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Autor: Stefan Schomberg 09.10.2015 - 15:25 | 3

Asus ZenPad S 8.0 Testbericht

Testüberblick Asus ZenPad S 8.0

Tops und Flops
  • Tops
  • Sehr schick und handlich
  • gutes Display
  • Gute Geschwindigkeit
  • Stylus im Lieferumfang
  • Flops
  • Akku nicht stark genug

Asus Zenpad 8.0 S Test: Tablet im Handtaschen-Format

Schluss mit den günstigen Geräten, die sich an Einsteiger richten oder an der Mittelklasse orientieren. Beim neuen Asus-Tablet Zenpad S 8.0 bleibt der Preis zwar niedrig, die verbaute Technik soll sich jedoch an Enthusiasten richten. Wir haben im Test des Asus Zenpad S 8.0 überprüft, ob das auch stimmt.

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Nach den Transformer Pads, die noch echtes Highend mit hochwertigen Materialien und schlauen Anstecktastaturen waren, wurde es still um Asus auf dem Markt für Highend-Android-Tablets. Auf der IFA in Berlin stellte der taiwanische Hersteller endlich wieder ein Gerät vor, das der Konkurrenz mehr als nur ein müdes Lächeln abringen dürfte: das Asus Zenpad S 8.0 im Test. Denn das neue Modell ist flach, handlich, schick und dazu auch noch ziemlich gut ausgestattet. Und wem das noch nicht reicht, der kann auf einen vergleichsweise günstigen Preis von maximal 350 Euro schielen - das ist doch mal ein Angebot!

Asus ZenPad S 8.0 Unboxing | (c) Areamobile

Im Test: Asus ZenPad S 8.0

Asus ZenPad S 8.0 Unboxing | (c) Areamobile

Schick und flach

Asus ZenPad S 8.0 Unboxing | (c) Areamobile

Wie eine Handtasche | (c) Areamobile

 

Das Design ist gelungen, es wirkt recht hochwertig und edel. Dafür sorgt auf der Front der schicke Chromrand, der sich rings um die vorderen Kanten zieht. Auch die Stereolautsprecher über und unter dem Display glänzen verführerisch, lediglich der Rand um den Touchscreen könnte in allen Bereichen noch etwas schmaler sein. Im Gegenzug hat ein breiterer Rand aber auch den Vorteil, dass man das Gerät noch anfassen kann, ohne gleich ungewollt auf den Touchschreen zu tapsen. Das wird beim Zenpad S 8.0 von Asus im Test schon schwierig, da wünscht man sich wie bei Apple die Möglichkeit der Fingererkennung, um das Tablet auch sicher halten zu können.

In unserer weißen Variante - zusätzlich gibt es das Zenpad noch in Schwarz - erinnert das Tablet im Querformat an eine moderne Handtasche. Das erreicht Asus dadurch, dass man zwei unterschiedliche Oberflächenstrukturen verwendet, wobei die obere leicht zurückspringt und Bruchteile von einem Millimeter höher ist. Dadurch sieht es so aus, als sei der oben liegende Teil eine bewegliche Verschlusslasche - eben wie bei einer Handtasche. Dieser Teil ist ähnlich der Front mit einem Chromrahmen, hier aber eher einer Schliffkante versehen. Der untere Teil, der sich kaum mehr als zwei Zentimeter breit über die gesamte Breite des Tablets erstreckt, ist dabei von einem Kunststoff bedeckt, der optisch und haptisch weitestgehend Leder imitiert. Der Rest ist glatter und dadurch etwas rutschiger Kunststoff in gleicher Farbe. Insgesamt ist das Tablet sehr handlich. Das liegt neben dem Gewicht von knapp unter 300 Gramm auch an der geringen Größe: 203,2 x 134,5 x 6,6 Millimeter sind gute Werte.

Bei der Verarbeitung gibt es nur wenig Grund zur Kritik. Spaltmaße gibt es so gut wie nicht, sonstige Unregelmäßigkeiten ebenfalls nicht. Bei unserem Testmodell wies allerdings die Powertaste auf der rechten Gehäuseseite absolut keinen Druckpunkt auf und auch der Tastenhub war mehr als schwammig. Bei der Laustärkewippe, die sich unmittelbar darüber befindet, ist das genaue Gegenteil der Fall, hier gibt es nichts zu kritisieren. Daher gehen wir davon aus, dass es sich um einen dezenten Defekt bei unserem Testgerät handelt.

Display-Größe und -Qualität

Asus ZenPad S 8.0 Unboxing | (c) Areamobile

Scharf genug | (c) Areamobile

Asus setzt wie die Konkurrenten Samsung Galaxy Tab S2 und Apple iPad Mini 4 auf ein 4:3-Seitenverhältnis und eine Auflösung von 2.048 x 1.536 Pixel. Damit kommt man bei 8 Zoll Diagonale auf 324 PPI, was zu ausreichend scharfen Bildern führt - den meisten Menschen wird das absolut ausreichen. Das IPS-Display des Zenpad S 8.0 stellt im Test Farben gut dar und auch die Kontraste (fast 1.000:1) überzeugen. Ebenfalls positiv: Die Blickwinkelstabilität. Selbst bei flachen Blickwinkeln ist außer überschaubarem Abschatten nur wenig Veränderung der Darstellung zu bemerken. Da stören dann wie immer her schon irgendwann Reflexionen auf dem Display-Glas, aber das Grolilla-Glas-3 sorgt hier für moderate Spiegelungen. Die Helligkeit liegt mit etwa 320 cd/m² durchaus im positiven Bereich, Abweichungen bei Farbe und Grautreppe liegen mit 4,7 und 6,9 Delta E im guten bis akzeptablen Bereich. Das hängt aber von den Einstellungen ab, die man in den Display-Einstellungen wählt.

System: Hardware, Software und Bedienung

Nach anfänglichen Ausflügen zu anderen Herstellern wie etwa Nvidia setzt Asus inzwischen verstärkt auf Intel für seine Tablet-Chips. Im Asus Zenpad S 8.0 im Test ist das ein Intel Atom Z3580, dessen vier starke Kerne auf bis zu 2,33 Ghz takten. Zusammen mit einer PowerVR G6430 und satten 4 GB RAM sollte sich da einiges an Leistung rauskitzeln lassen, auch wenn der Chipsatz selbst nicht mehr zur absoluten Elite der mobilen Chips auf dem Markt gehört. Bei Benchmarks ist das Asus-Tablet aber sehr gut dabei. Antutu bescheinigt dem Gerät mehr als 45.000 Punkte, 3DMark mehr als 20.000 Punkte - das ist schon richtig gut.

Asus ZenPad S 8.0 Unboxing | (c) Areamobile

Homescreen

Asus ZenPad S 8.0 Unboxing | (c) Areamobile

Rasend schnell im Browser | (c) Areamobile

 

Das merkt man auch bei Spielen. Games wie Asphalt 8 sind nach wie vor die Benchmarks - was hier auf maximalen Details flüssig läuft, dürfte auch bei den meisten anderen Spielen keine Probleme machen. Im Fall des Asus Zenpad S 8.0 im Test kann man hier grünes Licht geben: Auch wenn die GPU schon etwa 2 Jahre auf dem Buckel hat, muss sie sich nicht verstecken. Flüssiger wird's nicht. Das bestätigt sich auch im sonstigen Alltag. Homescreen? Läuft! Browser? Läuft! Eigentlich geht es nicht viel besser. Heiß wird das Tablet dabei auch zu keinem Zeitpunkt - klasse!

Auf dem Zenpad kommt übrigens Android 5.0 zum Einsatz, darüber liegt das ZenUI von Asus. Als erstes fällt dabei auf, dass Apps nicht einfach nur auf Homescreen und Appdrawer ausgestreut wurden, sondern schon thematisch weitgehend sinnvoll in Ordner einsortiert sind. Dann findet man die Galerie, Kamera und Fotocollagen im Unterordner Fotografie, während E-Mail, Kontakte und Online-Chat unter Kommunikation zu finden sind. Andere Dinge wie etwa die Gestensteuerung ZenMotion findet man erst nach etwas Rumprobieren heraus. Damit kann man etwa ein "C" auf den Startbildschirm zeichnen, um die Kamera zu starten. Eine weitere Besonderheit: Dem Asus Zenpad S 8.0 liegt ein kleiner Stylus für die Bedienung bei. Der ist zwar nicht druckempfindlich, die Strichstärke lässt sich aber per Knopfdruck einstellen.

Asus ZenPad S 8.0 Unboxing | (c) Areamobile

Mit im Lieferumfang: Stylus für sonst 35 Euro | (c) Areamobile

Entsprechende Zeichnungen können dann etwa in der kostenlosen Asus-Cloud abgelegt werden, die bietet Platz für 100 GB. Leider nur in den ersten zwei Jahren kostenlos, danach kostet der Spaß knapp 2 Euro im Monat. Wer das nicht mag, muss mit den internen 64 GB Speicher auskommen - oder microSD-Karten für bis zu 128 GB verwenden. Eine weitere Besonderheit des Tablets: Das Zenpad S 8.0 im Test verfügt über einen USB-Anschlus Typ C. Neben höherem Datendurchsatz macht sich der neuere Stecker durchaus auch praktisch vorteilhaft bemerkbar: Es ist nämlich egal, wie herum er in das Tablet gesteckt wird. Einzige Wermutstropfen bei der Ausstattung: NFC fehlt. Die Stereolautsprecher klingen klar, aber nicht sonderlich laut.

Kamera

Asus Zenpad S 8.0 Originalaufnahme | (c) areamobile

Asus Zenpad S 8.0 Originalaufnahme | (c) areamobile

Das Asus Zenpad S 8.0 ist angenehm handlich für ein Tablet, da kann man sich durchaus mal vorstellen, das ein- oder andere Bild zu knipsen. Tatsächlich sind die beiden Kameras dafür auch durchaus geeignet. Die Hauptkamera bietet 8 Megapixel und einer Blende mit f/2.0 bei gutem Licht ausreichende Bildschärfe, die Farben gefallen als satt, aber ausreichend realistisch. Bildrauschen geht dann noch in Ordnung, bei schlechtem Licht sinkt die Bildqualität aber zusehends. Für ein Tablet bieten beide Kameras, also auch die Frontkamera mit 5 Megapixel, wirklich sehr gute Ergebnisse, bei einem Smartphone müsste man bestenfalls im Mittelfeld suchen.

Akku-Laufzeit

Der Akku ist beim Asus Zenpad S 8.0 so etwas wie der Schwachpunkt. Zwar reicht der kleine Kraftspender aus, um einen Tag lang unterwegs zu sein, nur Dauerzocker werden schon nach wenigen Stunden ohne Strom dastehen. Aber auch beim Videoschauen über WLAN vergeht nicht viel Zeit, bis das Gerät nach Nachschub aus der Steckdose schreit. In unserem Dauertest war das bereits nach 4 Stunden und 11 Minuten so - das ist beileibe kein guter Wert.

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http://www.areamobile.de/tablet/asus-zenpad-s-80-test

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Asus ZenPad S 8.0: Das Design-Tablet im Unboxing (43 Bilder)

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Fazit

Das Gehäuse ist nicht nur schick, sondern das Tablet auch noch handlich und leicht - das fängt gut an. Auch bei der Darstellung gibt es wenig zu meckern - höchstens die Helligkeit könnte etwas höher sein. Die Leistung gibt ebenfalls keinen Grund zur Kritik, auch wenn der Chip schon etwas älter ist. Im Alltag wird man das aber nicht merken, in Spielen und im Internet kann man sich tagtäglich von der hohen Geschwindigkeit des Tablets überzeugen. Selbst die Kameras machen einen ordentlichen Eindruck. Eine Topplatzierung verhindern nur Kleinigkeiten wie das fehlende NFC (was sicherlich nicht jeder braucht), vor allem aber der unterdurchschnittliche Akku. Wer das handliche Tablet täglich nutzt, der muss auch täglich laden. Das ist für ein Tablet eher ungewöhnlich.

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Testwertung Asus ZenPad S 8.0
 
Handlichkeit und Design 97%
Verarbeitung 93%
Akkuausdauer 68%
Messaging 0%
Ausstattung / Leistung 82%
Kamera 78%
Internet 96%
Musik 89%
PIM und Sozialnetzwerke 0%
Software und Bedienung 92%
Programme 0%
Navigation 63%
Gaming und Video 90%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
88%
Zeitwertung
(Stand 30.08.2016)
87%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 21.10.15 22:56 SiddiusBlack (Advanced Member)

    68% bei Akku? Are you serious? Bei der miserablen Akkulaufzeit (deswegen hatte ich es wieder umgetauscht) für ein Tablet ist eine Akkuwertung über 50% doch ein schlechter Witz?!

    Ganz ehrlich, dass Teil könnte ruhig 50g schwerer und 0.3mm dicker sein wenn dafür der Akku dann doppelt so lange hält...wann kapieren die Hersteller das endlich?

    Blattdünne Tablets bitte erst wenn es eine neue Akkutechnik gibt...

  2. 10.10.15 13:01 wolfilein
    Nutzen Stylus

    Mich würde mal interessieren, ob man mit dem Stylus in Internetseiten auf- und niederscrollen kann, so dass man nicht immer mit dem Finger den Bildschirm berühren muss. Diese Eigenschaft des Stylus ist beim Galaxy Note 4 ein einzigartiges Alleinstellungsmerkmal und wäre auch bei einem Tablet sehr wünschenswert.

  3. 09.10.15 19:28 Andrew82
    schade Asus, den Sprung zu Highendgeräten hat man wohl verhauen

    Hatte mich schon auf das Zenpad gefreut, mir gefällt die Asus-Oberfläche ist schön flüssig und mit 4GB Top fürs Multitasking. Habe auch immer gute Erfahrungen mit Asus gemacht.

    Aber die miese Akkulaufzeit und fehlendes NFC bei 350€, was soll das? Das Pad mit 64GB und Stylus hätte sich wunderbar geeignet um Fotos zu betrachten oder etwas zu bearbeiten und dann fehlt NFC. Mit NFC kann ich total easy Fotos von meiner Panasonic G6 auf mein Nexus 7 kopieren oder die Kamera per remote steuern oder auch mal schnell Sachen mit dem Smartphone tauschen. Die paar Cent für die NFC-Amtenne erwarte ich einfach bei diesem Gerätepreis.

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