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Windows Mixed Reality im Test: Microsofts VR holt rasant auf

Marc Sauter | Golem.de 29.10.2017 - 14:30 | 0
Windows Mixed Reality im Test: Microsofts VR holt rasant auf

Um in Microsofts Mixed Reality einzutauchen, müssen weder Sensoren aufgestellt noch lange verkabelt werden. Wo Bildqualität und Tragekomfort überzeugen, hakt es an Dingen wie dem Controller-Tracking. Alles zur VR-Lösung aus Redmond lest im Test.

Wer bisher Virtual Reality mit Roomscale - also herumlaufen statt nur sitzen - am PC erleben wollte, der musste erst einmal Kameras (Oculus Rift) oder Basisstationen (HTC Vive) aufbauen. Microsofts Windows Mixed Reality ändert das: das Headset mit einem Kabel anschließen, kurz einrichten und los geht's. Golem hat Windows Mixed Reality mit Acers AH101-Headset mehrere Tage lang getestet. Dabei gefiel Microsofts Ansatz durch seine einfachere Handhabung und die teils bessere Darstellung, allerdings störten zugleich Eigenheiten des Systems - bei denen unklar ist, ob sie in Zukunft gelöst werden.

Microsoft spricht deshalb (wie andere auch) von Mixed Reality, weil darunter ein breites Spektrum verstanden wird: Es reicht von Augmented Reality mit der Hololens bis hin zu Virtual Reality mit Head-mounted Displays. Das ist für Endkunden allerdings wenig offensichtlich, zumal die VR-Headsets für Windows Mixed Reality keine Durchreichfunktion für das Kamerabild haben, wie das beim Vive der Fall ist. Microsoft hat übrigens keinen Versuch unternommen, die Golem.de-Redaktion beim Test von Windows Mixed Reality zu unterstützen - weder durch Samples noch durch Software, weshalb Golem aufgrund des Fall Creators Update bis nach dem 17. Oktober 2017 gewartet hat.

Das Fall Creators Update für Windows 10 ist zwingend notwendig, damit die VR-Headsets erkannt und passende Software aus dem Store installiert werden kann. Die Einrichtung des Acer-Gerätes ist vermeintlich simpel: Das fest verbundene 4-m-Kabel wird per Y-Stecker an einen HDMI- und einen USB-3.0-Port angeschlossen und nach dem Download von knapp 2 GByte startet automatisch das Mixed-Reality-Portal. Das von Golem verwendete High-End-Notebook, ein Asus ROG Zephyrus, erfüllt auch die Systemanforderungen. Das noch schnellere Desktop-System hingegen nicht, obwohl damit Rift und Vive laufen.

Der WMR-Startbildschirm | (c) Golem
Der WMR-Startbildschirm | (c) Golem

Dem besagten Rechner mangelt es nämlich an einer Bluetooth-4.0-Schnittstelle für die Controller, die zumeist nur bei Multimedia-PCs oder bei teuren Mainboards verbaut ist. Wer also Windows Mixed Reality an einem Desktop-System nutzen möchte, muss einen Bluetooth-Dongle kaufen, denn Acer (und alle anderen Microsoft-Partner) legt einen solchen nicht bei. Angesichts von 450 Euro für das VR-Headset ist das Fehlen eines wenige Euro teuren Dongles unverständlich, zumal auch keine In-Ear-Kopfhörer mitgeliefert werden.

Ist die Bluetooth-Hürde allerdings genommen, läuft das VR-System innerhalb weniger Minuten. Alle Headsets für Windows Mixed Reality nutzen nämlich sogenanntes Inside-Out-Tracking zur Erfassung des Spielers im Raum.

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