Die Verbindungsmöglichkeiten des iPad sind eingeschränkt. Das Aluminium-Gehäuse ist nur an zwei Stellen geöffnet: auf der Kopfseite für den 3,5-Millimeter-Klinkenausgang und auf der Fußseite für den speziellen 30-Pin-Connector von Apple. Es gibt keine USB-Anschlüsse oder einen HDMI-Ausgang, wer Peripherie-Geräte anschließen will ist auf das teure Apple-Zubehör angewiesen. Der iPad-Hersteller hat unter anderem einen SD-Kartenleser und ein VGA-Kabel im Angebot. Ärgerlich: Wer ein iPhone hat, kann dessen 5-Watt-Netzteil nicht für das iPad benutzen, obwohl die Anschlüsse gleich sind. Das iPad benötigt eine Leistung von 10 Watt.
Der 30-Pin-Connector auf der Fußseite des iPad: Zubehör kann man nur über diesen speziellen Anschluss verbinden. | Foto: areamobile
Die drahtlosen Verbindungsmöglichkeiten sind etwas besser. Die 3G-Variante des iPad unterstützt HSDPA-Datenfunk mit bis zu 7,2 Megabit pro Sekunde. Hinzu kommt WLAN mit dem neuen Standard 802.11 n, den man bisher nur wenigen mobilen Geräten findet. Die von vielen US-Nutzern im Internet bemängelten WLAN-Probleme konnten wir im Test nicht nachvollziehen. Über Bluetooth 2.1 EDR lassen sich außerdem drahtlose Tastaturen und Stereo-Kopfhörer anschließen.
Das auf der Pressekonferenz im Januar vorgestellte iPad Keyboard Dock, das das iPad aufrecht hält und mit einer schicken Aluminium-Volltastatur verbindet, kostet 69 Euro. Es hat auch eine 3,5-Millimeter-Buchse und einen USB-Anschluss, an den das Ladegerät oder der PC angeschlossen werden kann, um den Akku zu laden oder das iPad zu synchronisieren.
Das ebenfalls gezeigte iPad Case ist bereits für 39 Euro erhältlich. Das Innenfutter besteht aus weichen Mikrofasern, die das Tablet während des Transports schützen. Die Außenseite ist verstärkt. So kann das iPad frei im Raum aufgestellt werden. Laustärketasten, Einschaltknopf und der Anschluss für das Kabel sind ausgespart.
Das iPad-Dock ohne Tastatur kostet 29 Euro, wie auch der iPad-VGA-Adapter. Er verbindet man das iPad mit einem Fernseher, Monitor oder Projektor, um darauf Filme oder Bilder zu zeigen, die auf dem Tablet gespeichert sind. Die übertragene Auflösung ist allerdings auf maximal 1024x768 Pixel beschränkt. Ebenfalls 29 Euro verlangt Apple für das iPad Camera Connection Kit. Mit seiner Hilfe können Bilder von der Kamera oder der SD-Karte ohne Umweg über einen PC oder Laptop auf dem iPad abgespeichert werden. Das iPad-Zubehör wird zum Verkaufsstart des Tablets am 28. Mai ausgeliefert. Zum Kaufpreis kommt noch eine Versandpauschale von 7,90 Euro hinzu.
Das Betriebssystem wird von einem schnellen Prozessor mit 1 Gigahertz Taktfrequenz angetrieben. Es handelt sich um eine von Apple selbst entwickelte CPU, die der Hersteller A4 nennt. Dabei handelt es sich um einen modifizierten ARM Cortex A9 mit einem PowerVR-SGX-535-Grafikchip und 256 Megabyte RAM. Die technischen Daten reißen niemanden vom Hocker, aber Apple hat seine Software wieder perfekt auf die Hardware abgestimmt und das iPad zu einer kleinen Rakete gemacht. Es reagiert schneller und flüssiger, als jeder Tablet PC und jedes Handy.
Der Unterschied ist sogar im Vergleich mit dem iPhone 3GS, einem der schnellsten Smartphones überhaupt, deutlich spürbar. Programme öffnen fast verzögerungsfrei, das Scrolling ist flüssig und frei von Rucklern. Abstürze oder Hakler haben wir nicht beobachtet. Positiv: Der Tablet PC ist nach einem Druck auf die Home-Taste sofort startbereit, man muss nicht erst minutenlang warten, bis das System hochfährt.
Apple iPad Einstellungsmenü: In vielen Ebenen von iPhone OS 3.2 sind die Menüs zwei- oder dreigeteilt / Screenshot: Areamobile
Die Bedienung kennt man von iPhone - kein Wunder, beide Geräte laufen mit dem gleichen Betriebssystem. Allerdings verwendet Apple beim iPad die neue Version iPhone OS 3.2, während das iPhone sich mit Version 3.1.3 begnügen muss. Das OS 3.2 wurde vor allem an die hohe Auflösung des Displays angepasst, die viel mehr Platz für die Bedienoberfläche bietet. In vielen Menüs ist die Darstellung zweigeteilt, was die Übersicht stark verbessert.








