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Watch OS 4.0 im Test: Kleine Änderungen mit Relevanz

Andreas Sebayang | Golem.de 27.09.2017 - 14:15 | 0
Inhaltsverzeichnis
Watch OS 4.0 im Test: Kleine Änderungen mit Relevanz

Etliche Neuerungen von Watch OS 4.0 sind nur Spielereien. Einige Kleinigkeiten machen die Apple Watch im Alltag aber deutlich praktischer. Das zeigt der Test des Apple-Betriebssystems auf der ersten Watch des Herstellers und der Watch Series 2.

Apple hat bereits die vierte Watch-OS-Version freigegeben. Das neue Betriebssystem für Apples Smartwatches bringt eher kleine Änderungen, die in der Praxis aber relevanter als so manche vergangene große Änderung sind. So gibt es eine leicht erreichbare Taschenlampe, neue Zifferblätter und auch die Bedienung wurde überarbeitet. Getestet haben wir Watch OS 4.0 auf der Apple Watch Series 2 aus dem vergangenen Jahr sowie auf der ersten Apple Watch.

Taschenlampe im Kontrollzentrum

Die eine oder andere Änderung in Watch OS 4.0 ist unerwartet, aber äußert praktisch. Wer auf der Uhr nach oben wischt, der findet im Kontrollzentrum eine neue Option: die Taschenlampe. Sie wird denjenigen gefallen, die sich ohne ihr Smartphone im Dunkeln bewegen, und ist klug umgesetzt. Wer die Taschenlampe aktiviert, bekommt nicht sofort die volle Helligkeit ins Gesicht. Erst mit der Armgelenkdrehung wird sie heller. Durch die große Fläche ist das Licht nicht so hart für andere. Das Smartwatch-Display erreicht bei weitem nicht die Helligkeit der iPhone-Taschenlampe oder einer guten kleinen LED-Leuchte, reicht aber aus.

Neben der weißen Taschenlampe gibt es auch noch eine Blinken-Funktion, die vielleicht ganz nützlich ist, wenn man sich im Gedränge bemerkbar machen will. Auch das Umschalten auf eine rote Lampe ist möglich. Letzteres ist für Situationen gedacht, in denen sich das Auge im Dunkeln nicht zu stark anpassen will, etwa beim Blick auf eine Karte während einer Nachtwanderung.

Neues Multitasking

Apple Watch Series 3 | (c) Apple
Apple Watch Series 3 | (c) Apple

Das Multitasking hat Apple abermals überarbeitet. Das alte Dock ist verschwunden und wird durch scrollbare Karten im 3D-Raum ersetzt, die Apple auch Dock nennt und die letztlich dieselben Funktionen haben. Unser jetzt aktuelles Dock war mit den zuletzt benutzten Apps und nicht wie zuvor mit unseren Lieblings-Apps befüllt. In den Einstellungen der iPhone-App lässt sich das Dock aber wieder auf Favoriten umstellen.

Leider verursacht Watch OS 4.0 gerade beim Multitasking Leistungseinbußen. Zumindest die Watch Series 2 ist mitunter mit der Darstellung überfordert, da die Prozessorleistung nicht ausreicht. Die erste Apple Watch leidet noch ein bisschen stärker darunter. Es bleibt zudem dabei, dass Apps außerhalb des Docks viel zu lange zum Starten brauchen.

Neue Herzschlag-App und anpassbare Musikkontrollen

Die Apps agieren aber durchaus im Hintergrund. Dazu gehört auch die Herz-App. Diese kann neuerdings ungewöhnlich schnellen Herzschlag erkennen und warnt dann über das iPhone. Dies ist optional. Es gibt außerdem eine neue, schnell lesbare Übersicht. Die App ist deutlich besser geworden.

Überarbeitet wurden zudem die Animationen, wenn der Anwender sein Bewegungsprogramm erreicht hat. Das ist allerdings schön anzusehende Spielerei.

Die Apple Watch passt sich musikalisch an das iPhone an

Apple Watch Series 3 | (c) Apple
Apple Watch Series 3 | (c) Apple

Praktisch ist Watch OS 4.0 auch für Anwender, die oft mit ihrem iPhone Musik hören. Die Apple Watch schaltet mit der neuen Version automatisch auf eine Displayansicht mit Steuerungselementen für die Musik, die jedes Mal zu sehen ist, wenn Nutzer ihren Arm zum Gesicht heben. Erst nach einem Klick auf die Krone zeigt die Uhr wieder das normale Zifferblatt. Erfreulicherweise funktioniert die Musiksteuerung auch mit Fremd-Apps. Wir konnten Amazon Music ohne Probleme damit steuern. Mit Watch OS 3.0 gab es da durchaus Probleme.

Zusätzlich kann die Apple Watch wie gehabt als Musikausgabegerät verwendet werden. Wir haben Musik per Bluetooth an ein Headset schicken können. Manchmal gibt es aber noch Fehler. Es gibt Situationen, in denen die Apple Watch behauptet, eine Kopplung per Bluetooth sei fehlgeschlagen, während das Headset aber längst die lokale Musik von der Apple Watch abspielt.

Für die Unabhängigkeit vom Smartphone kann Musik zuvor vom iPhone auf die Uhr synchronisiert werden. Der Prozess ist im Vergleich zu Watch OS 3.0 deutlich optimiert worden. So können nicht nur Playlisten, sondern einzelne Alben oder Künstler gezielt übertragen werden. Apple verlangt aber weiterhin eine Stromversorgung für die Synchronisation. Ist die Musik erst einmal eingespielt, braucht es das Smartphone nicht mehr. Das ist für Sportler unterwegs praktisch, die keine Lust haben, das iPhone auch zum Sport mitzunehmen.

Beim Musikbetrieb gibt es ab und an Fehler, so wurden bei uns die Songs alle doppelt angezeigt. Wir würden uns außerdem wünschen, dass Apple stärker Unterschiede zwischen dem lokalen iTunes und der Musiksteuerung für das iPhone sichtbar macht. Die Auswirkungen auf die Praxis sind aber gering und mit ein wenig Gewöhnung handhabbar. Am stärksten sind die Auswirkungen, wenn vom iPhone Musik gehört und gleichzeitig navigiert wird. Die Apple Watch vergisst dann, dass sie eigentlich die iPhone-Musik steuern kann. Ein ähnliches Problem existiert auch, wenn das lokale iTunes noch im Arbeitsspeicher der Uhr als aktive App liegt, obwohl sie keine Musik abspielt.

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