Autor: Tobias Czullay 08.05.2016 - 17:30 | 1

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition Testbericht

Testüberblick BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition

Tops und Flops
  • Tops
  • An sich spannendes Betriebssystem, ...
  • Konvergenz-Modus, ...
  • Flops
  • ... das hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt
  • ... der unter der schlechten Systemleistung leidet
  • Unterirdische Performance auch im Tablet-Betrieb (-1.0%)
  • Wenige Apps, davon haufenweise Klone

BQ Aquaris M10 Ubuntu Test: Das Tablet für Leidensfähige

Neben Android-Geräten bietet BQ auch Smartphones und Tablets mit dem Betriebssystem Ubuntu an. Eine spannende Alternative zum Google-OS, die allerdings noch nicht den Kinderschuhen entwachsen ist. Das zeigt auch der Test des neuen Ubuntu-Tablets Aquaris M10.

Es hat bei BQ schon Tradition, dass einige ausgewählte Geräte nicht mehr nur mit dem Android- sondern auch mit Canonicals Ubuntu-Betriebssystem aufgelegt werden. Bislang präsentierte sich Ubuntu auf Smartphones noch reichlich unfertig. Mit dem allerersten Ubuntu-Tablet Aquaris M10, das im Online-Shop des Herstellers 230 Euro kostet, wollen BQ und Canonical diesen Eindruck wieder wettmachen - doch gelingt das auch?

Gehäuse-Design und -Verarbeitung

Das Aquaris M10 Ubuntu Edition gleicht äußerlich dem schon seit einiger Zeit erhältlichen Modell mit Android-Betriebssystem - wer das Tablet einmal in den Händen gehalten hat, wird also kaum eine Überraschung erleben. Wie die eigenen Smartphones auch kleidet BQ das Tablet in Plastik, das jedoch wenig robust erscheint: Die Rückseite gibt bei Druck leicht nach und knarzt an manchen Stellen sogar etwas, außerdem ist das mit 8,2 Millimetern nicht gerade außergewöhnlich dünne Gehäuse nicht besonders verwindungssteif. Immerhin sieht man auf der matt-schwarzen Schale keine Fingerabdrücke, was man von der gläsernen Vorderseite natürlich nicht behaupten kann. Die zwei nach vorne strahlenden Lautsprecher sitzen rechts und links hinter fein perforierten Grills, die stabil in ihrer Fassung eingepflanzt sind.

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition Hands-on | (c) Areamobile

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition Hands-on | (c) Areamobile

Oben sitzt ein microSD-Slot | (c) Areamobile

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition Hands-on | (c) Areamobile

Auf der linken Seite befinden sich Micro-USB- und Micro-HDMI-Ports | (c) Areamobile

 

Das Aquaris M10 Ubuntu Edition bietet neben den gängigen Anschlussmöglichkeiten für ein Micro-USB-Kabel und den Kopfhörer noch einen Eingang für ein Micro-HDMI-Kabel und einen Einschub für eine microSD-Karte. Letztere liegt eingesteckt nach außen hin frei, eine Abdeckklappe gibt es nicht. Immerhin ragt sie nicht aus dem Rahmen heraus, und da der Slot an der oben liegenden langen Seite eingelassen ist, stört auch die scharfe Kante hier nicht. Der Hub der rechts oben angebrachten Tasten für Standby und die Lautstärkeregelung ist wie bei anderen Geräten des Herstellers recht hart, aber angenehm. Angenehm ist auch das Gewicht des Tablets: Mit 470 Gramm ist es kaum viel schwerer als ein iPad Pro 9.7.

Display-Größe und -Qualität

BQ verbaut im Aquaris M10 Ubuntu Edition ein 10,1 Zoll großes IPS-Display das wahlweise mit einer Auflösung von 1.920 x 1.080 Pixel oder mit 1.280 x 720 Pixel erhältlich ist. Uns liegt für den Test die Full-HD-Version vor, die bei der die Anzeige mit 224 PPI gerade noch scharf genug ist, um nicht negativ aufzufallen - die Anschaffung der 720p-Variante mit gerade einmal 149 PPI sollte hingegen gut überlegt sein. Durch das 16:10-Seitenverhältnis eignet sich das Tablet vor allem zur Bedienung im Querformat, einige der Ubuntu-Fenster können nicht einmal im Hochformat genutzt werden.

Die Helligkeit des Bildschirms geht mit den von uns gemessenen 360 cd/m² absolut in Ordnung, doch schon bei wenig Neigung wird das Bild spürbar dunkler. Gestört haben uns auch die stark ausgeprägten Lichtreflexe auf der Glasoberfläche. In den Treppendiagrammen zeigen sich deutliche Abweichungen in den Grauwerten, der durchschnittliche Delta-E-Wert ist mit 15,12 viel zu hoch und äußert sich durch einen Blaustich. Wirklich auffällig ist der im Alltagseinsatz allerdings nicht, auch die generelle Farbwiedergabe ist subjektiv gut.

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition Blickwinkel Bilder | (c) Areamobile

Blickwinkeltest | (c) Areamobile

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition Displaytest | (c) Areamobile

CIE-Farbraum | (c) Areamobile

 

System: Hardware, Software und Bedienung

Bis heute konnte uns keines der getesteten Smartphones mit dem Ubuntu-Betriebssystem wirklich überzeugen. Neben dem überschaubaren App-Angebot und einiger Baustellen in der Benutzeroberfläche fiel bislang hauptsächlich die unterirdische Performance negativ auf. Schon auf unserem nur sehr kurzen ersten Ausflug mit dem Aquaris M10 Ubuntu Edition auf dem Mobile World Congress Ende Februar deutete sich an, dass genau diese Probleme auch hier noch vorherrschen - und im Test zementiert sich dieser Eindruck auch. Nein, Ubuntu ist in der auf dem Tablet installierten Version 15.04 noch keineswegs auf Augenhöhe mit den etablierten Betriebssystemen Android, iOS und auch Windows Phone, es ist noch immer unerträglich langsam. Animationen und simple Bildläufe (u.a. im Browser) ruckeln, als gäbe es kein Morgen, einige App-Starts dauern mehrere Sekunden.

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

Sperrbildschirm mit eingeblendetem App-Dock | (c) Areamobile

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

Die Multitasking-Ansicht | (c) Areamobile

 

An der Bedienung, dem Erscheinungsbild und dem Aufbau von Ubuntu hat sich über die Jahre kaum etwas verändert. Schlecht sind viele der Ideen von Entwickler Canonical sicherlich nicht: Das Betriebssystem verfügt über keinen klassischen Homescreen, wie man ihn von Android oder iOS kennt, stattdessen baut es auf die sogenannten Scopes, Übersichtsseiten, die sich vielleicht am besten als eine Mischung aus Widget und Feedreader beschreiben lassen und von einigen - längst nicht allen - Apps mitgeliefert werden. Ein Scope nimmt stets den gesamten Bildschirmplatz ein und versammelt darauf verschiedene Informationen aus einer oder mehrerer installierter Apps, im Fotos-Scope können beispielsweise die geschossenen Aufnahmen neben solchen aus Flickr, Facebook oder Instagram angezeigt werden. Zur Scope-Ansicht gelangt man von überall her durch eine beherzte Wischgeste vom linken Bildschirmrand zur Mitte, eine nur kurze Wischbewegung öffnet ein Register für den schnellen Zugriff auf häufig genutzte Apps.

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

Der Anwendungs-Scope | (c) Areamobile

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

Die Scopes können verwaltet werden | (c) Areamobile

 

Den Überblick über die auf dem Ubuntu-Gerät installierten Apps erhält man über den Anwendungs-Scope, der einem Homescreen vielleicht noch am nächsten kommt. Welche Scopes angezeigt werden sollen, lässt sich über ein aus dem unteren Bildschirmrand hervor gewischtes Fenster auswählen, allerdings gilt: Je mehr Scopes angezeigt werden, desto mühsamer ist auch die Navigation durch die einzelnen Seiten. Vorspulen bis zum Scope auf der letzten Seite kann man nicht, zumindest nicht unmittelbar, durch das von unten ins Bild gewischte Verwaltungsfenster kann er immerhin direkt aus der Liste heraus angesteuert werden.

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

Der Nachrichten-Scope... | (c) Areamobile

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

...bietet nur wenige Quellen | (c) Areamobile

 

Umwege sind an der Tagesordnung und gleichzeitig eines der größten Probleme von Ubuntu, wie sich unter anderem am Beispiel des Amazon-Scopes zeigt: Statt Einkäufe direkt über den Scope oder die vorinstallierte Amazon-App (die übrigens auf Amazon UK zugreift, keine Ländereinstellung bietet und keinen Input für den Scope liefert) zu tätigen, wird man bei der Bestellung automatisch in den Browser verwiesen. Gleiches Spiel bei YouTube: Der Scope lässt nach Videos stöbern, abgespielt werden sie aber über ein Browser-Plugin. Die meisten Scopes erlauben kaum Anpassungen an den gegebenen Voreinstellungen, andere als die vorgegebenen Inhalte (Nachrichtenquellen oder Apps) können nicht eingespeist werden. Scopes von Drittanbietern sind noch weiter eingeschränkt, zusätzliche Einstellungen und Filter sind hier oftmals gar nicht anzutreffen.

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

Ein in der YouTube-App gefundenes Video ... | (c) Areamobile

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

... wird im Browser wiedergegeben. | (c) Areamobile

 

Wie auch Windows Phone und Blackberry OS hat Ubuntu außerdem das Problem, dass im Ubuntu Store neben wenigen offiziellen Apps viele Klone anzutreffen sind. Neben einer Sammlung von portierten Google-Apps finden sich auch diverse Versionen von Microsofts Skype- oder Outlook-Anwendungen - alle natürlich höchst inoffiziell. Schon der Aufbau des Ubuntu Store ist für den Mainstream-Nutzer ein Desaster: Mit Ausnahme der etwa 25 vorgeschlagenen Apps auf der Startseite gibt es auf den keinen aussagekräftigen Überblick über weitere erhältliche Programme, ein Register mit einzelnen Kategorien tut sich erst durch das Antippen der Suchleiste auf.

Ubuntu Convergence: Continuum zum Vorbild

Eines der Features, mit dem BQ und Canonical für Aufsehen sorgen möchten, ist der Konvergenz-Modus des Aquaris M10 Ubuntu Edition. Der ist im Ergebnis ähnlich wie Microsofts Continuum, nur wird statt einer zusätzlichen Box ein HDMI-auf-Micro-HDMI-Kabel erforderlich, durch das das Tablet mit einem Monitor verbunden wird. Einmal angeschlossen, wird eine Desktop-Umgebung auf den großen Bildschirm geworfen, in der die einzelnen Anwendungen im Fenster ausgeführt werden. Wie seinerzeit bei Windows 8 verbergen sich die Menüleisten in den Bildschirmrändern, linker Hand eine Schnellstartleiste, rechter Hand die Multitasking-Ansicht.

Gesteuert werden kann der Ubuntu-Desktop übrigens wahlweise mit Tastatur und Maus, die per Bluetooth mit dem Tablet verbunden werden, oder durch Eingaben auf dem Tablet-Display. Zuletzt genannter Weg funktioniert ähnlich wie auf einem gängigen Laptop-Touchpad: Mit einem Finger wird der Mauscursor bewegt, mit zwei Fingern wird gescrollt, Antippen führt zum Mausklick. Wird eine Worteingabe erforderlich, wird eine virtuelle Tastatur auf dem Tablet-Bildschirm eingeblendet. Meistens jedenfalls, im vorinstallierten Bildbearbeitungsprogramm Gimp beispielsweise ist das Erstellen eines Textfelds wegen der nicht eingeblendeten Touchscreen-Tastatur nicht möglich, auch der Firefox-Browser lässt sich so nicht nutzen.

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

Konvergenz-Modus mit dem Aquaris M10 | (c) Areamobile

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

Anwendungen können in der Desktop-Ansicht in Fenstern ausgeführt werden | (c) Areamobile

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

Ist keine Bluetooth-Tastatur gekoppelt, wird bei Bedarf eine virtuelle eingeblendet | (c) Areamobile

 

Mit dem Konvergenz-Modus soll das Aquaris M10 Ubuntu Edition mehr sein als nur ein Tablet, es soll eben auch für den produktiven Einsatz herhalten können. Für das gelegentliche Schreiben von Texten mag das auch noch einigermaßen gut funktionieren, wie die Touch-Version kämpft aber auch die Desktop-Umgebung mit Performance-Problemen. Allein schon wegen des unkontrolliert springenden Bildlaufs beim Scrollen im Browser und den häufig auftretenden Fehlern bei der Registrierung von Ein- oder Zweifingereingaben ist der Einsatz von Bluetooth-Peripherie zudem nicht nur eine nette Option, sondern - für all jene, die ihre Nerven schonen möchten - Pflicht.

Multimedia: Kamera, Musik und Speicher

Die Kamera des Aquaris M10 Ubuntu Edition nimmt Fotos mit einer Auflösung bis 8 Megapixel auf, im Breitbildformat sind sie 6 Megapixel groß. Bei Tageslicht sind die Ergebnisse respektabel, in Mitteltönen lässt sich aber schon ein ungewöhnlich starkes Bildrauschen ausmachen. Das schwappt bei Innenraumaufnahmen auf das gesamte Foto über und wird durch unansehnliche rot-grüne Fehlfarben begleitet. Die Schärfe geht in Ordnung, bei HDR-Aufnahmen werden Konturen jedoch zu stark betont. Kontrastreiche Szenen werden ausgewogen auf den Speicher gebannt, Lichter neigen jedoch dann und wann dazu auszubrennen. Nach dem Auslösen gönnt sich das Tablet ein bis zwei Sekunden zum Speichern des Fotos, für die Aufnahme von Bildserien eignet es sich folglich nicht. Videos können maximal in Full-HD-Auflösung gedreht werden, wobei der Sucher dabei spürbar ruckelt. Auf den Filmen ist das glücklicherweise nicht zu sehen, bei Schwenkbewegungen wird das Bild allerdings merklich unscharf.

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

Test-Aufnahme außen | (c) Areamobile

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition | (c) Areamobile

Test-Aufnahme innen | (c) Areamobile

 

Der Speicherplatz des Aquaris M10 Ubuntu Edition beläuft sich auf 16 GB, etwas mehr als 9 GB stehen dabei nach der Ersteinrichtung zur freien Verfügung. Wem das für Videos und Musk nicht ausreicht, der kann noch eine microSD-Karte einsetzen - Programme können darauf aber nicht ohne weiteres gespeichert werden. Bei der Wiedergabe von YouTube-Videos in HD- oder Full-HD-Auflösung wird der Quad-Core-Prozessor des Tablets vollends in die Knie gezwungen: Ob im Fenster- oder Vollbildmodus, einfach nur auf dem Tablet oder in der Desktop-Umgebung - die Filme ruckeln und werden nicht selten auch asynchron abgespielt. Nein, selbst als Multimedia-Tablet eignet sich das Aquaris M10 Ubuntu Edition nicht. Die Lautsprecher ändern an diesem Eindruck wenig, sie sind arg leise und im Klang sehr zurückhaltend. Kopfhörer liegen dem Tablet nicht bei.

Akku-Laufzeit

Das BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition ist nur mit WLAN-Modul erhältlich, eine Auflage mit 3G- oder LTE-Zugang gibt es nicht. Folglich ist das Tablet auf den Einsatz auf der Couch oder im Arbeitszimmer beschränkt, natürlich kann aber ein Smartphone mit eingesetzter SIM-Karte zum Hotspot umfunktioniert werden. Das Tethering über ein Android-Smartphone funktioniert mit Ubuntu ebenso unkompliziert, wie man es von anderen Plattformen gewohnt ist. Das Tablet unterstützt WLAN n wahlweise im 2,4-GHz- oder im 5-GHz-Band.

Der Lithium-Polymer-Akku des Aquaris M10 Ubuntu Edition hat eine Nennleistung von 7.280 mAh. In unserem Dauervideotest lieferte das Ubuntu-Tablet bei maximaler Bildschirmhelligkeit eine recht bescheidene Laufzeit von 4:25 Stunden ab. Ebenso lang hielt bei uns auch das iPad Pro 9.7 durch, im Alltagseinsatz bei reduzierter Helligkeit hält das Apple-Tablet aber locker seine acht bis zehn Stunden Betrieb durch. Das BQ-Tablet ist da etwas verschwenderischer, hält unter denselben Bedinungen aber ebenfalls gut und gerne acht Stunden durch. Der Desktop-Modus entzieht dem Kraftspender in zehn Minuten etwa 2 Prozent seiner Ausdauer.

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http://www.areamobile.de/tablet/bq-aquaris-m10-ubuntu-edition-test

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Konvergenz-Tablet: BQ Aquaris M10 mit Ubuntu im Unboxing (45 Bilder)

BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition Unboxing | (c) AreamobileBQ Aquaris M10 Ubuntu Edition Unboxing | (c) AreamobileBQ Aquaris M10 Ubuntu Edition Unboxing | (c) AreamobileBQ Aquaris M10 Ubuntu Edition Unboxing | (c) Areamobile
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Fazit

Ich bin wahrlich kein Mensch, bei dem es immer die neueste, ausgefeilteste und schnellste Technik sein muss, doch das Aquaris M10 Ubuntu Edition hat mich einige Nerven gekostet. Die Hardware des Tablets ist deutlich zu schwach, um das Betriebssystem halbwegs flüssig zu präsentieren - wirklich Spaß hat es nicht gemacht, sich näher mit dem Gerät zu beschäftigen. Wenn man dann noch sehen muss, dass nicht nur die Leistung, sondern auch die Bedienung und die Features von Ubuntu auf einem Stand von vor drei Jahren hängen geblieben sind, dann fehlt mir wirklich das Verständnis. Der Konvergenz-Betrieb ist nett gedacht, leidet aber unter der fürchterlichen Performance und dem sehr überschaubaren App-Angebot.

Ich respektiere und schätze BQ sehr für die Entscheidung, auch anderen Plattformen als Android eine Chance zu geben. Traurig ist es hingegen, dass Canonical eine solche Gelegenheit eiskalt verpuffen lässt und offenbar nicht die Ressourcen dazu aufbringen kann oder möchte, eine zumindest halbwegs alltagstaugliche und flinke Software vorzulegen.

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Themen: Quad-Core, Tablet, Ubuntu
Testwertung BQ Aquaris M10 Ubuntu Edition
 
Handlichkeit und Design 82%
Verarbeitung 83%
Akkuausdauer 85%
Messaging 0%
Ausstattung / Leistung 71%
Kamera 69%
Tops & Flops
Erklärung zu den Tops & Flops

Die Gesamtwertung wird durch die Tops & Flops beeinflusst. Für "Unterirdische Performance auch im Tablet-Betrieb" (-1.0%) werden Punkte abgezogen.

-1.0%
Internet 63%
Musik 53%
PIM und Sozialnetzwerke 0%
Software und Bedienung 29%
Programme 0%
Navigation 67%
Gaming und Video 67%
Gesamtwertung
zum Testzeitpunkt
63%
Zeitwertung
(Stand 26.02.2017)
63%

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Kommentare & Erfahrungsberichte
  1. 12.02.17 11:38 WLBI (Newcomer)
    Der Test spiegelt nicht das, wieder, zu was das Gerät gedacht ist und verdreht die Tatsachen

    Ich habe das Tablet auch gekauft, kurz nach dem es auf dem Markt war.
    Das Gerät wurde weder beworben noch in einem Ladengeschäft präsentiert. Es handelt sich um ein Entwicklergerät zum testen.
    Die Firma Canonical, die das Betriebssystem Ubuntu für dieses Gerät entwickelt ist eine kleine Firma mit einer Handvoll Entwickler. Das kann man unmöglich mit Milliarden-Konzernen wie Google oder Apple vergleichen.
    Daher finde ich das beachtlich, was mit diesem Gerät geschafft wurde.
    Im Bereich Konvergenz ist Ubuntu führend. Die Aussage im obigen Text: "Der ist im Ergebnis ähnlich wie Microsofts Continuum" ist schlicht weg falsch und erweckt den falschen Eindruck.
    Denn Ubuntu hatte das zuerst und Microsoft hat es kopiert. Bei Ubuntu ist es bereits seit 2010 der offizielle Desktop, der diese Funktion besitzt.
    Microsoft 10 mit Continuum wurde viele Jahre später am 15. Juli 2015 freigegeben.

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