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Android 8 Oreo im Test: So richtig fertig wirkt das nicht

Christopher Gabbert 28.08.2017 - 20:00 | 0
Android 8 Oreo im Test: So richtig fertig wirkt das nicht

Google hat mit Android 8 Oreo eine neue Version seines mobilen Betriebssystems vorgestellt. Wir haben die neue Android-Version auf dem Pixel XL getestet und stellten fest: So richtig fertig wirkt das Betriebssystem noch nicht.

Auf den ersten Blick hat sich bei Android 8 Oreo gegenüber Android 7 Nougat nur wenig verändert. Google bleibt dem Material-Design treu, hat aber das Benachrichtigungscenter und das Einstellungsmenü optisch überarbeitet und teilweise mit neuen Funktionen gespickt. Zu nennen sind hier der Bild-in-Bild-Modus, dynamischen App-Icons mit Benachrichtigungspunkten, Benachrichtigungs-Gruppen und die Schlummer-Funktion. Wir haben die neue Android-Version auf dem Google Pixel XL und Pixel C getestet.

Neue Optionen für den Pixel-Launcher und verbesserte App-Shortcuts

Beim Pixel-Launcher bleibt vieles beim Alten: Für den App-Drawer muss der Nutzer auch bei Android 8 weiterhin vom App-Dock aus nach oben wischen oder auf den kleinen weißen Pfeil tippen. Am oberen Bildschirmrand verbirgt sich die Google-Suchleiste hinter einem am linken Seitenrand befindlichen halbrunden Reiter, rechts daneben ein unbewegliches Wetter-Widget.

Optisch überarbeitet hat Google bei Android 8 das kleine Menü für die App-Shortcuts, wo verschiedene Optionen der jeweiligen App zur Auswahl stehen. Das eingeblendete Fenster ist jetzt quadratisch mit ovalen Ecken. Über das kleine "i" in der rechten oberen Ecke gelangen Nutzer direkt zu den App-Details, wo diese beispielsweise App-Berechtigungen oder Benachrichtigungen anpassen. Steht für die jeweilige App ein Widget zur Verfügung, erscheint links neben dem Info-Symbol ein Widget-Icon. Von hier aus fügen Nutzer mit nur einem Fingertipp dem Startbildschirm die Mini-Anwendung hinzu.

App-Shortcuts auf dem Android-Smartphones | (c) Areamobile
App-Shortcuts von Android 7 Nougat...
Die überarbeiten Shortcuts auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
...im Vergleich mit Android 8 Oreo

Mit der Überarbeitung der App-Shortcuts hat Google das aufklappbare Menü um sinnvolle Optionen ergänzt. Besonders Hilfreich ist die Möglichkeit von hier aus direkt in die App-Einstellungen zu gelangen oder auch Benachrichtigungen über das Menü abzuarbeiten, anstatt die Benachrichtigungszeile herunterklappen zu müssen. Durch die Vergrößerung der Menü-Punkte sind diese zudem leichter mit dem Finger zu treffen.

Neue Optik für die Benachrichtigungszeile

Deutlich größere optische Änderungen finden sich bei Android 8 in der Benachrichtigungszeile mit den Schnelleinstellungen. Insgesamt nimmt die Zeile im einmalig und vollständig ausgeklappten Zustand mehr Platz, als noch bei Android 7 Nougat ein. Dieser wird allerdings dadurch eingespart, dass Android jetzt Nachrichten aus einer App enger bündelt. Die Datumsanzeige der Leiste wandert in die linke untere Ecke, worüber direkt auf die Uhren-App zugegriffen werden kann, der Schnellzugriff auf die Einstellungen befindet sich nun rechts unten.

Die neuen Benachrichtigungen auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
Die neuen Benachrichtigungszeile ist jetzt Weiß
Die neuen Benachrichtigungen auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
und nimmt im aufgeklappten Zustand mehr Platz ein

Neu ist, dass sich die Schnelleinstellungen bei Android 8 nun beim Antippen der Beschriftung unter dem Icon öffnen. Beim Berühren des Icons selbst wird die Option aktiviert oder deaktiviert, ohne entsprechende Einstellungsmöglichkeiten zu bieten. Einstellungen mit entsprechenden Optionen sind durch einen kleinen Pfeil neben dem Namen zu erkennen. Zudem ist die gesamte Benachrichtigungszeile im ausgeklappten Zustand jetzt Weiß, statt Dunkelgrau.

Die neuen Optionen für die Schnellzugriffe auf "WLAN", "Bluetooth" und "Nicht Stören" sind zwar nur kleine aber nützliche Neuerungen. Schade allerdings, dass Google die Möglichkeit nicht auch für andere Schnelleinstellungen wie Standort, Mobile Daten oder WLAN-Hotspot hinzugefügt hat. Bei Custom-ROMs wie Lineage OS (zum Test) oder bei Oxygen OS auf dem OnePlus 5, sind einige dieser Optionen bereits verfügbar. Offen bleibt, warum Google sich bei immer stärkerer Verbreitung von OLED-Displays für ein größtenteils in der Farbe Weiß gehaltenes Interface entschieden hat.

Mehr Übersicht und Optionen bei Benachrichtigungen

Die Anzeige der Benachrichtigungen selbst bleibt unverändert und füllt auch bei Android 8 Oreo die komplette Displaybreite aus. Neu ist aber die Schlummerfunktion für Benachrichtigungen. Diese wird angezeigt, wenn der Empfänger die Nachricht langsam ein Stück zur rechten oder linken Seite verschiebt. Es befindet sich neben dem mit Android 6 eingeführten Zahnrad, über welches der Nutzer weiterhin zu den Benachrichtigungseinstellungen für eine bestimmte App gelangt. Über das Uhrensymbol wählen Anwender ob sie in 15, 30, 60 oder 120 Minuten erneut benachrichtigt werden wollen. Hat man sich verklickt, kann die Schlummerfunktion über "Rückgängig" abgebrochen werden.

Die neuen Benachrichtigungen auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
Über eine leichte Wischbewegung öffnen sich die Schlummer-Optionen
Die neuen Benachrichtigungen auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
Die Zeitintervalle sind allerdings auf vier Möglichkeiten begrenzt

Leider stehen für die Schlummerfunktion von Benachrichtigungen nur vier Zeitfenster bereit. Hier wäre eine größere Auswahl wie beim DND-Modus, wo erst im Viertel-, dann im Stundentakt die Dauer mit maximal 12 Stunden bestimmt werden kann, wünschenswert gewesen. Auch fehlt die Möglichkeit, Benachrichtigungen bis auf den Abend oder gar den nächsten Tag zu verschieben, wie es beispielsweise bei der Google-eigenen Mailing-App Inbox machbar ist.

Umfassende Benachrichtigungseinstellungen

Über das Zahnrad oder den Punkt "Apps & Benachrichtigungen" kommen Nutzer in die Benachrichtigungseinstellungen, wo Google mit Android 8 Oreo die sogenannten Benachrichtigungs-Kategorien einführt. Damit lassen sich bestimmte Benachrichtigungen einzelner Apps individuell anpassen. Wer zum Beispiel von Google Fotos nicht benachrichtigt werden will, wenn der Assistent ein neues stilisiertes Bild erstellt hat, aber dafür wenn ein Backup gemacht wird oder jemand eine Foto-Bibliothek teilt, für den lässt sich das jetzt einzeln in den Einstellungen unter App-Benachrichtigungen anpassen.

Dort versteckt ist auch eine völlig neue Option für erweitere Benachrichtigungen: Hier haben Nutzer die Möglichkeit, für jede auf dem Smartphone installierte App separat einen Benachrichtigungs-Ton festzulegen. Das ist vor allen bei Anwendungen nützlich, die in der App selbst keine Anpassung der Benachrichtigungen bietet. Besonderheit: Die Option überschreibt bei Aktivierung die Benachrichtigungs-Einstellungen der App.

Benachrichtigungspunkte bieten kaum Mehrwert

Ebenfalls Teil der neuen Features für Benachrichtigungen sind die "Benachrichtigungspunkte". Kleine Punkte an den App-Icons signalisieren, wenn für die jeweilige Anwendung eine Benachrichtigung vorliegt. Dieser verschwindet, wenn die Nachricht aus der Benachrichtigungszeile gewischt oder über die App "abgearbeitet" wird. Alternativ gibt es jetzt auch die Möglichkeit, Benachrichtigungen über gedrückt halten des App-Icons im Menü der App-Shortcuts abzurufen.

Die neuen Benachrichtigungspunkte von Android erinnern auf den ersten Blick natürlich stark an die von iOS bekannten Kennzeichenzähler. Leider hat es Google an dieser Stelle eher schlecht selbst gemacht, anstelle gut zu klauen. So wird im Gegensatz zum Apple-Betriebssystem keine Zahl angezeigt, die über die Anzahl der verpassten Nachrichten informiert. Zudem werden die Benachrichtigungen in der Hauptfarbe des App-Icons dargestellt. Was wohl ein "rundes" Gesamtbild erzeugen soll, sorgt allerdings je nach Icon öfter dafür, dass die Punkte nicht auf den ersten Blick zu erkennen sind.

Benachrichtigungspunkte auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
Benachrichtigungspunkte auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo

Das nächste Problem: Die Benachrichtigungspunkte verschwinden, sobald die entsprechende Nachricht aus der Benachrichtigungszentrale gewischt wird. An dieser Stelle wäre eine Option sicher sinnvoller, bei der die "Dots" nur verschwinden, wenn diese über die App "abgearbeitet" wurden. Auch hier hätte Google gerne besser bei Apple abschauen können.

Ebenfalls in unseren Test von Android 8.0 Oreo störend: die Benachrichtigungen verändern die Menüs der App-Shortcuts. Liegt zum Beispiel eine Nachricht bei GMail vor, kann über die Schnellstartoptionen des Icons nicht mehr der Mail-Account gewechselt werden. Stattdessen wird nur noch das Konto angezeigt, für den die Mail vorliegt. Somit muss diese zunächst weggewischt werden, wenn man die Funktion wieder nutzen möchte.

Benachrichtigungspunkte auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
Im Normalfall lässt sich bei GMail das Konto über das App-Shortcut ansteuern
Benachrichtigungspunkte auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
Das geht nicht mehr, wenn eine einzige Benachrichtigung vorliegt

Bild-in-Bild-Modus kaum verfügbar

Ein neues Feature das Android 8 Oreo mitbringt, ist der Bild-in-Bild-Modus. Dieser wird aktiviert, indem bei einem laufenden Video oder im Video-Chat der Home-Button gedrückt wird. Das Video läuft anschließend in einem kleinen Fenster weiter, das Nutzer entlang des rechten oder linken Bildschirmrands verschieben können. Anschließend kann eine beliebige App geöffnet werden, wobei das Fenster darüber gelagert wird. Beim Antippen des Fensters wird dieses kurzzeitig vergrößert und Anwender erhalten die Möglichkeit, das Fenster zu schließen oder in den Vollbildmodus zu wechseln.

Bild-in-Bild-Modus auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
Bild-in-Bild-Modus auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo

Leider stellte sich der Bild-in-Bild-Modus in unserem Test von Android 8.0 Oreo als weiteres nur halbfertiges Feature heraus. So lässt sich dieser bislang nur bei Videos nutzen, die über den Chrome-Browser abgespielt werden. Dafür muss das eingebettete Video allerdings im Vollbildmodus abgespielt werden, wobei wiederum der Home-Button ausgeblendet wird. Das bedeutet, dass zum Aktivieren des Modus dieser erst wieder hervorgeholt werden muss. Auf wundersame Weise funktioniert das derzeit zwar mit Playern von Drittanbietern, aber nicht bei eingebetteten YouTube-Videos. Hier wird das Fenster für eine Millisekunde angezeigt und verschwindet anschließend wieder.

Als Alternative die YouTube-App zu nutzen, fällt allerdings auch aus, denn obwohl laut den Einstellungen auch Apps wie YouTube, Google Play Filme & Serien oder Google Maps unterstützt werden, funktioniert das Feature hier nicht. Zudem ist es nicht möglich, die Größe des Fensters anzupassen, was besonders auf dem Pixel C mit deutlich größerem Display ärgerlich ist. Beides wundert vor Allem deswegen, weil der Bild-in-Bild-Modus bereits lange Zeit in der App YouTube-Gaming zu finden war und dort problemlos funktionierte. Allerdings hat Google das Feature bei Ankündigung von Android 8 aus der App entfernt.

Generalüberholtes Einstellungsmenü

Komplett überarbeitet hat Google mit Android 8 Oreo das Einstellungsmenü und viele vormalige Unterpunkte in gröbere Kategorien wie "Verbundene Geräte", "Sicherheit und Standort" oder "Nutzer und Konten" zusammengefasst. Damit kommen wir auf dem Pixel XL auf insgesamt 13 Unterpunkte, wo vormals über 20 zu finden waren. Dabei ist die Menüstruktur zum Großteil logischer geworden und beispielsweise unter "Apps und Benachrichtigungen", Optionen wie App-Infos, Benachrichtigungen, App-Berechtigungen und Standard-Apps zu finden.

Einstellungen auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
Das Einstellungsmenü ist nun deutlich übersichtlicher
Einstellungen auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
Unter Netzwerk und Internet ist alles zu finden, was man erwartet

Auch die neuen Einstellungen für das Installieren von "Apps aus unbekannten Quellen", wurden in den überarbeiteten Einstellungen an neuer Stelle untergebracht und dabei etwas versteckt. Unter "Apps und Benachrichtigungen" müssen zunächst über "Erweitert" die zusätzlichen Optionen eingeblendet werden. Anschließend gelangen Nutzer über "Spezieller App-Zugriff" in ein Menü, wo Berechtigungen vergeben werden können, die tiefer in das System eingreifen, als normal üblich. Über den Button "Unbekannte Apps installieren" zeigt Android jetzt eine Liste an Anwendungen und ob diese berechtigt sind Apps aus externen Quellen zu installieren. Darüber schalten Nutzer zum Beispiel die Installation von APKs über den Chrome-Browser oder die App Amazon Underground frei und vermeiden manuelles Umschalten.

Insgesamt bietet das neue Einstellungsmenü nach kurzer Gewöhnungszeit mehr Übersicht und sorgt für weniger wildes rumgescrolle durch die verschiedenen Menüpunkte. Leider ist mit der Umgestaltung auch das Seiten-Menü entfernt worden, mit dem Nutzer vormals schnell von einer tiefen Menüebene zu übergeordneten Einstellungen springen konnten. Die Suche in den Einstellungen funktioniert etwas besser, beinhaltet aber leider weiterhin bereits bei Android 7 Nougat vorhandene Fallstricke. Wer beispielsweise nach Einstellungen wie "GPS" sucht, wird nicht fündig, weil die gesuchte Funktion nur unter dem Begriff "Standort" geführt wird.

AutoFill-Funktionen und intelligente Textmarkierung

Zwei nicht so offensichtliche Neuerungen von Android 8 Oreo ist die systemweite AutoFill-Funktion und intelligente Textmarkierung. Mit Ersterem können Nutzer nun einen Dienst auswählen, bei dem künftig Passwörter, Kreditkarteninfos, Namen, Adressen oder Telefonnummern gespeichert werden, um diese zum Beispiel beim Einloggen oder Registrieren auf einer Seite automatisch einfügen zu lassen. Bislang funktioniert das jedoch nur im Chrome-Browser und mit der LastPass-Beta, dem ersten Dienst, der die Funktion unterstützt.

Intelligente Textmarkierung auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
Intelligente Textmarkierung von Android 8 Oreo funktioniert zwar auf dem Pixel XL...
Un-Intelligente Textmarkierung auf dem Nexus 6P mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
...aber nicht auf dem Nexus 6P.

Mit der zweiten Funktion, der intelligenten Textmarkierung hingegen, erkennt das Betriebssystem, wenn etwa das Wort einer Straße markiert wird, und vervollständigt die Markierung für die komplette Anschrift automatisch. Im sich dazu öffnenden Kontextmenü lässt sich nun zum Beispiel direkt bei Google Maps die entsprechende Adresse ansteuern. Das funktioniert auf dem Google Pixel XL bereits problemlos.

Änderungen unter der Haube, der UI Tuner und das Problem mit dem Nexus

Mit der ersten Beta von Android 8 Oreo war es Nutzern möglich, über den System UI Tuner die Navigationsleiste und den Sperrbildschirm anzupassen. Diese Optionen hat Google mit der finalen Version allerdings wieder entfernt. Auch unter der Haube hat Google geschraubt: Ein neuer Mechanismus reglementiert stärker die Hintergrundaktivitäten von Apps und sorgt so für bessere Akkulaufzeiten von Android-Smartphones. Weitere neue Features von Android O sind eine schnellere Java-Runtime sowie die Unterstützung von Farbprofilen in Apps für Smartphones bzw. Tablets mit Wide-Gamut-Color-Display, wie etwa das Sony Xperia XZ Premium.

Funktionen glänzen auf Nexus-Smartphones und dem Pixel-Tablet mit Abwesenheit

Gleich mehrere Probleme gab es in unserem Test von Android 8 Oreo: Wie wir bereits im Artikel "Der nächste Schritt zum Zweiklassen-Betriebssystem?" ausgeführt haben, funktionieren einige Features der neuen Betriebssystem-Version nur auf den Pixel-Smartphones und nicht dem Pixel-C-Tablet oder Nexus-Smartphones. An dieser Stelle drängt sich die Frage auf, ob Google hier mit Absicht anderen Geräten außer den Pixel-Smartphones diese Features vorenthält oder ein Fehler vorliegt. Beides wäre wenig rühmlich für den Suchmaschinengiganten.

Keine Benachrichtigungspunkte auf dem Nexus 6P mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
Auf dem Nexus 6P fehlen die Benachrichtigungspunkte und alle Icons sind viereckig
Benachrichtigungspunkte auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo | (c) Areamobile
Auf dem Pixel XL mit Android 8 Oreo sieht alles normal aus

Fazit: Final wirkt das nicht

Die neue Android-Version 8.0 Oreo bietet vor Allem viele kleine Änderungen, statt revolutionäre Neuerungen. Dabei stört weniger, dass viele Funktionen noch nicht im großen Maße nutzbar sind. Es ist üblich, dass Entwickler ihre Anwendungen zunächst anpassen müssen, um Features wie den Bild-in-Bild-Modus oder die Benachrichtigungspunkte zu bieten. Viel problematischer ist, dass die hauseigenen Google-Apps mehrere der Funktionen noch nicht unterstützen, obwohl einige der Features bereits in einzelnen Apps vorhanden waren oder in Custom-ROMs sowie alternativen Launchern zu finden sind.

Der Bild-in-Bild-Modus funktioniert derzeit nur bei einem sehr eingeschränkten Szenario, die Benachrichtigungspunkte bieten nur einen geringen Mehrwert und der Schlummer-Modus für Benachrichtigungen ist sehr begrenzt. Insgesamt hinterlässt die neue Android-Version 8.0 Oreo nach unserem Test einen sehr bitteren Beigeschmack. Viele der Features wirken unausgereift und nicht wie das Ergebnis längerer Entwicklung. Weiterhin fehlen Funktionen, die einige Custom-ROMs oder Nutzeroberflächen von Dritt-Herstellern schon deutlich länger bieten. Hinzu kommen Bluetooth-Probleme, Aussetzer, nicht reagierende Buttons sowie der ein oder andere Absturz.

Allerdings dürfte es wohl noch länger dauern, bis Googles neueste Android-Version eine nennenswerte Nutzermenge erreicht. Bis dahin hat der Suchmaschinengigant hoffentlich ausreichend nachgebessert. Eine Entschuldigung, ein selbst auf den Referenz-Smartphone des Herstellers unfertig wirkendes Betriebssystem zu veröffentlichen, ist das allerdings nicht.

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