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EMUI 8.0: Die Features der Huawei-Oberfläche

Stefan Schomberg 18.10.2017 - 18:10 | 2
Inhaltsverzeichnis
EMUI 8.0: Die Features der Huawei-Oberfläche

Gemeinsam mit dem Huawei Mate 10 Pro hat der chinesische Hersteller auch seine überarbeitete Nutzeroberfläche EMUI 8.0 vorgestellt. Neben zahlreichen Verbesserungen ist vor allem künstliche Intelligenz das Kern-Feature der aktuellen Version. Wir haben für euch die wichtigsten Features von EMUI 8.0 zusammengetragen.

EMUI 8.0 ist der Nachfolger von EMUI 5.1 - klingt komisch, ist aber so. Diesen Schritt ist Huawei bei seiner Nutzeroberfläche gegangen, um auf eine Versionsnummer mit der Android-Version zu kommen und nicht den Eindruck zu vermitteln, ein veraltetes Nutzererlebnis zu bieten. Kern-Feature ist künstliche Intelligenz, für die Smartphones mit EMUI 8.0 im Optimalfall auf Chipsätze mit einer NPU (Neural Processing Unit) zurückgreifen können. Im neuen Huawei Mate 10 Pro ist das der Kirin 970. Das soll sich sowohl auf das Nutzererlebnis, die Kamera und Fotos, Leistung und Sicherheit auswirken.

Die Anfänge

Nachdem Huawei anfangs im Jahr 2012 eine sehr bunte erste Version von EMUI (Emotion User Interface) auf den Markt brachte, die für einen iPhone-ähnlichen Look auf den App-Drawer verzichtete und alle neuen Apps auf den Homescreens platzierte, wurde die optische Präsentation in den Folgejahren langsam immer zurückhaltender. Gleichzeitig stieg der Nutzungsumfang von EMUI immer weiter - die Huawei-Nutzeroberfläche unterscheidet sich nicht nur optisch von Stock-Android und anderen Nutzeroberflächen, sondern bietet auch Mehrwert in Form von zusätzlichen Features.

Damit will der Hersteller einerseits seinen Nutzern Hilfestellung in Dingen bieten, die Google in Android nicht weiter ausgeführt hat und sich auf der anderen Seite von Konkurrenzprodukten unterscheiden. Das ist bei Android besonders wichtig, weil die bloße Hardware inzwischen von zahllosen Herstellern angeboten wird und extreme Konkurrenz bei Android-Smartphones besteht. Gerade asiatische Konkurrenten machen es renommierten Herstellern mit extrem niedrigen Preisen schwer. Seit einigen Versionen ist der App-Drawer zurück - wenn auch nicht ab Werk eingestellt. Auch bei EMUI 8.0 will er erst wieder aktiviert werden.

Kamera - sichtbare und unsichtbare Features

Die eingangs angesprochene künstliche Intelligenz macht sich am ehesten in Bereichen wie der Fotogalerie bemerkbar. Das Smartphone erkennt hier den groben Inhalt von Fotos und sortiert nach Menschen, Orten, Landschaften und Dokumenten - je nach Fotoinhalt. Abhängig von der Wischbewegung des Nutzers werden dann Thumbnails (kleine Voransichten) der Bilder geladen, damit der nitcht auf weiße Kacheln schauen muss. Auch für aufgenommene Videos gibt es eine Neuerung in EMUI 8.0, sie können nun mit der implementierten GoPro-App Quik bearbeitet werden. Anschließend lassen sie sich entweder per Link teilen oder über Socialmedia-Plattformen verbreiten.

EMUI 8 | (c) Huawei
Szenenerkennung bei EMUI 8.0 | (c) Huawei

Für die Aufnahme selbst ist die Funktion Moving Picture hinzugekommen, bei der die Smartphone-Kamera 1,1 Sekunden vor und nach Betätigung des Auslösers ein kurzes Video aufnimmt und so nicht nur einen winzigen Augenblick in den Speicher bannt, sondern auch die Entstehung des Bildes. Zudem erkennt die Kamera eines EMUI-8.0-Gerätes automatisch 10 unterschiedliche Szenen: Grüne Pflanzen, Himmel, Nacht, Bühne, Essen, Strand, Blumen, Schnee, Katzen&Hunde und Worte. Dadurch werden die Einstellungen optimal für die jeweilige Szene gesetzt.

Geschwindigkeit - Born fast, stays fast

Damit die Bediengeschwindigkeit im Laufe der Nutzung wie bei Smartphones der Konkurrenz sinkt, implementiert Huawei in EMUI 8.0 ein neues F2FS (Flash Friendly File System) mit asynchronem I/O-Mechanismus (Input/Output), um eine Fragmentierung von Daten beim Lesen und Schreiben zu verhindern. Huawei spricht daher beim Mate 10 Pro (wie zuvor schon beim Mate 9 mit EMUI 5.0) von "Born Fast, Stays Fast" und verspricht, dass das Phablet auch nach 18 Monaten Nutzung keinen nennenswerten Geschwindigkeitsverlust aufweist.

EMUI 8 | (c) Huawei
Das neue Huawei Mate 10 Pro ist schnell - und soll es dank EMUI 8.0 auch bleiben | (c) Huawei

Mit Sicherheit für Privatsphäre

Zum Schutz von Daten und Privatsphäre erlaubt EMUI 8.0 das Verschlüsseln von Apps und Dateien. Sie lassen sich dann nur mittels PIN/Passwort oder Fingerabdruck öffnen. Außerdem ist in die Nutzeroberfläche eine Anti-Viren-Lösung von Avast integriert, die in Echtzeit etwa vor gefährlichen Textnachrichten schützt und über die Cloud mit Updates versorgt werden kann. Die Avast-Lösung läuft allerdings lokal auf dem jeweiligen Smartphone.

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Kommentare
  1. 19.10.17 22:38 dankort1

    Huaweis EMUI-Oberfläche ist für mein Empfinden auch in der 8.0 Version viel zu verspielt. Vor allem die Apps wirken wie eine billige Kopie von Apple. Huawei hat sich die letzten Jahre kontinuierlich weiter entwickelt. Mittlerweile gehören sie zu den besten. In Bezug auf die grauenhafte Oberfläche leider seit Anfang an Stillstand.

  2. 19.10.17 11:01 SiddiusBlack (Handy Profi)

    Gefällt mir sehr gut...vor allem der Google Homescreen den ich auf dem S8+ dauerhaft in Verbindung mit dem Nova Launcher nutze ist klasse.

    So brauch ich endlich keinen alternativen Launcher mehr denn bei Emui lassen sich mit dem Theme Editor aus der Community auch immer sämtliche Icon Pakete aus dem Play Store einbinden, es gibt also endlich keinen Grund mehr sich das Telefon mit Fremdlaunchern zuzumüllen :)

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