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Tisch als Touchscreen: Sony Xperia Touch im Test

Ingo Pakalski | Golem.de 21.10.2017 - 11:00 | 1
Inhaltsverzeichnis
Tisch als Touchscreen: Sony Xperia Touch im Test

Es ist ein Blick in die Zukunft: Sonys Android-Projektor Sony Xperia Touch macht jede ebene Fläche zu einem mit dem Finger bedienbaren Android-Gerät. Es ist der einzige seiner Art - mit einzigartigen Herausforderungen.

Einen Tisch mal eben in einen Touchscreen zu verwandeln, ist enorm cool! Die Arbeit mit Sonys Xperia Touch macht daher große Freude: Der Android-Projektor zaubert aus jeder ebenen Fläche ein Android-Gerät. Leider ist die Umsetzung nicht immer perfekt gelungen, so dass der Einsatz in der Praxis doch mit einigen Einschränkungen versehen ist.

Der Xperia Touch besteht im Grunde aus Smartphone-Technik, aber statt eines Displays gibt es einen Projektor. Der eingebaute Kurzdistanzprojektor verwendet Sonys SXRD-Technik und wirft einen 23 Zoll großen Bedienungsbereich mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln auf den Tisch. Der Nutzer kann das Gerät ganz normal mit den Fingern bedienen - es vermittelt den Eindruck eines besonders großen Tablets.

Sehr großer Touchscreen-Bereich

Problemlos können wir auf der riesigen Fläche mit einer Diagonalen von mehr als einem halben Meter im Internet surfen und beliebige Apps und Spiele nutzen. Alles verhält sich so, wie es von einem Android-Gerät bekannt ist. Auch das Anschauen von Videos oder das Abspielen von Musik ist kein Problem: Im Xperia Touch stecken recht passable Stereolautsprecher, und mit einem Speicher von 32 GByte kann bei Bedarf auch einiges an Musik oder Videos auf dem Gerät gespeichert werden. Außerdem gibt es einen Steckplatz für Micro-SD-Karten. Auf der Oberseite sind neben dem Ein-Aus-Schalter auch Lautstärketasten vorhanden.

Damit sich Tische und Wände mit einer Touch-Steuerung versehen lassen, hat Sony Infrarotsensoren eingebaut, die beobachten, an welchen Stellen die Finger die Projektionsfläche berühren. Diese Sensoren müssen dabei gerade zur Projektionsfläche ausgerichtet sein, was automatisch der Fall ist, wenn der Projektor vor einem auf dem Tisch steht. Das Gerät sollte daher nicht etwa auf ein Buch gestellt werden, weil dann die Erkennung der Berührungen nicht mehr einwandfrei arbeitet.

Projektor läuft mit Android 7.0

Sony verwendet im Xperia Touch Android 7.0 alias Nougat mit der von den Sony-Tablets bekannten Oberfläche. Spezielle Anpassungen an den Einsatz des Projektors gibt es nicht. Die Erkennung der Berührungen funktioniert reibungslos, und es ist faszinierend, wie ein einfacher Tisch damit bedienbar wird. Zu zweit Air-Hockey auf dem Tisch zu spielen, ist eine faszinierende Erfahrung. Auch die typischen Zoomgesten eines modernen Smartphones funktionieren problemlos - sehr angenehm.

Sony Xperia Touch | (c) Golem
Sony Xperia Touch | (c) Golem

Damit die Touch-Bedienung optimal funktioniert, muss der Projektor vorher kalibriert werden. Unverständlicherweise ist das nicht Teil der Geräteeinrichtung. Und die betreffende Kalibrierungs-App ist weder auf dem Hauptbildschirm abgelegt noch in den Einstellungen zu finden. Aufgeführt ist sie bei allen Apps, aber damit unnötig schwer zu finden. Generell sollte bei der Touch-Bedienung darauf geachtet werden, dass sich keine weiteren Gegenstände im Projektionsbereich befinden.

Zu dunkle Projektion

Wird Xperia Touch etwa auf einem Tisch oder dem Fußboden eingesetzt, ist die Projektionsfläche nicht veränderbar. Anders sieht es aus, wenn das Gerät zur Wandprojektion genutzt wird. Dann sind Flächen von bis zu 80 Zoll möglich, also etwas mehr als zwei Meter in der Diagonalen. Allerdings verliert der Projektor dann alle Steuermöglichkeiten. Die Bedienung an der Wand funktioniert nur, wenn der Projektor direkt an der Wand steht und dann auf eine Projektionsfläche von 23 Zoll beschränkt bleibt.

Die von Sony eingesetzte Projektorlampe hat eine maximale Helligkeit von lediglich 100 Lumen. Hier hätte es gerne etwas mehr sein dürfen. Zum Vergleich: Ordentliche Heimkinoprojektoren liegen bei der Helligkeit bei um die 2.000 Lumen oder sogar noch höher. Es bleibt unverständlich, dass eine so schwache Lampe verwendet wird. Denn das schränkt die Möglichkeiten des Projektors besonders ein. Es kommt vor allem auf den Untergrund der Projektion an.

Denn schon bei bedecktem Himmel sind die Inhalte nicht mehr so gut zu erkennen, das Bild wirkt blass. Wenn es draußen sonnig ist, wird es schwer, noch etwas auf der Projektionsfläche zu erkennen. Je heller und einheitlicher der Untergrund für die Projektion ist, desto besser kann dies ausgeglichen werden. Ein strahlend weißer Untergrund ist hier das Optimum.

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Kommentare
  1. 21.10.17 19:43 Marketinghoschi (Expert Handy Profi)

    soll 1500€ kosten. Hahahhah....
    So wird das nichts...

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