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Autor: Tobias Czullay 14.04.2018 - 09:00 | 4

Apple iPad (2018) Testbericht

Testüberblick Apple iPad (2018)

  1. iPad (2018) Test: Design, Display und Apple Pencil
  2. Kamera, Akku und Fazit
  3. 4 Lesermeinungen
Tops und Flops
  • Tops
  • Unterstützung für den Apple Pencil
  • Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Ausgezeichnete Performance
  • Flops
  • Keine Innovation über den Preis hinaus

iPad (2018) Test: Das Volks-Tablet

Nur halb so teuer wie das iPad Pro und dabei trotzdem besser als die meisten Android-Tablets: Mit dem neuen iPad (2018) erobert Apple das Tablet zurück. Auch wenn das neue iPad nicht mit der aktuellsten Hardware daherkommt, bietet es mit der Unterstützung für den Apple Pencil und dem potenten Prozessor einige Kaufanreize.

iPad 2018 | (c) Areamobile
iPad 2018

Nachdem Apple vor nunmehr acht Jahren den Hype um die flachen Touchscreen-Computer angestoßen hat, waren es dann vor allem die Billig-Tablets, die das Geschehen dominierten. Mittlerweile ist der Markt regelrecht in sich zusammengebrochen, für viele Hersteller lohnen die Tablets nicht mehr. Doch während Sony, LG und auch Google der Geräteklasse offenbar den Rücken gekehrt haben, fährt Apple seit dem vergangenen Jahr eine regelrechte iPad-Offensive und stattet iOS mit vielen neuen tabletspezifischen Features aus. Mit dem Release des bislang günstigsten iPad treibt es das Unternehmen nun auf die Spitze und schafft es ganz nebenbei, das Tablet für sich zurückzuerobern.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Wer das erste iPad Air oder das im vergangenen Jahr veröffentlichte iPad (2017) schon einmal in den Händen halten durfte, den erwarten beim neuen iPad (2018) keine Überraschungen. Das Gerät ist mit knapp 470 Gramm genauso schwer, mit 7,5 Millimeter genauso dick und mit einer Seitenlänge von 24 x 17 Zentimetern genauso lang. Beim Gehäuse handelt es sich wie gehabt um einen Unibody aus Aluminium, mittig darin eingebettet blitzt das spiegelnde Hersteller-Logo hervor. Die LTE-fähige Variante des iPad (2018) hat am oberen Ende der Rückseite einen etwa zwei Zentimeter dicken Plastik-Aufsatz, unter dem sich die Funkantennen verbergen - bei den aktuellen iPad-Pro-Modellen sind die Antennen dezenter. Anders als bei den teuren Luxus-Tablets ist die Kamera des iPad (2018) bündig zur Rückseite eingefasst.

Apple iPad 2018 | (c) Areamobile
Das iPad (2018)
Apple iPad 2018 | (c) Areamobile
Die Kamera ist bündig zur Rückseite verbaut
Apple iPad 2018 | (c) Areamobile
Das iPad ist genauso dick wie der Vorgänger

Wie alle bislang veröffentlichten Apple-Tablets hat das iPad (2018) einen runden, klickbaren Home-Button unter dem Display. Darin ist auch ein Touch-ID-Sensor enthalten, bei dem es sich wie beim Vorjahresmodell um einen Sensor aus der langsameren ersten Generation handelt - er ist dennoch ausreichend schnell und zuverlässig. Die Lautstärketasten befinden sich an der rechten Seite oben, der Power-Knopf sitzt am Kopfende rechts. Gegenüber findet sich der Klinkeneingang, am Fußende mittig der Lightning-Anschluss. Das iPad (2018) hat zwei Lautsprecher die nach unten, im Querformat gehalten zur Seite strahlen. Stereo-Sound bei Videos oder Musik gibt es also nicht.

Das iPad (2018) ist herstellertypisch sehr gut verarbeitet und fühlt sich hochwertig an. Allerdings ist es eben auch etwas pummeliger und genauso schwer wie das aktuelle iPad Pro mit größerem 10,5-Zoll-Bildschirm, und auch das 2014 erschienene iPad Air 2 und das iPad Pro 9,7 von 2016 (zum Test) waren dünner und leichter. Abstriche zu den teureren Modellen müssen beim Handling folglich hingenommen werden - wer sich die aber nicht allzu genau angesehen hat, den dürfte das am iPad (2018) aber nicht stören. Das neue Modell wird wie jedes Apple-Tablet ohne ein Schutz-Cover ausgeliefert, der faltbare Display-Schutz kostet beim Hersteller zusätzliche 45 Euro.

Display-Größe und -Qualität

Der Bildschirm des iPad (2018) misst 9,7 Zoll in der Diagonale und ist im 4:3-Seitenverhältnis gehalten. Die Auflösung beträgt 2.048 x 1.536 Pixel, das ergibt gute 264 PPI. Das Display ist nicht wie bei den Pro-Modellen oder dem iPad Air 2 laminiert, Panel und Touchsensoren sind also nicht direkt mit dem Glas verklebt. Folglich lässt sich bei Neigung des Geräts zwischen dem Glas und der Anzeigefläche ein kleiner Luftraum ausmachen, der ein wenig das Gefühl einer unmittelbaren Interaktion mit den Bildschirminhalten stört. Weiterhin der iPad-Spitzenklasse vorbehalten sind die True-Tone-Technik, durch die die Farbtemperatur der Anzeige an das Umgebungslicht angepasst wird, der gegenüber sRGB größere P3-Farbraum sowie die 120-Hz-Bildwiederholrate - das iPad (2018) stellt mit den üblichen 60 Hz dar.

Zwar hat Apple das neue iPad mit einer fettabweisenden Beschichtung versehen, auf eine Antireflex-Schicht wurde allerdings verzichtet. Für die Nutzung des Tablets bei Sonnenschein stellt das aber kein großes Problem dar, mit rund 460 cd/m² ist der Bildschirm nämlich sehr hell. Noch dazu wurde er nahezu perfekt für den sRGB-Farbraum kalibriert, Ausreißer gibt es nicht. Die durchschnittlichen Delta-E-Werte für Graustufen (1,5) und Farben (1) sind exzellent, den Kontrast haben wir mit guten 773:1 gemessen. Auch die Blickwinkelstabilität ist gut. Zwar dunkelt das iPad (2018) schon bei wenig Neigung etwas ab, dafür bleibt die Ausleuchtung dann aber auch bei extremeren Blickwinkeln weitestgehend konstant.

Apple iPad 2018 im Displaytest | (c) Areamobile
Der sRGB-Farbraum wird ganz abgedeckt
Apple iPad (2018) im Displaytest - Blickwinkelstabilität | (c) Areamobile
Die Blickwinkelstabilität ist gut

System: Hardware, Software und Bedienung

Im iPad (2018) ist derselbe Chipsatz verbaut wie im 2016 erschienenen iPhone 7. Der Apple A10 Fusion hat vier Prozessorkerne mit maximal 2,38 GHz und 2 GB RAM und bietet auch heute noch eine formidable Leistung. Im Antutu-Benchmark erreicht das iPad (2018) 175.692 Punkte (iPad 2017: 123.582, iPad Pro 10,5: 232.219), bei Geekbench 4 Scores von 3.438 im Single-Core- und von 5.861 im Multi-Core-Test (iPad 2017: 2.522 / 4.380, iPad Pro 10,5: 3.938 / 9.216). Im Alltagseinsatz sind bis auf weiteres keine Performance-Einbußen zu erwarten, das aktuelle iOS 11.3 wird butterweich auf dem neuen iPad animiert.

Neu ist, dass Apple bei seinem günstigsten Tablet nun auch die Eingabe mit dem Apple Pencil ermöglicht. Bislang war das den teuren Modellen aus der Pro-Linie vorbehalten. Mit diesem Schritt dürfte Apple das iPad (2018) für eine noch größere Zielgruppe interessant machen, die sich ein iPad Pro nicht leisten kann oder will. Dazu zählen auf der einen Seite Schüler und Lehrer, die auf das iPad einen vergünstigten Preis zahlen, 200 GB iCloud-Speicher und einige Bildungsapps kostenlos erhalten. Auf der anderen Seite sind es Kreative, die bislang den Eintritt in die Apple-Welt gescheut haben mögen.

iPad 2018 | (c) Areamobile
iPad 2018

Die Arbeit mit dem Apple Pencil macht einfach Spaß

Die Bedienung mit dem - nicht im Lieferumfang enthaltenen - Stift funktioniert auf dem preiswerten iPad fast ebenso gut wie auf den teureren Geräten. Die minimal größere Eingabeverzögerung und das der weniger kompakten Bauweise des Tablets geschuldete, etwas lautere Geräusch beim Aufsetzen der Stylusspitze auf dem Glas sind zu vernachlässigen. Tatsächlich lässt sich auf dem iPad (2018) dasselbe Software-Angebot wie beim iPad Pro auf dieselbe Weise und ohne spürbare Unterschiede bei der Leistung nutzen. Und man muss es sagen: Auf dem iPad macht das einfach einen Heidenspaß!

Das liegt auch am Apple Pencil selbst, der ähnlich groß und leicht ist wie ein Bleistift. Die aufschraubbare Mine ist kegelförmig, anders als bei den Eingabestiften von Wacom, Microsoft oder Samsung. Das macht es einfacher, den Stylus auch für Schraffuren zu nutzen, denn neben Druckstufen wird auch die Neigung der Spitze registriert und in entsprechenden Linien auf dem Bildschirm umgesetzt. Die Eingabe ist nahezu direkt, lediglich beim schnellen Zeichnen zieht eine Linie minimal hinterher - zum trägen Windows ist das aber kein Vergleich. Wenn wir etwas am Apple Pencil auszusetzen haben, dann am nach wie vor blöd gelösten Lademechanismus - der Stift wird mit dem einen Ende in den Lightning-Anschluss des iPad gesteckt - und der etwas zu glatten Oberfläche des Schafts.

iPad 2018 Test | (c) Areamobile
In Apples Notizen-App kann gekritzelt werden
iPad 2018 Test | (c) Areamobile
Die App Procreate

Wie beim Zeichnen auf einem Blatt Papier kann der Handballen auf dem Bildschirm abgelegt werden, ohne dass das Gerät das als Eingabe registriert. Das ist bei der Konkurrenz noch nicht selbstverständlich und trägt beim iPad mit dazu bei, dass sich die Arbeit mit dem Apple Pencil natürlich anfühlt. Praktisch ist dabei, dass nahtlos zwischen Stift- und Fingereingabe gewechselt werden kann. Ein digitales Blatt lässt sich also mit dem Stift bearbeiten, gescrollt oder gezoomt wird mit den entsprechenden Fingergesten.

iOS 11.3 mit erweiterten Tablet-Features

Die Gestensteuerung hat Apple auf den mobilen Geräten im vergangenen Jahr gehörig auf den Kopf gestellt - zumindest bei einigen. Das iPhone X wird mangels eines Home-Buttons nun komplett mit Wischgesten bedient, auf den Homescreen gelangt man durch Wischen vom unteren Bildschirmrand nach oben. Beim iPad (2018), das noch den traditionellen Druckknopf hat, wird dadurch das Kontrollzentrum geöffnet, in dem sich außerdem alle zuletzt geöffneten Apps und das Dock mit App-Verknüpfungen versammeln. Wie Apple diese zwei verschiedenen Aktionen für dieselbe Geste bei einem früher oder später kommenden iPad ohne Home-Button zusammenführen möchte, bleibt uns schleierhaft - für das vorliegende Tablet interessiert das aber ohnehin noch nicht.

iPad 2018 Test | (c) Areamobile
Das Kontrollzentrum auf dem iPad
iPad 2018 Test | (c) Areamobile
Die Split-View-Ansicht
iPad 2018 Test | (c) Areamobile
Die vergrößerte Split-View-Ansicht
iPad 2018 Test | (c) Areamobile
Slide-Over-Ansicht

Mit Version 11 hat Apple im vergangenen Jahr einige Verbesserungen für die Tablet-Bedienung in sein iOS-Betriebssystem eingepflegt, die natürlich alle auch am iPad (2018) funktionieren. Dazu zählen die Mehrfenstermodi "Slide Over" und "Split View", die zwar nicht mit allen Apps funktionieren und sich nicht sonderlich intuitiv aufrufen lassen, dafür aber das auf dem großen Tablet-Bildschirm besonders praktische Multitasking erlauben. Außerdem können mehrere Elemente markiert und per Drag & Drop in andere Programme überführt werden. Mehr zu iOS 11 und den Neuerungen für das iPad findet ihr auch in unserem Test des Betriebssystems.

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. gestern 14:28 polli69 (Advanced Handy Profi)

    Ich gebe AM recht, wenn sie als negativ das Fehlen von Innovationen anmerken. Ansonsten will Apple wohl die Zielgruppe erweitern. Ich hoffe, dass sie den Spagat schaffen. Denn wie manche hier ja richtig schreiben ist bei Apple Produkten perfekte Verarbeitung und ausgezeichnete Performance obligatorisch. An irgendeiner Stelle muss aber gespart werden, wenn alle Punkte nachhaltig erfüllt werden sollen.
    Stiftbedienung hat sicher viele Vorteile für die Zielgruppe.

  2. 16.04.18 14:06 DerZander (Handy Profi)

    Ich hatte noch keines in der Hand, aber es scheint ja ein gutes Produkt zu einem fairen Preis zu sein. Daumen hoch, Apple!

    Da wird mein altes iPad wohl bald ersetzt werden.

  3. 15.04.18 20:40 Fritz_The_Cat (Advanced Handy Master)

    Ich verstehe die genannten Tops ("Ausgezeichnete Performance, Hochwertige Verarbeitung, Sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis")in Relation zu den Geräten der Marktbegleiter. Aber ich stimme Dir zu, daß besonders die hochwertige Verarbeitung und ausgezeichnete Performance für iPads normal und selbstverständlich sind.

  4. 15.04.18 07:13 Antiappler (Advanced Handy Profi)

    Hochwertige Verarbeitung unter Tops? Sollte man das nicht gerade besonders von Apple erwarten? Auch eine ausgezeichnete Performance würde ich als normal erachten.

    Diese beiden Punkte würde ich nie bei einer Suche nach einem Tablet oder Smartphone einbeziehen. Weil ich so etwas gerade bei Apple als Normalität betrachte. Eher würde ich nach negativen Berichten diesbezüglich suchen.

    Top beim Stift ist ok, weil der eine Besonderheit ist, obwohl da Apple wieder mal beim Preis nicht besonders "rücksichtsvoll" ist.

    Und speziell der günstige Preis für das Tablet ist erwähnenswert, da so etwas bei Apple eigentlich nicht üblich ist.

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