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Erweiterte Realität: Wie weit ist die Augmented Reality?

Christopher Gabbert 12.11.2017 - 09:00 | 0
Erweiterte Realität: Wie weit ist die Augmented Reality?

Egal ob zum Aufstellen virtueller Möbel in der Wohnung, Abmessen von Dingen mit dem Smartphone oder Fangen von kleinen Taschenmonstern: Die Möglichkeiten der Augmented Reality sind vielfältig. Was diese erweiterte Realität ist und wie es damit bei Apple, Google und Co. vorangeht, erklären wir euch in diesem Artikel.

Augmented Reality, abgekürzt AR, bedeutet erweiterte Realität und bezeichnet das Erweitern der Wahrnehmung der Realität auf computergestützter Basis. So kommt es zu einer Vermischung von virtueller und realer Welt. Die Augmented Reality kann sämtliche Sinne des Menschen betreffen. Häufig bezieht sich der Begriff erweiterte Realität jedoch auf die visuelle Darstellung von Information, beispielsweise durch Videos oder Bilder, die die wahrnehmbare Realität überlagern. Auch das Platzieren von virtuellen Objekten in der realen Welt ist ein häufiges Einsatzszenario für die erweiterte Realität.

Schon seit Längerem kommt die erweiterte Realität unter anderem bei Übertragungen von Fußballspielen zum Einsatz. Hier werden zum Beispiel Entfernungen bei Freistößen durch einen Kreis oder eine Linie eingeblendet. Aber auch bei Game-Shows oder anderen Events werden nützliche Informationen vermehrt innerhalb des Geschehens platziert, statt nur vor das Bild gelegt.

Augmented Reality bei einer Fußball-Übertragung | (c) ITSpots
Augmented Reality bei einer Fußball-Übertragung | (c) ITSpots

Augmented Reality auf dem Smartphone

Auch Smartphone-Hersteller und App-Entwickler haben das Thema Augmented Reality schon lange auf dem Schirm. So gibt es für Smartphones und Tablets bereits seit Jahren eine Vielzahl von AR-Anwendungen. Dafür sehen Nutzer in der Regel über das Display durch den Kamera-Sucher und bekommen je nach App nützliche Informationen angezeigt, können mit virtuellen Objekten interagieren oder diese im Raum platzieren.

Dafür werden üblicherweise die Informationen des Beschleunigungssensors, des Gyroskops sowie von GPS und Kompass kombiniert. Dass diese Informationen jedoch nicht ausreichen, um ein zufriedenstellendes AR-Erlebnis zu bieten, zeigt sich bei fast jeder App: In der erweiterten Realität positionierte Objekte springen umher, versinken im Boden oder den Wänden, oder die Interaktion durch den Nutzer ist mehr als schwergängig.

Google startet mit Project Tango und lenkt zu ARCore über

Dieser Probleme bewusst hat Google bereits vor Jahren das Project Tango gestartet und im Jahr 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit zusätzlichen Sensoren zur Tiefenwahrnehmung und Bewegungsverfolgung sollte die Augmented Reality Fahrt aufnehmen. Allerdings dauerte es bis 2016, bis mit dem Lenovo Phab 2 Pro das erste Smartphone mit den benötigten Sensoren für Otto Normalverbraucher erhältlich war. Mit dem Asus Zenfone AR folgte Anfang dieses Jahres ein zweites Smartphone mit der notwendigen Hardware.

Allerdings fanden beide Smartphones durch ihren beschränkten Einsatz bei hohem Anschaffungspreis nur wenig Anklang bei der breiten Masse. Dass etwas anderes her musste, um die Augmented Reality massentauglich zu machen, sah auch Google und stellte vor wenigen Monaten ARCore vor. Das Framework, das notwendige Berechnungen der Tiefe, Lichtstimmung und Bewegung auch mit den in jedem Smartphone vorhandenen Sensoren ermöglichen soll, steht seither Entwicklern bereit, um entsprechende Apps zu programmieren.

Augmented Reality auf dem Pixel XL | (c) Google
Augmented Reality auf dem Pixel XL | (c) Google

Apple startet mit dem ARKit durch

Nachdem Apple dem Thema Augmented Reality nur im Geheimen Beachtung geschenkt hatte, stellte das Unternehmen Mitte dieses Jahres mit ARKit eine eigene Plattform für iOS-Entwickler und die erweiterte Realität vor. Die Unterstützung fest in die neue iOS-Version 11 integriert, soll ARKit den Entwicklern die Möglichkeit geben, Augmented-Reality-Apps für das iPhone und iPad zu programmieren. Auch hier sollen spezielle Algorithmen dafür sorgen, dass nur mit den bereits verbauten Sensoren, ein zufriedenstellendes Nutzererlebnis erzeugt werden kann.

Apple ARKit | (c) Apple
Augmented Reality auf dem iPad | (c) Apple

Microsoft: Mixed Reality steht im Fokus

Als dritter großer Betriebssystem-Hersteller im Bunde verfolgt Microsoft einen anderen Ansatz als Google und Apple. Statt die Augmented Reality auf das Smartphone zu bringen, bietet der Redmonder-Konzern mit der HoloLens ein völlig anderes Nutzererlebnis. So gucken Nutzer nicht auf das Display ihres Geräts, sondern betrachten die reale Welt durch eine halbdurchsichtige Brille und können sie durch virtuelle Inhalte ergänzen. Der Vorteil: Beide Hände sind frei, um über Gesten in der erweiterten Realität mit Objekten interagieren zu können.

Doch die HoloLens kostet über 3.000 Euro und ist damit nur wenig geeignet, die Augmented Reality der breiten Masse zugänglich zu machen. Deutlich erschwinglicher sind da die VR-Headset, auf welche Microsoft in den vergangenen Monat den Fokus gesetzt hat. Die Brillen für die Virtual Reality sind technisch eine interessante Alternative zur bisher verfügbaren Konkurrenz wie die Oculus Rift und die HTC Vive.

Virtual und Mixed Reality

Von der Augmented Reality begrifflich abzugrenzen ist die Virtual Reality, kurz VR. Die virtuelle Realität ist die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung. Virtual Reality (VR) ist in den verschiedensten Bereichen einsetzbar, unter anderem kommt die virtuelle Realität in Flugsimulatoren bei der Ausbildung von Piloten zum Einsatz sowie bei räumlichen Studien in der Geologie, für Visualisierungen in der Medizin, Chemie oder in der Architektur.

Virtual Reality | (c) Areamobile
Virtual Reality mit der HTC Vive

Allerdings gibt es auch eine Kombination aus der virtuellen und erweiterten Realität, was als Mixed Reality bezeichnet wird. Dabei wird die reale Welt um 2D- und 3D-Content wie Schaltflächen und Hologramme ergänzt. Es kommt also zu einer deutlich stärkeren Verschmelzung zwischen der virtuellen und realen Welt.

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