Testüberblick Apple iPad Mini
| Zeitwertung Im Detail |
Wertung am 20.06.2013 |
79% (gut) |
| Community- wertung |
1 Meinungen |
100% Empfehlungen |
100% (herausragend) |
"Ein kleines iPad wird es nicht geben!" Das waren die Worte des ehemaligen Apple-Gründers und Firmenchefs Steve Jobs. Doch jetzt gibt es genau das: ein iPad Mini. Und es erfreut sich offenbar großer Beliebtheit. Kein Wunder, schließlich kostet es für Apple-Verhältnisse günstige 329 Euro aufwärts. Aber ist das Billig-iPad überhaupt noch ein echtes iPad? Wir haben im Test des iPad Mini überprüft, wie viel Apple noch in dem kleinen Surfbrett steckt.
Beim Design macht Apple schon mal alles richtig. Das iPad Mini im Test ist gerade einmal 7,4 Millimeter dünn und unterbietet damit sogar das viel kleinere iPhone 5. Das geringe Gewicht von 311 Gramm führt auch bei längeren Spiele-Sitzungen nicht zu Problemen. Die Ränder um das Display sind erfreulich dünn - das erschwert zwar manchmal die Handhabung minimal, sieht dafür aber auch umso edler aus. Dazu passt auch der schräg angeschliffene Rahmen aus Metall, der sich rings um das Gerät erstreckt und nahtlos in die Rückseite aus mattem Aluminium übergeht. Glänzend ist hier nur das spiegelnde Apple-Logo und der iPad-Schriftzug.
Die Verarbeitung des iPad Mini im Test ist hervorragend, da macht Apple so schnell niemand etwas vor. Die wenigen Hardware-Knöpfe sind exakt eingepasst und haben nur wenig Spiel, Spaltmaße sind nirgendwo zu entdecken. Selbst die kleine Kunststoffleiste am oberen Ende der Rückseite, unter der sich die Antennen für Wlan, Bluetooth und - je nach Version - auch 3G/4G-Modul und GPS befinden, ist fast perfekt eingefasst.
Ein weiteres Plus: Mit dem iPhone 5 führte Apple den neuen Lightning-Anschluss ein, der es auch in das iPad Mini im Test geschafft hat. Über die Vor- und Nachteile lässt sich vortrefflich streiten, zumal der neue Port derzeit nicht einmal schneller als der alte ist, allerdings ist er viel kleiner und das kommt dem Design der Modelle zugute. Denn jetzt gibt es an der Fußseite der Geräte keinen großen, klaffenden Schlitz mehr, sondern nur eine kleine Öffnung im Format eines Micro-USB-Ports.
Das Display des iPad Mini im Test misst 7,9 Zoll und liefert eine Auflösung von 1.024x768 Pixel - das entspricht der Auflösung des iPad 2, das allerdings mit einem 9,7 Zoll zum Kunden kam. Im Vergleich zu iPad 3 und 4 erscheint das mickrig, im Alltag geht das aber voll in Ordnung.
Pixel kann man dann zwar sehen, dafür muss man aber schon sehr nah an das Display herangehen. Bei der generellen Darstellungsqualität ist das Display des iPad Mini durchaus ansehnlich, allerdings kommt es wenig überraschend bei Schärfe, aber auch bei Schwarzwert und Entspieglung nicht an das iPhone 5 heran.
Das iPad Mini kommt mit 2 Kameras zum Kunden: Die Hauptkamera auf der Rückseite hat eine Auflösung von 5 Megapixel, die Frontcam verfügt über 1,2 Megapixel - wie im iPad 4. HDR-Aufnahmen oder einen Panoramamodus wie im iPhone 5 gibt es nicht, die Bedienung ist dafür gewohnt intuitiv. Die Qualität von Fotos und Videos geht bei beiden Optiken in Ordnung, die Hauptkamera knipst auch bei schlechteren Lichtverhältnissen noch halbwegs akzeptable Bilder. Die meisten Probleme gibt es wie immer bei der Bilddynamik. Die Qualität geht zumindest für ein Tablet in Ordnung, denn man sollte nicht vergessen, dass die Konkurrenzprodukte wie das Google Nexus 7 oder das Kindle Fire HD ohne Hauptkamera auskommen müssen. Die Frontcam des iPad Mini im Test ist primär für den Videochat Facetime ausgelegt. Wegen der geringen Megapixel-Zahl sind Aufnahmen damit zwar kriselig, für eine Videounterhaltung reicht es aber.
Den Speicher kann man auch beim kleinen iPad Mini nicht erweitern, da bleibt sich Apple treu. Auch beim festen Speicher macht der Hersteller keine Experimente: Es gibt Varianten mit 16, 32 und 64 Gigabyte. Hinzu kommt außerdem der Online-Speicher iCloud. Ansonsten gibt es im Bereich Musik keine Unterschiede zum großen iPad - nur der Lautsprecher ist nicht ganz so voluminös.
Apple greift beim Prozessor in das Ersatzteilregal des iPad 2. Das macht aber nichts, denn der in 32 Nanometer gefertigte A5-Chip bietet ausreichend Leistung, schließlich muss er auch nicht mit der Pixelflut eines iPad 3 oder iPad 4 klarkommen. Die 2 mal 1 Gigahertz des Dual-Core-Prozessors reichen in Verbindung mit 512 Megabyte RAM zu jedem Zeitpunkt aus, um selbst aufwändige Spiele flüssig darzustellen. Lediglich bei den Ladezeiten aufwändiger Apps muss man sich etwas mehr gedulden als bei den größeren iPads.
Überwiegend flüssige Darstellung findet man auch bei den neuen Apple Karten vor, die dank iOS 6 auf dem iPad Mini gleich vorinstalliert sind. Selbst in der schicken und aufwändigen 3D-Ansicht gibt es nur dann Hakler, wenn man den Blickwinkel stark senkt und Konstrukte nachgeladen werden müssen, die sich weiter im Hintergrund befinden. Ansonsten gibt es nur wenige Unterschiede zu den großen iPads. Wlan und Bluetooth gibt es ebenso wie - in entsprechenden Versionen - 3G/4G und dann auch GPS. Übrigens gilt wie schon beim iPad 4 und beim iPhone 5: LTE ist wegen des unvollständig unterstützten Frequenzbandes nur in Ballungsräumen und nur mit Telekom-Vertrag in bestimmten Städten nutzbar.
Probleme gab es bei unserem iPad Mini im Test allerdings bei kleinen Schaltflächen wie Bestätigungs-Buttons oder An/Aus-Schaltern. Die ließen sich teilweise auch nach 5 oder mehr Versuchen einfach nicht dazu überreden, ihren Dienst zu tun. Erst nach zunehmend aggressiveren Fingerattacken erbarmte sich das iPad und führte die beabsichtigte Aktion aus. An der Größe der Schaltflächen dürfte das eigentlich nicht liegen. Denn Apple gibt Mindestgrößen vor, die automatisch auch auf dem Mini-iPad eingehalten werden - eine spezielle Anpassung der Apps durch die Entwickler ist nicht nötig.
Bis zu 10 Stunden soll der Akku des iPad Mini halten - also im großen und ganzen wie bei den großen iPads. Tatsächlich konnten wir diese Angabe im Test des iPad Mini nachvollziehen, das Gerät bietet trotz der ultraflachen Bauform einen bärenstarken Akku.
Die Eingangsfrage, ob das iPad Mini im Test überhaupt Apple-würdig ist, lässt sich klar beantworten: Das iPad Mini ist nicht nur ein gutes Tablet, sondern auch ein vollwertiges iPad. Klar - das Display kann mit den hochauflösenden Touchscreens der iPads 3 und 4 nicht mithalten. Im Alltag fällt das aber kaum auf, hier punkten viel mehr das schicke Design, die hervorragende Handlichkeit und die gute Performance. Außerdem bietet es zumindest in der 3G/4G-Variante fast technische Vollausstattung. Unter dem Strich stört - wie immer bei Apple-Produkten - vor allem der Preis für das Tablet selbst und für Zubehör für Anschluss-Erweiterungen. Denn die Konkurrenz wie etwa das Google Nexus 7 bietet zumindest auf dem Papier insgesamt technisch das gleiche, kostet aber deutlich weniger.
Stefan Schomberg,
Gesamteindruck 100%
Empfehlung ja
Bewertet am 20.12.2012
| Bewertung Apple iPad Mini | |
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Gesamtdurchschnitt
berechnet aus Bewertungen von Areamobile Lesern.
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Du bist nicht dabei?Hatte es am Samstag wieder mal in der Hand. Ist einfach ein verdammt schickes und vor allem leichtes/dünnes Stück Technik, Daumen hoch Apple.
Die Displayauflösung darf aber ruhig etwas höher sein beim nächsten ;)
"… aber entweder man kritisiert es bei allen Marken oder bei keiner."
==> Ja, da gebe ich Dir ausdrücklich recht. Das wäre in vielen Diskussionen hier sehr hilfreich und würde zu einer Versachlichung der hier oft gepflegten Diskussionskultur führen.
@ThreeD:
> ob schwachpunkt oder nicht, es stört nicht
Aber genau das ist doch der Punkt! Bei anderen Geräten stört es, bei diesem aber nicht. Das kritisiere ich, nicht die Tatsache, dass Apple diese Auflösung verwendet sondern wie damit umgegangen wird. Natürlich reicht es aus und Retina ist eher ein Komfort-Extra als ein Must-Have, aber entweder man kritisiert es bei allen Marken oder bei keiner.
"bei 1- 2 zeilern läufste da aber nicht wirklich gefahr "
-->deswegen hab ichs nicht weiter ausgeführt
nohtz
bei 1- 2 zeilern läufste da aber nicht wirklich gefahr









@Fritz:
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