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Autor: Steffen Herget 08.07.2014 - 18:00 | (0)

Asus FonePad 7 ME372CL Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Läuft schnell und flüssig
  • Ordentlicher Akku-Ausdauer
  • LTE und Telefonfunktion
  • Guter Sound
  • Flops
  • Nur mittelmäßiges Display
  • Uninspiriertes Design
  • Schlechte Kameras
  • Kein Kitkat

Asus Fonepad 7 LTE Test: Durchschnitts-Typ mit Turbo-Funk

Asus bietet seit geraumer Zeit Android-Tablets in verschiedenen Größen und Formen an, etwa mit abnehmbarer Tastatur in der Transformer-Reihe. So etwas hat das Fonepad 7 LTE nicht zu bieten, dafür aber einen ungewöhnlichen Prozessor und eben den schnellen 4G-Datenfunk. Wir haben uns im Test das Asus Fonepad 7 LTE einmal aus der Nähe angeschaut.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Beim Design des Asus Fonepad 7 LTE fühlt man sich unweigerlich ein wenig in die Vergangenheit zurück versetzt. In Zeiten von immer dünner und leichter werdenden Tablets ist ein 10,5 Millimeter dickes und 330 Gramm schwerer Sieben-Zöller schon ein Hingucker - im negativen Sinn. Das Asus Fonepad 7 LTE sieht mit seinem Kunststoff-Gehäuse nicht besonders edel oder hochwertig aus, da helfen auch die irgendwie deplatziert wirkenden silbernen Gitter über den Lautsprechern wenig. Immerhin die Anschlüsse und Tasten wurden dort platziert, wo man sie erwartet. Der USB-Anschluss sitzt unten, der Kopfhörerausgang oben, an der rechten Seite befinden sich die Lautstärkewippe und der Powerbutton sowie der Schacht für die Speicherkarte.

Asus Fonepad 7 LTE Unboxing | (c) Areamobile

Asus Fonepad 7 LTE im Test

Asus Fonepad 7 LTE Unboxing | (c) Areamobile

Unterseite

Asus Fonepad 7 LTE Unboxing | (c) Areamobile

Rückseite | (c) Areamobile

 

Die Verarbeitung des Asus Fonepad 7 LTE ist im Großen und Ganzen gelungen. Alle Bauteile sitzen an ihrem Platz, nichts wackelt oder knarzt - sogar die Rückseite nicht, die sich nirgendwo hohl anhört oder auf Druck nachgibt, wie es häufig bei günstigen Tablets der Fall ist. Die Tasten an der rechten Seite des Fonepad 7 LTE haben einen guten Druckpunkt und sind leicht zu erfühlen. Die gesamte Form des Tablets erinnert an das Nexus 7, das schließlich auch aus den Fabriken von Asus stammt.

Display-Größe und -Qualität

Asus Fonepad 7 LTE Unboxing | (c) Areamobile

Kein Full-HD-Display | (c) Areamobile

Das IPS-Display des Asus Fonepad 7 LTE misst 7 Zoll in der Diagonale und stellt 1.280 x 800 Pixel dar. Das ergibt einen Wert für die Pixeldichte von 216 ppi. Auch bei Tablets ist das nicht die Welt, hier ist der Verbraucher mittlerweile Besseres gewohnt. Tatsächlich fehlt es der Darstellung ein wenig an Schärfe, was sich vor allem bei Text bemerkbar macht. Hier sind an den Buchstaben leichte Treppeneffekte zu erkennen. Die maximale Helligkeit ist ein wenig zu gering ausgefallen, um in der prallen Sonne noch gut zu funktionieren, im Alltag reicht es aber meist aus. Farbdarstellung und Blickwinkelstabilität des Bildschirms im Asus Fonepad 7 LTE im Test gehen ebenso in Ordnung wie die Bedienung mit den Fingern, die prompt und präzise funktioniert. Die Oberfläche wurde von Asus mit einer Beschichtung gegen Fingerabdrücke versehen. Die hält natürlich nicht alle Spuren des ständigen Betatschens fern, funktioniert aber recht ordentlich. Wem die Darstellung nicht auf Anhieb gefällt, der kann über die leider nicht in die Systemeinstellungen integrierte App Splendid Farbtemperatur und einige andere Dinge anpassen.

System: Hardware, Software und Bedienung

Asus setzt beim Fonepad 7 LTE nicht auf einen der momentan so beliebten Chips von Qualcomm, Mediatek oder Rockchip, sondern vertraut auf den langjährigen Partner Intel und dessen Atom 72520 mit 1,6 GHz und zwei Rechenkernen. Dank Hyper-Threading lassen sich zwei weitere Kerne virtualisieren, so dass auf dem Tablet vier Prozesse parallel laufen können. Die GPU stammt ebenfalls von Intel und ist auf dem SoC mit verlötet. Dem Chip steht 1 GB Arbeitsspeicher zur Verfügung. Da Intel-Prozessoren in kompakten Tablets noch immer nicht weit verbreitet sind, an dieser Stelle der Hinweis, dass der Mobil-Prozessor natürlich ohne Lüfter oder ähnliche PC-Komponenten auskommt.

Das Asus Fonepad 7 LTE im Test zeigt mit dem Intel Atom Z2520 eine durchaus gute Leistung. Die Benchmark-Werte liegen ungefähr auf dem Niveau eines Qualcomm Snapdragon 400, mal etwas höher, mal etwas niedriger. Die GPU ist allerdings nicht ganz so leistungsfähig wie die Adreno-Chips, die Qualcomm verwendet. Für die meisten Spiele reicht die Leistung des Asus-Tablets aber ebenso aus wie für hochauflösende Videos und ähnliche Dinge. Auch der Browser rendert und scrollt flüssig, wenn auch nicht so zackig wie bei Android-Geräten mit echten Highend-Prozessoren. Die allgemeine Arbeitsgeschwindigkeit kann sich sehen lassen, die Navigation durch Homescreens, Menüs und Apps macht im Test keine Mucken. Die eine oder andere kurze Gedenksekunde, wenn viele Apps parallel laufen, sollte aber schon toleriert werden. Behält man den Preis im Hinterkopf stört das aber recht wenig.

Asus Fonepad 7 LTE Unboxing | (c) Areamobile

Schnellstartleiste | (c) Areamobile

Software-seitig kommt auf dem Asus Fonepad 7 LTE Android 4.3 Jelly Bean zum Einsatz, ein Update auf Android 4.4 Kitkat wurde noch nicht ausgeliefert. Die Benutzeroberfläche hat Asus vergleichsweise behutsam angepasst, sie wirkt fast wie Stock-Android. Etwas deplatziert wirkt das Wetter-Widget auf dem Homescreen, das man besser in den Hintergrund hätte integrieren können. Ein vierter Knopf in der Android-Leiste fällt unterdessen schnell auf. Damit lässt sich jederzeit eine Leiste mit Apps aufrufen, die über Shortcuts gestartet werden und im Fenster-Modus laufen können. Das kann manchmal ganz praktisch sein, etwa um den Taschenrechner einzublenden und schnell etwas auszurechnen. Die virtuelle Tastatur von Asus funktioniert zwar tadellos, gefällt uns aber nicht ganz so gut wie das normale Android-Keybord.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Für ein Tablet ist die Kamera weniger wichtig als für ein Smartphone, das ist noch immer so. Ein bisschen mehr als zwei Knipsen mit 5 bzw. 1,2 Megapixel ohne Extras wie LED-Blitz oder optischeer Bildstabilisator hätte es dann aber doch sein dürfen - vor allem deshalb, weil die Ergebnisse auch für diese Eckdaten noch ziemlich bescheiden ausfallen. Die Bilder sind matschig, oft nicht korrekt belichtet, schnell unscharf und generell nicht besonders ansehnlich. Das gleiche gilt auch für Videos, die schnell wackelig werden, oft ein bisschen zu dunkel geraten und keinen überzeugenden Ton mitbringen. Für mehr als Schnappschüsse oder eine gelegentliche Runde Skype taugen die Kameras des Asus Fonepad 7 LTE im Test nicht.

Asus Fonepad 7 LTE Unboxing | (c) Areamobile

Areamobile auf dem Fonepad 7 LTE | (c) Areamobile

Als Multimedia-Maschine für unterwegs leistet das Android-Tablet dann wieder recht gute Dienste. Die nicht ganz so scharfe Auflösung des Displays fällt bei Filmen oder Spielen weniger stark auf und der Ton aus den integrierten Lautsprechern überzeugt. Die SonicMaster-Technologie, die Asus auch bei den eigenen Notebook einsetzt, holt aus den nach vorne abstrahlenden Boxen einen durchaus beeindruckenden und ausreichend lauten Klang heraus, der sich zudem an die gerade abgespielten Inhalte anpassen lässt. Der interne Speicher von 16 GB - dem Anwender stehen knapp 12 davon zur Verfügung - reicht nicht wirklich für die ganz großen Sprünge, aber eine Speicherkarte mit maximal 64 GB fasst das Tablet ja ebenfalls.

Telefonie, Schnittstellen und Akku-Laufzeit

Das Asus Fonepad 7 LTE im Test zählt zu den Tablets, die ihre Mobilfunkschnittstelle auch für die Telefonie freigeben. Das funktioniert dann auch ganz ordentlich, die Sprachqualität ist durchschnittlich. Rauschen tritt in erträglichem Maße auf, beide Gesprächspartner sind in aller Regel aber trotzdem ordentlich zu verstehen. Dass man mit so einem großen Gerät am Ohr hier beim Telefonieren etwas seltsam aussieht, ist klar. Die guten Lautsprecher überzeugen aber auch beim Freisprechen.

Das Asus Fonepad 7 LTE beherrscht, der Name sagt es schon, LTE, und zwar auf den Frequenzen 800, 900, 1.800 und 2.600 Mhz. Auch Mobilfunk mit 2G und 3G wird unterstützt. WLAN ist mit den Standards 802.11 a/b/g/n an Bord, Bluetooth 4.0 fehlt auch nicht. Auf NFC oder DLNA muss die Kundschaft hier verzichten. Dafür setzt Asus auf Miracast-Unterstützung.

Das Asus Fonepad 7 LTE hat einen fest verbauten Lithium-Polymer-Akku mit einer Kapazität von 3.950 mAh an Bord. Das klingt für ein Tablet nicht übermäßig viel und sorgte nicht für hohe Erwartungen an die Laufleistung abseits der Steckdose. Die Ergebnisse im Test sind dann aber durchaus positiv, denn die nicht eben stromhungrige Plattform führt dazu, dass das Fonepad 7 LTE im Test gute Werte einsammelt. 562 Punkte im Antutu-Benchmark sind ein sehr ordentlicher Wert. Unseren Video-Dauertest über WLAN bei voller Helligkeit konnte das Asus Fonepad 7 LTE trotz mehrerer Versuche nicht beenden, da es in drei verschiedenen Netzen und in mehreren Anläufen nie gelang, ohne zahlreiche Verbindungsabbrüche die Filme abzuspielen. Das ist seltsam, ist uns doch sonst kein gravierendes Problem mit dem WLAN-Modul aufgefallen. Über den Tag kommt man mit dem Asus-Tablet in aller Regel problemlos, auch wenn man die Finger nicht davon lassen kann und viel damit macht.

Fazit

Das Asus Fonepad 7 LTE ist ein ziemlich durchschnittliches Tablet. Es sieht nicht besonders spannend aus, hat bis auf den LTE-Support keine echten technischen Highlights zu bieten und strotzt nicht gerade vor Leistung. Schlecht ist das Gesamtpaket aber auch nicht, schließlich treibt der Intel-Prozessor das Tablet recht flott an, der Akku hält gut durch und die Verarbeitung stimmt. LTE ist in dieser Preisklasse von rund 250 Euro ein echter Bonus, wenn man den passenden Vertrag hat und oft mit seinen Tablet unterwegs ist. Für Spitzennoten reicht das zwar nicht, aber für solide Mittelklasse.

Artikel bewerten:
Testwertung Asus FonePad 7 ME372CL
 
Handlichkeit und Design 93%
Verarbeitung 91%
Akkuausdauer 81%
Messaging 60%
Ausstattung / Leistung 60%
Kamera 67%
Internet 73%
Musik 87%
PIM und Sozialnetzwerke 100%
Software und Bedienung 87%
Programme 0%
Navigation 73%
Gaming und Video 65%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
79%
Zeitwertung
(Stand 20.12.2014)
79%

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