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Dual-Kameras im Vergleichs-Test: iPhone 7 Plus, Huawei P9, Honor 8 und LG G5

Dual-Kameras im Vergleichs-Test: iPhone 7 Plus, Huawei P9, Honor 8 und LG G5

Zwei Kameras sind besser als eine – zumindest scheint das in diesem Jahr die Vorstellung einiger Smartphone-Hersteller zu sein. Im Vergleich stellen wir die Dual-Kameras von iPhone 7 Plus, LG G5, Huawei P9 und Honor 8 gegenüber und erläutern ihre unterschiedlichen Konzepte.

Der Platz in einem Smartphone ist knapp, Hersteller möchten ihre Topmodelle aber natürlich auch weiterhin so dünn wie nur irgend möglich bauen und gleichzeitig hochkarätige Hardware verbauen. Doch während Prozessoren und Speichermodule durch immer ausgefeiltere Fertigungsprozesse immer kleiner werden, da sind den Kamerakomponenten physikalische Grenzen gesetzt. Die Objektive mit mehreren aufeinander gestapelten Linsen und ein optional verbauter optischer Bildstabilisator setzen eine bestimmte Bautiefe voraus, während hochwertige Bildsensoren mehr Fläche im Gehäuse einnehmen.

Wer am Objektiv einspart, den Sensor verkleinert oder diesen mit einer größeren Anzahl an Pixel belegt, riskiert Qualitätseinbußen. Und so müssen entsprechend dieser Grenzen Kompromisse gegenüber typischen Digitalkameras eingegangen werden, entweder beim Gehäuse oder eben beim Funktionsumfang der Kamera. Oder man behilft sich mit innovativen Lösungen, indem man beispielsweise einfach zwei Kameras im Smartphone verbaut. Getreu dem Motto: Zwei Kameras sind besser als eine.

Nachdem sich HTC mit dem One M8 und Huawei mit dem Honor 6 Plus schon vorher an Smartphone-Kameras mit zwei Linsen ausprobierten, scheint die Dual-Kamera im Jahr 2016 salonfähig geworden zu sein. Neben Huawei setzen neuerdings auch LG und Apple bei ihren Spitzen-Smartphones auf Kameras mit zwei Linsen, ebenso Xiaomi mit dem kommenden Mi5S Plus. Auch Samsung wird nachgesagt, im Galaxy S8 eine Dual-Kamera zu verbauen, und sehr wahrscheinlich werden noch zahlreiche andere Unternehmen folgen. Allerdings verfolgen sie mit ihren jeweiligen Dual-Kameras unterschiedliche Ansätze: Bei Huawei steht ein Plus an Bildqualität im Vordergrund, während Apple und LG ihrerseits auf andere Blickwinkel setzen.

Zwei Kameras, zwei Konzepte

In den Huawei-Smartphones P9 und P9 Plus herrscht Arbeitsteilung: Eine Kamera fertigt Fotos in Farbe an, die andere in Schwarz-Weiß. Obwohl es möglich ist, mit der Zweitkamera einfach nur Schwarz-Weiß-Fotos zu schießen, liegt ihre Stärke aber tatsächlich in ihrer Zusammenarbeit mit der Farbknipse. Denn wenn beide Kameras zeitgleich ein Foto aufnehmen und diese dann automatisch miteinander kombiniert werden, soll effektiv ein besseres, farbiges Einzelbild herauskommen. Das Honor 8 hat dieselbe Technik - muss allerdings mit Einschränkungen leben.

Dual Kameras im Vergleich | (c) Areamobile
Dual Kameras im Vergleich | (c) Areamobile

Das Huawei P9 mit Leica-Branding | (c) Areamobile

Das Honor 8 mit Dual Kamera | (c) Areamobile

 

LG und Apple wollen ihren Nutzern indes ein nutzbares neues Feature in die Hand geben, nämlich ein zweites Objektiv mit anderer Brennweite. Doch auch hier gehen die Hersteller unterschiedliche Wege: Im G5 steckt zusätzlich zum normalen Objektiv eines mit einer Ultraweitwinkelbrennweite, während Apple im iPhone 7 Plus eines mit einer längeren Brennweite verbaut. Die Vorzüge liegen auf der Hand: Beim LG-Smartphone passt mehr aufs Bild, das iPhone vergrößert das Motiv.

Dual Kameras im Vergleich | (c) Areamobile
Dual Kameras im Vergleich | (c) Areamobile

Im LG G5 steckt ein zweites Ultraweitwinkelobjektiv | (c) Areamobile

Das iPhone 7 Plus hat eine Telebrennweite | (c) Areamobile

 

Die Technik im Profil

Schon im 2015 erschienenen Honor 6 Plus von Huawei hält die Zweitkamera dafür her, zusätzlich zum eigentlichen Motiv auch Informationen zu den Abständen der Objekte zu erfassen und anhand dieser eine "virtuelle Blende" zu erzeugen. Auch bei P9, P9 Plus und Honor 8 ist es damit in Echtzeit oder in der Nachbearbeitung möglich, bestimmte Objekte besser hervorzuheben und beispielsweise den Hintergrund in eine Unschärfe zu tauchen. Dieser auch "Bokeh" genannte Effekt ist mit den in Smartphones verbauten Kameras ohne das Zutun von Software eigentlich kaum möglich, da er sich unter anderem nach der Brennweite und der Größe des Bildsensors richtet - eine lange Tele-Brennweite und ein großer Sensor sind hier von Vorteil.

Honor 8 Foto | (c) Areamobile
Honor 8 Foto | (c) Areamobile

Honor 8: Automatikmodus | (c) Areamobile

Honor 8: Virtuelle Blende | (c) Areamobile

 

Hinter den zwei Augen der Huawei-Smartphones verbergen sich tatsächlich auch zwei vollwertige Kameras desselben Typs: Beide lösen mit 12 Megapixel auf, haben eine f/2.2-Blende und keinen optischen Bildstabilisator. Einer der beiden Bildsensoren nimmt nur Schwarz-Weiß-Informationen auf, monochrome Fotos können damit allerdings nur mit P9 und P9 Plus geknipst werden. Wohl aus Lizenzgründen - Huawei hat die Dual-Kamera für die aktuelle P-Serie zusammen mit Leica entwickelt - gibt es keinen entsprechenden Bildmodus beim Honor 8. Allerdings profitieren bei allen drei Geräten auch die Farbfotos von dem Monochrom-Sensor: Weil darauf kein Farbfilter aufsitzt, nimmt er mehr Licht und Helligkeitsunterschiede besser auf als der Farbsensor. Dieser liefert also nur die entsprechenden Farbinformationen für das Schwarz-Weiß-Bild, was im Resultat zu detailreicheren Fotos führen soll. Ein weiterer Vorteil des Zweitsensors: Weil er Kontrastverhältnisse schneller erkennen kann, wird er auch zum Fokussieren des Fotos zurate gezogen - neben Laserfokus und dem Fokus auf Phasenvergleich.

Huawei P9 Foto | (c) Areamobile
Huawei P9 Foto | (c) Areamobile

Huawei P9: Automatikmodus | (c) Areamobile

Huawei P9: Monochrom-Modus | (c) Areamobile

 

LG verbaut im G5 ebenfalls zwei Bildsensoren, allerdings unterschiedliche Modelle. Der Sensor für das normale 75-Grad-Objektiv löst Fotos mit 16 Megapixel auf, das Objektiv ist bildstabilisiert und hat eine Blendenöffnung von f/1.8. Im 135-Grad-Ultraweitwinkel aufgenommene Fotos werden hingegen nur mit 8 Megapixel aufgelöst, zudem gibt es keinen optischen Bildstabilisator und eine kleinere Blende von f/2.4. Der Wechsel zwischen den Objektiven geschieht in der Kamera-App per Knopfdruck oder stufenloser Vergrößerung, wobei in den Zoomstufen im Übergang zwischen Weitwinkel- und Normalbrennweite ein digitaler Zoom genutzt wird. Im Modus "Pop-out" lösen beide Kameras zeitgleich aus, wobei diese Fotos dann in einem netten Effekt übereinandergestapelt werden.

LG G5: Automatikmodus mit Normalbrennweite | (c) Areamobile

LG G5: Automatikmodus mit Weitwinkel | (c) Areamobile

 

Apple setzt im iPhone 7 Plus auf eine Dual-Kamera mit nur einem Sensor und zwei davor gesetzte Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten. Das Standardobjektiv bannt Motive dabei mit 28 Millimeter auf den Sensor und hat eine Blendenöffnung von f/1.8, das Zweitobjektiv kratzt mit seinen 63 Millimetern am Telebereich und hat eine kleinere f/2.8-Blende verpasst bekommen. Der Vorteil von nur einem Sensor: Die Fotos aus beiden Objektiven werden mit 12 Megapixel aufgelöst und sind vom optischen Bildstabilisator gegen kleinere Wackler geschützt. Auch in Apples Kamera-App kann stufenlos vom einen zum anderen Objektiv gezoomt werden, zwischen den zwei Festbrennweiten wird jedoch digital vergrößert. Mit iOS 10.1 soll zudem ein Porträtmodus Einzug auf dem iPhone 7 Plus halten, der wie auf den Geräten von Huawei eine künstliche Tiefenunschärfe erzeugt.

iPhone 7 Plus Foto | (c) Areamobile
iPhone 7 Plus Foto | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus: Normale Brennweite | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus: Tele-Brennweite | (c) Areamobile

 

iPhone 7 Plus
Honor 8
Huawei P9
LG G5
Hauptkamera
12 Megapixel
12 Megapixel
12 Megapixel
16 Megapixel
Zweiter Sensor
nein
ja, 12 Megapixel
ja, 12 Megapixel
ja, 8 Megapixel
Objektive
28 mm, f/1.8 +
56 mm, f/2.8
2 x 27 mm, f/2.2
2 x 27 mm, f/2.2
75 Grad (~ 28 mm), f/1.8 +
135 Grad, f/2.4
Optischer Bildstabilisator
ja
nein
nein
ja, nur Hauptkamera
Besonderheit
Teleobjektiv für Vergrößerung
virtuelle Blende
S/W-Modus, virtuelle Blende
Ultraweitwinkel-objektiv

Die Fotos im Vergleich

Ein direkter Vergleich der Dual-Kamera-Features der vier Kandidaten an dieser Stelle ist wenig sinnvoll. Zu verschieden sind die verfolgten Ansätze der Hersteller. Allerdings wollen wir mit dem Blick auf die Bildqualität und die Umsetzung der Zusatzfunktionen eine Einschätzung dazu geben, bei welchem Smartphone das Gesamtpaket am ehesten überzeugt und ob der Einsatz einer Doppelkamera überhaupt sinnvoll ist.

Einen ersten Pluspunkt gibt es für LG G5 und iPhone 7 Plus: Da das Umschalten zwischen den Objektiven nahtlos im Kamerasucher geschieht, können auch beide vorhandenen Brennweiten für alle Aufnahmemodi - darunter Echtzeit-HDR, den manuellen Modus beim G5 oder Live Photos beim iPhone - genutzt werden. Bei den Huawei-Smartphones ist das nur bedingt der Fall, die HDR-Aufnahme oder die virtuelle Blende können auf dem P9 beispielsweise nicht im Schwarz-Weiß-Modus zugeschaltet werden.

Huawei P9 Foto | (c) Areamobile
Honor 8 Foto | (c) Areamobile
iPhone 7 Plus Foto | (c) Areamobile

Huawei P9 Testaufnahme | (c) Areamobile

Honor 8 Testaufnahme | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus Testaufnahme | (c) Areamobile

LG G5 Testaufnahme | (c) Areamobile

 

Und noch einen Vorteil hat das iPhone 7 Plus gegenüber seinen Mitstreitern: Da für Aufnahmen mit Weitwinkel- und Teleobjektiv derselbe 12-Megapixel-Sensor genutzt wird, geht mit dem Wechsel der Brennweiten kein Qualitätsverlust einher. Anders ist das beim G5, wo die Ultraweitwinkelfotos auf einen zusätzlichen Bildsensor mit halbierter Auflösung und ohne Bildstabilisator gebannt werden. Folglich ist der Detailgrad nicht so hoch, außerdem sind starke Verzerrungen, ein Schärfeabfall und der Hang zu Farbsäumen auszumachen.

Huawei P9 Foto | (c) Areamobile
Honor 8 Foto | (c) Areamobile
iPhone 7 Plus Foto | (c) Areamobile

Huawei P9 Testaufnahme Monochrom | (c) Areamobile

Honor 8 Testaufnahme mit Software-Unschärfe | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus Testaufnahme mit Teleobjektiv | (c) Areamobile

LG G5 Testaufnahme im Ultraweitwinkel | (c) Areamobile

 

Beim Huawei P9 lassen sich die Unterschiede zwischen den in Farbe und Schwarz-Weiß aufgenommenen Fotos - abseits Farbe natürlich - nicht so leicht zu bestimmen. Hinsichtlich Zeichnung und Detailgrad sind die Aufnahmen auf dem gleichen guten Niveau, allerdings erscheinen die monochromen Bilder etwas weicher. Wie die EXIF-Dateien verraten, werden die Farbfotos mit minimal längerer Belichtungszeit oder erhöhtem ISO-Wert aufgenommen, was aber unter anderem am Einsatz des Farbfilters auf dem Sensor liegen dürfte.

Auffällig ist, dass das mit Leica-Branding verkaufte Huawei P9 und das Honor 8 in den meisten Situationen haargenau dieselben Aufnahmeparameter verwenden. Das kann als Indiz dafür gewertet werden, dass in beiden Smartphones tatsächlich dieselben Bildsensoren verbaut sind und die Unterschiede hauptsächlich auf die Software zurückzuführen sind. Zusammen mit dem deutschen Kameraspezialisten haben die Chinesen unter anderem die Automatiken für den Weißabgleich, Kontrastumfang und Farbwiedergabe in P9 und P9 Plus entwickelt, die im Honor 8 aber eben nicht zur Anwendung kommen. Das macht sich bei näherer Betrachtung durchaus bemerkbar: Kontraste, Schärfe und Weißabgleich erscheinen beim P9 insgesamt etwas besser abgestimmt - allerdings nicht so stark, wie es Huawei und Leica wohl gerne hätten.

Huawei P9 Foto | (c) Areamobile
Honor 8 Foto | (c) Areamobile
iPhone 7 Plus Foto | (c) Areamobile

Huawei P9 Testaufnahme | (c) Areamobile

Honor 8 Testaufnahme | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus Testaufnahme | (c) Areamobile

LG G5 Testaufnahme | (c) Areamobile

 

Auch dass der Kamera-App des Honor 8 der dedizierte Monochrom-Modus fehlt, dürfte der Zusammenarbeit beider Unternehmen für das P9 geschuldet sein. Damit reduziert sich der Mehrwert der Dual Kamera im Honor 8 gegenüber anderen Smartphone-Kameras mit nur einer Linse auf die virtuelle Blende - doch die fördert nur selten wirklich überzeugende Resultate zutage. Zwar ist der Unschärfe-Effekt, der auch in Echtzeit begutachtet und justiert werden kann, schön anzuschauen, die anvisierten Objekte werden bei gewählter Offenblende aber nie vernünftig aus dem unscharfen Hintergrund ausgeschnitten. So degradiert sich der Blendenmodus eher zu einer netten Spielerei, denn er kann keineswegs das Bokeh aus einer guten Kamera simulieren.

Huawei P9 Foto | (c) Areamobile
Honor 8 Foto | (c) Areamobile
iPhone 7 Plus Foto | (c) Areamobile

Huawei P9 Testaufnahme Monochrom | (c) Areamobile

Honor 8 Testaufnahme mit Software-Unschärfe | (c) Areamobile

iPhone 7 Plus Testaufnahme mit Teleobjektiv | (c) Areamobile

LG G5 Testaufnahme im Ultraweitwinkel | (c) Areamobile

 

Im direkten Bildervergleich machen alle vier Kandidaten eine gute Figur, jede Kamera hat aber ihre Eigenheiten. Das iPhone 7 Plus überzeugt in puncto Schärfe, Belichtungsautomatik und Kontrast, enttäuscht allerdings durch die arg blasse Farbwiedergabe. Die Fotos der Dual-Kamera des Huawei P9 zeichnen sich durch eine sehr ausgewogene Bilddynamik und natürliche Farben aus, in der Nachbearbeitung werden jedoch die Konturen etwas zu stark definiert. Das Honor 8 legt ebenfalls gutes Bildmaterial vor, den Aufnahmen fehlt es im Gegesantz zum P9 aber an Tiefe und Farbkraft.

Das LG G5 ist der Ausreißer in dieser Runde, und das nicht nur, weil das Smartphone als einziges auf ein Breitbildformat setzt. Bei der Bilddynamik kann LG nicht mit Apple und Huawei mithalten, Fotos erscheinen im Gegenteil immer etwas flach. Auch die Belichtungszeit ist häufig zu lang angesetzt und macht damit besonderen Tagesstimmungen den Garaus. Die Stärken des G5 liegen im automatischen Weißabgleich, den leuchtenden Farben und der zurückhaltenden, aber sehr wirkungsvollen Schärfe.

Fazit

Bessere Qualität oder zusätzlicher Brennweitenbereich - Smartphone-Nutzer müssen sich zwischen diesen Möglichkeiten entscheiden. Allerdings: Der Qualitätsvorsprung der Dual-Kamera des Huawei P9 gegenüber denen der Konkurrenzgeräte ist längst nicht so groß, wie es Huawei und Leica gerne hätten. Im Honor 8 ist eine bessere Bildqualität durch Einsatz einer zweiten Kamera praktisch nicht wahrnehmbar. Das iPhone 7 Plus macht sehr gute Fotos und das ganz ohne einen zweiten Kamerasensor. Zudem bietet sich mit dem zweiten "Teleobjektiv" ein wirklich spür- und nutzbarer Mehrwert, während der sich beim P9 auf die Schwarz-Weiß-Fotos und beim Honor 8 auf einen nicht überzeugenden Bokeh-Filter beschränkt.

Ebenso als Spielerei lässt sich die zusätzliche Ultraweitwinkelkamera des LG G5 abtun, die sich wegen ihrer reduzierten Auflösung und der mitunter bescheidenen Bildqualität zu stark von der Hauptkamera absetzt. Uns erscheint das Dual-Kamera-Konzept im iPhone 7 Plus unterm Strich am sinnvollsten, weil eine optische Vergrößerung bislang stets mit ausladender Gerätegröße oder einem spürbaren Verlust an Bildqualität einherging. Hier sind zwei "Kameras" wirklich besser als eine.

Autor: Tobias Czullay
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Kommentare
  1. 17.10.16 09:46 jennss (Advanced Member)

    Prinzipiell ist das Ultraweitwinkel sicher nicht weniger brauchbar als ein Tele wie im iPhone. Das Argument hier gegen die G5-Kamera ist alleine die verschlechterte Bildqualität, oder? Ich finde die jedoch gar nicht so übel, wenn ich die Bilder hier betrachte. Die Auflösung von 8 MP ist i.A. doch völlig ausreichend. Der Schärfeabfall und die Verzeichnung sind halt typisch für Ultraweitwinkel. Als Spielerei würde ich die UW-Kamera jedoch keineswegs abtun.
    Ich bin gespannt, ob es später mal Handys mit einem ganzen Arsenal an Kameras auf der Rückseite gibt :). Tele, UWW, Monochrom... man kann ja einiges zur normalen Kamera reinbringen :).

  2. 13.10.16 13:45 makaveli76

    @Jared Sehr schöne Fotos, P9 und Honor 8 machen bei normalem Licht schon wirklich sehr gute Fotos - ich hätte mir eins davon schon längst zugelegt, das einzige was dagegen spricht ist die leider nicht so tolle Videofunktion und die beiden haben kein richtiges Ois - ich hoffe sehr das beim nächsten Smartphone das Huawei die Videoaufnahme verbessert wird. Von der Qualität der Fotos sind sie schon ziemlich vorne mit dabei. Gibt halt leider noch kein Baukasten-Handy, da würde ich mir dann wünschen das die Kamera bei Tageslicht so ist wie die vom HTC 10/P9/H8, denn diese Smartphones zeigen gute Details und realistische Farben, für Nachts bräuchte man wohl ein S7 und für die Videos das Ois von einem Sony XZ - so oder so haben alle ihre stärken und schwächen.

  3. 13.10.16 09:35 Arminator (Advanced Handy Profi)

    Ich find die haben alle irgendwie ihren Reiz, am spannendsten finde ich eigentlich die Tatsache dass die Kameras Jahr für Jahr immernoch deutlich zulegen. Ein Paradebeispiel für positiven Konkurenzkampf.
    Für mich ists einfach nur beeindruckend auf welchem niveau die branche angekommen ist, für meinen Gebrauch kann das die typische Digicam längst ersetzen.

  4. 12.10.16 23:00 chief (Gesperrt)

    Als das G5 vorgestellt wurde, war ich etwas skeptisch was dieses Konzept angeht.

    Jetzt, +- 4 Wochen, später finde ich es gar nicht mal so uninteressant.
    Was mich allerdings noch stört, sind die unterschiedlichen Qualitäten was die Kameras angeht.

  5. 12.10.16 22:18 Jared (Newcomer)

    Ich finde, dass die Bokeh-Funktion des P9 (und Honor 8) schlechter gemacht wird, als sie ist. Dass ein errechnetes Bokeh nicht mit einer Vollformat-Kamera mit langer Brennweite mithalten kann, ist klar. Im Urlaub war ich jedoch positiv überrascht, was das P9 damit anstellen kann. Hier mal drei Beispiele:

    http://www.pic-upload.de/view-31889148/1.jpg.html
    http://www.pic-upload.de/view-31889152/2.jpg.html
    http://www.pic-upload.de/view-31889154/4.jpg.html

    Testweise habe ich auch einige Low-Light Fotos gemacht, erst normal und dann mit zugehaltener s/w Kamera. Der Unterschied fällt teilweise drastisch aus. Huawei bietet mit der Dual-Cam IMHO einen echten Mehrwert.

    Das Weitwinkel vom G5 ist ebenfalls höchst interessant und in der Praxis häufig gut einsetzbar. Schade, dass sie dabei die Auflösung reduziert haben. Für das Tele vom iPhone hätte ich dagegen so gut wie keine Verwendung. Ein zweifach-Zoom bringt einen nicht wirklich nach vorne.

  6. 12.10.16 21:09 jennss (Advanced Member)

    "die arg blasse Farbwiedergabe" würde mich am iPhone7 aber schon stören, da man die Bildparameter bei Apple doch gar nicht ändern kann, oder? Das 6s war da etwas bunter/schöner in den Farben.

    Ich finde die Software-Unschärfe des P9 überraschend brauchbar. Also je nach Motiv klappt es besser oder schlechter, aber die Aufnahme mit dieser Funktion ist ja kein Risiko, da man alles nachträglich einstellen kann. Die Schwarzweiß-Bilder sind für Fans. Natives Schwarzweiß ohne Farbfilter ist in Sachen Kontrast und Dynamik außergewöhnlich gut (für die Sensorgröße). Zudem ist es rauschärmer und höher aufgelöst (das muss ich aber nochmal nachchecken am P9 Plus meiner Tochter :)). Das P9 hat als dritte Besonderheit eigentlich noch die Dynamikverbesserung ab Iso800, aber das hebt sich wohl mit dem fehlenden Bildstabi ungefähr auf.

    Die Ultraweitwinkelkamera des G5 finde ich eigentlich super und richtig brauchbar, aber ich habe sie jetzt nicht auf Bildqualität gecheckt.

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