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Star Wars Jedi Challenges im Test: Die Macht im Wohnzimmer

Sebastian Zelada 11.03.2018 - 16:20 | 2
Star Wars Jedi Challenges im Test: Die Macht im Wohnzimmer

Dank Lenovos AR-Spielzeug "Star Wars: Jedi Challenges", schwingen wir in den eigenen vier Wänden das Lichtschwert gegen Sith-Hologramme, verteidigen Wüstenplaneten gegen Invasoren oder spielen eine Runde Holoschach. Macht das Spaß und wenn ja, lohnt sich der Kauf? Wir haben es getestet.

Im eigenen Wohnzimmer gegen Hologramme von "Star Wars"-Bösewichten das Lichtschwert schwingen: Das soll "Star Wars: Jedi Challenges" über AR-Technologie liefern. Per Augmented-Reality-Brille projiziert das "Jedi Challenges"-Set die Bösewichte ins eigene Wohnzimmer und soll die Illusion vermitteln, dass sie sich wirklich mit einem im Raum befinden.

Je nach Angebot kostet das dafür notwendige Set mit Lichtschwert und dem Lenovo Mirage AR Headset zwischen 200 und 300 Euro. Um loslegen zu können, muss die passende App installiert und das Lichtschwert per Bluetooth mit dem Smartphone verbunden werden. Android-Geräte benötigen zusätzlich eine Verbindung per Kabel, mit dem Mirage-Headset, um die Verbindungserlaubnis zu erhalten. iPhone-Nutzer können auf diesen Extraschritt verzichten.

Star Wars: Jedi Challenges | (c) Lenovo
Das Set für die Star Wars Jedi Challenges | (c) Lenovo

Das Headset nimmt Smartphones unterschiedlicher Größe in eine Art Schublade der AR-Brille auf, wo sie fixiert werden. Wichtig: Das Display des Geräts bleibt dabei angeschaltet. Die App bestimmt dann den Bildausschnitt, der im Headset abgebildet wird. Wer durch das Headset hindurchsieht, erblickt im Raum, in dem er sich befindet, die Projektion des Lichtschwertgegners. Unter Umständen muss unter einigen vorgegebenen Ausschnitten manuell nachjustiert werden, um das gewünschte Ergebnis zu erhalten.

Jedi-Meister sein ist nicht schwer

Im Set enthalten ist auch ein sogenannter "Beacon". Dabei handelt es sich um eine tennisballgroße Kugel, welche nachgiebig gummiert ist und leuchtet. Sie kommuniziert, nachdem sie auf dem Boden platziert wurde, mit der App und kann die virtuellen Gegner korrekt und wie gewünscht im Raum zu platzieren. Das klappt nicht immer überzeugend, doch ist die Einrichtung dann gestartet, kann es endlich losgehen. Die Prozedur muss übrigens bei jeder neuen Spielesession wiederholt werden. Star Wars: Jedi Challenges bietet drei Modi zur Auswahl: Ein Tower-Defense-Verschnitt, das aus "Star Wars Episode IV: Eine neue Hoffnung" bekannte Holoschach, welches Chewbacca mit Han Solo spielt, und natürlich die Lichtschwertkämpfe.

Star Wars: Jedi Challenges | (c) Lenovo
Star Wars: Jedi Challenges | (c) Lenovo

Spieler kämpfen sich durch verschiedene Schauplätze des "Star Wars"-Universums, welche bekannte Umgebungen wie Naboo oder Hoth umfassen. Insgesamt warten fünf Planeten und sechs Schwierigkeitsgrade auf den geneigten Jedi. Die Kämpfe mit den leuchtenden Klingen sind erwartungsgemäß das Highlight. Droiden und Sturmtruppler sind dabei eher einfach zu schlagen. Lediglich Endgegner wie Darth Vader oder Kylo Ren sind anspruchsvoller. Das Lichtschwert vibriert bei Treffern und wer sich anstrengt, der gerät auch durchaus ins Schwitzen. Wer sich bis zum Finale des Spiels durchkämpft, verbringt etwa zwölf Stunden mit den AR-Abenteuern.

Genug Spielfläche ist ein Muss

In dieser Zeit ist es völlig problemlos möglich, das Headset auch über einen längeren Zeitraum zu tragen. Der limitierende Faktor ist an anderer Stelle zu finden. Es ist der Akku des Smartphones, welcher durch die App und den ständig aktivierten Bildschirm des Handys ordentlich ins Schwitzen gerät. Wie übrigens auch die meisten Geräte selbst, denn Star Wars: Jedi Challenges strapaziert den Prozessor nicht zu knapp. Auch schnellere Smartphones werden deutlich wärmer, bis heiß. Mehr als vier Stunden Spielen am Stück dürften aufgrund des Akkuhungers nicht möglich sein, bei vielen Geräten ist wohl auch schon vorher Schluss.

Star Wars: Jedi Challenges | (c) Lenovo
Die Brille für die Star Wars: Jedi Challenges sitzt gut | (c) Lenovo

Beachten sollten Star-Wars-Fans zudem, dass das Set nach einer möglichst großen Spielfläche verlangt. Ideal sind dafür Wohnzimmer, die nicht mit Esstischen oder ähnlichem vollgestellt sind. Je mehr Bewegungsfreiheit, desto mehr Spaß macht das Spiel und desto sicherer ist es auch, denn in engen Räumen steigt die Gefahr, im Eifer des Gefechts zu stolpern und sich möglicherweise zu verletzen. Der kugelförmige Beacon ist übrigens in der Lage zwei Spieler zu bedienen. In Zukunft könnte das Spiel also durchaus erweitert werden und einen Koop-Modus beinhalten. Zu hoffen ist auch auf ein Update für die Ortung des Lichtschwerts, öfters muss das Schwert per Knopfdruck nachjustiert werden. Das ist zwar nicht schlimm, jedoch im Eifer der eigentlich richtig spaßigen Gefechte eher nervig. Idealerweise sollte der Raum deshalb abgedunkelt sein, denn dann klappt das Tracking besser.

Mit dem Kauf noch warten

Für die unverbindliche Preisempfehlung von 299 Euro ist das Set seinen Preis wohl eher nicht wert. Inzwischen ist es vielerorts 100 Euro günstiger zu bekommen, doch ob dem geneigten Fan 12 Stunden durchaus spaßiger Lichtschwertkämpfe, Tower-Defense und Holoschach genug sind, um das zu rechtfertigen? Ein langfristiger Vertrag mit Disney lässt auf weitere Inhalte hoffen. Nur ein halbwegs potentes Smartphone der gehobenen Klasse sollte man besitzen, die Prozessoren werden nämlich ordentlich beansprucht. Unsere Empfehlung lautet: lieber noch etwas auf fallende Preise warten. Das Spiel ist durchaus gut gemacht, doch auch ein wenig zu teuer. Viel besser als die Fuchtel-Spiele auf der Wii vor mehreren Jahren steuert es sich nämlich nicht.

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Kommentare
  1. 11.03.18 21:00 Arminator (Advanced Handy Profi)

    Uns was hat es mit dem Disney Abkommen auf sich? Soll das heißen so interaktive jedispiele für die Konsole werden erstmal nicht kommen? Das wäre schade, auf so gut gemachte lichtschwertspiele hätte ich schon Mal Lust

  2. 11.03.18 20:58 Arminator (Advanced Handy Profi)

    Wieviel Stunden Lichtschwertkampf hat man denn von den gesamten 12h? Die anderen beiden Modi interessieren mich jetzt nicht so arg...

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