Werde Teil der Community - Registriere dich jetzt kostenlos! | Login
Anzeige
 
 

Amazon Echo Show im Test: Alexa, zeig's mir!

Ingo Pakalski | Golem.de 02.12.2017 - 16:20 | 0
Amazon Echo Show im Test: Alexa, zeig's mir!

Ein Display am Gerät macht Amazons digitalen Assistenten Alexa noch cooler. Aber wird er damit auch nützlicher? Auf einem Lautsprecher und einem Tablet zeigen sich überraschende Unterschiede.

Was ändert ein Display an der Nutzung von Geräten mit Amazons digitalem Assistenten? Dieser Frage sind wir nachgegangen und haben uns Amazons Echo Show und das Tablet Fire HD 10 genau angeschaut. Letzteres ist das einzige Fire-Tablet, das Alexa auf Zuruf nutzt. Es verwendet Amazons Tablet-Betriebssystem Fire OS; Alexa ist ein Teil davon. Beim Echo Show gibt es nur Alexa und kein weiteres Betriebssystem.

Auch bei der Hardware gibt es deutliche Unterschiede zwischen den beiden Geräten. Das Echo Show kann nur mit einem Netzteil betrieben werden. Es hat einen 7 Zoll großen Touchscreen und große Stereo-Lautsprecher mit Dolby-Unterstützung. Das Fire HD 10 hat typische Tablet-Lautsprecher, ist durch den eingebauten Akku mobil nutzbar und hat einen größeren Touchscreen mit einer Bilddiagonale von 10 Zoll. Das Tablet hat keine Fernfeldtechnik, so dass der Nutzer eher in Richtung des Geräts sprechen muss.

Echo Show mit Fernfeld-Mikrofonen

Auf einem Alexa-Display erscheinen idealerweise parallel zu den Alexa-Ansagen zusätzliche Informationen und das Gerät sollte auch auf der sichtbaren Oberfläche mit der Stimme bedient werden können. Das gelingt beim Echo Show schon ganz gut, ist aber beim Tablet eine Enttäuschung. Zudem würden wir von einem Echo-Gerät mit Display erwarten, dass auch das Surfen im Internet oder Dienste abseits von Amazon möglich sind - hier gibt es noch ganz grundsätzliche Mankos.

Amazon Echo Test | (c) Martin Wolf/ Golem.de
Links Fire HD 10, rechts Echo Show | (c) Martin Wolf/Golem.de

Das Gehäusedesign erinnert an Röhrenfernseher: oben der Bildschirm, darunter die Lautsprecher. Das wirkt altbacken, aber nach einiger Zeit gewöhnten wir uns daran. Der Echo Show ist mit einem Gewicht von knapp 2,2 kg ziemlich schwer. Dadurch und durch eine gummierte Geräteunterseite wird verhindert, dass das Gerät nach hinten rutscht, wenn auf dem Touchscreen getippt oder gewischt wird.

Bequeme Einrichtung ohne Alexa App

Für die Einrichtung des Echo Show wird - anders als bei den anderen Echo-Geräten - keine Alexa-App benötigt, sondern kann auf dem Display vorgenommen werden. Dasselbe gilt für die meisten Einstellungen. Ganz ohne Alexa-App geht es aber am Ende nicht. Zur Konfiguration von Smart-Home-Equipment, für die Einbindung in Multiroom-Umgebungen oder die Auswahl von Alexa-Skills braucht es dann ein Smartphone oder Tablet mit der Alexa-App. Diese Einschränkungen scheinen überflüssig zu sein und machen die Konfiguration unnötig kompliziert.

Amazon Echo Test | (c) Martin Wolf/ Golem.de
Grundlegende Einstellungen des Echo Show können direkt am Gerät vorgenommen werden.| (c) Martin Wolf/Golem.de

Das wird dadurch verschärft, dass Amazon die Geschwindigkeitsprobleme in der Alexa-App seit mehr als einem Jahr nicht in den Griff bekommt. Erst vor einigen Wochen ist eine komplett überarbeitete Alexa-App erschienen, Besserung gab es damit aber nicht. Innerhalb der App müssen sich Anwender auf Wartezeiten von bis zu 14 Sekunden einrichten, bis ein Bereich geladen ist. Das Nadelöhr scheinen hier die Server von Amazon zu sein, denn die Wartezeit verkürzt sich auch nicht, wenn ein besonders leistungsfähiges Smartphone verwendet wird, etwa mit Qualcomms aktuellem Oberklasse-Prozessor Snapdragon 835.

Die Alexa-App nervt gewaltig

Beim Wechsel in die Einstellungen der Alexa-App dauert es 12 bis 14 Sekunden, bis Informationen mit den eingerichteten Alexa-Geräten angezeigt werden. Andere Bereiche kommen mit etwa 5 Sekunden auf eine kürzere Wartezeit, aber selbst das nervt enorm und ist für eine solche App alles andere als zeitgemäß. Bis so manche Änderung an einem Gerät oder einer Alexa-Konfiguration geändert ist, können Wartezeiten von bis zu einer halben Minute zusammenkommen. Zu allem Überfluss erscheinen bei der Gerätekonfiguration immer wieder irreführende Fehlermeldungen. Obwohl die betreffende Einstellung fehlerfrei geändert wurde, zeigt die App eine Fehlermeldung an, die Anwender unnötig verunsichern kann.

Amazon Echo Test | (c) Martin Wolf/ Golem.de
Das dauert jetzt 14 Sekunden, bis die Alexa-App die Einstellungen anzeigt. | (c) Martin Wolf/ Golem.de

Für immer mehr neue Funktionen wird die Alexa-App benötigt, aber Amazon trägt dem bislang keine Rechnung. Seit Monaten kommuniziert das Unternehmen auf Anfrage, dass die Probleme bekannt seien und an einer Lösung gearbeitet werde. Gebessert hat sich allerdings nichts. Hat man die Hürden der Konfiguration gemeistert, reagiert Alexa auf dem Echo Show zum Glück immer schnell und zuverlässig.

Mute-Knopf für Mikrofon und Kamera

Die acht Mikrofone im Echo Show können bei Bedarf per Knopfdruck abgeschaltet werden. Dann leuchtet am Gerät eine kleine rote LED. Diese ist weniger auffällig als der Leuchtring bei den Echo-Lautsprechern. Mit dem Mikrofon wird auch die Kamera abgeschaltet. Diese ist vor allem für Videotelefonate gedacht und kann als Überwachungskamera genutzt werden. Es gibt keine Möglichkeit, nur die Kamera oder nur das Mikrofon zu deaktivieren. Beim Tablet gibt es keinen physischen Mute-Knopf, aber die Alexa-Aktivierung kann in den Schnelleinstellungen unkompliziert ausgeschaltet werden.

Amazon Echo Test | (c) Martin Wolf/ Golem.de
Wenn Echo Show stumm geschaltet ist, leuchtet eine rote LED am Gerät. | (c) Martin Wolf/ Golem.de

Die beiden weiteren Knöpfe am Echo Show dienen der Lautstärkeregelung und befinden sich auf der Oberseite des Geräts, direkt neben dem Mute-Knopf. Es sind gewöhnliche Drucktasten, die sich gut erfühlen lassen. Die Regulierung der Lautstärke über den Drehring am Echo-Lautsprecher ist aber wesentlich komfortabler, weil sich die Lautstärke entsprechend schnell ändern lässt und nicht nach dem passenden Knopf gesucht werden muss. Durch einen längeren Druck auf die Mute-Taste kann der Echo Show komplett ausgeschaltet und auch wieder eingeschaltet werden. Das ist neu, die Echo-Lautsprecher kennen das nicht.

Das Besondere am Echo Show sind der 7-Zoll-Touchscreen und die Verwendung von Alexa.

Kommentar schreiben

Die Kommentarfunktion ist hier leider nur für angemeldete Benutzer freigegeben.

Du bist nicht dabei?
Werde Teil der Community
Registriere Dich jetzt kostenlos! | Login
Sichere Dir Deinen Usernamen, damit Deine Beiträge und Bewertungen nicht verloren gehen.
 
Kommentare

Es wurden noch keine Kommentare abgegeben.

Anzeige
Aktuelle Geräte im Test
Anzeige