, ist dem Hersteller schon ein nervendesr dicker Dorn im Auge....
    ;)

  5. 24.08.16 12:08 Antiappler (Advanced Member)

    @bocadillo,

    ich glaube nicht, dass es dazu kommen würde, dass der billigste Chinese gewinnen würde.

    Die überwiegende Mehrzahl der Kunden kauft bevorzugt Marken. Dabei kann es auch durchaus sein, dass z.B. mal ein Wechsel von HTC zu LG stattfindet. Vielleicht auch ein paar wenige und sehr interessierte Wechsler zu Chinesen wie z.B. TIMMY, HOMTOM, DOOGEE oder UMi.

    Vielleicht ein paar mehr Leute zu den bekannteren wie CUBOT, THL, MEIZU oder Xiaomi.

    Deshalb kann ich mir auch sehr gut ein "nacktes" Gerät vorstellen, auch ohne dass dies den Herstellern oder Google schaden würde.

    Und es würde meiner Meinung nach mehr bringen, auch für Google oder die Hersteller, wenn man sich die Sachen freiwillig auf sein Gerät packt, weil sie dann wohl auch sehr oft genutzt werden, als ein Haufen Apps, die man mit Glück deinstallieren kann oder deaktiviert.

    Und das halte ich auf jeden Fall für erstrebenswerter, als dieser Quark der da gerade in Russland stattfindet, wo die Apps des einen Anbieters gegen die Apps von einem anderen ausgewechselt werden sollen.

    Was auch ganz sicher nicht aus verbraucherfreundlichen Gründen passieren soll (wird).

    Dies ist auf jeden Fall nicht erstrebenswert.

  6. 24.08.16 06:38 bocadillo (Professional Handy Master)

    Hab mir grad mal die neuerungen bei Nougat zu Gemüte geführt .

    Ist ja schön wenn smartphonegeeks und nerds immer das neueste haben wollen , aber einem normalen nutzer werden diese " neuerungen " kaum aus den Socken hauen .

    Insofern verstehe ich auch wenn die Hersteller ihre Aktivitäten zum umsetzen dieses updates bzw anpassung ihrer oberflächen auf Nougat stark im zaum halten .

    Es rechnet sich schlicht nicht .

    Antiappler

    Die hersteller bauen produkte um Geld zu verdienen , nicht um Kunden zu beglücken und deren Geldbeutel zu schonen . Dazu kommt das android ein os für lau ist ( monetär) das google anders bezahlt haben will und eine version wie du sie ansprichst nichts anderes hieße als das wirklich alle gleich wären und der billigste chinese gewonnen hätte !

    Weiß nicht ob das erstrebenswert wäre

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