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Akku-Mod im Test: Das Turbo Power Pack für Moto-Z-Smartphones

Ingo Pakalski | Golem.de 04.11.2017 - 09:00 | 0
Inhaltsverzeichnis
Akku-Mod im Test: Das Turbo Power Pack für Moto-Z-Smartphones

Mit einem Akkumodul lässt sich die Laufzeit eines Moto-Z-Smartphones erheblich verlängern. Wir haben Lenovos neues Modul getestet, das die bisher höchste Kapazität bietet und endlich einen eigenen USB-Anschluss hat. Erst damit kann das Akku-Mod sein Potenzial ausspielen.

Mit das Wichtigste bei Smartphones ist eine möglichst lange Akkulaufzeit. Aus diesem Grund sind besonders die andockbaren Akkus für die Moto-Z-Smartphones gefragt. Lenovo hat mit dem Turbo Power Pack Mod ein neues Akkupack im Sortiment, das in vielen Punkten gegenüber dem ein Jahr alten Akkumodul von Incipio verbessert wurde. Auf dem deutschen Markt gibt es derzeit kein besseres Modell für die Moto-Z-Smartphones. Wir haben das Mod mit einem Moto Z2 Play getestet.

Mit dem Turbo Power Pack Mod greift Lenovo die Kritikpunkte auf, die es am Incipio-Modell gibt. Das neue Akkumodul hat den schmerzlich vermissten USB-Anschluss, um es auch ohne angedocktes Smartphone aufladen zu können. Wer es darauf anlegt, muss das Smartphone nie wieder an eine Steckdose hängen, indem immer das Akkumodul zum Laden des Smartphone-Akkus verwendet wird.

Unabhängigkeit von einer Steckdose

Motorola Moto Turbopower Pack | (c) Motorola
Motorola Moto Turbopower Pack | (c) Motorola

Im Extremfall kann auch ein externes Akkupack genutzt werden, um das Akkumodul unterwegs ganz ohne Steckdose zu laden. Das Smartphone kann derweil weiter verwendet werden, und sobald das Modul aufgeladen ist, kann es wieder an das Smartphone gesteckt werden, um so den Smartphone-Akku zu befüllen.
    Diese Freiheit fehlte dem ersten Akkumodul von Incipio, weil es keinen Ladeanschluss besitzt. Das gilt auch für das 50 Euro teure Moto Power Pack, das Anfang des Jahres von Lenovo vorgestellt wurde und mittlerweile vereinzelt im Handel zu finden ist. Beide Geräte haben den Nachteil, dass sie sich nur mit angedocktem Smartphone laden lassen.

Lenovo hat zwar im Februar 2017 einen Ladeadapter vorgestellt, mit dem sich solche Mods auch ohne Smartphone laden lassen. Bisher ist dieser aber nicht erschienen, und es gibt von Lenovo auch keine Angaben dazu, wann dies geplant ist.

Modul bringt eine Woche Smartphone-Zeit

Vor einem Jahr hatten wir das erste Akku-Mod von Incipio mit einem Moto Z Play im Praxistest genutzt und waren angetan von den Möglichkeiten: Wir waren damit in der Lage, das Moto Z Play ohne Steckdose eine komplette Arbeitswoche lang zu verwenden, ohne es zwischendurch etwa an einer Steckdose aufladen zu müssen. Wer also lange unterwegs mit einem Smartphone arbeiten will, bekommt damit eine passable Lösung an die Hand.

All das ist auch mit einem externen Akkupack möglich. Allerdings ist dann einiges akrobatisches Geschick gefragt, wenn das Smartphone weiter verwendet wird. Denn das Akkupack hängt meist an einem Kabel, was die Nutzung des Smartphones erschwert. Das ist mit den Akkumodulen deutlich besser gelöst: Ohne lästige Kabel lassen sich die Smartphones weiter verwenden.

In den Lademodulen befindet sich ein ähnlich großer Akku wie im Smartphone selbst. Dadurch wird es mit Akkumodul dicker und schwerer.

Akkumodul macht Smartphone dicker und schwerer

Das neue Akkumodul ist 6,5 mm dick, so dass ein Moto-Z-Smartphone damit entsprechend voluminöser wird. Mit einem Gewicht von 95 Gramm ist es 10 Gramm schwerer als das erste Akkumodul. Das Smartphone wird damit also ein ganzes Stück schwerer, nach kurzer Zeit gewöhnten wir uns aber daran und fanden es nicht unangenehm. Wenn das Akkumodul ein paar Tage am Smartphone war, fehlte es uns sogar zunächst, wenn es abgenommen wurde.

An der Akkupackfunktion hat sich nichts geändert: Alle Akkumodule für die Moto-Z-Smartphones dienen nur dazu, den Smartphone-Akku zu laden. Es ist nicht möglich, für den Betrieb den internen Smartphone-Akku zu umgehen und stattdessen nur den Akku im Modul zu nutzen.

Mehr Kapazität mit dem Turbo Power Pack

Das erste Akku-Mod hat eine Kapazität von 2.220 mAh, dies wurde für das Turbo Power Pack Mod deutlich auf 3.490 mAh aufgestockt. Das führt zu entsprechend längeren Laufzeiten. Beim Abspielen eines Full-HD-Videos sind mit dem alten Akkumodul zehn Stunden mehr Wiedergabezeit möglich, mit dem Turbo-Modell gibt es knapp 14 Stunden. Im Praxisbetrieb können wir ein Moto Z2 Play mit dem Turbo Power Pack Mod eine Arbeitswoche lang verwenden.

Das ist auch mit dem Moto Z Play und dem ersten Akkumodul möglich, dann bleiben aber keine Reserven mehr. Wenn das neue Modul mit dem Moto Z Play und seinem etwas leistungsfähigeren Akku genutzt wird, bleiben am Ende der Arbeitswoche noch mehr Reserven. Das Akkumodul funktioniert auch mit den übrigen Moto-Z-Smartphones, allerdings haben diese weniger leistungsstarke Akkus und leistungsfähigere Prozessoren, die den Akku stärker belasten. Damit dürften diese wohl nicht ganz auf eine Arbeitswoche kommen, ein mehrtägiger Einsatz wird aber möglich sein.

Zwei Lademodi stehen zur Wahl

Das Turbo Power Pack Mod kennt zwei verschiedene Lademodi. Die maximale Laufzeit wird im Effizienzmodus erreicht, der Turbomodus dient dem besonders schnellen Aufladen. Den vom ersten Akkumodul bekannten Standardmodus gibt es nicht, sodass sich der Smartphone-Akku nicht am Stück bis 100 Prozent laden lässt, ohne zugleich das Schnellladeverfahren zu aktivieren. Das fanden wir unpraktisch.

Bei geladenem Smartphone-Akku wird das Modul im Effizienzmodus erst dann verwendet, wenn der Smartphone-Akku unter 80 Prozent gelangt. Dann wird der Smartphone-Akku auf diesem Wert gehalten und der angedockte Akku schaltet sich dazu.

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