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Fire TV (2017) im Test: Das Streaminggerät, das kaum einer braucht

»°^°« 18.11.2017 - 09:00 | 0
Inhaltsverzeichnis
Fire TV (2017) im Test: Das Streaminggerät, das kaum einer braucht

Mit dem aktuellen Fire TV hat Amazon ein recht sonderbares Gerät im Sortiment, das sich kaum noch vom Fire TV Stick unterscheidet. Wir haben nur wenige Kaufargumente gefunden.

Überraschungen sind nicht immer positiv. Die meisten Nutzer einer Fire-TV-Streaming-Box dürften ziemlich enttäuscht gewesen sein, als die neue Ausgabe Ende September 2017 vorgestellt wurde. Die ersten beiden Fire-TV-Boxen hatten für Streaminggeräte vergleichsweise viele Anschlussmöglichkeiten, beim neuen Modell sind fast alle weggefallen. Es gibt auch keine Box mehr, die irgendwo hingestellt wird. Wie Googles Chromecast wird das Fire TV direkt an den HDMI-Anschluss gehängt. Bei den meisten Fernsehern dürfte das Amazon-Gerät also in der Luft baumeln.

Zwei Jahre altes Fire TV mit Anschlussvielfalt

Der einzige Anschluss am neuen Fire TV ist eine Micro-USB-Buchse für die Stromversorgung. Zum Vergleich: Das Fire TV aus dem Jahr 2015 hat neben einem Stromanschluss eine vollwertige USB-Buchse, einen Netzwerkanschluss und einen Steckplatz für Speicherkarten. An der USB-Buchse können Maus, Tastatur oder ein USB-Stick betrieben werden, die Box ist also vergleichsweise unkompliziert erweiterbar. Das Fire TV der ersten Generation hatte einen optischen Digitalausgang, dafür gab es keinen Steckplatz für Speicherkarten. All das fehlt beim neuen Gerät komplett, die Erweiterungsmöglichkeiten sind allesamt entfallen.

Somit unterscheidet sich das neue Fire TV vom Funktionsumfang her nicht mehr vom Fire TV Stick 2, der ebenfalls keine weiteren Anschlüsse hat und als preisgünstiger Einstieg in die Fire-TV-Welt gilt. Das neue Modell bietet als Unterschied und Neuerung vor allem die Unterstützung von 4K-Auflösungen zusammen mit HDR und ist das erste HDR-fähige Fire-TV-Gerät.

Damit diese Möglichkeiten ausgereizt werden können, ist ein passender Fernseher erforderlich. Die meisten heutzutage verkauften Fernseher mit HDR-Unterstützung sind ohnehin Smart-TVs, bei denen zumeist Amazons Video-App verfügbar sein dürfte, so dass der Kauf eines Fire TV nicht mehr unbedingt notwendig ist. Die Oberfläche reagiert schnell und zügig, aber das dürfte auch bei den meisten 4K-Fernsehern mit HDR-Funktion der Fall sein.

Amazon Fire TV 2017 | (c) Golem
Amazon Fire TV 2017 | (c) Golem

Innerhalb der Oberfläche gibt es spezielle 4K-Rubriken, noch ist das 4K-Sortiment gemessen am gesamten Sortiment vergleichsweise klein. Die zum Prime-Abo gehörenden 4K-Inhalte können ohne Aufpreis ohne weitere Kosten abgespielt werden.

Keine Änderungen bei der Fire-TV-Fernbedienung

Allerdings erweist sich hier besonders der Verzicht auf einen Ethernet-Anschluss als größter Nachteil. Wenn der WLAN-Zugangspunkt nicht optimal für den Fire TV aufgestellt wird, kann es Probleme geben, über WLAN die hohen Datenraten zu schaffen, die für 4K erforderlich sind. Solche Schwierigkeiten könnten mit einem Anschluss via Netzwerkkabel gelöst werden, aber der ist nur durch den Kauf von Zubehör möglich.

Die Fernbedienung ist unverändert geblieben. Es gibt einen Play-Pause-Knopf, Spultasten, einen Home-Button, einen Zurück-Knopf und einen Menü-Button sowie einen Fünf-Wege-Navigator. Ganz oben prangt die Taste zur Aktivierung des Mikrofons. Wir vermissen weiterhin Tasten zur Lautstärkeregelug; die Fernbedienung für den Fernseher muss immer griffbereit sein. Fire TV bietet eine Sprachsuche und die Alexa-Funktionen.

Somit bleiben nur die Sprachsuche und die Alexa-Funktionen als Kaufgrund für das neue Fire TV, wenn es auf die 4K-Fähigkeit ankommt. Mit der Sprachsuche gefundene Inhalte lassen sich weiterhin nicht per Sprachkommando abspielen, das geht nur durch Knopfdruck auf der Fernbedienung. Außerdem unterstützen die Fire-TV-Geräte in Deutschland noch immer keine Anbindung an Alexa-Lautsprecher. Wenn Alexa auf dem Fire TV verwendet werden soll, ist also der Griff zur Fernbedienung erforderlich. Mit einem Knopfdruck wird das Mikrofon für die Sprachbefehle aktiviert.

Kein Zusammenspiel mit Alexa-Lautsprechern

Durch die Anbindung an Alexa-Lautsprecher würde diese Beschränkung entfallen: Anwender könnten dann etwa die Wiedergabe eines Films oder einer Serie pausieren, indem der betreffende Befehl einfach in den Raum gerufen wird. Der Alexa-Lautsprecher würde die Anweisung umsetzen, ohne dass eine Fernbedienung in die Hand genommen werden muss. Amazon hat keine Angaben dazu gemacht, wann diese Funktion in Deutschland freigeschaltet wird. In den USA steht sie bereits seit Sommer 2017 zur Verfügung.

Einige der Neuerungen am Fire TV sind derzeit bedeutungslos. So wird Dolby Atmos zwar unterstützt, es gibt aber keine passenden Inhalte und Amazon macht auch keine Angaben dazu, wann mit Dolby-Atmos-Inhalten im eigenen Videostreamingsortiment zu rechnen ist.

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