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Dobot Rigiet im Test: Was taugt der Kickstarter-Gimbal für Smartphones?

Sebastian Zelada 07.02.2018 - 16:13 | 2
Inhaltsverzeichnis
Dobot Rigiet im Test: Was taugt der Kickstarter-Gimbal für Smartphones?

Ruhige Hand

Im Y-Modus sind keine Neigungen nach oben, sondern lediglich in der Horizontalen möglich. So kann beispielsweise um ein Objekt herumgelaufen und die Kamera stabil auf einer Höhe gehalten werden, während sie jedoch weiterhin immer auf das Objekt gerichtet bleibt. Das wäre im L-Modus aufgrund der kompletten Achsensperrung nicht möglich. Ein Anwendungsfall: Wir wollen um den Kopf einer Person herumfahren und den Kamera-Ausschnitt auf der gleichen Höhe haben. Während wir sie umkreisen, soll die Kamera aber stets auf ihren Kopf gerichtet sein, ohne dass wir mit dem Joystick nachjustieren müssen. Die erforderliche Horizontalneigung erzielen wir lediglich über Nachjustierungen unserer Handgelenksposition.

Drückt man den Joystick übrigens leicht in das Gehäuse, dann kann jederzeit eine komplette Achsen- und Neigungssperrung initiiert werden, bis man ihn wieder loslässt. Was kompliziert klingt, ist in Wahrheit schnell erfasst. Mit ein wenig Übung gelingen schnell hochwertige Kamerafahrten. Man sollte sich jedoch darüber im Klaren sein, dass es sich hier quasi um ein Profigerät für Einsteiger handelt. Einfach einschalten, loslegen und perfekte Ergebnisse erzielen ist also nicht drin.

Dobot Rigiet | (c) Areamobile
Dobot Rigiet

Dauerläufer

Im Betrieb gibt es ein Feature, das uns besonders gut gefallen hat. Auf der linken Seite des Gimbals befindet sich ein Micro-USB-Port und auf Höhe des Smartphones ein weiterer. So können beide Geräte während des Filmens von einer Powerbank aufgeladen werden. Der mitgelieferte Akku des Dobot Rieget hält immerhin drei Stunden. Das alleine ist schon ein ordentlicher Wert und meistens macht das Telefon hier eher schlapp als der Gimbal. Durch das mögliche Durchschleifen der Powerbank verspricht Dobot aber sogar bis zu 24 Stunden Filmspaß am Stück.

Ein Adapter am Gimbal selbst macht es übrigens auch möglich, das Gerät an ein Stativ zu schrauben und dadurch besonders ruhige Kameraschwenks zu realisieren. Theoretisch ist es darüber auch denkbar, das Gerät mit diversen GoPro-Adaptern zu verbinden.

Dobot Rigiet | (c) Areamobile
Dobot Rigiet

Die App

Die Rigiet-App ist nicht unbedingt notwendig. Der Gimbal kann auch mit Standard- oder Drittanbieter-Kamera-Apps genutzt werden. Dann fallen aber Vorteile, wie das Initiieren von Aufnahmen über den Aufnahmeknopf, weg.

Die Rigiet-App ist - trotz einiger chinesischer Begriffe - sehr einfach zu bedienen und weitgehend selbsterklärend. Mit dem unteren Hardwarehebel am Gerät können wir uns durch die Aufnahmemodi schalten. Foto, Video, Zeitlupe und Zeitraffer sind ebenso vorhanden wie eine Panoramafunktion. Auch zwischen Front- und Rückkamera kann man so wechseln. Sogar Zeitraffer mit Schwenks sind möglich, erfordern jedoch aufgrund der Natur der Sache ein Stativ und einiges an Übung.

Kritikpunkt: Die Videos und Fotos werden in der App gespeichert und müssen, sollen sie in die Standard-Kamera-App verfrachtet werden, nachträglich übertragen werden. Das ist lästig. Zudem ist die App beim Betrachten und Bearbeiten der Videos einige Male abgestützt. Während der Aufnahmen konnten wird das glücklicherweise nicht beobachten.

Fazit

Billig ist der Spaß mit 300 Euro nicht. Doch man sollte sich darüber im Klaren sein, dass man hier ein hochwertiges Gerät für semiprofessionelle Anwendungen kauft. Gimbals für DSLR-Kameras gehören für Videographen zur Pflichtausstattung, sind aber gut drei Mal so teuer. Smartphone-Gimbals sind vergleichsweise günstig zu haben und ein idealer Einstieg in ambitioniertere Videosphären. Der Dobot Rigiet ist deshalb auch für seinen jetzigen Preis absolut empfehlenswert. Echte Kritikpunkte gibt es kaum. Wer also seine Videos aufwerten will, der kann bedenkenlos zuschlagen.

Themen: Kamera, Gadget, Video
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Kommentare
  1. 07.02.18 21:12 Marketinghoschi (Expert Handy Profi)

    verstehe auch nicht was das soll. Gibts schon lange in verschiedensten Ausführungen und günstiger.

  2. 07.02.18 16:45 peter0815 (Handy Profi)

    von Feiyu Tech gibt es mehrere Versionen die diesem hier ähnlich sind - jedoch um einiges günstiger

    der SPG z Bsp. so um 200 € - fürs Handy sehr empfehlenswert

    da ich mit gopro filme habe ich dann aber den Karma Trip genommen - über 300 € - aber die Bedienung/Halterung funzt besser

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