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Autor: Stefan Schomberg 07.08.2014 - 18:40 | 0

Asus Transformer Pad TF103C Testbericht

Testüberblick Asus Transformer Pad TF103C

Tops und Flops
  • Tops
  • Schnelle CPU
  • Tastaturdock sehr praktisch
  • Flops
  • zu niedrige Auflösung
  • Miese Kameras

Asus Transformer Pad TF103C Test: Die Rückkehr der Asus-Tablets mit Tastatur-Dock

Mit dem Tastatur-Dock hatte Asus einst den Tablet-Markt ordentlich aufgemischt. Inzwischen ist es wieder ruhiger um den taiwanischen Hersteller geworden - und die Geräte gar nicht mehr so teuer, wie das neue Transformer Pad TF103C beweist. Wir haben das ab 230 Euro teure Asus-Tablet im Test auf die Probe gestellt.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Mit den ersten Asus Transformer Pads im Gepäck gab es am Check-in am Flughafen immer Probleme: "Da steht doch, Laptops müssen einzeln auf das Band gelegt werden!" - "Das ist kein Laptop." - "Egal!". Inzwischen sind die Hybrid-Tablets auch den Sicherheitsbeamten bekannt und der Hinweis für Fluggäste gilt sowohl für Laptops als auch für Tablets.

Natürlich ist die Verwechslung der Asus-Tablets der Transformer-Pad-Reihe mit einem Laptop nicht unberechtigt, denn mit dem Tastatur-Dock lässt sich das jeweilige Asus-Tablet wie ein Laptop zusammenklappen und es bietet eine kleine, aber feine Tastatur und sogar ein Touchpad mit linker und rechter Maustastenfunktion. Und bei Bedarf lässt sich das Tablet einfach von der Tastatur abkoppeln. Meistens ist in dem Keyboard eines Transformer Pad neben Zusatzanschlüssen auch noch ein Zusatzakku eingebaut.

Asus Prime Time Event

Im Test: Asus Transformer Pad TF103C

Asus Prime Time Event

Sieht aus wie ein Laptop

 

Das trifft beim Asus Transformer Pad TF103C im Test nicht zu. Das wundert, denn mit stolzen 552 Gramm wiegt das Tastatur-Dock etwa so viel wie das Dock bei früheren Modellen mit Akku. Aber das ist nicht die einzige Änderung. Denn während es einige ältere Modelle automatisch mit Tastatur-Dock gibt, hat der Käufer beim Asus Transformer Pad TF103C jetzt die Wahl: entweder das Tablet allein für 229 Euro oder inklusive Dock für 279 Euro (jeweils UVP) kaufen.

Da fällt die Wahl eigentlich nicht weiter schwer: 50 Euro für eine ordentliche Tastatur samt Klickpad klingen fair, außerdem macht genau das den Unterschied zwischen einem Asus- und einem sonstigen Tablet aus. Für unterwegs bekommt der Anwender dafür eine dem Platz geschuldet kleine, aber gut aufgebaute Tastatur, die nicht nur eine Reihe mit Sondertasten für Android- und Player-Steuerung beinhaltet, sondern auch insgesamt einen ausreichend guten Druckpunkt und einen kurzen Tastenhub. Damit lassen sich auch mal längere Texte schreiben, auch wenn das Tastatur-Dock allein schon wegen der Größe nicht an eine vollwertige PC-Tastatur herankommt.

Asus Prime Time Event

Erst recht aufgeklappt

Asus Prime Time Event

Der "Trick" mit dem Abkoppeln

 

Das Asus-Tablet an sich ist schon ein rechter Klopper. Damit ist weniger die Dicke gemeint, die mit 9,9 Millimeter in dieser Preisklasse in Ordnung geht. Vielmehr bezieht sich die Aussage auf das Gewicht von gemessenen 563 Gramm - das ist nicht nur mehr als der Hersteller angibt, sondern einfach auch eine ganze Menge Holz. Oder eher Kunststoff. Das ist zwar weniger Gewicht als bei den meisten älteren Transformer-Pads, aber deutlich mehr als Konkurrenten aus der Highend-Klasse auf die Waage bringen. Natürlich kosten die auch wesentlich mehr.

An der Verarbeitung des Asus Transformer Pad TF103C im Test gibt es indes beim Transformer Pad TF103C im Test nichts zu bemängeln. Spaltmaße gibt es nicht, zumindest keine übermäßig unterschiedlichen. Natürlich verwenden die Hersteller für Tablets in dieser Preisklasse ausschließlich Kunststoff. Auch der auf Metalloptik getrimmte Rahmen des Asus Transformer Pad TF 103C, der sich rings um das Gerät zieht und einen angenehmen Kontrast zum restlichen Weiß unseres Testgerätes bildet, besteht aus diesem Werkstoff. Ansonsten ist das Gerät eher schmucklos, lediglich das glänzende Asus-Symbol auf Vorder- und Rückseite fällt auf. Eingeweihten dürfte zusätzlich der "Intel-Inside"-Schriftzug ins Augen stechen.

Asus Prime Time Event

Ordentliches Klickpad

Asus Prime Time Event

Die Tastatur ist auch gut

 

Die Haptik des Asus-Tablets im Test geht in Ordnung, die Rückseite ist nicht zu rutschig, wirkt aber auch nicht übermäßig edel. Nicht schön aber praktisch: Die großen "Löcher" auf der Fußseite des Gerätes. Dort wird das Tastatur-Dock eingeklickt. Das funktioniert unproblematisch und noch besser als bei Vorgängergeräten, da man zum Entkoppeln nun keinen Schieberegler, sondern einen Druckknopf betätigen muss. Beim Zuklappen wird das Display automatisch in den Ruhezustand versetzt und wieder beim Aufklappen geweckt - praktisch.

Display-Größe und -Qualität

Blickwinkel Transformer Pad TF103C | (c) areamobile

Blickwinkel Transformer Pad TF103C | (c) areamobile

Beim Display des Transformer Pad TF103C setzt Asus auf das 16:10-Format und leider nur auf 1.280 x 800 Pixel Auflösung. Das bedeutet: Nur 149 Bildpunkte pro Zoll stellen das Bild dar, scharf geht definitiv anders. Selbst für den niedrigen Preis des Transformer Pad im Test hätten wir uns hier mehr gewünscht, schließlich muss ein Screen mit 10,1 Zoll Diagonale befüllt werden. Bei den Messungen schlägt sich das Display hingegen ganz passabel. Bei der Grautreppen-Analyse fallen durchgehend etwas zu hohe Abweichungen vom Soll auf, alarmierend sind sie aber noch lange nicht. Die Helligkeit geht mit bis zu 393 cd/m² voll in Ordnung, der Kontrast fällt mit 1508:1 höher aus, als man bei der Nutzung erwarten würde. Die Farbwiedergabe weicht allerdings noch stärker von der Norm ab, am auffälligsten ist hier Rot, Blau und vor allem Magenta. Die Darstellung des Farbraums sprengt jede Skala - im negativen Sinn. Insgesamt kann das Display des Asus Transformer Pad TF103C offenbar nur etwa 60 oder 70% des sRGB-Farbraums darstellen.

System: Hardware, Software und Bedienung

Was beim PC als Qualitätsmerkmal gilt, hat bei mobilen Endgeräten einen weit schlechteren Ruf: "Intel Inside". Durchaus zu recht - zumindest bei älteren mobilen Chips des Marktführers. Doch der neue Intel Atom Z3745 mit 4 x 1,33 Ghz, 1 GB RAM und Intel HD Graphic der Bay-Trail-Reihe hat mit denen kaum noch etwas gemein. Hoher Stromverbrauch? Nope. Schwachbrüstige CPU? Mitnichten. Unterirdische GPU-Leistung? Das würde die Konkurrenz freuen, trifft aber nicht zu. Mit der mickrigen HD-Auflösung des Displays hat der Chip im Transformer Pad TF103C im Test zumindest keine Probleme. In Benchmarks treibt das Gerät der Konkurrenz so manche Schweißtropfen auf die Stirn. So erreicht es bei GLBench im T-Rex-Test (offscreen) stolze 17,7 Bilder pro Sekunde, Antutu quitiert die Leistung mit guten 33.640 Punkten und in 3DMark Icestorm Unlimited zeigt sehr gute 14.310 Punkte.

Asus Prime Time Event

Browsen klappt ohne Ruckler

Asus Prime Time Event

Ordner

Asus Prime Time Event

Hauptmenü

 

Im Alltag rennt das Tablet, dass es nur so eine Freude ist. Ständig scheint der Chip zu schreien: "Gib mir mehr! War das schon alles!?" Das gilt auch für aufwändige 3D-Spiele, die das Tablet ohne Murren oder Ruckeln flüssig abspult. Im Vergleich zum älteren, aber auch deutlich hochwertigeren und teureren Transformer Infinity Pad TF700 mit Tegra 3 als Prozessor ist das eine knappe Verdopplung der Leistung. Spaßbremse spielt hier, wenn überhaupt, der Arbeitsspeicher, der mit 1 GB nicht gerade opulent ausgefallen ist. Übrigens: Die Lautsprecher machen eine überraschend gute Figur. Dank SonicMaster-Technologie klingen sie ausreichend voll und sind zudem noch schön laut, ohne dabei zu übersteuern.

Ein Videoausgang fehlt dem günstigen Tablet, beim TF300T war das noch anders. Auch beim Dock hat Asus wie eingangs erwähnt beim Transformer Pad TF103C den Rotstift angesetzt, einen integrierten Akku gibt es nicht mehr. Immerhin findet man dort aber noch einen vollwertigen USB-Anschluss, um etwa eine externe Festplatte anzuschließen. Als Betriebssystem setzt Asus auf das aktuelle Android 4.4, viel neuer geht es derzeit noch nicht. Darüber liegt das Zen UI von Asus, das weniger durch optische Spielereien auffällt, sondern vielmehr durch sinnvolle Integration und Erweiterung eigener Apps und bestehender Anwendungen. So bietet das Gerät etwa einen direkten Schnellzugriff auf die wichtigsten Einstellungen, wenn man die Statusleiste nach unten zieht. Das Keyboard ist eine Eigenproduktion von Asus inklusive Swype-Eingabemöglichkeit und erlaubt viele Einstellungsmöglichkeiten. Auch einige Apps installiert Asus ab Werk, dabei handelt es sich meist um durchaus nützliche Anwendungen. Dazu gehören etwa eine überarbeitete Galerie, ein File-Manager, die Display-Anpassungs-App Splendid oder der Audio-Wizard.

Kamera

Hinten 2 Megapixel und vorne 0,3 Megapixel Auflösung - das klingt nach Steinzeittechnik. Ist es auch. Die Bilder der Hauptkamera sehen immer irgendwie so aus, als seien sie mit dem Aquarell-Pinsel gemalt - nicht schön, aber matschig. Trotzdem pixeln die Aufnahmen auf, so einen Widerspruch kann nicht jeder Hersteller in seiner Kamera vereinen! Noch schlimmer ist die Frontkamera, die nicht nur matschige Bilder macht, sondern auch noch ein Bildrauschen veranstaltet, dass man sich in alte Analog-TV-Zeiten zurückversetzt fühlt. Mit einem Wort: Schund!

Akku-Laufzeit

Einen Zusatzakku gibt es im Tastatur-Dock des Asus Transformer Pad TF103C nicht, daher macht das Tablet im im Laufzeittest eine eher durchschnittliche Figur. Im Areamobile-Dauertest schaffte es nur 4:38 Stunden, das ist auch für 10-Zöller nicht viel. Insgesamt hält sich der Energiehunger aber in Grenzen. Auch bei diesem Modell werden die 19 Wattstunden nur Dauerzocker innerhalb eines Werktages leersaugen können.

Du hast einen Blog oder eine Webseite? Wir freuen uns über eine Empfehlung!

http://www.areamobile.de/tablet/asus-transformer-pad-tf103c-test

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Asus Transformer Pad TF103C im Unboxing (43 Bilder)

Asus Transformer Pad TF103C Unboxing | (c) AreamobileAsus Transformer Pad TF103C Unboxing | (c) AreamobileAsus Transformer Pad TF103C Unboxing | (c) AreamobileAsus Transformer Pad TF103C Unboxing | (c) Areamobile
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Fazit

Die Transformers von Asus sind zurück - nicht nur im Kino. Allerdings sind sie auf dem Tablet-Markt angeschlagen. Immer billiger ist ohne Qualitätseinbußen nicht zu machen. Diese Abstriche muss man beim TF103C nicht beim Prozessor machen, denn der ist das Glanzstück des Tablets. Aber das Display des neuen Transformer Pad hat einfach zu niedrige Auflösung und der Arbeitsspeicher hätte auch größer ausfallen dürfen, um zukunftssicher zu sein. Die Kameras des Tablets sind schon fast eine Beleidigung für den Käufer. Ebenfalls nicht gefallen hat uns das Fehlen eines Zusatzakkus im Tastatur-Dock - ohne Gewichtsersparnis wohlgemerkt.

Praxistauglich ist das Transformer Pad TF103C auf jeden Fall, durch das Tastatur-Dock mehr als die meisten Tablets. Für den Preis stimmt auch das Gesamtpaket. Allerdings bleibt die Frage, ob Asus nicht besser 100 Euro mehr an Produktionskosten für ein ordentliches Display, eine halbwegs ordentliche Frontkamera und einen Zusatzakku investiert hätte.

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Testwertung Asus Transformer Pad TF103C
 
Handlichkeit und Design 72%
Verarbeitung 90%
Akkuausdauer 81%
Messaging 60%
Ausstattung / Leistung 64%
Kamera 41%
Internet 72%
Musik 84%
PIM und Sozialnetzwerke 100%
Software und Bedienung 87%
Programme 0%
Navigation 90%
Gaming und Video 41%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
72%
Zeitwertung
(Stand 25.07.2016)
74%

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