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Apple TV 4K: Apples TV-Streamingbox im Test

Igor Patalai 28.11.2017 - 18:00 | 0
Inhaltsverzeichnis
Apple TV 4K: Apples TV-Streamingbox im Test

Mit 4K-Auflösung, High Dynamic Range (HDR) und A10X Fusion Chip erfüllt Apples TV 4K aktuelle Standards im Streamingbereich. Das kleine Schwarze läutet laut Apple eine neue Ära ein, ob das stimmt und für wen sich ein Upgrade lohnt, haben wir im Test herausgefunden.

Zwei Jahre nach dem Launch des Apple TV der vierten Generation bringt der Konzern aus Cupertino den Nachfolger mit dem vielsagenden Beinamen 4K. Größte Neuerung der Streamingbox: Sie kann Inhalte mit einer nativen Auflösung von 3.840 x 2.160 Pixel - also viermal so scharf wie Full-HD - darstellen. Entsprechende Inhalte werden per Internet-Stream von verschiedenen Videoportalen aus dem App-Store bezogen. Apple Movies und andere iTunes-Dienste sind vorinstalliert.

Apple TV 4K im Unboxing

Minimalistisch: Das trifft nicht nur auf das Design des Apple TV 4K zu, sondern auch auf den Lieferumfang. Neben der kleinen schwarzen Streamingbox legt Apple das Netzteil, die Fernbedienung und ein USB-zu-Lightning-Kabel bei, aber weder ein USB-Netzteil, noch ein HDMI-Kabel. Für 4K-Inhalte mit 60 Hz muss sich der Nutzer ein Kabel nach HDMI-2.0-Standard besorgen.

Optisch hat sich das Apple TV 4K im Vergleich zum Vorgängermodell kaum verändert. Einzig der fehlende USB-C-Anschluss und die Lüfterschlitze auf der Unterseite unterscheiden die 5. von der 4. Generation. Geblieben sind der Ethernet-Port für Internet via Kabel, der Stromanschluss und der HDMI-Ausgang.

Apple TV 4K im Test | (c) Areamobile
Apple TV 4K im Unboxing
Apple TV 4K im Test | (c) Areamobile
Apple TV 4K
Apple TV 4K im Test | (c) Areamobile
Fernbedienung mit Siri
Apple TV 4K im Test | (c) Areamobile
Apple TV 4K mit Lüfterschlitzen

Auch die Fernbedienung hat sich beim Generationenwechsel kaum verändert. Einzig die Menütaste hat einen weißen Plastikrand bekommen. Nach wie vor gibt es eine Home-Taste, eine Taste für Play und Pause, eine Siritaste für Spracheingaben und eine Lautstärkewippe, die den Sound des Fernsehers auch ohne HDMI-CEC-Verbindung direkt ansteuern kann - praktisch! Außerdem fungiert eine Menü-Taste als Zurücktaste. Der Materialmix aus Aluminium sowie mattem und glänzendem Kunststoff ist gut gelungen, zieht auf der Bedienseite aber Fingerabdrücke an. Unregelmäßige Spaltmaße oder sonstige Mängel fallen mir beim Auspacken nicht auf. Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, das abgerundete Design der Metallrückseite erinnert an die Haptik eines iPod Touch.

Dank Siri schnell startklar

Die Einrichtung des Apple TV 4K ist unkompliziert und in wenigen Schritten erledigt. Nachdem die in Klavierlack gehaltene schwarze Box via HDMI-Kabel mit dem Fernseher verbunden und an den Strom angeschlossen ist, sollte überprüft werden, ob die HDR-Funktion des Fernsehers eingeschaltet ist. Unser Samsung-TV bezeichnet den HDR-Modus als "UHD-Color". Ist dieser ausgeschaltet, wird kein HDR-Signal empfangen. Die verschiedenen Hersteller benennen ihre HDR-Modi übrigens unterschiedlich, ein Blick ins Menü lohnt sich also.

Apple TV 4K im Test | (c) Areamobile
Die Spracherkennung auch Offline nutzbar

Nach der Sprachauswahl lässt sich Siri aktivieren oder deaktivieren, wir lassen Siri natürlich an. Nun wird das Apple TV 4K entweder manuell oder per Datenübertragung mithilfe eines anderen iOS-Gerätes mit dem WLAN verbunden. Ich wähle manuell und bereite mich darauf vor, das 15-stellige Wlan-Kennwort mühsam per Scrollbewegung einzugeben, da springt mir die Sprachsteuerungsfunktion bei. Im Offline-Modus diktiere ich das kryptische Passwort, alles wird fehlerfrei übernommen - prima.

Der Rest ist Routine: Apple-ID und die üblichen Einstellungen zu Ortungsdiensten und den Apple-AGB konfigurieren, dann öffnet sich der Startbildschirm. Auf dem Homescreen liegen wie gewohnt App-Kacheln, die in 5er-Reihen angeordnet sind. Der Hintergrund ist in Grautönen gehalten und kann in den Einstellungen auf ein dunkles Layout umgestellt werden. Nett sind die Apple-eigenen Video-Screensaver, die man automatisch laden lassen kann. Sie sind hochauflösend und zeigen beeindruckende Landschaften, sind aber entsprechend groß. Wer also auf das übertragene Datenvolumen achten muss, sollte diese ausschalten.

Apple TV 4K im Test | (c) Areamobile
Der Homescreen von Apple TV 4K: klassische Ansicht.

Mit dem Touchpad der Fernbedienung wird durch das Menü navigiert, bestätigt wird per Klick darauf. Die Empfindlichkeit des Trackpads lässt sich in den Einstellungen anpassen. Apple setzt auf intuitive Bedienung, man kann ohne Vorkenntnisse loslegen.

Apple TV 4K – Technische Voraussetzungen:

Um das Potenzial des neuen Apple TV voll auszuschöpfen, benötigt der Nutzer einen 4K-fähigen Fernseher mit HDR10 oder Dolby Vision und schnelles Internet mit einer Bandbreite von mindestens 25 MBit/s. Apple TV 4K kann allerdings auch an HD- und Full-HD-fähige Fernseher und Monitore mit HDMI-Eingang angeschlossen werden. In den Einstellungen wird sogar eine VGA-Auflösung mit 640 x 480 Pixel mit 60 Hz angeboten, für Nostalgiker ein nettes Gimmick.

Sound kommt mit maximal acht Kanälen über HDMI, einen optischen Audioausgang gibt es nicht. Auf den ersten Blick nicht weiter tragisch, wer jedoch 4K-Inhalte mit 60 Bildern pro Sekunde und Mehrkanalsound genießen möchte, braucht einen AV-Receiver mit HDMI-2.0-Anschluss. Da dürften einige ältere Receiver nicht mehr mithalten können. Apple bietet alternativ Dolby Digital 5.1 an, in diesem Fall wird das Audiosignal auf fünf Lautsprecher und einen Subwoofer komprimiert, was zu Qualitätseinbußen führen kann. Dolby Atmos wird derzeit nicht unterstützt, könnte theoretisch aber noch per Update nachgeliefert werden. Wer Bluetooth 5.0 oder den Fernseher für die Soundausgabe nutzt, bekommt Stereo-Sound.

Neuerungen und Funktionen:

4K wird derzeit als das Maß aller Streaming-Dinge beworben, obwohl es dafür bisher nur begrenzt Content gibt. HDR-Unterstützung ist das zweite Highlight des Apple-Geräts: Es zeigt dadurch einen größeren Kontrastumfang an, mehr Details werden sichtbar.

Im Inneren arbeitet der mächtige A10X-Prozessor, der schon im iPad Pro 2017 für ordentlich Leistung sorgt. Apple verbaut 3 GB Arbeitsspeicher in die neue Streamingbox, beim Vorgängermodell waren es 2 GB. Kein Wunder also, dass das einfach gehaltene System ruckelfrei von Menü zu Menü sprintet und auch grafisch anspruchsvolle Spiele wie "Asphalt 8" locker mit 60 Bildern pro Sekunde rendert.

Für Apps stehen dem Nutzer 32 GB oder 64 GB Speicherplatz zur Verfügung. Lokal lassen sich keine Dateien auf dem Apple TV 4K speichern - es ist ein reines Streaming-Device. Der interne Speicher wird also nur vom System und Programmen belegt. Die Apps sind dabei relativ platzsparend, Netflix braucht zum Beispiel nur 42 MB Platz und das umfangreiche "Asphalt 8 Racing" 220 MB.

Das Betriebssystem ist an die 4K-Auflösung angepasst und stellt bei meinem Fernseher die Videoausgabe automatisch auf 4K mit HDR bei 60 Hz ein.

Apple TV 4K im Test | (c) Areamobile
Apple bietet viele verschiedene Videomodi an

Inhalte mit anderen Parametern wie Filme ohne HDR, die mit 24 Hz und in Full-HD gestreamt werden, passt Apple an die höhere Auflösung an und berechnet Zwischenbilder, forciert also alle Inhalte in die gewählte Einstellung. Bei Youtube-Videos und Filmen führt das stellenweise zu einem abgedunkelten, leicht ausgewaschenen Bild und einer ungewöhnlich hohen Bildwiederholungsrate, was dem Kinoerlebnis von Spielfilmen nicht immer dienlich ist. HDR-Support sollte also nur für echtes HDR-Material aktiviert werden, ansonsten ist 4K im SDR Modus zu empfehlen.

Laut Apple wird das kommende Update auf TV OS 11.2 eine automatische Umstellung von SDR zu HDR und den Bildwiederholraten unterstützen. Dann bleibt dem Nutzer der Weg über die Einstellungen zur Videoausgabe erspart.

Themen: Apple TV 4K
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