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Huawei Matebook X Test: Windows-10-Ultrabook mit wenigen Kritikpunkten

Inhaltsverzeichnis
Huawei Matebook X Test: Windows-10-Ultrabook mit wenigen Kritikpunkten

Das Matebook X ist ein sehr kompaktes und flottes Gerät. Das lautlose Huawei-Ultrabook überzeugt dank zweier USB-C-Ports, dem mitgelieferten Adapter und dem Fingerabdrucksensor. Auch die Laufzeit gefällt. Einzig das 3:2-Display spiegelt leicht.

Mit dem Matebook veröffentlichte der chinesische Hersteller Huawei im vergangenen Jahr sein erstes Detachable, also ein Tablet mit abnehmbarer Tastatur. Mittlerweile gibt es mit dem Matebook E einen direkten Nachfolger und obendrein auch das neue Matebook X: Dabei handelt es sich um ein Ultrabook, auch das erste von Huawei. Die Konkurrenz ist unter anderem mit Apples Macbook 12, Dells XPS 13 (Convertible) oder HPs Elitebook Folio G1 und Spectre 13 stark aufgestellt. Vorab sei jedoch gesagt, dass sich das Matebook X vor den genannten Mitbewerbern nicht verstecken muss - im Gegenteil.

Der äußere Eindruck vom Huawei Matebook X

Das Huawei-Ultrabook fällt mit 296 x 224 x 12,5 Millimeter sehr kompakt aus und mit 1,05 kg wiegt es auch wenig. Die Grundfläche ist etwas größer als beim Macbook, das Matebook X ist aber ein 13,3- statt 12,5-Zoll-Gerät und zeigt dank eines viel schmaleren Rahmens mehr Display. Dells XPS 13 Convertible (9365) misst 304 x 200 x 20,1 Millimeter bei 1,24 Kilogramm und wirkt verglichen mit dem Matebook X fast schon klobig. Aufgrund seiner Abmessungen hat das Huawei-Ultrabook weniger Anschlüsse als das XPS 13, aber mehr als das Macbook.

Auf der linken wie der rechten Seite befindet sich je eine USB-Type-C-Buchse, deren Eigenschaften sich aber unterscheiden. Beide unterstützen eine Datenübertragung, es ist also kein Problem, an sie Peripherie oder einen Stick anzustecken. Wer keine Type-C-Modelle hat, nutzt das mitgelieferte Matedock 2. Es weist einen weiteren USB-C-Anschluss, einen USB-Type-A-Port, HMDI und VGA auf. Über die linke USB-Type-C-Buchse wird das Matebook X aufgeladen, über die rechte erfolgt die Display-Anbindung. Diese Einschränkung teilt das Gerät dem Nutzer per Einblendung mit. Eine kleine LED zeigt, dass es lädt. Der zusätzliche 3,5-Millimeter-Klinkenport für Headset plus Mikrofon ist obligatorisch.

Huawei MateBook X | (c) Areamobile
Huawei MateBook X
Huawei MateBook X | (c) Areamobile
Huawei MateBook X

Huawei verwendet für das Matebook X ein Aluminium-Gehäuse, wenngleich die Bodenplatte aus Kunststoff besteht. Die Basis- und die Display-Einheit sind extrem verwindungssteif. Aufgrund einer kleinen Mulde an der Front ist das Ultrabook auch einhändig gut zu öffnen. Huawei verbaut eine vollwertige Chiclet-Tastatur, einzig die Pfeiltasten sind arg klein. Mit 1,2 mm Hub empfinden wir das zweistufig beleuchtete Keyboard als gewöhnungsbedürftig, nach einer Weile gab sich das aber. Clever ist der Power-Knopf, der einen Fingerabdrucksensor für Windows Hello integriert. Einmal eingerichtet, bootet das Matebook X in fünf Sekunden bis auf den Desktop durch.

Oberhalb der Tastatur befinden sich die breite Lautsprecher-Bar, für die Huawei mit Dolby zusammengearbeitet hat. Wir haben selten ein so kleines Ultrabook im Test gehabt, das derart laut und pegelfest ist. Unter dem Keyboard sitzt das gläserne Precision-Pad, das Windows-Gesten unterstützt und weder negativ noch positiv heraussticht. Dafür gib es beim Display und dem Innenleben viel Erfreuliches zu berichten, wenn auch mit Nachteilen beim Bildschirm.

Huawei MateBook X | (c) Areamobile
Huawei MateBook X

Das Display des Huawei Matebook X

Immer mehr Hersteller setzen auf ein 3:2-Format statt ein 16:9- oder 16:10-Seitenverhältnis. Huaweis Implementierung basiert auf einem Panel mit blickwinkelstabiler IPS-Technik, das mit 2.160 x 1.440 Pixel auflöst. Es leuchtet minimal mit 6 Candela pro Quadratmeter, weshalb das Matebook X auch im Dunkeln nicht blendet. Maximal erreicht das Display durchschnittlich hohe 413 Candela pro Quadratmeter, die allerdings auch notwendig sind. Denn obgleich es kein Touch gibt, weist der Bildschirm eine Glare-Oberfläche auf. Schade ist auch der Konstrast von 761:1, was bei dunklen Filmstellen teils auffällt. Oberhalb des Displays befindet sich die Webcam - sie übermittelt Videoinhalte in 720p mit 30 FPS, die Bildqualität ist aufgrund von 1 Megapixel sehr grobkörnig.

Schnelle Hardware mit passiver Kühlung

Huawei verbaut im Matebook X überraschend schnelle Hardware und kühlt diese obendrein passiv. Das Ultrabook nutzt einen Core i5-7200U mit zwei Kaby-Lake-Kernen und Hyperthreading, der zusammen mit den verlöteten acht GByte LPDDR3-1866 alltägliche Aufgaben locker bewältigt. Er darf für einige Sekunden gar bis zu 25 Watt aufnehmen, was für einen höheren Takt und somit ein extrem flottes Ansprechverhalten sorgt. Danach drosselt er auf 15 Watt - die Konkurrenz erlaubt ihre Prozessoren nur weniger als 10 Watt. Als SSD-Massenspeicher steckt im Matebook X eine verlötete Liteon CB1-SD256. Sie unterstützt NVMe und zwei PCIe-Gen3-Lanes, weshalb Zugriffe schnell erfolgen, die Transferraten aber bei völlig ausreichenden 1.300 MByte pro Sekunde gedeckelt sind.

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