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Autor: Stefan Schomberg 30.10.2016 - 09:30 | 0

Asus ZenPad 3S 10 Testbericht

Tops und Flops
  • Tops
  • Schickes Design
  • Gute Performance
  • Fingerabdrucksensor
  • Flops
  • Kein LTE

Asus Zenpad 3S 10 Test: Tolle Technik im edlen Gewand

Was hat ein hochauflösendes 9,7-Zoll-Display im 3:4-Format, einen starken Prozessor und steckt in einem dünnen Metall-Unibody? Das Asus Zenpad 3S 10, damit steht es in direkter Konkurrenz zu iPad Pro und Samsung Galaxy Tab S2, kostet aber deutlich weniger. Wir haben uns den Schönling genau angeschaut und erklären, ob er den beiden Modellen der Konkurrenz gefährlich werden kann.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Die iPads von Apple waren von Beginn an 9,7 Zoll groß und weisen ein Seitenverhältnis von 4:3 auf. Auch andere Hersteller wie Samsung mit dem Galaxy Tab S2 haben sich mit diesem Format befasst. Jetzt kommt mit dem Asus Zenpad 3S 10 ein weiterer Vertreter dieser Gattung hinzu und der schickt sich an, mehr als nur ein Anwärter auf den 9,7-Zoll-Thron zu sein. Dazu ist der Preis mit 379 Euro in der UVP des Herstellers auch noch deutlich niedriger als bei den Wettbewerbern - sorgt das Asus-Tablet für eine Überraschung?

Asus ZenPad 3s 10 Unboxing | (c) Areamobile

Asus ZenPad 3s 10 Unboxing | (c) Areamobile

Das Asus Zenpad 3S 10 im Test besticht mit hervorragender Verarbeitung und einem gerade einmal 5,8 Millimeter dünnen und 430 Gramm leichten Korpus, der dank Aluminium als Werkstoff richtig edel wirkt. Verstärkt wird das durch zwei schicke Schliffkanten, die sich um die vordere und hintere seitliche Kante rings um das Gehäuse ziehen. Lediglich auf der schmalen Stirnseite gibt es eine breite Kunststoffkappe, unter der Antennen und ein Mikrofon versteckt sind. Als Kontrast zu den spiegelnden Schliffkanten sind die Seiten und die Rückseite in - je nach Version - mattem Grau oder Silber gehalten. Lediglich der Asus-Schriftzug glänzt hier mit der schmalen Kamera-Einfassung um die Wette.

Asus ZenPad 3s 10 Unboxing | (c) Areamobile

Gute Verarbeitung und schickes Design | (c) Areamobile

Wegen des 4:3-Formats wird das Asus Zenpad 3S 10 im Test sicherlich von den meisten Nutzern im Hochformat gehalten. Entsprechend ist auch die Platzierung eines mechanischen Hombuttons samt Fingerabdrucksensor mittig unter dem Display sinnvoll, der wie bei Samsung schmal und breit statt wie bei Apple rund ist. Daneben sind Sensortasten zur Steuerung zu sehen, im Betrieb steht also das ganze Display für die Darstellung zur Verfügung, da kein Platz für virtuelle Bedienelemente abgezwackt werden muss. Weitere Tasten finden sich im Hochformat auf der rechten Seite, sie sind leicht geriffelt und entsprechend ordentlich erfühlbar, zudem weisen sie einen optimalen Druckpunkt und guten Tastenhub auf.

Asus ZenPad 3s 10 Unboxing | (c) Areamobile

Schlichte Rückseite aus Alu | (c) Areamobile

Die fein gelochten Lautsprecher-Abdeckungen auf der Fußseite, die zu beiden Seiten des USB-Typ-C-Anschlusses platziert wurden, sind nicht nur Zierde. Hinter beiden davon verbirgt sich je ein Lautsprecher, der seinen Namen zu Recht trägt, denn das Klangbild ist überraschend voll und laut. Der USB-Anschluss wird stilsicher von zwei Sternschrauben gehalten. Sehr schick!

Display-Größe und -Qualität

Asus ZenPad 3S 10 Displaytest | (c) Areamobile

Asus ZenPad 3S 10 CIE-Farbraum | (c) Areamobile

Asus packt in sein Zenpad 3S 10 ein 9,7 Zoll großes IPS-LCD mit einer Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixel in das schicke Gehäuse - das ist exakt das, was auch Apple für seine iPads verwendet. Dort heißt das Retina, Asus spricht von 2K. Fakt ist, dass der Nutzer mit etwa 263 Pixel pro Zoll (ppi) ein ausreichend scharfes Bild vorgesetzt bekommt. Bei Smartphones würden wir das unter 350 ppi nicht unbedingt behaupten, ein Tablet wird wegen des größeren Displays aber auch weiter vom Auge weg gehalten, daher passt das beim Asus-Tablet sehr wohl.

Das gilt auch für andere Bereiche des Screens. Bei Kontrast und Helligkeit liefert er mit 1.142:1 und 420 cd/m² sehr gute Werte. Klar gibt es auch hier Konkurrenten, die das noch besser machen, aber die kann man auch an einer Hand abzählen - das iPad Air 2 etwa gehört nicht dazu. Bei der Darstellungsgenauigkeit macht Asus bei der Farbdarstellung weitgehend alles richtig, bei der Grautreppe leistet sich das Gerät etwas zu viel Abweichung, was aber im Alltag nicht auffällt und ggf. durch die Einstellungsmöglichkeiten der Darstellung noch ausgleichen kann. Hier lässt sich etwa die Farbintensität und die Farbtemperatur einstellen und für nachts die Menge an blauem Licht filtern. Bei der Blickwinkelstabilität kann das Zenpad 3S 10 ebenfalls punkten, auch wenn einheitliche Abschattungen bei steilen Winkeln klar zu sehen sind. Auch spiegelt die Display-Oberfläche dann recht stark. Insgesamt liefert Asus beim Thema Display allerdings sehr gute Arbeit ab.

Asus ZenPad 3S 10 Displaytest | (c) Areamobile

Asus ZenPad 3S 10 Farbtest | (c) Areamobile

Asus ZenPad 3S 10 Displaytest | (c) Areamobile

Asus ZenPad 3S 10 Grautreppe | (c) Areamobile

System: Hardware, Software und Bedienung

Angetrieben wird das Zenpad 3S 10 von einem Mediatek 8176. Das ist ein Hexa-Core-Prozessor, bei dem zwei Kerne auf bis zu 2,1 GHz und die anderen vier auf bis zu 1,7 GHz takten. Dazu gibt es mit 4 GB überraschend viel Arbeitsspeicher. Der interne Speicher bietet eine Kapazität von 64GB, die per microSD erweitert werden kann. Zur weiteren Ausstattung gehören neben WLAN 802.11 ac auch Bluetooth 4.2 und GPS, auf LTE muss man verzichten. Moment, Mediatek? Die sind zwar meistens in eher günstigen Geräten zu finden, an der Leistung gibt es beim Zenpad 3S 10 aber nichts auszusetzen. Im Alltag lief die Oberfläche absolut flüssig, Dinge wie Internet-surfen, Videos schauen oder auch Spiele wie Asphalt 8: Airborne und Need for Speed: No Limits liefen schnell und ruckelfrei.

Asus ZenPad 3s 10 Unboxing | (c) Areamobile

Das 4:3-Format ist praktisch zum Internetsurfen | (c) Areamobile

In Benchmark spiegelt sich die gute Performance ebenfalls wieder, allerdings zeigen die auch, dass der eingebaute Chipsatz nicht an die Topkonkurrenz wie einen Snapdragon 820 herankommt. In Antutu schafft das Tablet 73.600 Punkte, bei 3DMark sind es immerhin 14.600 Punkte und in Geekbench 3 schaffte das Gerät im Multi-Core-Test etwas mehr als 4.200 Punkte gekommen. Das ist etwas besser als beim Galaxy Tab S2.

Asus ZenPad 3s 10 Unboxing | (c) Areamobile

Asus ZenPad 3s 10 Unboxing | (c) Areamobile

Als Betriebssystem kommt auf dem Asus Zenpad 3S 10 im Test Android 6.0 Marshmallow zum Einsatz, Nougat ist noch nicht verfügbar. Darüber liegt die Zen-UI-Nutzeroberfläche von Asus, die Android recht stark anpasst, hinzu kommen etliche neue Funktionen durch installierte Apps. Zen UI bietet viele Möglichkeiten, die Oberfläche dem eigenen Geschmack anzupassen, das beinhaltet etwa eigene Hintergründe und Themes. Praktisch ist der mobile Asus-Manager, mit dem man eine Übersicht über das Gerät erlangt. Hier kann der Nutzer etwa die Autostart-Fähigkeit von Apps beeinflussen, es lassen sich Benachrichtigungen managen und eine Übersicht über den Datenverbrauch einsehen. Auch diverse Akkumodi lassen sich hier aktivieren - vom "Intensiv sparen" bis zum "Leistungsmodus".

Kamera

Auch das Asus-Tablet hat - wie sollte es anders sein - zwei Kameras und die sind beide - wie sollte es anders sein - nicht gerade berauschend. Die Bildqualität geht schon in Ordnung, aber eben nur für ein Tablet bei dem Kameras grundsätzlich eine untergeordnete Rolle spielen. Am meisten stört der etwas niedrige Detailreichtum wegen nicht ganz optimaler Bildschärfe, die Bilddynamik ist akzeptabel. Bildrauschen ist zwar sichtbar, geht bei gutem Licht aber noch. Bei schlechtem Licht steigt naturgemäß das Rauschen an und die Bildschärfe fällt schnell noch weiter ab. Für kleine Fotoabzüge reicht das locker, Vergrößerungen sollte man aber gar nicht erst ins Auge fassen. Das gilt verstärkt für die Frontkamera - da helfen auch die ganzen Spielereien wie das Betonen der Augen, Schmälern der Wangenpartie oder Glätten der Haut per Software nichts. Für Videochats ist die Qualität aber absolut ausreichend.

Asus Zenpad 3S 10 Originalaufnahme| (c) Areamobile

Asus Zenpad 3S 10 Originalaufnahme| (c) Areamobile

Akku-Laufzeit

Der Akku im Asus Zenpad 3S 10 leistet 5.900 mAh und soll für Laufzeiten von zehn Stunden reichen. Das ist sicherlich bei entsprechenden Stromspareinstellungen möglich, bei hoher Last erreicht das Tablet eher die Hälfte. In unserem Dauer-Streaming-Test mit maximaler Helligkeit schaffte das Tablet immerhin 4:37 Stunden - ein ausreichender Wert, der natürlich von Dauerzockern nicht erreicht wird, da dabei der Stromverbrauch noch etwas höher liegt. Nach etwa zwei Stunden ist der Akku des Tablets geladen.

Fazit

Schickes Gewand, absolut ausreichende Alltagsleistung, die zudem auch für aktuelle Spiele reicht, ein tolles Display und ausreichende Akkulaufzeiten - wer ein Tablet im Formfaktor 4:3 bei 9,7 Zoll sucht, der sollte das Asus ZenPad 3S 10 unbedingt in die engere Wahl nehmen. Außer den angesprochenen Konkurrenten iPad Pro und dem Samsung Galaxy S2 gibt es da ohnehin nicht viel Konkurrenz - wenn der Stylus ein Muss ist, fällt das Samsung-Modell sogar noch weg. Für das Asus-Modell gibt es hingegen sogar einen solchen digitalen Stift mit 1.024 Druckstufen zu kaufen. Das Asus ZenPad 3S 10 bekommt man derzeit für etwa 370 Euro, falsch macht man dafür sicherlich nichts.

Testwertung Asus ZenPad 3S 10
 
Handlichkeit und Design 96%
Verarbeitung 96%
Akkuausdauer 76%
Messaging 0%
Ausstattung / Leistung 74%
Kamera 78%
Internet 86%
Musik 87%
PIM und Sozialnetzwerke 0%
Software und Bedienung 96%
Programme 0%
Navigation 84%
Gaming und Video 78%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
86%
Zeitwertung
(Stand 17.12.2017)
85%

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31.08. Asus ZenPad 3S 10: Starkes Entertainment-Tablet im feinen Design
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