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Autor: Stefan Schomberg 20.01.2015 - 18:15 | 0

Asus MeMO Pad 8 (ME181C) Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Günstiger Preis
  • Gute Leistung dank Intel-Chip
  • Flops
  • Kameras ziemlich mies
  • App-Angebot ist nicht als Werbung

Asus Memo Pad 8 alias Pro7 Entertainment Pad Test: We'd Love to Entertain You

In der Preisklasse um 150 Euro tummeln sich viele Tablets mit 7 oder 8 Zoll großen Displays. Asus will beim Memo Pad 8 mit der Pro7 Entertainment Edition einen zusätzlichen Vorteil im Wert von bis zu 100 Euro bieten. Was es damit auf sich hat und wie sich das Asus-Tablet insgesamt schlägt, erfahrt ihr hier im Test-Bericht.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Günstige Smartphones und Tablets sind meist etwas pummelig und kommen in einem wenig ansprechenden Kunststoff-Gewand daher. Da hat das Asus Memo Pad 8 im Test schon mal einen kleinen Vorsprung, denn es ist zwar mit knapp 9 Millimeter Dicke nicht unbedingt dünn, aber eben auch nicht wirklich pummelig. Außerdem wirkt der verwendete Kunststoff auf der Rückseite durch die leichte Riffelstruktur durchaus gefällig und er bietet guten Gripp. Zudem fühlt sich das Gerät in der Hand durchaus hochwertiger an als erwartet. Insgesamt wirkt das Design mit seinem schmalen Chromrand als einzigem weiteren nennenswerten Element alles andere als peppig, aber es sieht auch nicht billig aus. Ein typisches weiteres Merkmal für günstige Geräte bleibt indes der vergleichsweise breite Rahmen um das Display.

Asus Memo Pad 8 Entertainment Pad Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Asus Memo Pad 8 Entertainment Pad

Asus Memo Pad 8 Entertainment Pad Unboxing | (c) Areamobile

Nicht übermäßig spannend, aber solide

Asus Memo Pad 8 Entertainment Pad Unboxing | (c) Areamobile

Ausreichend dünn und mit "Metall"rahmen | (c) Areamobile

 

Doch auch das haben wir schon bei teureren Geräten viel schlimmer erlebt und kann damit als akzeptabel betrachtet werden. Einen positiven Nebeneffekt hat das außerdem: Man muss nicht ständig darauf achten, wie man das Tablet anfasst. Dank des breiteren, aber nicht übertrieben dicken Rahmens bietet sich immer eine Möglichkeit, das Gerät festzuhalten, ohne auf den Touchscreen zu kommen. Positiv fällt außerdem die Verarbeitung des Tablets auf, zumindest überwiegend. So gibt es etwa eine Lautsprecherabdeckung mit filigranen, wenn auch nicht ganz geraden Lochreihen über dem Lautsprechern auf der Fußseite. Dafür punktet das Gehäuse des Asus Memo Pad 8 im Test mit der Abwesenheit von Spaltmaßen. Nicht ganz optimal ist mal wieder die Platzierung der Hardware-Tasten auf der rechten Gehäuseseite gelungen. Sie sind so weit auf die Rückseite gerutscht, dass sie nicht mehr zu bedienen sind, wenn das Gerät flach auf dem Tisch liegt.

Display-Größe und -Qualität

Asus Memo Pad 8 Entertainment Pad Unboxing | (c) Areamobile

Asus Memo Pad 8 Entertainment Pad Unboxing | (c) Areamobile

Asus verpasst dem Memo Pad 8 - egal ob in der herkömmlichen, oder in der Pro7-Variante - ein Display mit 8 Zoll und einfacher HD-Auflösung, also 1.280 x 720 Pixel. Daraus resultiert eine Pixel-Dichte von nur 189 Bildpunkten, was man auch sehen kann - allerdings nur auf den zweiten Blick. Im Alltag geht das ansonsten in Ordnung, nur bei kleiner Schrift wäre eine höhere Auflösung wünschenswert. Auffällig sind bei steileren Blickwinkeln die starken Spiegelungen und das Farbgitter, das über dem Display zu liegen scheint. Das war bislang eigentlich immer ein Zeichen sehr einfacher Displays. Die Helligkeit ist mit 320 cd/m² absolut in Ordnung, der Kontrast mit 760:1 ebenfalls.

System: Hardware, Software und Bedienung

In günstigen Tablets steckte zuletzt als Prozessor meist ein Mediatek-Chip oder ein Produkt von Intel. Beide Unternehmen haben es 2014 geschafft, vergleichsweise leistungsstarke Chipsätze für wenig Geld auf den Markt zu bringen. Daher ist es wenig verwunderlich, dass auch im Asus Memo Pad 8 im Test ein Intel-Atom-Prozessor steckt. Der Intel Atom Z3745 hat vier auf je 1,33 Ghz getaktete Prozessorkerne und wird von einer HD-Grafikeinheit der Bay-Trail-Serie unterstützt. Die Chips können immerhin auf 1 GB RAM zugreifen, was unter dem Strich in dieser Preisklasse zu sehr guten Leistungsdaten führt. Das gilt auch für Benchmarks. 18 Frames bei GFXBench und sogar satte 34.700 und 15.600 Punkte in Antutu und 3DMark sprechen eine deutliche Sprache. Auch Spiele sind damit kein Problem, selbst Asphalt 8 läuft darauf mit höchsten Details flüssig.

Asus Memo Pad 8 Entertainment Pad Unboxing | (c) Areamobile

Zen UI über Android 4.4

Asus Memo Pad 8 Entertainment Pad Unboxing | (c) Areamobile

Hauptmenü

Asus Memo Pad 8 Entertainment Pad Unboxing | (c) Areamobile

Asus-Tastatur | (c) Areamobile

 

Ein ähnliches Bild ergibt sich auch im restlichen Alltag. Ruckler findet man da so gut wie gar nicht - egal ob auf Homescreens, im Menü oder im Browser. Stattdessen reagiert das Tablet meist direkt und schnell. Lediglich die Seitenladegeschwindigkeit des normalerweise verbindungsstarken WLAN könnte einen Tick schneller sein. Gerade bei kleiner Schrift macht sich dann im Browser auch wieder die niedrige Auflösung leicht bemerkbar. Zu den internen 16 GB Speicher lassen sich über den freiliegenden Speicherkarten-Slot microSD-Karten mit bis zu 64 GB gesellen - insgesamt steht also auch ausreichend viel Speicher zur Verfügung, um etwa eine große Musiksammlung mit sich herumtragen zu können. Dafür sollte man aber übrigens ordentliche Kopfhörer besorgen. Denn ein Headset liegt dem Lieferumfang nicht bei und der rückseitig verbaute Lautsprecher klingt trotz der von Asus fast immer verwendeten Sonic Master-Technologie viel zu dünn und undifferenziert, wenn auch recht laut.

Asus Memo Pad 8 Entertainment Pad Unboxing | (c) Areamobile

Spezielle Sat1-Pro7-Leiste | (c) Areamobile

Auf dem Datenblatt findet man im Vergleich des "normalen" Asus Memo Pad 8 mit der Pro7 Entertainment Edition im Test nur wenige Unterschiede. Die gibt es hingegen bei der Software: Während das Tablet grundsätzlich mit Android 4.4 Kitkat und dem Asus-eigenen und schicken, aber sehr zurückhaltenden Zen UI ausgeliefert wird, finden Käufer zahlreiche installierte Apps vor, die auf das Angebot der Pro7-Gruppe verweisen. Sogar eine eigene Leiste hat Asus für entsprechende Schnellzugriffe integriert, die zum Glück auch ausgeblendet werden kann, allerdings immer wieder in den Vordergrund springt, sobald man den Home-Button antippt. Dann werden Grundfunktionen wie der Schnellzugriff auf den Browser oder den Google Play Store und vor allem auf das Hauptmenü verdeckt - nervig! Über diese Leiste kann man etwa Angebote vom Streaming-Anbieter Maxdome aufrufen, die MyVideo-App starten oder man gelangt in die Mediatheken von Pro7, Sat1 und weiteren Sendern der Gruppe. Außerdem gibt es einige Gratis-Games und Shopping-Apps.

Deinstallieren lassen sich längst nicht alle dieser Apps. Und wo soll da der auf dem Lieferkarton beworbene Vorteil für den Kunden sein? Ganz einfach: Bei 7TV, das Live-Streaming von sechs TV-Sendern erlaubt, erhält man drei Monate gratis und spart knapp 9 Euro. Ebenfalls drei Monate kostenlos gibt es für das Online-Workout Gymondo, was zu einer Ersparnis von knapp 45 Euro führt. Wieder drei Gratismonate spendiert die Musik-Streaming-App Deezer (Ersparnis knapp 24 Euro) und sogar vier Monate sind es beim Video-Streaming-Dienst Maxdome, was ebenfalls knapp 24 Euro Ersparnis bringt. Damit kommt man auf rund 102 Euro, die man sich im direkten Vergleich zur Buchung der genannten Dienste ohne die Vorteile über das Pro7 Entertainment Pad im Test spart - wenn man denn all diese Dienste überhaupt nutzen will. Außerdem hat die Sache einen Haken: Mit all diesen Angeboten geht man Abonnements ein, die nur dann kostenlos bleiben, wenn man sie rechtzeitig kündigt. Ansonsten kommen dann die normalen Preise zum Zug.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Ja, wir haben immer wieder erwähnt, dass in einem Tablet für uns die Frontkamera wichtiger als die Hauptkamera ist und dementsprechend die hintere Cam recht uninteressant. Aber wenn man eine Hauptkamera mit gerade einmal zwei Megapixel einbaut, dann kann man es eigentlich auch gleich lassen. Denn deren Ergebnisse sind allein schon durch die niedrige Auflösung recht unscharf und rauschen sichtbar. Auch die Bilddynamik verdient ihren Namen nicht. Noch schlimmer ist die Frontkamera: Gerade einmal 0,3 Megapixel Auflösung bietet Asus dem Nutzer des Memo Pad 8, entsprechend matschig sehen Aufnahmen aus. Das reicht allenfalls für Videochats. Spaß wird man aber mit beiden Kameras nicht haben. Videos mit der Hauptkamera werden in einfacher HD-Qualität abgespeichert, auch hier ist die Bildqualität im Vergleich zu Mittelklasse-Smartphones nicht der Rede wert.

Akku-Laufzeit

Ein Problem älterer Intel-Atom-Chips für Tablets und Smartphones im Vergleich mit entsprechenden ARM-Designs war der Stromverbrauch in Relation zur Leistung. Das hat sich inzwischen geändert, jetzt gelten die Atom-Chips in Hinblick auf ihre Leistung als durchaus konkurrenzfähig. In einem Vergleich mit einem Tegra 3 (ARM) zeigte sich die damalige Atom-Generation (x86) im Standby etwa auf Augenhöhe, unter Last aber sogar klar im Vorteil. Das scheint sich bei den neusten Generationen geändert zu haben, zumindest hält das Asus Memo Pad 8 im Test bei wenig Last ziemlich lange durch, unter Volllast schafft das Gerät hingegen nur etwas über 4 Stunden und 34 Minuten. Für ein Tablet ist das nicht viel. Über den Tag kommt man damit natürlich trotzdem relativ problemlos, nur als Dauerzocker sollte man sich vielleicht nach einem anderen Gerät umschauen.

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http://www.areamobile.de/tablet/asus-memo-pad-8-me181c-test

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Asus ProSieben Entertainment Pad: Das Bloatware-Tablet ausgepackt (31 Bilder)

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Fazit

Knapp 150 Euro (UVP) ist nicht viel für ein Tablet, was frei von früheren Ruckelorgien ist, wie sie früher in billigen Geräten zu erwarten waren. Technisch kann man dafür natürlich kein Highend erwarten, dennoch gibt es nur wenig Grund zur Klage. Das Display könnte zwar etwas hochauflösender sein, geht aber noch in Ordnung, da die Helligkeit und ebenfalls die Blickwinkelstabilität ausreichend ist. Der Prozessor macht seine Sache überwiegend sehr gut und könnte genauso gut auch in einem Mittelklassemodell stecken. Er wird gelegentlich von dem mit 1 GB etwas kleinen Arbeitsspeicher ausgebremst. Der Speicher geht auch in Ordnung, für den Interneztzugang ist WLAN an Bord. Leider fehlt eine Datenverbindung für mobiles Internet.

Kritik hat Asus in der speziellen Pro7 Entertainment Edition des Memo Pad 8 hauptsächlich für zwei Dinge verdient: Die Kameras sind ein schlechter Witz und der Preis müsste bei dieser personifizierten Werbung für die Sat1-Pro7-Gruppe eigentlich niedriger sein - Gutscheine im Wert von 100 Euro hin oder her. Aber das muss natürlich jeder Käufer für sich selbst entscheiden. Wer diese Angebote nicht nutzen will, sollte auf jeden Fall eher zur "normalen" Version des Memo Pad 8 greifen. Die hat dann nämlich auch deutlich höher auflösende Kameras.

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Themen: Tablet

Puh - ganz schon viel Werbung für den vollen Preis. Und dann auch noch mit schlechterer Kamera? Nein danke!

Persönlicher Kommentar von Stefan Schomberg

Testwertung Asus MeMO Pad 8 (ME181C)
 
Handlichkeit und Design 93%
Verarbeitung 90%
Akkuausdauer 78%
Messaging 60%
Ausstattung / Leistung 55%
Kamera 45%
Internet 69%
Musik 80%
PIM und Sozialnetzwerke 100%
Software und Bedienung 85%
Programme 0%
Navigation 73%
Gaming und Video 55%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
74%
Zeitwertung
(Stand 26.07.2016)
74%

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