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Autor: Björn Brodersen 17.01.2014 - 08:00 | 4

Apple iPad Mini 2 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Performanter und energieeffizienter A7-Chip
  • besseres Display als iPad Mini
  • hochwertig wirkendes Gehäuse
  • Großes App- und Content-Angebot
  • Flops
  • kein microSD-Slot
  • vergleichsweise hoher Preis
  • kein Multi-Account-Feature

iPad Mini Retina Test: Display und Prozessor wie die Großen

Das Design des iPad Air hat Apple dem iPad Mini nachempfunden. Bei der zweiten Generation seines Mini-Tablets hat Apple hingegen ein Gestaltungsmerkmal des großen iPads übernommen: das hochauflösende Retina-Display mit 2.048 x 1.536 Pixel. Doch das iPad Mini Retina hat nicht nur ein schärferes Display als das Vorgängermodell, sondern noch weitere Verbesserungen unter der Haube, wie unser Test zeigt.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Äußerlich gleicht das iPad Mini mit Retina-Display dem Vorgängermodell iPad Mini: Allerdings ist sein metallenes Unibody-Gehäuse mit dem markanten Rahmenkanten mit 7,5 Millimetern einen Hauch dicker als das erste Mini-iPad und mit 331 Gramm (Wifi-Version) bzw. 341 Gramm (Wifi + Cellular) etwas schwerer. Das ist wohl dem größeren Akku im Inneren der Hülle geschuldet und fällt bei der Nutzung nicht auf. Ins Auge fallen dagegen zwei kleine Auslassungen im oberen Bereich der Rückseite sowie auf der oberen Stirnseite: Hierbei handelt es sich um zwei Mikrofone, wovon eins nach hinten ausgerichtet ist und  bei Facetime-Videochats Umgebungsgeräusche herausfiltern soll und bei Videoaufnahmen mit der rückseitigen iSight-Kamera für Tonaufnahmen zur Verfügung steht. Der weiße Kunststoffeinsatz im oberen Bereich der Rückseite unseres LTE unterstützenden Testgeräts dient dem besseren Mobilfunkempfang.

Apple iPad Mini Retina-Display Unboxing | (c) Areamobile

Rückseite des Alu-Unibodys | (c) AM

Apple iPad Mini Retina-Display Unboxing | (c) Areamobile

7,9-Zoll-Display | (c) AM

Apple iPad Mini Retina-Display Unboxing | (c) Areamobile

Optionale Schutzhülle | (c) AM

 

An der rechten Gehäuseseite sitzen wie von iPads gewohnt die Lautstärketasten und der Schieberegler zum Stummschalten des Geräts bzw. zum Aufrufen des Lock-Screens sowie - bei den Mobilfunk-fähigen Versionen - der Steckplatz für die Nano-SIM-Karte. Die 3,5-Millimeter-Headset-Buchse und die Power-Taste sitzen am oberen Rand, nach unten strahlen die um den Lightning-Port liegenden Lautsprecher weg - so werden sie nicht verdeckt, wenn das iPad Mini Retina mit der Rückseite nach unten abgelegt wird. Am linken Gehäuserand befinden sich keine mechanischen Tasten oder Anschlüsse. Auf der Vorderseite des Geräts ist wie gewohnt die Facetime-Kamera oberhalb des Displays platziert worden.

Im Vergleich zu einem 7-Zoll-Tablet wie etwa dem Nexus 7 von Google oder dem Kindle Fire HDX von Amazon bieten die 7,9 Zoll großen Mini-iPads eine um 35 Prozent größere Display-Fläche, was sich vor allem in der Breite der Ansicht auswirkt und formschöner wirkt. Inhalte werden nämlich auf dem iPad Mini Retina im 4:3- statt im 16:10-Format angezeigt, und anders als bei Android-Tablets wie dem Nexus 7 belegt beim Apple-Tablet in Anwendungen wie etwa dem Browser keine Button-Leiste den unteren Bildschirmrand. Das bedeutet mehr Platz für die Anzeige von Websites, andererseits jedoch auch schwarze Balken ober- und unterhalb von Videos in der YouTube-App.

iPad Mini Retina (links) und iPad Mini | (c) AM

iPad Mini Retina (links) und iPad Mini | (c) AM

iPad Mini Retina (links) und Nexus 7 (2013) | (c) AM

iPad Mini Retina (links) und Nexus 7 (2013) | (c) AM

 

Mit 135 Millimetern Gehäusebreite lässt es sich gerade noch zwischen die Finger einer Hand einklemmen. Tippen mit beiden Daumen auf der virtuellen Tastatur gelingt umstandslos, wenn das Tablet im Porträtmodus gehalten wird. Beim Tippen im Landschaftsmodus lässt sich das iPad Mini Retina sogar bequemer in der Hand halten als ein klassisches 7-Zoll-Tablet wir das Nexus 7. Gerade noch breit genug sind Tablet und virtuelle Tastatur, wenn man das Gerät vor sich hinlegt, um wie auf einem Notebook zu schreiben. Wichtig zum festen Halten des Geräts mit seinem schmalen Rand ist, dass die Software erkennt, ob der Nutzer seinen Daumen oder Handballen lediglich auf dem Display ruht oder ob er eine Touch-Eingabe vornehmen möchte. Liegt der Daumen der einen Hand auf dem Bildschirm, erkennt das Display Touch-Eingaben der anderen Hand - dieses Feature ist schon vom ersten iPad Mini bekannt.

Display-Größe und -Qualität

Das LCD des iPad Mini Retina basiert entweder auf IGZO-Technologie (Indium-Gallium-Zinkoxid) oder auf amorphem Silizium (a-Si) und ist mit einer Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixel wesentlich schärfer als der 1.024 x 768 Pixel auflösende Bildschirm des ersten iPad Mini. 324 PPI stehen hier im Vergleich 162 PPI gegenüber - eine höhere Pixeldichte als das iPad Mini Retina und das ebenso scharfe iPhone 5S weist kein anderes Gerät von Apple auf. Sehr kleine Schrift auf Websites ist auf dem iPad Mini Retina problemlos zu lesen, auf dem iPad Mini wirkt sie unscharf. Die Display-Helligkeit ist mit knapp über 400 Candela pro Quadratmeter ausreichend gut für die mobile Nutzung des Tablets draußen, auch wenn das kleine Apple-Tablet nicht ganz an die leuchtstarken Google Nexus 7 (2013) und Amazon Kindle Fire HDX 7 herankommt. Auch reflektiert das Display des neuen iPad Mini nicht so stark wie der Bildschirm der ersten Generation und bietet einen guten Kontrastwert.

Der Farbbereich ist neben der geringen Schärfe bei der Darstellung von Text die große Schwäche des Displays des iPad Mini Retina. Die Farbskala, die der Bildschirm des neuen Mini-Tablets anzeigen kann, ist vergleichbar mit denen des iPad Mini der ersten Generation und des iPad 2 und kleiner als diejenigen aller neuen 9,7-Zoll-Tablets von Apple seit dem iPad 3. Die Display-Experten von DisplayMate bescheinigen dem Bildschirm des iPad Mini Retina eine Abdeckung von nur 63 Prozent des Standard-RGB-Farbraums, während das Nexus 7 und das Kindle Fire HDX hier jeweils auf einen Wert von 100 Prozent kommen. Außerdem ist das IPS-Display des iPad Mini Retina offenbar nicht ganz so blickwinkelstabil wie der Touchscreen des ersten iPad Mini: Aus schräger Perspektive wirkt auf dem neuen Mini-Tablet von Apple die Anzeige insgesamt dunkler und die Darstellung von weißem Hintergrund grauer.

Apple iPad Mini Retina Display im Display Vergleich mit iPad Mini | (c) Areamobile

Display-Vergleich: ... | (c) AM

Apple iPad Mini Retina Display im Display Vergleich mit iPad Mini | (c) Areamobile

iPad Mini Retina (rechts) ... | (c) AM

Apple iPad Mini Retina Display im Display Vergleich mit iPad Mini | (c) Areamobile

... iPad Mini (links) | (c) AM

 

Wie macht sich das in der Praxis bemerkbar? Das Display des iPad Mini Retina lässt sich nicht nur drinnen, sondern auch draußen unter Tageslicht gut ablesen und zeigt geringere störende Reflektionen als viele andere Tablets. Das kleinere Display des Google Nexus 7 bietet aber sichtbar besseren Kontrast, mehr Helligkeit und knalligere Farben. Im Vergleich der beiden Tablet-Modelle wirkt die Anzeige des Apple-Geräts fast etwas grau und farblos.

System: Hardware, Software und Bedienung

Das iPad Mini Retina wird von dem erstmals auf dem iPhone 5S sowie auch im größeren Tablet-Modell iPad Air eingesetzten A7-Chip mit 64-Bit-Architektur, PowerVR-G6430-GPU und OpenGL-ES-3.0-Unterstützung befeuert, dem auch hier der für Bewegungsdaten zuständige M7-Motion-Prozessor zur Seite steht. Wie beim iPhone 5S sind die zwei auf ARMv8 basierenden Cyclone-Prozessorkerne des A7-SoC mit jeweils 1,3 GHz getaktet - beim iPad Air ist sind es 1.4 GHz - und werden von einem 1 GB großen Arbeitsspeicher unterstützt. Mehr Leistung ist nicht notwendig, denn Apple liefert Soft- und Hardware aus einer Hand und kann so beides optimal aufeinander abstimmen. iOS 7.0.4 läuft auf dem iPad Mini Retina erwartungsgemäß absolut flüssig.

Performance-Unterschiede zwischen iPad Mini Retina und iPad Air sind kaum zu erkennen, wohl aber ein Leistungsschub im Vergleich zum älteren iPad Mini mit dem auf 1 GHz getakteten Dual-Core-Chip A5 - gerade bei grafikintensiven Spielen und -Benchmarks: Dort kann es zuweilen mal ruckeln und Texturen werden etwas weniger scharf angezeigt. Auf dem Papier besteht ein Leistungszuwachs der CPU auf das Vierfache und der GPU auf das Achtfache des ersten iPad Mini.

In Benchmarks für die Rechengeschwindigkeit wie Linpack (bis zu 527 Mflop/s im Single-Thread-Modus, bis zu 952 Mflop/s im Multi-Thread-Modus) oder für CPU- und Grafikleistung wie Geekbench 3 (1.388 Punkte bei Single-Core, 2.507 Punkte bei Multi-Core), GFXBench (1.435 Frames und 26 fps) und 3D Mark (10.123 Punkte im Ice Storm Extreme, 14.200 Punkte um Unlimited) schneidet das iPad Mini Retina in der Regel nur etwas schlechter als das iPad Air ab. Im Javascript-Benchmark Sunspider liegt es mit 403 ms gleichauf mit dem größeren iPad.

Benchmark iPad Air iPad Mini Retina iPhone 5S
3D Mark Ice Storm Unlimited 15.025 Punkte 14.200 Punkte 13.848 Punkte
GFXBench (2.7 T-Rex HD C24Z16) 1.428 Frames, 26 fps 1.435 Frames, 26 fps 1.370 Frames, 24 fps
Geekbench 3 Single-Core 1.475 Punkte, Multi-Core 2.667 Punkte Single-Core 1.388 Punkte, Multi-Core 2.507 Punkte Single-Core 1.411 Punkte, Multi-Core 2.564 Punkte
Linpack (Multi-Thread) max. 1.013 Mflops, avg. 953 Mflops max. 952 Mflops, avg. 908 Mflops max. 914 Mflops, avg. 796 Mflops
Basemark X On-Screen 13,6 fps, Off-Screen 15,6 fps On-Screen 13,3 fps, Off-Screen 15,5 fps On-Screen 28,2 fps, Off-Screen 16,3 fps
Sunspider 409 ms 403 ms 461 ms
AM-Akkutest 5:49 Std. 6:16 Std. 5:59 Std.

Anwendungen, die den A7 und den M7 fordern

Noch gibt es wenige Anwendungen und kaum Benchmarks, die den A7 oder M7. Im iTunes App Store stehen beispielsweise kostenpflichtige Spiele wie Epoch.2, SketchBook Pro for iPad oder Sky Gamblers: Storm Raiders zum Download bereit, die  die bereits das Potenzial des A7-Chips mit 64-Bit Architektur zeigen. Um das zu bemerken, müssen Nutzer aber schon genau hinschauen, denn ein Spiel wie Epoch.2 läuft im Test auch auf dem ersten iPad Mini weitgehend flüssig. Dass aber grafikintensive Games und Programme auf dem iPad Mini mit dem viel höherauflösenden Display schnell und flüssig laufen, erfordert auch schon ein Plus an Leistung.

Eines der wenigen Beispiele für eine auf den M7-Co-Prozessor abgestimmte Anwendung ist die im iTunes App Store für 4,49 Euro erhältliche Tagebuch-App Day One. In der neuen Version 1.12 protokolliert die App mit Hilfe des M7-Prozessors automatisch Aktivitätsdaten des Nutzers. Andere Beispiele für mit dem M7-Motion-Prozessor zusammenspielende Anwendungen sind etwa MotionX-24/7: Sleep Cycle, Snore, Heart Rate oder Strava Run. Generell großer Pluspunkt der Apple-Tablets ist das 475.000 Apps umfassende Angebot an für den größeren Bildschirm angepassten Anwendungen.

Konnektivität

Jede der vier Speichervarianten des iPad Mini Retina steht entweder nur mit WLAN-Unterstützung (Wifi) oder sowohl mit WLAN- als auch mit Mobilfunkschnittstelle (Wifi + Cellular) zur Auswahl. Käufer des Tablets können also insgesamt unter acht verschiedenen Ausführungen wählen. Wichtige Verbesserung des 7,9-Zoll-Tablets von Apple für Nutzer in Deutschland ist die erweiterte LTE-Unterstützung (Cat-3): Das iPad Mini Retina kann hierzulande in allen LTE-Netzen von Telekom, Vodafone und O2 genutzt werden, während beim iPad Mini erster Generation nur Telekom-Kunden nur in Städten via LTE-1.800 mobil mit Highspeed Daten übertragen können. Auch der WLAN-Empfang des neuen Tablet-Modells wurde durch MIMO-Unterstützung im Vergleich zum ersten iPad Mini verbessert.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Im iPad Mini Retina hat Apple die gleiche iSight-Kamera wie im iPad Air oder wie im iPad 4 verbaut: Sie bietet eine Auflösung von 5 Megapixel, einen Autofokus, eine Blende von f/2.4 und eine Linse aus fünf Elementen und ermöglicht neben Schnappschüssen mit den Standard-Einstellungen auch HDR-Aufnahmen sowie Videodrehs in Full-HD-Qualität (1.080p). Ein Fotolicht zum Aufhellen von Motiven im Nahbereich gibt es am iPad Mini Retina nicht, ebenso wenig ein Menü mit manuellen Einstellmöglichkeiten der Kamera. Per virtuellen Schieberegler können Nutzer zwischen den Aufnahme-Modi "Foto", "Video" und "Quadrat" wechseln, von Front- auf Rück-Kamera umschalten, HDR aktivieren und per Finger-Touch auf den gewünschten Bereich im Sucherfenster scharfstellen. Bei Videoaufnahmen stehen ein dreifacher digitaler Zoom sowie ein automatischer Bildstabilisator für verwacklungsfreiere Bilder bereit, Fokussieren ist während der Aufnahme ist auch hier per Fingertipp möglich. Durch längeres Drücken des Fingers auf das Displays schaltet sich im Videomodus eine Autofokus-Sperre ein. Funktionen wie Slow-Motion-Aufnahme oder der Burst-Mode wie auf dem iPhone 5S stehen Nutzern auf dem iPad Mini Retina nicht zur Verfügung.

testfoto, aufgenommen mit der Kamera des iPad Mini Retina | (c) AM

Testfoto: Außenaufnahme | (c) AM

testfoto, aufgenommen mit der Kamera des iPad Mini Retina | (c) AM

Testfoto: Innenaufnahme | (c) AM

testfoto, aufgenommen mit der Kamera des iPad Mini Retina | (c) AM

Testfoto: Nachtaufnahme | (c) AM

 

Die Bildqualität der mit der iSight-Kamera des iPad Mini Retina im Test gemachten Schnappschüsse ist - für mit der Tablet-Kamera geschossene Bilder - durchaus gut und besser als von mit dem ersten iPad Mini gemachten Fotos, dessen Knipse die gleiche Auflösung, die gleiche Blendengröße und die gleiche Brennweite mitbringt. Unsere Vermutung daher: Der ISP und die Software im Hintergrund für bessere Resultate. Die Fotoqualitäten des iPad Mini Retina langt aber in Sachen Rauschreduzierung, Farbdarstellung und Kontrast der Aufnahmen an die der 8-Megapixel-Kamera des iPhone 5S heran. Die Bildschärfe der Testaufnahmen geht grob in Ordnung, das Bildrauschen tritt in akzeptablem Maß auf, Farben werden Apple-typisch stark betont. Auffällig ist die Geschwindigkeit der Kamera: Dank des Bildsignalprozessors des A7-Chips verarbeitet die Kamera des iPad Mini Retina HDR-Aufnahmen deutlich schneller als das ältere iPad Mini. Bei Videoaufzeichnungen hätten wir uns eine lautere Tonaufaufnahme gewünscht.

testfoto, aufgenommen mit der Kamera des iPad Mini Retina | (c) AM

Testfoto mit iPad Mini Retina | (c) AM

Testfoto, aufgenommen mit Kamera des iPad Mini | (c) AM

Testfoto mit iPad Mini | (c) AM

 

Vielfältigere Bildbearbeitungs-Funktionen bieten die für Nutzer des iPad Mini Retina kostenlos im iTunes App Store erhältlichen und ganz auf die Touch-Bedienung ausgerichteten Apps iPhoto und iMovie. Belichtung, Schärfe oder Farben anpassen oder eine Bild-in-Bild-Filmsequenz erstellen ist hiermit kein Problem. In die Sharing-Optionen hat Apple neben den üblichen Messaging-Kanälen und Sozialen Netzwerken auch AirDrop, AirPrint, Apps sowie einen Druck- und einen Fotobuch-Dienst integriert.

Die frontseitig, mittig über dem Display sitzende Facetime-Kamera für Videochats schießt Fotos mit 1,2 Megapixel oder nimmt Videos in 720p-Qualität auf. Mit der neuen Betriebssystemversion iOS 7, die auf dem iPad Air vorinstalliert ist, sind Facetime-Videoanrufe sowohl über WLAN als auch über das UMTS-Netz möglich. Die zwei Mikrofone an der oberen Stirn- und Rückseite dienen zur Unterdrückung von Umgebungsgeräuschen bei Facetime-Chats, ein neuer BSI-Sensor mit größeren Pixel sorgt für bessere Bilder bei Facetime-Unterhaltungen mit Bewegtbild-Übertragung.

Apple iPad Mini Retina-Display Unboxing | (c) Areamobile

iSight-Kamera mit 5 Megapixel | (c) AM

Apple iPad Mini Retina-Display Unboxing | (c) Areamobile

Facetime-Kamera für Videochats | (c) AM

Apple iPad Mini Retina-Display Unboxing | (c) Areamobile

Lautsprecher | (c) AM

 

Für den Musik-Kauf und die Musik-Verwaltung steht das Apple-Programm iTunes auf dem iPad Mini Retina bereit. Die beiden Lautsprecher an der schmalen Unterseite des kleineren iPads Air in die gleiche Richtung strahlen, geht jeglicher Stereo-Effekt flöten. Der Sound ist auf dem iPad Mini Retina wirkt jedoch etwas wuchtiger als auf dem iPad Mini erster Generation und kann über 24 Klangprofile nach eigenen Wünschen angepasst werden. Echten Stereo-Sound hören Nutzer des iPad Mini Retina nur bei Einsatz von Kopfhörern - ein Paar Ohrstöpsel gehören allerdings nicht zum Lieferumfang des Apple-Tablets. Notfalls müssen die Kopfhörer eines iPhone oder eines anderen Smartphones genommen werden.

Speicher

Das iPad Mini Retina gibt es in vier Speichervarianten mit 16 GB, 32 GB, 64 GB oder 128 GB. Wer viele Filme und Spiele auf dem neuen iPad Mini aufbewahren und mitnehmen möchte, sollte zu einer der größeren Ausführungen greifen, denn eine Möglichkeit der Speichererweiterung per microSD-Karte gibt es bei Apples iOS-Geräten nicht. Fotos, Videos, Musik und andere persönliche Daten können Nutzer des iPad Mini Retina alternativ in den Online-Speicher iCloud auslagern. 5 GB Speicherplatz stehen hier den Apple-Kunden kostenfrei zur Verfügung.

Akku-Laufzeit

Die Akku-Laufzeit des iPad Mini Retina gibt Apple mit bis zu zehn Stunden bei Video- oder Musiksessions oder mobilem Surfen im WLAN an - das deckt sich mit den Angaben für das Vorgängermodell iPad Mini. Im Akku-Test von Areamobile mit stetem Video-Streaming im WLAN bei hellster Display-Helligkeit haben wir aus dem kleinen Apple-Tablet mit 6,25 Stunden sogar noch etwas mehr Minuten rauskitzeln können als im Test des großen iPad Air (knapp sechs Stunden) - einen besseren Wert als das neue iPad Mini hat bislang noch kein anderes Tablet-Modell im Areamobile-Test erreicht. Dabei steckt in dem Retina-Gerät ein 24 statt 17 Wattstunden starker Energiespender - ein Sprung um 44 Prozent gegenüber dem Akku des ersten iPad Mini. Das schärfere Display des neuen Tablet-Modells benötigt aber mehr Licht, um ausreichend hell zu leuchten, und damit mehr Strom. Stromsparend arbeitet dagegen der im 28-Nanometer-Verfahren gefertigte und vom M7-Co-Prozessor unterstützte A7-SoC. Apple liefert das iPad Mini retina mit einem 10-Watt-USB-Ladegerät aus, eine Neuaufladung von 0 auf 100 Prozent dauert fast vier Stunden.

Ob das iPad Mini Retina mit einem IGZO- oder einem a-Si-LCD ausgestattet ist, hat keinen Einfluss auf die Akku-Ausdauer des Geräts: Laut DisplayMate gleicht Apple die höhere Energieeffizienz des IGZO-Displays durch höherwertige weiße LEDs für die Hintergrundbeleuchtung der a-Si-Displays aus.

Fazit

Apple hat beim iPad Mini Retina die zwei wesentlichen Schwächen des ersten iPad Mini ausgemerzt: Mit dem hochauflösenden Display und dem schnelleren Prozessor spielt das iPad Mini Retina in einer Liga mit dem Nexus 7 (2013) von Google oder dem Kindle Fire HDX 7 von Amazon und hebt sich vor allem aufgrund der Display-Qualität und des besseren Funkschnittstellen-Angebots deutlich vom ersten iPad Mini ab. Und durch den kleineren Formfaktor eignet es sich mehr als das 9,7 Zoll große iPad Air für die mobile Nutzung unterwegs.

Wer sich jetzt ein kleineres Apple-Tablet zulegen möchte, sollte gleich zum iPad Mini Retina greifen. Im Vergleich mit dem Google-Tablet Nexus 7 und dem Amazon-Gerät Kindle Fire HDX fällt bei offener OS-Frage die Wahl schwerer: Hier erweist sich das iPad Mini Retina als die Premium-Wahl, denn es bietet das schärfste und größte Display, das schickste und flachste Design und das reichhaltigste für Tablets optimierte App-Angebot, ist aber eben deutlich teurer als die vergleichbaren Geräte von Google und Amazon - das iPad Mini mit Retina-Display muss man sich leisten können oder wollen.

Die Preise für das iPad Mini Retina beginnen bei 389 Euro für die Wifi-Variante mit 16 GB Speicherkapazität und reichen bis 779 Euro für das Gerät mit LTE-Unterstützung und 128 GB Speicherplatz. Zum Vergleich: Das iPad Mini 16GB derzeit 289 Euro (Wifi) oder 409 Euro (Wifi + Cellular), das Nexus 7 zwischen 229 Euro (Wifi 16 GB) und 349 Euro (32 GB LTE), das Kindle Fire HDX 7 zwischen 229 Euro (Wifi 16 GB ohne Werbeeinblendung auf dem Display) und 404 Euro (Wifi + LTE 64 GB).

Lest auch:

Themen: iPad, Dual-Core, iPad Mini, Apple-Tablets, Apple A7
Quelle: AM
Testwertung Apple iPad Mini 2
 
Handlichkeit und Design 100%
Verarbeitung 99%
Akkuausdauer 93%
Messaging 76%
Ausstattung / Leistung 72%
Kamera 74%
Internet 93%
Musik 88%
PIM und Sozialnetzwerke 72%
Software und Bedienung 85%
Programme 100%
Navigation 71%
Gaming und Video 58%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
83%
Zeitwertung
(Stand 18.11.2017)
84%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 17.01.14 11:58 CSiPhone (Advanced Member)

    @ pf

    Ganz genau, eine Wissenschaft für sich! Habe es auch schon aufgegeben...

  2. 17.01.14 11:28 pixelflicker (GURU)

    Ich denke das mit dem Akku liegt schlicht daran, dass hier ein Smartphone-Test für ein Tablet gemacht wird. Das Problem hatten wir ja schon öfter diskutiert.
    Das mit den Tests ist schon eine Wissenschaft für sich...

  3. 17.01.14 11:04 muzel0815

    Ich bin zwar kein iPad Fan aber bei welchem Tablet kann man bitte den Akku wechseln???

  4. 17.01.14 10:37 natelnutzer (Advanced Member)

    Das Teil ist doch schon seit gefühlten Ewigkeiten auf dem Markt...warum jetzt erst ein Test?

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