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Ikea Trådfri im Test: Smart Home auf Schwedisch

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Ikea Trådfri im Test: Smart Home auf Schwedisch

Ikeas eigenes Beleuchtungssystem Trådfri ist einfach einzurichten und kann ohne Internetverbindung verwendet werden. Das macht es zu einem sehr sicheren Smart-Home-System - das optionale Gateway dient nur Komfortfunktionen. Wer trotzdem basteln möchte, kann dies dank Home Assistant dennoch tun.

Mit Trådfri hat Ikea seit kurzem ein eigenes Smart-Home-System vorgestellt, das sich aktuell ausschließlich auf Beleuchtungsmittel konzentriert. In der Tradition eingängiger Produktnamen ist "Trådfri" schlicht schwedisch für "drahtlos". Das Trådfri-System bietet Käufern verschiedene Leuchten, Lichtpaneele, beleuchtete Türen und Fernbedienungen. Das System ist komplett lokal betreibbar, ohne es an eine Zentrale mit Internetzugang anzuschließen. Damit lässt sich Trådfri abgeschottet von irgendwelchen Servern nutzen, was das System sehr sicher macht. Für die optionale Nutzung der Smartphone-App ist zwar ein Gateway mit lokaler Netzwerkanbindung nötig; dies bietet aber im Grunde nur Komfortfunktionen, eine Fernsteuerung des Systems ist damit nicht nötig.

Wir haben Trådfri mit einer einfarbig warmweißen Leuchte und einer Leuchte mit verschiedenen weißen Lichtstimmungen ausprobiert. Die Einrichtung des Systems ist sehr einfach, dank der nicht zwingend nötigen App ist Trådfri auch für technisch unerfahrene Nutzer einfach zu installieren. Mit der Handhabung einer der Fernbedienungen sind wir im Test allerdings nicht warm geworden.

Komponenten einzeln und in Sets erhältlich

Ikea verkauft die Trådfri-Leuchten in Sets sowie einzeln. Die Sets sind insofern praktisch, da sie bereits einen einfachen Dimmschalter beinhalten. Hiervon gibt es zwei verschiedene Modelle: Einen einfachen, magnetisch arbeitenden Drehschalter sowie eine Fernbedienung, die noch zusätzliche Bedienungsoptionen ermöglicht. Beide Schalter werden gleich eingerichtet und können bis zu zehn Trådfri-Geräte gleichzeitig steuern. Die Installation der Leuchten ist einfach: Wir müssen die Leuchtmittel zunächst in eine passende Lampe schrauben und einschalten. Danach halten wir unseren Dimmschalter beziehungsweise die Fernbedienung in einem Abstand von 2 cm an die Leuchte und drücken den Pairing-Knopf am Schalter beziehungsweise der Fernbedienung.

Ikea Tradfri - Smart Home aus Schweden | (c) Golem.de
Ikea Tradfri - Smart Home aus Schweden | (c) Golem.de

Einfache Installation ohne Smartphone oder Computer

Während des Pairings blinkt das Trådfri-Leuchtelement mehrfach auf; leuchtet das Licht wieder konstant, ist die Einrichtung abgeschlossen. Von nun an können wir die mit dem Schalter verbundene Leuchte steuern. Wollen wir weitere Leuchtmittel hinzufügen, wiederholen wir einfach diesen Verbindungsschritt mit demselben Schalter oder einem neuen - je nachdem, ob wir die Leuchten gemeinsam über einen Schalter oder getrennt über mehrere bedienen wollen.

Alle Trådfri-Leuchten, die mit einem Schalter oder einer Fernbedienung verbunden sind, werden gleichzeitig gesteuert. Unterschiedliche Dimmlevel bei verschiedenen Lampen sind daher mit nur einem Schalter oder einer Fernbedienung nicht möglich. Entweder wir schalten alle Lampen gleichzeitig ein und dimmen sie gleichzeitig oder wir müssen mehrere Schalter und Fernbedienungen verwenden. Entsprechend ist als Benutzungsszenario denkbar, eine Beleuchtungssituation auf einen Schalter zu legen, beispielsweise die Grundbeleuchtung für einen Raum, die aus mehreren Leuchten besteht. Wer mehrere Leuchten unabhängig voneinander zentral steuern möchte, muss die App und das Gateway verwenden.

Dimmschalter kann nur dimmen

Der Dimmschalter ermöglicht es uns lediglich, die Lampen ein- und auszuschalten und zu dimmen; wollen wir bei einer Leuchte mit verschiedenen Weißtönen die Farbtemperatur ändern, benötigen wir die Fernbedienung. Diese hat neben dem Einschalter und zwei Dimmschaltflächen auch zwei Knöpfe, um die drei programmierten Lichtfarben durchzuschalten. Zur Verfügung stehen ein kaltes Weiß, ein normales Warmweiß und ein sehr warmer, orangener Farbton. Dieser soll Kerzenbeleuchtung ähneln, wirkt auf uns allerdings schon fast zu rötlich.

Ikea Tradfri - Smart Home aus Schweden | (c) Golem.de
Ikea Tradfri Fernbedienung | (c) Golem.de

Die Fernbedienung funktioniert sehr gut, auch in einiger Entfernung zur verknüpften Leuchte können wir diese damit zuverlässig bedienen. Die schnelle Umschaltung zwischen den Lichtsituationen bei den Leuchten mit mehr als einer Lichtfarbe ist praktisch, wenngleich wir das Leuchtmittel meistens nur auf der normalen, warmweißen Einstellung haben. Der kalte Weißton ist uns zu harsch, der sehr warme Farbton zu orange.

Dimmschalter funktioniert nicht immer zuverlässig

Der drehbare Dimmschalter hingegen gefällt uns nicht gut, da er nicht zuverlässig funktioniert: Eigentlich sollen Nutzer mit einer schnellen Bewegung im Uhrzeigersinn die mit dem Drehschalter verknüpften Lampen einschalten und mit einer ebenso schnellen Bewegung entgegen dem Uhrzeigersinn wieder ausschalten können. Langsame Bewegungen hingegen dimmen die Leuchten. In der Praxis funktioniert das äußerst unzuverlässig: Mitunter drehen wir sekundenlang am Schalter, ohne dass die Leuchten reagieren. Dabei ist es egal, ob wir langsam dimmen oder schnell einschalten wollen.

Ikea Tradfri - Smart Home aus Schweden | (c) Golem.de
Ikea Tradfri Dimmer | (c) Golem.de

Der Schalter besteht aus zwei Teilen, einer Basis und einem Oberteil, das die Elektronik sowie die Batterie enthält und auf die Basis gesetzt wird. Beide Teile werden magnetisch zusammengehalten, die Übertragung der Drehbewegungen erfolgt ebenso magnetisch - zumindest theoretisch. Mal funktioniert der Schalter, meistens jedoch nicht. Das macht die Bedienung zu einer nervigen Angelegenheit, die uns bereits nach kurzer Zeit die Lust an Trådfri verdirbt. Glücklicherweise gibt es noch den Funkschalter, der absolut zuverlässig funktioniert und der sich ebenfalls mit den reinweißen Leuchten verwenden lässt.

Themen: Wlan
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