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VPN und China-SIM: Tipps für die Smartphone-Nutzung in China

VPN und China-SIM: Tipps für die Smartphone-Nutzung in China

China ist auch in Zeiten einer globalisierten und kleiner werdenden Welt für uns noch immer ein exotisches Reiseziel. Vor allem für die Smartphone-Nutzung, das Surfen im Internet, aber auch die Navigation und andere Dinge haben wir eine Reihe hilfreicher Tipps zusammen gestellt, die jeder China-Reisende kennen sollte.

China ist ein riesiges, faszinierendes und vielfältiges Land, das mehr als nur eine Reise erfordert, um es kennen zu lernen. Auch Technik-Fans fasziniert China, kommt doch nahezu jedes Smartphone, Tablet, Gadget oder sonstiges Gerät aus dem Reich der Mitte. Der Staat stellt jedoch mit der uns fremden Sprache und den speziellen Restriktionen und Regelungen einige Hürden auf, die man in einem vereinten Europa längst nicht mehr überspringen muss. Wir geben euch Tipps zur Nutzung des mobilen Internet, zur Nutzung von Karten- und Navigationsdiensten und zum Smartphone-Kauf in China.

Internet und VPN

Das Internet wird in China staatlich zensiert, es sind also nicht alle Webseiten, die man in Europa nutzen kann, erreichbar. Vor allem Social-Media-Plattformen wie Facebook, Google+ oder Twitter stehen den Chinesen genauso wenig zur Verfügung wie populäre Messenger wie WhatsApp - zumindest nicht ohne Umweg. Wer ein VPN (Virtual Private Network) einsetzt, kann auch in China das Internet genau so nutzen wie zuhause. Solche Dienste routen den Datenverkehr statt über den tatsächlichen Aufenthaltsort über andere Länder. Der Nutzer kann also quasi auswählen, wo er sich gerade aufhält. Dieses Routing kann zwar auf Kosten der Geschwindigkeit gehen, sorgt aber dafür, dass alle Seiten und Dienste wie gewohnt erreichbar sind.

Solche VPN-Lösungen, die zudem Tracking-Schutz und andere Schutzmechanismen mitbringen, gibt es am Markt für alle Betriebssysteme von verschiedenen Anbietern. Eine empfehlenswerte Lösung ist Freedome VPN von F-Secure, der für Android, iOS, MacOS und Windows angeboten wird. Die ersten fünf Tage sind kostenlos, danach kostet Freedome VPN für drei Geräte 4,16 Euro, für fünf Geräte 4,99 Euro und für sieben Geräte 6,66 Euro im Monat. Interessant: Die schnellsten und zuverlässigsten Übertragungsraten erreichte Freedome VPN im Test über einen Server in Espoo in Finnland, nicht etwa über Deutschland oder das nahe gelegene Hongkong. Es gibt allerdings immer wieder günstigere Angebote bei ausgewählten Händlern. Als Alternative steht beispielsweise ExpressVPN bereit, der pro Monat 8,32 Dollar kostet.

Lokale SIM-Karten

Für die Smartphone-Nutzung bietet sich der Kauf einer lokalen SIM-Karte an. Der Grund dafür ist einfach: China fällt für die hiesigen Anbieter in der Regel in die teuerste Roaming-Kategorie, was die Handynutzung mit der normalen SIM meist sehr teuer macht. Längst nicht alle hiesigen Provider haben attraktive Preismodelle für China zu bieten. Da lohnt sich schon eher der Griff zu einer lokalen SIM-Karte, mindestens für Datendienste. Es bieten sich die beiden größten Provider China Mobile und China Unicom an. Mit dem Netz von China Mobile haben wir in Hongkong, Shenzhen und Schanghai gute Erfahrungen gemacht, in aller Regel steht flotter 4G-Funk zur Verfügung, nur sehr selten muss auf Edge ausgewichen werden.

Tipps und Tricks für China | (c) Areamobile

SIM-Karte von China Mobile | (c) Areamobile

Tipp: Wer über Hongkong nach China reist, sollte die Chance nutzen und sich in der ehemaligen britischen Kolonie eine SIM-Karte kaufen, statt das später anderswo in China zu erledigen. Der Grund ist simpel: Die Daten werden hier über Hongkong geroutet, dort greift die chinesische Zensur nicht. Der Einsatz eines VPN-Zugangs ist also mit so einer SIM in aller Regel nicht nötig. Der Kauf einer Karte ist denkbar unkompliziert, am Flughafen etwa kostet eine Daten-SIM von China Mobile mit 1,5 GB Volumen derzeit umgerechnet etwa 19 Euro, mehr Datenvolumen lässt sich für rund 10 Euro pro Gigabyte über die Webseite des Anbieter aufladen, und das auch mit einer deutschen Kredikarte. Bei "echten" chinesischen Karten ist das nicht immer möglich.

Navigation

Navigation ist ein Thema für sich in China. Google Maps ist ohne VPN-Zugang gesperrt und nicht nutzbar. Mit VPN oder einer Hongkong-SIM geht der Dienst zwar, belastet aber das knappe Datenvolumen. Als Alternative stünde normalerweise Here Maps mit seinen Offline-Karten bereit. Seit etwas mehr als einem Jahr hat Here jedoch die Unterstützung für China gestrichen, regulatorische Gründe sind dafür entscheidend gewesen. Auch die Offline-Funktion von Google Maps funktioniert in China, Hongkong und Macau nicht. Man ist also entweder auf die Online-Nutzung angewiesen oder muss auf chinesische Apps ausweichen. Hier bietet sich Baidu Maps an. Das funktioniert zwar zuverlässig mit jeder Art von SIM und ohne VPN, ist jedoch komplett auf chinesisch gehalten. Da erscheint die klassische Straßenkarte tatsächlich als ernst zu nehmende Option.

Tipps und Tricks für China | (c) Areamobile

Keine Offline-Navigation | (c) Areamobile

Technik-Shopping

Wer sich in China mit neuen Smartphones, Tablets oder Gadgets eindecken will, wird sich über ein riesiges Angebot freuen - und gleichzeitig einen Kulturschock bekommen, denn die Läden sind deutlich anders als hierzulande. Etagen voller kleiner Händler, die auf den ersten Blick alle das gleiche anbieten und keine festen Preise haben. Wer Schnäppchen machen will, muss handeln, vergleichen und suchen. Günstige Preise sind bei chinesischen Marken wie Coolpad, Huawei, Oppo, Redmi oder Xiaomi am einfachsten zu ergattern, es werden aber alle hierzulande bekannten Marken angeboten. Bedenken sollte man allerdings mögliche Probleme im Garantiefall und bei der Software, denn die chinesischen Android-Geräte kommen in aller Regel ohne Google-Dienste daher. Diese lassen sich meist aber nachinstallieren. Viele Smartphones und Tablets kosten in China allerdings kaum weniger als hierzulande - zumindest für den westlich aussehenden Besucher, der Geschick und Ausdauer beim Handeln vermissen lässt.

Tipps und Tricks für China | (c) Areamobile

Smartphone-Shops | (c) Areamobile

Autor: Steffen Herget
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Kommentare
  1. 21.11.16 22:46 chief (Professional Handy Master)

    Danke für die tollen Einblicke.

    China ist auch so ein Land auf meiner Liste was ich gerne bereisen würde.

    Vor allem die von dir genannten Metropolen Hongkong, Shenzhen und Shanghai erweitert um Peking.

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