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Autor: Stefan Schomberg 06.08.2014 - 17:05 | (19)

Asus MeMO Pad 7 (ME176C) Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Günstig
  • Hervorragende CPU für den Preis
  • Keine gravierenden Schwächen
  • Flops
  • langweiliges Design

Asus Memo Pad 7 Test: Android-Powerhouse zum kleinen Preis

Im älteren Asus Memo Pad HD7 steckt ein Mediatek-Prozessor, im neuen Memo Pad 7 (ME176C) schlägt ein Intel-Herz. Das wirkt sich auf den Preis des Android-Tablets aus: Das Vorjahresgerät liegt derzeit bei etwa 100 Euro, das neue Gerät bei etwa 180 Euro. Lohnt sich der Mehrpreis, haben wir uns im Test des neuen Memo Pad 7 gefragt.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Günstige Geräte sehen oft auch billig aus. Das ist nicht weiter schlimm - wer wenig zahlt, erwartet auch weniger. Aber es gibt Grenzen. Glücklicherweise werden die vom neuen Asus Memo Pad 7 im Test nicht überschritten. Man sieht zwar die breiten Ränder rings um das Display und ultradünn (9,6 Millimeter) oder federleicht (295 Gramm) ist das Gerät nun auch nicht gerade. Aber es ist passabel verarbeitet und macht einen stabilen Eindruck. Die Farbgebung unseres Testgerätes mit Schwarz vorne und Gelb hinten dürfte wohl vor allem BVB-Fans gefallen, aber immerhin ist das mal was anderes im Schwarzweiß-Allerlei der Tablets. Bedingt praktisch ist die Verlagerung der wenigen Tasten von der Seite auf den seitlichen Rücken, da man einen 7-Zöller aber eh meist zweihändig nutzt, macht das auch nichts. Ansonsten ist das Design des Asus memo Pad 7 im Test eher unaufgeregt und schmucklos - böse Zungen würden es auch uninspiriert nennen. Der offene Einschub für die microSD-Karte ist auch nicht gerade hübsch.

Asus Memo Pad 7 Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Asus Memo Pad 7 (ME176C)

Asus Memo Pad 7 Unboxing | (c) Areamobile

Die Rückseite ist das Auffälligste

Asus Memo Pad 7 Unboxing | (c) Areamobile

Gähnendes SD-Karten-Loch | (c) Areamobile

 

Display-Größe und -Qualität

Das Display des Asus memo Pad 7 im Test bietet eine Auflösung von 1.280 x 800 Pixel auf 7 Zoll - nicht gerade State of the Art, aber noch zum Preis passend. Richtig scharf ist die Darstellung damit zwar nicht, aber Farben und Kontraste werden intensiv dargestellt, der Screen kommt auf eine maximale Helligkeit von 315 cd/m² und einen guten Kontrastwert von 1718:1. Gleichzeitig ist der Gamma-Wert mit 3,7 deutlich zu hoch. Die Grautreppenmessung offenbart überraschend wenig Abweichung zum Optimum, gleiches gilt für Farben mit Ausnahme von Rot. Auch bei der Abdeckung des sRGB-Farbraums macht das Display des günstigen Android-Tablets im Test eine gute Figur - erneut mit Ausnahme von Rot. Hier ist der Raum sichtbar beschnitten. Blau ist insgesamt etwas zu niedrig ausgeprägt, was einen leichten Gelbstich in Weiß zufolge hat.

System: Hardware, Software und Bedienung

Die Besonderheit des Asus Memo Pad 7 ist zweifelsfrei der Prozessor. Statt eines herkömmlichen ARM-Chips setzt Asus wie zuvor schon bei anderen Produkten auf in mobilen Endgeräten wenig geliebte Intel-Komponenten. Genauer: Intel Atom Z3745 mit 4 x 1,33 Ghz, 1 GB RAM und Intel HD Graphics. Damit macht das Gerät in den meisten Benchmarks eine ordentliche Figur und lässt ARM-Counterparts von Mediatek alt aussehen. Im Grafiktest GLBench schafft das Asus Memo Pad 7 im Test mal eben 17,1 FPS - etwa drei Viertel mehr als günstige Vier- und sogar Achtkerner. Auch in anderen Benchmarks überzeugt das Gerät, so kommt es etwa im 3DMark Ice Storm Unlimited auf respektable 13.600 Punkte und bei Antutu lehrt es die Konkurrenz mit 34.100 Punkte ebenfalls das Fürchten - das ist Snapdragon-800-Niveau. Spiele laufen damit hervorragend, Framedrops kennt das Tablet nicht.

Asus Memo Pad 7 Unboxing | (c) Areamobile

Homescreen mit Ordnern

Asus Memo Pad 7 Unboxing | (c) Areamobile

Browser

Asus Memo Pad 7 Unboxing | (c) Areamobile

Schnellmenü | (c) Areamobile

 

Auch an anderer Stelle bietet das Asus-Tablet einiges, das selbst teurere Produkte nicht immer parat haben. Etwa Android 4.4, viel neuer geht es derzeit noch nicht. Darüber liegt das Zen UI von Asus, das weniger durch optische Spielereien auffällt, sondern vielmehr durch sinnvolle Integration und Erweiterung eigener Apps und bestehender Anwendungen. So bietet das Asus Memo Pad 7 etwa einen direkten Schnellzugriff auf die wichtigsten Einstellungen, wenn man die Statusleiste nach unten zieht. Das Keyboard ist eine Eigenproduktion von Asus inklusive Swype-Eingabemöglichkeit und erlaubt viele Einstellungsmöglichkeiten. Auch einige Apps installiert Asus ab Werk, dabei handelt es sich meist um durchaus nützliche Anwendungen. Dazu gehören etwa eine überarbeitete Galerie, ein File-Manager, die Display-Anpassungs-App Splendid oder der Audio-Wizard. Der nutzt bei angeschlossenen Kopfhörern auch durchaus, der Lautsprecher kann hingegen mit durchschnittlicher Lautstärke, etwas wenig Bass und gelegentlich klirrenden Hochtönen nicht überzeugen.

Auffällig waren im Test die WLAN-Probleme mit dem Asus-Tablet. Unseren Asus-Router RT-AC68U, mit dem bislang kein Gerät Probleme hatte und mit dem auch sonst keine nennenswerten Verbindungsabbrüche zu bemerken sind, wollte das Memo Pad 7 im Test partout nicht finden. Ein zweiter testweise herangezogener Router Bintec W150n von Teldat erlaubte nur konstante Datenraten von wenigen Kilobyte pro Sekunde. Erst eine Fritzbox sorgte im Test für einen kontinuierlichen und normal schnellen Datenfluss.

Kamera

Originalaufnahme Asus Memo Pad 7 | (c) areamobile

Originalaufnahme Asus Memo Pad 7 | (c) areamobile

Bei den Kameras bietet das Asus Memo Pad 7 gutes Mittelmaß. Hinten gibt es 5 Megapixel, vorne 2 Megapixel. Die Hauptkamera überrascht im Test zumindest bei gutem Licht mit annehmbaren Bildern. Der Detailgrad ist zwar ausbaufähig, dafür sind aber Bildschärfe und Farbwiedergabe recht gut. In dunkleren Bereichen sieht man mäßiges Bildrauschen. Bei schlechterem Licht sinkt aber auch schnell die Bildqualität. Insgesamt macht sich die winzige Frontkamera deutlich schlechter. Hier kann von Details keine Rede sein und auch das letzte Bisschen wird von Bildrauschen überdeckt. Das geht mit 2 Megapixel deutlich besser. Videos werden mit 1.080p aufgenommen und sehen ordentlich aus, solange das Licht halbwegs stimmt.

Akku-Laufzeit

Das Powerpack im Asus Memo Pad 7 stemmt 3.910 mAh - das ist ausreichend für ordentliche Dauerleistung. An einem Tag werden den Akku nur Dauerzocker leersaugen, auch wer Filme per WLAN streamt oder intensiv Youtube-Videos konsumiert, schafft knappe 5 Stunden - das bewegt sich am oberen Ende des unteren Drittels unserer Testliste. Ansonsten hält das Tablet bei normaler Nutzung gut 2 oder 3 Tage durch - kein Bestwert, aber auch kein schlechter.

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Asus Memo Pad 7: Das rasend schnelle Low-Budget-Tablet im Unboxing (28 Bilder)

Asus Memo Pad 7 Unboxing | (c) AreamobileAsus Memo Pad 7 Unboxing | (c) AreamobileAsus Memo Pad 7 Unboxing | (c) AreamobileAsus Memo Pad 7 Unboxing | (c) Areamobile
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Fazit

Das Highlight des Asus Memo Pad 7 im Test ist neben dem niedrigen Preis der Prozessor. Wer früher bei der Erwähnung eines Intel-Prozessors in Tablets oder Smartphones zu recht die Nase rümpfte, muss sich inzwischen eines Besseren belehren lassen. Denn die aktuelle Quad-Core-Generation kann es durchaus schon fast mit der mobilen Chip-Elite aufnehmen. Und das offenbar zu einem Preis, der Qualcomm, Tegra & Co. den Angstschweiß auf die Stirn treiben dürfte. Auch der Fortschritt der letzten Prozessorgenerationen ist beeindruckend, da müssen die genannten Hersteller nochmal ordentlich Kohlen nachschaufeln, wenn ihre Chips auch weiterhin heiße Eisen statt Altmetall bleiben sollen.

Ansonsten leistet sich das Tablet im Test keine nennenswerten Fehler. Die Kamera macht recht gute Bilder, kann aber wie meistens bei Tablets mit einem ordentlichen Smartphone nicht mithalten. Über die Frontkamera sollte man lieber gleich schweigen. Allzu viel internen Speicher gibt es auch nicht und das Design ist abgesehen von der poppig gelben Farbe unseres Testmodells auch eher langweilig. Dafür überzeugt das Memo Pad 7 eben mit inneren Werten.

Artikel bewerten:
Testwertung Asus MeMO Pad 7 (ME176C)
 
Handlichkeit und Design 87%
Verarbeitung 88%
Akkuausdauer 78%
Messaging 60%
Ausstattung / Leistung 61%
Kamera 63%
Internet 71%
Musik 81%
PIM und Sozialnetzwerke 100%
Software und Bedienung 85%
Programme 0%
Navigation 73%
Gaming und Video 38%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
72%
Zeitwertung
(Stand 26.10.2014)
72%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 07.08.14 17:07 TheHunter (Professional Handy Master)

    @Stefan Stimmt, in diesem Test ist es in der Tat so. Bei dieser News hier aber z.b. geht das obere Bild als Popup auf und die mitten drin als "eigene Seite".
    Fände da eine Galerie-Ansicht wo man alle Bilder gleich weiter klicken kann hilfreich.

  2. 07.08.14 17:01 Stefan Schomberg (Testleiter areamobile.de)

    @Hunter
    Verstehe ich nicht ganz - alle Bilder im Test sind doch auf "eigener Seite"...? Aber du meinst, dass man quasi direkt in eine weiterklickbare Galerie springt - nur halt zum richtigen Bild?

    mfg

  3. 07.08.14 16:38 pixelflicker (GURU)

    > Habs an unsere Programmierung weitergegeben, soll morgen gefixt werden.
    Super, danke.
    Ist nur eine Kleinigkeit, aber würde vieles sehr stark erleichtern.

  4. 07.08.14 16:20 TheHunter (Professional Handy Master)

    Wie kommt es eigentlich, dass manche Bilder in einem Artikel per Popup aufgehen und einige seine eigene Seite haben? Kann man das nicht mal einheitlich machen und wenns geht gleich mit der Möglichkeit alle Bilder auf der Seite weiter zu klicken?

  5. 07.08.14 15:37 Stefan Schomberg (Testleiter areamobile.de)

    @PF
    Habs an unsere Programmierung weitergegeben, soll morgen gefixt werden.

    mfg

  6. 07.08.14 15:34 Stefan Schomberg (Testleiter areamobile.de)

    Nein, mit dem Preis wird das nichts zu tun haben, allerdings auch nicht mit der Display-Größe.

    mfg

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Nachrichten zum Asus MeMO Pad 7 (ME176C)
Datum Nachrichten
13.06. Asus: Kitkat-Tablet Memo Pad 7 ab sofort für 179 Euro erhältlich